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Die Corona Krise ist eine Chance für die Kirche

8. April 2020 in Interview, 28 Lesermeinungen
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"Voller Hoffnung glaube ich, dass diese Pandemie hoffentlich – auch eine geistliche Erneuerung der Christen provozieren könnte" - kath.net-Interview mit P. Karl Wallner, Nationaldirektor von MISSIO Österreich - Von Roland Noé


Wien (kath.net)
kath.net: Das Corona-Virus hält alle in Banne, der Staat sperrt de facto fast zu, die Menschen müssen zu Hause bleiben, die Gläubigen dürfen nicht mehr zu den Messen. Was ist Deine Botschaft in dieser Krisenstunde?

Wallner:
Die staatlichen und bischöflichen Vorgaben sind sinnvoll und ich werbe von Anfang an dafür, dass wir sie einhalten. Ich möchte alle Gläubigen, die es schmerzt, dass sie keine Sakramente empfangen können, bitten, dies als Opfer anzunehmen und etwas Positives daraus zu machen. Der Schmerz ehrt sie! Denn es gibt so viele Menschen bei uns, die zwar getauft sind, denen es aber ohnehin egal ist, ob sie an der Sonntagsmesse teilnehmen können! Fromme Menschen tun sich schwer.

Bitte beachten: Die Einschränkung der Versammlungsfreiheit ist kein staatlicher Willkürakt oder gar böswilliges Handeln gegen die Religionen. Es handelt sich um Schutzmaßnahmen in der Situation einer weltweiten Pandemie durch einen besonders heimtückischen Virus. Versammlungen – egal ob geselliger, sportlicher oder religiöser Art – können durch die heimtückische Tröpfchen-Übertragung andere in Lebensgefahr bringen. Ich persönlich würde es als schwere Sünde betrachten, ältere Menschen zu gefährden.

Die Sakramententheologie ist hier auch sehr klar. Es gehört zum Wesen eines Sakramentes, dass sich in ihm Übernatürliches mit Natürlichem, Gnadenhaftes mit Irdischem, eine unsichtbare Gnadenwirkung mit einer sichtbaren sinnenfälligen Handlung verbindet. Bei einigen Sakramenten kommen daher sogar Naturstoffe wie Wasser, Öl, Brot und Wein zur Anwendung. Das Natürliche wird zum Träger und zur Ausdrucksgestalt des Übernatürlichen: Durch das Übergießen mit Wasser und die Worte der Taufformel wird einem Menschen übernatürliches Leben geschenkt.

Bei der Eucharistie werden die Naturstoffe Brot und Wein zum Leib und Blut des verklärten Christus gewandelt. Bei der „Transsubstantiation“ (Wandlung) bleiben aber die äußeren „Gestalt“ von Brot und Wein – also Form, Farbe, Gewicht, Geruch, Molekularstruktur usw. – unverändert, während das Wesen („Substanz“) hinüber („trans“) verwandelt wird in den verklärten Christus, der mit Leib und Blut, Menschheit und Gottheit anwesend wird.

In der Hostie begegnen wir daher keiner Sache, keinem „Es“, sondern einem „Du“. Dieses Du ist Jesus, der unser Leben ist und uns Leben schenkt. Wie kann uns das „Brot des Lebens“ dann aber den Tod bringen? Hier ist wieder die Unterscheidung zwischen Natur und Übernatur wichtig: Die Griechen haben zwei Worte für Leben: bios für das biologisch-materielle Leben, zoé für das geistige Leben. Die Eucharistie ist nicht für den bios, denn die Hostie soll nicht unseren Leib sättigen. Vielmehr möchte Jesus als unsere zoé, unser geistiges Leben in uns kommen. Wir haben dann Gemeinschaft (communio) mit ihm. Wer das eine Natürliche (bios) mit dem anderen Übernatürlichen (zoé) verwechselt oder vermischt, der gefährdet sich und andere: Sehr wohl kann bei der Spendung der Kommunion, die zwar an sich die Gemeinschaft mit Jesus (zoé) bringt, auch eine virale Infektion übertragen werden, sodass durch das Kommunizieren das natürliche Leben (bios) gefährdet wird.

Wenn man die Unterscheidung zwischen Natur und Übernatur aus Gründen der Frömmigkeit nicht ernst nimmt, kann das lebensgefährdend werden. In meinem Kloster Heiligenkreuz, wo wir drei Mitbrüder eine Coronainfektion hatten (mit mildem Verlauf) musste der Abt die Kreuzkirche ganz schließen. Schuld waren überdrehte und unerleuchtete Frömmler, die dauernd Weihwasser in die ausgetrockneten Becken nachgegossen haben. Der Abt konnte es nicht mehr verantworten, dass hier immer wieder ein potentieller Infektionsherd geschaffen wurde.

Wie schade, dass man jetzt dort gar nicht mehr beten kann. Nun, ich respektiere Frömmigkeit und ich habe auch eine Grundsympathie für Gläubige, die sich schwer damit tun, dass durch gesegnetes Wasser eine Gefahr übertragen werden kann.

Aber es gehört wirklich zum Grundverständnis der Sakramente, dass die sinnlichen materiellen Zeichen unverändert bleiben. Natürlich hat das Weihwasser eine „sakramentalische“ Kraft, aber zugleich kann das Weihwasserbecken zum Bakterien- und Virenpool werden! Und genauso kann das Zusammensein zum Gottesdienst zur Infektionsweitergabe führen. Darum dürfen wir unseren Bischöfen sehr dankbar sein, dass sie sofort die ebenso restriktiven wie wirkungsvollen Schutzmaßnahmen der Regierung auch im kirchlichen Bereich der Sakramentenspendung umgesetzt haben! Das war theologisch korrekt und pastoral richtig. Was für Vorwürfe hätte sich die Kirche – mit recht - anhören müssen, wenn ein Gottesdienst zu Ischgler Verhältnissen geführt hätte. Denn für die Seuche ist es egal, ob sie sich in einer Schibar oder in einer Kirche ausbreitet.

Mein Namenspatron, der heilige Karl Borromäus, hat in der Pestepedemie von Mailand 1576 bis 1578 auch sehr entschieden Separations- und Hygienemaßnahmen bei der Sakramentenspendung durchgesetzt.

Doch nochmals zur Eucharistie, weil es hier noch schwerer zu ertragen ist, dass uns das Kommunizieren gefährden könnte. Es ist aber so, dass eine konsekrierte Hostie ganz normal verderben kann. Noch mehr gilt das vom Blut Christi, denn Wein verdirbt sehr schnell. Darum werden ja auch nur die ungesäuerten Hostien im Tabernakel aufbewahrt und nicht das Blut Christi. Die im Tabernakel aufbewahrten Hostien müssen auch regelmäßig verzehrt werden, damit sie nicht schimmeln.

Es gibt Berichte, wo sich Priester durch Rotschimmel auf den Hostien Krankheiten zugezogen haben. Und es gibt Regeln, wie Hostien, die dennoch Schimmel ansetzen, entsorgt werden: indem sie in Wasser aufgelöst werden. Früher hat man solche verdorbenen „Gestalten“ in eigenen Bodenöffnungen in den Sakristeien (sogenannte „Sakrarien“) gelegt bis sie ganz verrottet waren. Was da verdirbt ist ja nicht der Leib Christi, sondern nur dessen gestalthaftes materielle „Transportmittel“. Und in Siena in Italien gibt es ein übernatürliches Hostienwunder, wo seit 1730 genau 225 Hostien völlig unverdorben geblieben sind. Aber hier handelt es sich eben um ein ausdrückliches Wunder der übernatürlichen Ordnung.

Darum ist es absolut sinnvoll und notwendig, die Hygienevorschriften zu beachten und eine Art „physischer“ Distanz zu den Sakramenten bzw. zum Gemeinschaftsgottesdienst einzuhalten. Nochmals: Ich schätze es, wenn das zu einem inneren Leiden führt, denn dieses Leiden ist ja ein Ausdruck einer liebevollen Sehnsucht. Als Sakramententheologe habe ich aber kein Verständnis, wenn man meint aus Gründen der Frömmigkeit gegen die Hygienemaßnahmen und gegen das Verbot der Feier von öffentlichen Gottesdiensten vorgehen müsse.

Ich halte die staatlichen Maßnahmen für richtig und sinnvoll – und wie man mittlerweile auch sieht: für wirkungsvoll. Darüber hinaus sehe ich in dieser augenblicklichen Unmöglichkeit, äußerlich an den Sakramenten teilzunehmen, sogar einige Chancen.

kath.net: In wie weit wird diese Krise die Kirche verändern? Was sind die Chancen für die Kirche in dieser Krise? Was sind die Chancen?

Wallner:
Erstens begehrt man ja immer das am meisten, was man nicht hat. Wir sind nun in eine Situation geführt, wo es schmerzhaft aber sinnvoll und notwendig ist, eine physische Distanz einzuhalten und somit entfällt vielerorts der Gottesdienst. Übrigens erhalte ich viele Berichte aus Afrika, wo es ja eine intensive eucharistische Frömmigkeit gibt: dort ist es für die Gläubigen noch viel schmerzhafter als bei uns. Diese Sehnsucht aufzuopfern wird sicher gnadenhaft fruchtbar. Zugleich sollten wir uns jetzt schon vornehmen, dass wir nach der Pandemie die Teilnahme an den Sakramenten viel mehr schätzen werden als bisher.

Zweitens ist die Kirche innerhalb der letzten drei Wochen plötzlich kreativ und missionarisch geworden. Die gottesdienstliche Not, die durch den Virus ausgelöst wurde, hat etwas bewirkt, das die jahrzehntelangen Appelle der Päpste – und besonders von Papst Franziskus - nicht bewirken konnten: Plötzlich drückt uns überall – von den Pfarren über die Gemeinschaften bis zu den diözesanen Stellen – die Frage: Wie können wir die Menschen erreichen.

Besser: Wie können wir zu den Menschen kommen? Das ist nichts anderes als ein neuer missionarischer Drive. Denn bisher waren wir gewohnt, dass die Menschen zu uns kommen, bzw. dass wir sie zu uns einladen und sie bei uns erwarten. Jetzt sind alle in der Not – nicht nur die Priester, sondern auch die engagierten Laien – die Menschen zu erreichen. In Vorarlberg hatte die Katholische Jugend die Idee, allen Familien in der Gemeinde gesegnete Palmzweige vor die Haustüre zu bringen… Und überall wurden auch die neuen Medien entdeckt, viel Gemeinschaften und Pfarren übertragen die Sonntagsmesse im Livestream; man chattet untereinander; selbst meine 80-jährige Mutter feiert täglich im Livestream die Heilige Messe mit, sogar sie hat den Sprung in die digitalen Techniken des 21. Jahrhunderts geschafft.

Natürlich sind Livestream-Messen und virtueller Lobpreis usw. nur Notlösungen, also Lösungen in der Situation einer schweren Not. Hoffen wir, dass solche Notlösungen bald nicht mehr notwendig sind!

Drittens glaube ich, dass die Corona-Krise in der Kirche einen nachhaltigen Richtungswechsel bewirken könnte: in Richtung „Mission“. Plötzlich erlebe ich eine Kirche, die auf die Menschen draußen zugeht; die in atemberaubenden Tempo die Grenzen des Bisherigen überschreitet; die über Smartphones und Sozialen Medien versucht, die Menschen zu erreichen. Diese Innovationskraft ist phantastisch, plötzlich spürt man wieder den „Fischerwillen“ nach vollen Netzen. Wir gehen hinaus auf die Menschen zu. Ein Mann hat mir geschrieben: „Ich wäre bis vor kurzem nie in eine Kirche gegangen. Und jetzt feiere ich jeden Tag im Fernsehen die Messe mit und es fasziniert mich.“ Vielleicht war diese Krise notwendig, dass wir uns endlich trauen, kreativ missionarisch zu sein. So wie bisher wäre es ohnehin nicht weitergegangen.

Da das „Übliche“ plötzlich nicht mehr funktioniert, siehe da weht plötzlich ein kreativer Wind mit vielen Ideen durch die Köpfe von Pfarrern, Pfarrgemeinderäten und Engagierten, dass es doch eigentlich eine wahre Freude ist.

Der Heilige Geist? Hoffentlich! Jedenfalls ist es vielerorts gelungen, aus der Not eine Tugend zu machen!

kath.net: Wo findest Du ganz persönlich jetzt die Stärke, um andere Hoffnung zu vermitteln?

Wallner:
Am Anfang war ich verzweifelt. Jetzt bin ich voller Hoffnung und Zuversicht. In meiner Zuständigkeit dafür, dass wir der armen wachsenden Kirche in Afrika, Asien und Lateinamerika helfen, war ich zunächst verzweifelt und depressiv. Wie soll es mit den Päpstlichen Missionswerken weitergehen. Ich fürchtete den totalen Verlust von Reichweite und Spenden. Dann habe ich alle meine Hoffnung auf den Herrn geworfen und mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschlossen: wir starten missionarische Seelsorge mit den Möglichkeiten, die wir haben.

So haben wir sofort ab 13. März eine tägliche Heilige Messe um 12:00 Uhr im Livestream (www.missio.at) angeboten, dazu eine eucharistische Anbetung von 10:30 bis 11:30 Uhr. Die Resonanz war gigantisch, tausende feiern daheim mit, denn die innere Not der Menschen ist groß. Am Anfang bei der ersten Messe ohne Gläubige – nur mit meinen beiden Mitarbeitern von der „Young Missio“ Maria und Marcel – hätte ich heulen können.

Doch dann erhielt ich Fluten von Emails, Anrufen. Viele schickten Bilder, wie sie alleine oder mit Familie vor dem Computer saßen, um die Heilige Messe mitzufeiern. Dann erfanden wir eine Kindermesse im Livestream. Ich lud die Kinder ein, einen Esel – das Wappentier von Missio Österreich – zu zeichnen und wurde gleich mit 720 Eselbildern aus ganz Österreich beglückt. Das hat mich riesig gefreut!

Mittlerweile hat diese Live-Mittagsmesse eine riesige Reichweite. Bei der Predigt versuche ich die Menschen zu Hause anzusprechen. Das geht immer leichter, weil ich zwar nur eine Kamera sehe, auf die ich hinrede, im Herzen aber stelle ich mir wirklich die vielen vor, die zu Hause sitzen und Trost und Hoffnung brauchen…

Ich war jetzt 20 Jahre Rektor der Hochschule Heiligenkreuz, seit dreieinhalb Jahren leite ich die Päpstlichen Missionswerke – und jetzt hat mich die Viruskrise plötzlich zum Pfarrer für eine virtuelle Gemeinde von einigen Tausenden Menschen – in Österreich und weit darüber hinaus - gemacht, die täglich die Mittagsmesse mitfeiern. Jede Krise ist eine Chance, durch jede Krise spricht uns Gott mit einer Botschaft an.

Und ich bin sehr berührt, dass mir so viele Priester gemeldet haben, dass sie oft die Heilige Messe parallel mit mir in Wien mitfeiern. Viele Mitbrüder sitzen ja auch isoliert und traurig in ihren Wohnungen. Und dann schreibt mir etwa unser österreichischer Missionar Padre Humberto Leeb, 86 Jahre alt, dass er täglich in Brasilien die Messe mitfeiert, parallel dazu zelebriert. So etwas nehme ich schon als Fingerzeig Gottes.

Und meine Befürchtung, dass die Spenden für Afrika usw. wegbrechen, wird hoffentlich nicht eingetreten. Dass wir nicht mehr helfen können, das ist ja meine größte Angst, denn Afrika und Asien werden mehr unter dem Corona-Virus leiden als wir.

Dort ist ja schon Wasser und Seife, um sich die Hände zu waschen, ein Luxus! Da bete ich viel und bin mittlerweile zuversichtlich. Wir sind doch ein christlich geprägtes Land und haben in der Geschichte immer wieder bewiesen, dass die eigene Not unsere Herzen nicht vor der Not der anderen verschließt, sondern öffnet. Ich hoffe, dass die Corona-Krise die höchsten Kräfte der Nächstenliebe und Großherzigkeit in den Gläubigen in Österreich entfalten wird!

Und noch etwas gibt mir Kraft: Ich habe am Beginn der Krise zwei öffentliche Gelübde gemacht: Erstens, dass wir von den Päpstlichen Missionswerken in einer sehr armen Region in Afrika, die medizinisch unterversorgt ist, ein Sankt-Karl-Borromäus-Krankenhaus bauen werden. Ich mache darauf aufmerksam, dass nicht die heilige Corona, sondern der heilige Karl Borromäus (mit Sebastian und Rochus) der Seuchenpatron ist!

Zugleich mein Namenspatron, was ich als Zeichen der Vorsehung sehe. Das zweite Gelübde ist ein rein privates: Wenn die Pandemie meine großartigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unsere Päpstlichen Missionswerke verschont, sodass wir gut für die Ärmsten der Armen weiterarbeiten können, bekommt die Muttergottes in unserer Missio-Kapelle von mir eine goldene Krone aufgesetzt. Ich bin nämlich im Herzen ganz sicher, dass das intensive Bittgebet zu großen Wunder der Gnade führen wird.

Voller Hoffnung glaube ich, dass diese Pandemie eine Reinigung der Gesellschaft und – hoffentlich – auch eine geistliche Erneuerung der Christen provozieren könnte. In diesem Sinn ist die Corona-Krise eine Zulassung Gottes, die uns langfristig zum Segen werden könnte. Darum bete ich und dafür arbeite ich.

kath.net: Danke für das Interview und vorab Gesegnete Ostern


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Lesermeinungen

 Alpenglühen 10. April 2020 

@leemorgan - Joh 17,20-23 meint das Eins-Sein der Menschen im Glauben an Gott.

U. auch der Kirche bzw. „kirchl. Gemeinschaften“ untereinander im Glauben an Gott. U. ist sicher nicht die Aufforderung, zu jeglicher! Entscheidung kirchl. Hierarchien u./od. weltl. Autoritäten „ja u. Amen“ zu sagen. Es gilt auch Gal. 2,11-21.
s. auch Art. 70970. 10 Bfe. zogen 14./15.03.20 nach, nachdem Kard. Marx am 13.03.20 (als Strippenzieher im Hintergrund der DBK?) als erster! alle öffentl. GD für München/Freising absagte u. bis 03.04.20 verbot! Noch bevor „Bundes-Mutti“ Merkel am 16.03.20 nachmittags das staatl. Verbot verkündete. Von zumindest 7 Bfe. ist bekannt, daß bis dahin noch öffentl. hl. Messe mit den geltenden Beschränkungen (bis 100 Personen, 2 m Abstand) gefeiert wurde. Ich war selber jeden! Tag dabei. Zusätzl. Desinfekt.-Mittel, ggf. Maske, das hätte gereicht. Das totale Verbot ist m.E. eine Machtprobe, ob u. ggf. wie lange „Kirche“ sich das bieten läßt. U. was bei nächster Gelegenheit nicht viell. sonst noch alles an Repressionen angewandt werden können.


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 Herbstlicht 9. April 2020 
 

@leemorgan

Seine Enttäuschung über den Ausschluss der Gläubigen an den Hl. Messen verbal zum Ausdruck bringen, hat nichts, wirklich nichts mit "Zwietracht säen" zu tun.
Der Ton macht bekanntlich die Musik und da sollten wir uns alle tatsächlich darauf besinnen, dass wir "eins sein mögen", trotz aller verschiedenen Sichtweisen.
Gestern war ich zur Beichte und da habe ich dem Priester u.a. auch erzählt, dass ich sehr über die Entscheidung der Bischöfe enttäuscht war - und er zeigte Verständnis.
Ihnen und allen hier einen tief empfundenen Karfreitag und -trotz allem- ein frohes Osterfest!


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 Steve Acker 9. April 2020 
 

Was wirklich schlimm ist, ist das Klima der Angst

und des Misstrauens, das besonders in Medien und von Politikern geschürt wird.
Das wird noch viel schlimmere Folgen haben, als die reinen gesundheitlichen Probleme durch das Virus.
Leider sind auch Kirchenleute in diesem Angstklima gefangen, wie ich bei uns erlebe.

PS. Schön dass Pater Wallner Optimismus
verbreitet.


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 leemorgan 9. April 2020 

@Alpenglühen

Naja, Jesus bittet den Vater selbst, dass wir eins sein mögen... Zwietracht säen ist jedenfalls keine Frucht des Geistes. Ja, Kath.net ist keine Kaderschmiede, aber gerade weil hier internationale Schreiber unterwegs sind halte ich es für so wichtig, dass wir uns gegenseitig stärken und ermutigen - und nicht murren und uns gegenseitig aufwiegeln gegen unsere Bischöfe.
Seid gesegnet.


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 Alpenglühen 9. April 2020 

@leemorgan - Zitat:„…aber was ich zT hier gelesen habe, welche Nicht-Einheit (Anmerk.: ???)

ihr hier entstehen lassen habt,…“ Zitat Ende. Sie mißverstehen da wohl etwas. Ich denke, „Kath.net“ ist keine Kaderschmiede od. dazu da, Foristen auf eine „Einheits-Linie“ zu bringen. W e s s e n „Linie“ soll das denn auch sein? Die der D Regierung / Opposition od. der B.-Länder? A? CH? NL? F? B? Die Foristen sind „international“, u. leben sicher auch noch in anderen Staaten. Jeder, der bei kath.net registriert ist, darf seine Meinung äußern. Beleidigungen! werden gelöscht od. abgemahnt. Es geht um Gedankenaustausch; Zustimmung; Gegensätze; Ergänzung; Bestärkung; manchmal auch tröstender Zuspruch, wenn persönl. Not durchklingt. Ich will Ihnen nichts unterstellen!, aber wir haben kein „…geh voran, wir folgen.“
U. da am letzten WE Anti-Atom-Mahnwachen in Münster u. Gronau – unter strengen Auflagen - zugelassen waren – wieso sollen wir dann nicht darum kämpfen dürfen, endlich wieder physisch an der Eucharistiefeier teilnehmen zu dürfen? Ich käme doch freiwillig!!


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 Fatima 1713 9. April 2020 
 

Hl. Corona

Den Seitenhieb auf die hl. Corona finde ich auch unnötig. Warum sollen wir nicht auch sie um ihre Fürsprache anrufen?


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 Fatima 1713 9. April 2020 
 

@priska

Der Vergleich hat mich auch etwas überrascht. Warum hat es ein Karl Borromäus im 16. Jh. geschafft die Sakramentenspendung mit entschiedenen Hygienemaßnahmen eben doch durchzusetzen, aber unsere Priester und Bischöfe schaffen das im 21. Jh. nicht, ja versuchen es nicht einmal? Man hat sofort kampflos aufgegeben.
Eigentlich widerspricht sich P. Karl in diesem Punkt selbst, denn Karl Borromäus hat die Sakramente eben sehr wohl gespendet. Heute tobt sich die Kreativität vieler auch im kirchlichen Bereich eben lieber virtuell aus. Wenn man sich damit gut auskennt und grundsätzlich eine Affinität dazu hat, ist das wesentlich bequemer als andere Wege zu suchen, die es ja sehr wohl gibt, wenn man auf die Priester schaut, die mit dem Allerheiligsten segnend durch die Straßen gehen. In dieser virtuellen Kirchengemeinschaft sehe ich durchaus eine Versuchung. Viele werden den Eindruck bekommen, dass es so ja auch geht, bequem von Zuhause aus.


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 priska 9. April 2020 
 

Ich möchte noch hinweisen ,das der Heilige Karl Borromäus als die Pest gewütet hat ,zu den Kranken gegangen ist und ihnen das Sakrament gespendet hat.


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 lesa 9. April 2020 

Die Reinigung wird zum Licht führen.

"Unerleuchtete Frömmler" - dann sind wir froh, dass wir hellere Leuchten haben, oder? Schon allein die Wahl eines solchen Ausdrucks jenen gegenüber, die die Bedeutung der Heiligen Messe in einem größeren Rahmen sehen, beweist es ja. Nicht wahr? Das nehmen wir auch mit Dank entgegen. Gerade an diesem Tag.
Friede sei mit allen.
@Elija Paul: Zustimmung. Vieles wurde übertüncht und muss bereinigt werden. De Reinigung erfolgt aber so oder so. Allerdings müssen als Erstes die Getauften wieder umkehren in eine lebendige Beziehung zum Weinstock, zu einem wirklichen Christsein. Ohne diesen Rückhalt fällt die Amtskirche um.


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 Einsiedlerin 9. April 2020 
 

Die "magische Schutzwirkung"

Nunja, wenn das so ist, dann ist unser ganzer Glaube "für die Fisch'", denn da ist das Kreuzzeichen, das uns vor dem Bösen schützt, das Weihwasser, die hl. Eucharistie, das kostbare Blut Christi, Sein Heiligstes Herz, das Unbefleckte Herz Mariens, der Segen des Priesters, jedes Gebet (!) usw. Es geht doch in erster Linie um die unsterbliche Seele! "Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten können, der Seele aber nichts tun können..." Schon vergessen?
Wie oft fragte Jesus die Menschen, die er heilen wollte: "Glaubst du?" und "Dein Glaube hat dir geholfen!"
Wenn wir also NICHT an all das glauben, ist unser "Glaube" wertlos!


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 Diadochus 9. April 2020 
 

Frömmelei

Wer nicht mit Jesus Christus im Gebet verbunden ist, der wird die Zeit, die vor uns liegt, nicht überstehen. Alles Gottlose wird abfallen, wird die Läuterung nicht überstehen. Bedenken wir: Am Ende harrte von den Aposteln nur noch der Lieblingsjünger Johannes unter dem Kreuz aus, der, der am Herzen des Herrn ruhte. Über den Spott und die Seitenhiebe gegen die "Frömmler" kann ich nur lachen. Natürlich ist eine Krise eine Chance, aber nur wenn eine Umkehr erfolgt. Papst Franziskus hat sich bis jetzt nicht von Pachamama distanziert. Die Kirche muss davon gereinigt werden. "In diesem Sinn ist die Corona-Krise eine Zulassung Gottes, die uns langfristig zum Segen werden könnte."


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 ChemMJW 8. April 2020 
 

@leemorgan

Ich bin ganz Ihrer Meinung. Seit Tagen entnehme ich vielen Kommentaren, dass manche Gläubigen der Eucharistie eine magische Schutzwirkung zuschrieben. Manche scheinen zu glauben, dass sie sich im Büro oder im Supermarkt anstecken könnten, nicht aber in der Kirche, weil dort angeblich die Kraft der Sakramente einen schützt, und deshalb ist das Verbot öffentlicher Gottesdienste nicht sinnvoll oder sogar verfassungswidrig. Meiner Meinung nach degradiert diese Denkweise die Eucharistie zu einem bloßen Talisman. Ich bin sehr froh und auch dankbar, dass Pater Karl den Unterschied zwischen Gestalt und Substanz betont und daran erinnert, dass die Gestalt der Eucharistie sehr wohl eine Krankheit übertragen kann. Schade, dass zu Ostern die Kirchen leer bleiben müssen, aber selbst wenn das Versammlungsverbot kurzzeitig aufgehoben würde, würde ich noch eine Weile den Gang zur Kirche scheuen.


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 Herbstlicht 8. April 2020 
 

Beide Sichtweisen müssen erlaubt sein!

Dass Pater Karl Wallner den totalen Ausschluss der Gläubigen an den hl. Messen für sinnvoll hält und ihn verteidigt, ist sein gutes Recht.

Dass andere wiederum diesen Umstand anders wahrnehmen, ist ebenso ihr gutes Recht. Ich persönlich zähle mich zu dieser Gruppe. Uns deshalb Egoismus zu unterstellen, ist einseitig bewertend.

Wenn einträfe, was Pater Wallner erhofft, nämlich dass nach Überwindung der Krise sich mehr Menschen der Kirche und damit Gott zuwenden, wäre das wunderbar.
Ob das so sein wird? Man wird sehen!

Die wirklich Gläubigen werden dankbar und froh sein, wieder die hl. Messe besuchen zu können und sie neu schätzen lernen.
Die Suchenden werden sich vielleicht vorsichtig oder auch erwartungsfroh an das ihnen bislang Fremde herantasten.
Und nicht wenige -so meine Befürchtung- werden wegbleiben, weil sie die Erfahrung gemacht haben: Es geht auch ohne!
Ich denke, es wird eine Zeit vor Corona und nach Corona geben.


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 Elija-Paul 8. April 2020 
 

Hier werden keine geistlichen Ursachen

für die Pandemie benannt, Deshalb kann ich dem Optimismus des Paters nicht folgen. Es braucht eine wirkliche Abkehr von falschen Wegen in der Gesellschaft und in der Kirche. Gott hat die Pandemie zugelassen, um uns zurechtzuweisen. Die Kirche hat sich durch Amoris laetitia, die Abu Dhabi-Erklärung und besonders noch einmal durch die Pachamamaidolatrie entscheidend geschwächt.
Ohne dass wir wirklich hinschauen und die Kirche wieder auf ihren von Gott gewiesenen Weg zurückkehrt, wird sie nicht dauerhaft missionarisch wirken können oder eben nur im Sinne der allgemeinen Menschlichkeit. Man kann versuchen all das auszuklammern, aber dann bleibt man auf natürlichem Grund. Dann ist eben einfach nur eine Pandemie geschehen und und hat mit Gott gar nichts zu tun. Ist sie vorbei, dann wird sich geistliche nichts geändert haben. Die Pandemie ist ein ernster Ruf für alle Menschen zur Umkehr. So war es biblisch gesehen wohl immer!


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 Einsiedlerin 8. April 2020 
 

crisis - katharsis

Danke, Pater Karl für dieses Interview. Jede Not bringt Neues hervor. Ich persönlich bin ein großer Fan der Livestreams aus Heiligenkreuz, aber wie P. Karl sagt, ist das eine NOTlösung, die wir aufopfern können/sollen. Der Gehorsam war noch immer segensreich!
Was mich trotz dieser beklemmenden geistlichen Situation wundert: manche Menschen haben trotz der seltsamen Gesamtsituation noch immer nicht das Bedürnis nach Gott!! In meinem Umfeld sehe ich, dass die Frommen eben sehr darunter leiden und ihre Sehnsucht nach Gott wächst und dass die "weniger Gläubigen" das halt so zur Kenntnis nehmen. Hauskirche, gemeinsames Gebet, Besuch des Tabernakels in der Kirche - Fehlanzeige. Aber der Geist weht wo er will und ich freue mich für alle, die den Weg gerade durch diese Krise zu Gott entdecken.


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 Stefan Fleischer 8. April 2020 

@ Ad Verbum Tuum

Was mich bedrückt ist, dass trotz der Pandemie und ihrer Folgen immer noch so wenig zu hören und zu spüren ist von Umkehr, Rückkehr zu Gott, von einer Rückbesinnung auf das erste und wichtigste Gebot: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.“ Immer noch geht es meist zuerst um den Menschen, sein irdisches Heil. seine Wünsche und sein Wohlbefinden, was dann schnell einmal umschlagen kann in die Ich-Zentriertheit, den Egozentrismus, bis hin zum Egoismus, selbst in unserer Beziehung zu Gott.


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 landpfarrer 8. April 2020 
 

Eine der besten Stellungnahmen hier seit langer Zeit zum Thema !
Ausgewogen und sauber theologisch argumentierend !
Fides et ratio !
Wahrscheinlich aber werden manche "unerleuchteten Frömmler" (o-Ton P. Karl Wallner) ihn jetzt auch angreifen oder als kleingläubig titulieren !


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 Ad Verbum Tuum 8. April 2020 

Was mich bedrückt

- ob diese Zeit ausgerechnet zum Hoffnungszeichen für die Kirche wird? Ich wage es zu bezweifeln. Wie viele werden zurückfinden in die allzeit geschlossenen Kirchen?
- bei mir persönlich - in meiner Pfarrei sind alle 7 Kirchen 24/7 geschlossen - spüre ich, wie ich mich meiner Gemeinde entfremde. Die lokale Kirche wurde für mich im Prinzip inexistent. Es wird viel Aufwand und Zeit in Dinge gesteckt, die ich virtuell tausendfach - und oft besser - finden kann. Streams, Tagesimpulse, Links... Es bleibt unidirektionale "Kommunikation", Konsum. Dann steht auf der Pfarrei-Seite noch schön unkonkret, dass man anrufen kann. Lokale Kirche=abwesend - das kann weg.


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 leemorgan 8. April 2020 

Endlich!

Ich bin sehr dankbar, endlich eine vernünftige Stimme auf kath.net zum Corona Thema zu lesen! Ich bin euer Fan seit beinahe der ersten Stunde, aber was ich zT hier gelesen habe, welche Nicht-Einheit ihr hier entstehen lassen habt, das hat mich ehrlich gestanden sehr getroffen... Aus ganz vielen Kommentaren oder auch Beiträgen war ein riesiger Egoismus herauszuhören, und eine Sturheit, die mich sehr befremdet hat. P. Karl kann man ja wohl wirklich keinen Vorwurf in irgendein unliebsames Eck hin machen, ich hoffe, er verliert gerade nicht dramatisch an Ansehen bei einigen hier... Was er sagt kann ich zu 100 Prozent unterschreiben.
Danke, dass ihr etwas gebracht habt, was offenbar eurer eigenen Meinung ein bisschen widerspricht.
Seid alle gesegnet und ebenfalls frohe Ostern im Vorhinein!


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 Robensl 8. April 2020 
 

noch zur Gefährlichkeit des Virus-schwierige Frage

https://www.spectator.co.uk/article/The-evidence-on-Covid-19-is-not-as-clear-as-we-think?
"In the current climate, anyone with a positive test for Covid-19 will certainly be known to clinical staff looking after them: if any of these patients dies, staff will have to record the Covid-19 designation on the death certificate — contrary to usual practice for most infections of this kind. There is a big difference between Covid-19 causing death, and Covid-19 being found in someone who died of other causes. Making Covid-19 notifiable might give the appearance of it causing increasing numbers of deaths, whether this is true or not. It might appear far more of a killer than flu, simply because of the way deaths are recorded.
Much of the response to Covid-19 seems explained by the fact that we are watching this virus in a way that no virus has been watched before. The scenes from the Italian hospitals have been shocking, and make for grim television. But television is not science."


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 Stefan Fleischer 8. April 2020 

@ Robensl - nur so nebenbei

Wenn es heute "katholische" TheologInnen / PfarreiadministratorInnen gibt, welche den Gläubigen bewusst das Heilige Messopfer vorenthalten und durch "Wortgottesfeiern" ersetzten, sollten wir uns beklagen, wenn der Staat die Rede vom unschätzbaren Wert der Eucharistie als erzkonservatives Geplapper abtut.


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 Robensl 8. April 2020 
 

Ja, aber...

Ich schätze Pater Karl sehr. Aber:
-es geht nicht nur um Kommunionempfang. Sondern vor allem auch um echtes, nicht gestreamtes Gottesdienstfeiern. Das wäre möglich; man kann in den meisten Kirchen ausreichend Abstand zueinander halten (der Vergleich mit Skibar in Ischgl ist übertrieben). Kommunion zurückhaltend, nur für die, die unbedingt möchten (1x an Ostern würd ja reichen); der Spender muss ja die Hostie auch nicht mit der Hand anfassen.
-"Ich persönlich würde es als schwere Sünde betrachten, ältere Menschen zu gefährden." Dann ist auch Auto fahren ein schwere Sünde wegen der vielen (alten) Verkehrstoten. Wir reden hier immer noch über potentielle Gefährdungen -die ich aber nicht verharmlosen will.
-Chance für die Kirche, ja; aber auch ein fatales Signal, dass Gottesdienste auch nur eine nicht unbedingt notwendige "Versammlung geselliger oder sportlicher Art" ist.


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 Gipsy 8. April 2020 

Danke P.Karl Wallner

für das sehr ergreifende , glaubensstarke Interview. Alles was Sie sagen kann nachvollzogen werden.Die Priester werden weltweit aktiv , so wie schon lange nicht mehr. Die Menschen besinnen sich und viele kehren von ihren Irrwegen um. Es scheint eine neue Mission , auf neuen Wegen zu erwachsen .

Aus einer Zerstörung (Virus) , erwächst neue Verbundenheit mit unserem Schöpfer, mit Gott.

Die Prioritäten haben sich bei vielen Christen geändert.


Gott segne Sie und Ihre Mitbrüder.


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 Eisenherz 8. April 2020 
 

Danke, P. Karl! Sie wurden nicht ohne Grund sub auspiciis promoviert! Gottes Segen Ihnen!


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 hape 8. April 2020 

Das nicht mehr funktionierende „Übliche“ …

ist das Hl. Messopfer. Das funktioniert eigentlich immer noch, war aber noch nie „üblich“. Die Hl. Messe ist à priori das Besondere, das Außergewöhnliche, das Übernatürliche.

Bei aller Euphorie über die Kreativität beim Einsatz neuer Medien, – entsch. ist doch etwas anderes. Die Aussage von Marshall McLuhan „The Medium is the Message“ darf jedenfalls nicht bedeuten, dass mit neuen Medien der Inhalt der Botschaft verfälscht wird (vgl. katholisch.de). – Neue Medien bringen nur dann mission. Gewinn, wenn sie die kath. Lehre vollständig und unverkürzt darstellen. Sie dispensieren also keineswegs von der authent. Rede über Sünde und Erlösung, die letzten Dinge oder die kath. Sexualmoral.

Am Ende muss sich die Kirche immer dem Urteil der Leute stellen. Wenn die sagen, „darüber wollen wir dich ein andermal hören ...“ (Apg 17,33), dann muss sie, wie eh und je, ihr Kreuz tragen. Neue Medien werden daran nichts ändern. Aber garantiert nicht gerade das Kreuz erst den Missionserfolg?


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 Stefan Fleischer 8. April 2020 

Auch ich sehe

in dieser Zeit eine grosse Chance
z.B. dass wir den unschätzbaren Wert des Heiligen Messopfers wieder schätzen lernen.
Oder dass wir uns bewusst werden, dass es keinen Rechtsanspruch auf die Heilige Messe gibt, auch wenn wir noch so brav unsere Kirchensteuern bezahlen.
Oder dass wir uns wieder vermehrt um unser ewiges Heil bemühen und so auch wieder zum Verzicht aus Liebe zu Gott zuerst und dann zu unseren Nächsten (und Allernächsten) bereit werden.
Oder dass ganz generell und bewusst Gott wieder ins Zentrum unseres Lebens stellen und eine tiefe, persönliche Gottesbeziehung aufbauen.
Oder, dass das Reich Gottes immer nur dort ist, wo Gottes Willen geschieht, nicht dort, wo es nach unserem Willen gehen muss.
Ich glaube, Gott will uns durch diese Krise auch wieder zu solchen Überlegungen führen.


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 Stephaninus 8. April 2020 
 

Danke kath.net

Ein tolles Interview von Pater Wallner. Glaube und Vernunft (und Freude möchte man noch sagen) gehören zusammen! Vielen Dank.


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 Stephaninus 8. April 2020 
 

Danke kath.net!


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