Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  4. So fühlt sich Nachhausekommen an
  5. Menschenrecht auf Abtreibung?
  6. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  7. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  15. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds

Die Krankheit der Gesellschaft

21. März 2020 in Jugend, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vielleicht ist der Corona-Virus für uns eine Gelegenheit mal eine Pause einzulegen - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Victoria Samp


Linz (kath.net)
Im letzten Monat habe ich von der Unordnung in der Gesellschaft [Link: http://kath.net/news/70731] geschrieben, die – gemäß den Worten der hl. Angela Merici – von der Unordnung in der Familie kommt. Was haben wir jetzt für eine perfekte Gelegenheit, die Lehre aus diesem Zitat umzusetzen! Wir haben nun die Möglichkeit, einige Dinge in unserem Leben zu ordnen. Wir hatten diese Möglichkeit eigentlich schon immer, aber bis uns das Schicksal nicht praktisch dazu gezwungen hat, haben wir sie gerne übersehen, auf unserer „To Do“-Liste, die heute unser Leben dominiert, ganz nach hinten verschoben oder sind uns gar nicht bewusst gewesen, dass sich dieser Punkt auf irgendeiner „To Do“-Liste überhaupt befinden sollte.

Und auf einmal sitzen wir zu Hause, begegnen Bruder und Schwester, Mutter, Vater, Tochter, Sohn, Großeltern, vielleicht Tanten, Onkels und Cousinen. Oder wir begegnen diesen allen eben nicht und spüren auf einmal, wie weit weg diese sind und wie schön es wäre, sie jetzt um uns zu haben. Wir greifen, sei es auch aus Langeweile, weil alles andere in diesen Tagen ausfällt, den Hörer, rufen an, fragen, was es neues gibt.

Vielleicht ist der Corona-Virus für uns eine Gelegenheit mal eine Pause einzulegen. Er zwingt uns, etwas mehr Zeit für die Menschen in unseren nächsten Umgebung zu haben, die uns vielleicht im Alltag zu den entferntesten geworden sind: unsere Familienmitglieder, aber auch wir selber.

Wir stellen fest, dass viele Aktivitäten in unserem Alltag nicht lebensnotwendig sind, dass wir auch ohne übertriebenem Konsum ganz gut auskommen können, dass es mit meiner nächsten Familie viel zu besprechen gibt und dass wir auch gerne die Zeit, die wir mit uns und unseren eigenen Gedanken verbringen, gar nicht gefunden haben. Vielleicht ist der Corona-Virus auch eine Chance, andere Prioritäten in unserem Leben zu erkennen.

Die aktuelle Situation zeigt uns, dass vieles, was wir für selbstverständlich halten, nicht selbstverständlich sein muss. Wer hätte gedacht, dass eine Zeit kommt, in der wir nicht die Möglichkeit haben würden, leiblich an einer Eucharistiefeier teilzunehmen? Wie oft fällt es uns schwer, uns in „normalen“ Zeiten dazu zu motivieren, häufiger als einmal die Woche die hl. Messe zu besuchen und wie oft betrachten wir die SonntagsPFLICHT als eine solche? Oder wie selten schätzen wir die Menschen, die uns am nächsten stehen und wie wenig sind wir jeden Tag aufs Neue dankbar, dass wir diese um uns haben? Wie viel wertvolle Zeit verschwenden wir auf Jagd hinter Geld und Konsum?

Als Mutter Teresa den Friedensnobelpreis erhielt, fragte sie jemand, was man als normaler Bürger für den Frieden in der Welt tun könne. Ihre Antwort lautete: „Geh‘ nach Hause und liebe Deine Familie“. Der Virus ist nichts Gutes, er schwächt viele Menschen, einige müssen sogar an ihm sterben. Diese Krankheit kann uns aber auch zeigen, was in unserer Gesellschaft krank ist.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  2. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  3. Gnade in jedem Augenblick
  4. Die Sehnsucht Christi nach dir
  5. Gerufen, das Blut Christi zu lieben
  6. Große Veränderung beginnt von kleinen Fortschritten
  7. Berufen zur Blume im Garten Gottes
  8. Er macht seine Pläne mit deiner Verwundbarkeit
  9. Wenn du heute vor Jesus stehen würdest ...
  10. Was ersehnen wir? Was ist deine tiefste Sehnsucht?






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  3. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  4. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  7. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  8. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  11. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  12. Menschenrecht auf Abtreibung?
  13. Gott schütze Venezuela!
  14. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt
  15. So fühlt sich Nachhausekommen an

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz