Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  12. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  13. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  14. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  15. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch

Bischöfe Kanadas warnen: Verkündigung des Christentums würde kriminalisiert

27. Oktober 2020 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Gesetzesvorschlag zum Verbot von Konversionstherapien könnte religiöse Unterweisung und sogar private Gespräche zwischen Eltern und Kindern verboten sein könnten, wenn der Gesetzestext streng interpretiert werde.


Ottawa (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Die katholische Bischofskonferenz Kanadas hat in einer kritischen Stellungnahme zu einem Gesetzesvorschlag gegen Konversationstherapien davor gewarnt, dass sogar private Gespräche zwischen Kindern und Eltern kriminalisiert werden könnten.

 

Das Gesetz soll Konversionstherapien verbieten, die als „Verfahren, Behandlung oder Dienst, welcher die sexuelle Orientierung einer Person in Richtung heterosexuell oder Geschlechtsidentität in Richtung cisgender ändern soll oder nicht-heterosexuelle Attraktion oder sexuelles Verhalten unterdrücken oder verringern will“, definiert.

 

Die katholischen Bischöfe Kanadas betonen in ihrer Stellungnahme vom 7. Oktober, dass jede Zwangstherapie oder unfreiwillige Behandlung unethisch seien und gegen die Würde der Person verstoßen würden. Der Gesetzestext sei allerdings derart mehrdeutig formuliert, dass religiöse Unterweisung und private Gespräche unter das Verbot fallen könnten, wenn der Gesetzestext streng interpretiert würde. Personen, die aus freier Entscheidung chirurgische Eingriffe zur „Geschlechtsumwandlung“ rückgängig machen wollten, könnten in Schwierigkeiten kommen, wenn sie Hilfe suchen. Gleiches gelte für Menschen, die ungewollte gleichgeschlechtliche Neigungen bei sich feststellen.


 

Ein besonders heikles Thema sei die mögliche Verletzung der Privatsphäre der Familie. Private Gespräche zwischen Eltern und Kindern über Fragen der menschlichen Sexualität könnten als öffentlich erklärt werden und Gegenstand der Strafverfolgung werden. Daraus würden sich prinzipielle Fragen über die Legitimität der staatlichen Überwachung, Vertraulichkeit und Achtung der Privatsphäre ergeben. Als erstrangige Erzieher hätten die Eltern das Recht, ihre Kinder nach ihren ethischen und religiösen Überzeugungen zu erziehen, heißt es in der Stellungnahme.

 

Die Bischöfe befürchten, dass die Verkündigung des Christentums und anderer Religionen über die menschliche Sexualität als Straftat interpretiert werden könnte. Das würde auch den Religionsunterricht betreffen. Einrichtungen, die Personen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen empfehlen, enthaltsam und im Einklang mit der Lehre des Evangeliums, den Moralprinzipien der katholischen Kirche und den Vorgaben ihres eigenen Gewissens zu leben, würden ebenfalls kriminalisiert, merken die Bischöfe an.

 

Auch die evangelikale Vereinigung „Evangelical Fellowship of Canada“ hat in einem offenen Brief an den Justizminister Kanadas ähnliche Kritikpunkt an dem Gesetzesvorschlag geäußert.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

gender mainstreaming

  1. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  2. Detransition: US-Amerikanerin gewinnt erstmals Klage gegen Transgender-Ärzte
  3. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  4. IMABE kritisiert VfGH-Urteil zur Streichung des Geschlechtseintrags
  5. US-Bischof Daniel Thomas/Ohio: „Gott hat Transsexualität nicht vorgesehen“
  6. Liturgie – ein „katholischer Queer-Gottesdienst“ – oder kirchliche „Identitätspolitik“
  7. US-Studie zeigt: Transgender wird unter jungen Leuten unmodern!
  8. Katholische US-Bischöfe stellen sich gegen Transhype: Nur biologische Frauen in Schulsportteams!
  9. Britisches Parlament lehnt Verbot von Konversionstherapien ab
  10. Deutsche Tageszeitung beendet Gender-Unsinn nach Kündigungswelle!







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  3. „Das Ende von Maria 2.0“
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  10. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  11. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  12. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  15. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz