Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Auch Benedikt XVI. und Erzbischof Gänswein werden sich gegen Covid impfen lassen
  2. Stat crux dum volvitur orbis
  3. Papst gegen Corona geimpft
  4. Überlegungen zu einer Reform der Papstwahl. Eine Geschichte
  5. Franziskus: „Abtreibung ist ein Problem, das selbst ein Atheist im eigenen Gewissen lösen muss“
  6. Bartholomaios ruft zu Teilnahme an Covid-Impfung auf
  7. „Unperfektes Kreuz“ als neues Logo für das Bistum Fulda
  8. Protestwelle gegen Zwangs-Sexualisierung im Duden
  9. Österreichische Bischöfe möchten auch weiterhin Gläubige von den Gottesdiensten ausschließen
  10. Hurra, ein Katholik!
  11. Der Apostolische Palast bricht ein und die Zeit läuft davon
  12. ‚Big Tech hat der freien Meinungsäußerung den Krieg erklärt’
  13. Softwareunternehmen Mozilla: ‚Trump sperren wird nicht reichen’
  14. Tück: Das nur Männern vorbehaltene Priestertum ist angemessen
  15. Deutsche vertrauen dem Zentralrat der Juden mehr als der evangelischen oder katholischen Kirche

Bischöfe Kanadas warnen: Verkündigung des Christentums würde kriminalisiert

27. Oktober 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien könnte religiöse Unterweisung und sogar private Gespräche zwischen Eltern und Kindern verboten sein könnten, wenn der Gesetzestext streng interpretiert werde.


Ottawa (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Die katholische Bischofskonferenz Kanadas hat in einer kritischen Stellungnahme zu einem Gesetzesvorschlag gegen Konversationstherapien davor gewarnt, dass sogar private Gespräche zwischen Kindern und Eltern kriminalisiert werden könnten.

 

Das Gesetz soll Konversionstherapien verbieten, die als „Verfahren, Behandlung oder Dienst, welcher die sexuelle Orientierung einer Person in Richtung heterosexuell oder Geschlechtsidentität in Richtung cisgender ändern soll oder nicht-heterosexuelle Attraktion oder sexuelles Verhalten unterdrücken oder verringern will“, definiert.

 

Die katholischen Bischöfe Kanadas betonen in ihrer Stellungnahme vom 7. Oktober, dass jede Zwangstherapie oder unfreiwillige Behandlung unethisch seien und gegen die Würde der Person verstoßen würden. Der Gesetzestext sei allerdings derart mehrdeutig formuliert, dass religiöse Unterweisung und private Gespräche unter das Verbot fallen könnten, wenn der Gesetzestext streng interpretiert würde. Personen, die aus freier Entscheidung chirurgische Eingriffe zur „Geschlechtsumwandlung“ rückgängig machen wollten, könnten in Schwierigkeiten kommen, wenn sie Hilfe suchen. Gleiches gelte für Menschen, die ungewollte gleichgeschlechtliche Neigungen bei sich feststellen.


 

Ein besonders heikles Thema sei die mögliche Verletzung der Privatsphäre der Familie. Private Gespräche zwischen Eltern und Kindern über Fragen der menschlichen Sexualität könnten als öffentlich erklärt werden und Gegenstand der Strafverfolgung werden. Daraus würden sich prinzipielle Fragen über die Legitimität der staatlichen Überwachung, Vertraulichkeit und Achtung der Privatsphäre ergeben. Als erstrangige Erzieher hätten die Eltern das Recht, ihre Kinder nach ihren ethischen und religiösen Überzeugungen zu erziehen, heißt es in der Stellungnahme.

 

Die Bischöfe befürchten, dass die Verkündigung des Christentums und anderer Religionen über die menschliche Sexualität als Straftat interpretiert werden könnte. Das würde auch den Religionsunterricht betreffen. Einrichtungen, die Personen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen empfehlen, enthaltsam und im Einklang mit der Lehre des Evangeliums, den Moralprinzipien der katholischen Kirche und den Vorgaben ihres eigenen Gewissens zu leben, würden ebenfalls kriminalisiert, merken die Bischöfe an.

 

Auch die evangelikale Vereinigung „Evangelical Fellowship of Canada“ hat in einem offenen Brief an den Justizminister Kanadas ähnliche Kritikpunkt an dem Gesetzesvorschlag geäußert.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ehrmann 27. Oktober 2020 

Ja, wir müssen bereit werden, eine Märtyrerkirche zu sein - in den ersten Jahrhunderten war man stol

Immer wieder gab es solche Prüfungen - angefangen beim AT über Glaubenskriege und Französische Revolution bis heute - nur daß die Verfolgungen subtiler erscheinen und von innen kommen. Nun, auch der Ägyptische Josef wurde von seinen Brüdern verkauft, von der Frau seines Herrn verleumdet, verbrachte viele Jahre im Gefängnis und wurde über Nacht zum Vizekönig von Ägypten, - und er jammerte nicht, er rächte sich nicht, sondern half seinen Brüdern aus ihrer Not. Ich denke, wie Job müssen wir lernen, die Wege Gottes zu akzeptieren, auch wenn es SEHR schwer fällt. Die hl. Perpetua raufte mit ihrem Vater, weil sie die Wahrheit des christlichen Heiles nicht aufgeben konnte (siehe Martyrologium).Wenn in Rom die Lichter ausgehen, müssen wir alle noch mehr leuchten.


1

0
 
 antony 27. Oktober 2020 

In Deutschland gibt es bereits ein solches Gesetz

Das "Gesetz zum Schutz vor Konversionsbehandlungen" bedroht Maßnahmen, die auf die Veränderung oder Unterdrückung der sexuellen Orientierung oder der selbstempfundenen geschlechtlichen Identität gerichtet sind, mit bis zu einem Jahr Haftstrafe.
Ausdrücklich geht es dabei nicht nur um therapeutische Maßnahmen, sondern um Interventionen jeglicher, Art, durch wen auch immer.
Nach dem Buchstaben des Gesetzes wäre es auch möglich, einen Priester zu bestrafen, der dem Beichtenden die Auflösung der geschlechtlichen Gemeinschaft mit seiner Freundin bis zur Eheschließung nahe legt - "Unterdrückung einer selbstempfundenen geschlechtlichen Identität"!

Die Werbung für solche Maßnahmen kann als Ordnungswidrigkeit mit bis zu 30.000 € geahndet werden.

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/verbot-konversionstherapie-1707674
https://www.gesetze-im-internet.de/konvbehschg/BJNR128500020.html


3

0
 
 Chris2 27. Oktober 2020 
 

Nicht alle Diktaturen kamen über Nacht.

Bei manchen konnte man die Zeichen an der Wand bereits lange zuvor erkennen. Und die Nachwelt wird vorwurfsvoll fragen: Warum habt Ihr nichts getan, als man es noch konnte?


5

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

gender mainstreaming

  1. New England Medical Journal: Geschlechtsangabe auf Geburtsurkunde sollte entfallen
  2. Wenn das Gendersternchen gesprochen wird
  3. Gesellschaft für deutsche Sprache rät vom Genderstern ab
  4. Dichter Reiner Kunze: Sprachgenderismus bringt Sexualisierung und Verarmung der Sprache 
  5. Irischer Minister will ‚Geschlechtsänderung’ für Jugendliche vereinfachen
  6. Geschlechtsverwirrung in den Niederlanden
  7. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  8. Gender-Ideologie widerspricht Natur und Offenbarung
  9. Transgender: Die feministische Revolution frisst ihre Kinder
  10. US-Regierung definiert ‚Gender’ als biologisches Geschlecht







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net-PAULUS-Leserreise: Fronleichnam auf Malta - Mit Michael Hesemann und P. Leo Maasburg
  2. Auch Benedikt XVI. und Erzbischof Gänswein werden sich gegen Covid impfen lassen
  3. Überlegungen zu einer Reform der Papstwahl. Eine Geschichte
  4. Stat crux dum volvitur orbis
  5. Der alte Trick des Feindes
  6. Protestwelle gegen Zwangs-Sexualisierung im Duden
  7. Franziskus: „Abtreibung ist ein Problem, das selbst ein Atheist im eigenen Gewissen lösen muss“
  8. Papst gegen Corona geimpft
  9. Der Apostolische Palast bricht ein und die Zeit läuft davon
  10. Vatikan regelt Spendung des Aschenkreuzes im Corona-Modus
  11. Die Christo-Zentrik des Petrusdienstes – Oder warum es nur einen Papst gibt
  12. Hurra, ein Katholik!
  13. „Unperfektes Kreuz“ als neues Logo für das Bistum Fulda
  14. Großes kath.net-Gewinnspiel 2021: Zwei Romreisen, Reisegutscheine, Büchergutscheine und ein Ipad!
  15. Österreichische Bischöfe möchten auch weiterhin Gläubige von den Gottesdiensten ausschließen

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz