Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  15. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“

IMABE kritisiert VfGH-Urteil zur Streichung des Geschlechtseintrags

23. Jänner 2026 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Österreich: Ethik-Fachinstitut sieht Entwertung der Geschlechtskategorien im Personenstandsregister durch Möglichkeit ihrer Verweigerung - Geschlecht "nicht nur administrative Größe"


Wien (kath.net/KAP/red) Das Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) sieht in einem jüngsten Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) eine grundlegende Zäsur im Umgang mit dem Geschlechtseintrag im Personenstandsregister. Der VfGH hatte im Dezember 2025 entschieden, dass Personen ihren Geschlechtseintrag vollständig streichen lassen können, wenn sie sich weder als männlich, weiblich noch einer anderen vorgesehenen Kategorie zuordnen wollen. Veröffentlicht wurde das Urteil am 13. Jänner.

Konkret ging es um den Antrag eines Mannes, im Personenstandsregister ohne Geschlechtseintrag geführt zu werden. Der VfGH gab dem Anliegen statt und begründete dies damit, dass Transpersonen derselbe verfassungsrechtliche Schutz zukomme wie intersexuellen Menschen. Eine Verpflichtung zur Eintragung eines Geschlechts sei daher nicht in jedem Fall zulässig.

Nach Einschätzung des IMABE steht diese Entscheidung in einem Spannungsverhältnis zu einem früheren VfGH-Erkenntnis aus dem Jahr 2018. Damals hatten die Richter entschieden, dass intersexuelle Menschen neben "männlich" und "weiblich" Anspruch auf einen weiteren positiven Geschlechtseintrag haben müssen. Ziel sei gewesen, der biologischen Vielfalt Rechnung zu tragen, ohne den Geschlechtseintrag als solchen infrage zu stellen. "Die Verpflichtung zur Eintragung eines Geschlechts blieb bestehen, nur die Kategorien wurden erweitert", hält das IMABE fest.


Die nunmehrige Möglichkeit der vollständigen Streichung stelle diese Logik auf den Kopf. "Was 2018 als notwendige Erweiterung galt, kann nun vollständig abgelehnt werden", heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme des kirchlichen Ethik-Fachinstituts. Der Geschlechtseintrag werde damit "grundlegend entwertet". Wenn einerseits mehrere Kategorien vorgesehen seien, diese andererseits aber insgesamt verweigert werden könnten, stelle sich die Frage, "wozu das Merkmal 'Geschlecht' im Personenstandsregister dann noch dient".

Kritisch sieht das IMABE auch die implizite Annahme, Geschlecht sei eine rein administrative Größe. Die Entscheidung suggeriere, "dass Geschlecht eine rein administrative Kategorie sei, die man nach Belieben wählen, ändern oder streichen könne, losgelöst von jeder biologischen Grundlage". Dem hält das Institut entgegen: "Die biologische Realität bleibt unberührt: Jeder Mensch hat ein biologisches Geschlecht, das durch Chromosomen, Keimzellen und Geschlechtsmerkmale bestimmt wird."

Die Streichung eines amtlichen Eintrags mache niemanden biologisch geschlechtslos. Wenn Geschlecht rechtlich zur freien Wahl erklärt und "gefühlte Identität" zum Maßstab werde, seien rechtliche und gesellschaftliche Widersprüche vorprogrammiert, so das IMABE. Die Debatte berühre grundlegende Fragen der Rechtsordnung und bedürfe einer breiten öffentlichen Auseinandersetzung.

Das Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) war 1988 auf Initiative von Medizinern, Juristen und Geisteswissenschaftlern in Wien gegründet worden. Sein Ziel ist , den Dialog von Medizin und Ethik in Forschung und Praxis auf Grundlage des christlichen Menschenbildes zu fördern. IMABE arbeitet im Auftrag der Österreichischen Bischofskonferenz. 

Link zum Beitrag der IMABE: Sechs Geschlechter für Neugeborene? Kritik an neuem Eltern-Kind-Pass in Österreich

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

gender mainstreaming

  1. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  2. Detransition: US-Amerikanerin gewinnt erstmals Klage gegen Transgender-Ärzte
  3. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  4. US-Bischof Daniel Thomas/Ohio: „Gott hat Transsexualität nicht vorgesehen“
  5. Liturgie – ein „katholischer Queer-Gottesdienst“ – oder kirchliche „Identitätspolitik“
  6. US-Studie zeigt: Transgender wird unter jungen Leuten unmodern!
  7. Katholische US-Bischöfe stellen sich gegen Transhype: Nur biologische Frauen in Schulsportteams!
  8. Britisches Parlament lehnt Verbot von Konversionstherapien ab
  9. Deutsche Tageszeitung beendet Gender-Unsinn nach Kündigungswelle!
  10. Für die US-Diözese Cleveland gilt nur das biologische Geschlecht







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  3. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  4. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  5. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  6. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  7. Eine Stadt im völligen Ausnahmezustand: Hohe Sicherheitsstufe für Papstbesuch in Paris
  8. Priester bei Messer-Attacke in polnischem Kloster getötet
  9. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  10. Pater Stanisław Tasiemski OP vor Papstreise: „Wohin gehst du, Frankreich?“
  11. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  12. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Über das Dämonische
  15. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz