Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  14. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  15. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern

Unser Land braucht Gebet und Mission statt Diakonat der Frau

11. Jänner 2021 in Interview, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Herr Bischof Bode, auch bis zum Ende Ihrer Amtszeit im Jahr 2026 wird es keine weiblichen Diakone in der Kirche geben - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Rom (kath.net)

Bis zum Ende seiner Amtszeit, so ließ Franz-Josef Bode, Bischof von Osnabrück, wissen, erhoffe er sich weibliche Diakone in der Kirche. Im Jahr 2026 wird es so weit sein, dass einerseits der Bischof sein Amt aufgeben kann und er andererseits wird eingestehen müssen, dass sich sein Wunsch – zumindest in der katholischen Kirche – nicht erfüllt hat. Das ist nicht einmal eine Prophetie oder ein wie auch immer geartetes Sonderwissen.

Papst Johannes Paul II. hatte einmal und für alle Zeiten klargestellt, dass die Kirche keine Vollmacht zur Spendung einer sakramentalen Weihe an Frauen hat. Die Einheit des dreistufigen sakramentales Amtes vorausgesetzt, lässt sich leicht sagen, dass es in der Kirche keine Diakoninnen, keine Priesterinnen und keine Bischöfinnen geben wird. Was auch immer dieses populistische Gerede um einen weiblichen Diakonat bewirken soll, so ist es in jeder denkbaren Variante eine Mogelpackung.

Meint der Bischof von Osnabrück eine nichtsakramentale diakonale Beauftragung von weiblichen Angestellten seines Bistums, so ist völlig unverständlich, warum er die als Bischof eines Bistums Kraft seiner Jurisdiktion nicht einfach einführt. Fakt ist, es stehen nicht gerade Schlangen von katholischen Frauen in den Fluren des Bischofshauses und wollen einen Dienst in der Kirche. Das kann es also nicht sein. Will er eine sakramentale Weihe für Frauen, dann stellt sich die Frage, warum er nicht direkt eine Frau als seine Nachfolgerin für 2026 fordert. Denn wer Diakon werden kann, kann im Prinzip auch Bischof werden, insofern er nicht verheiratet ist. Warum also nur Diakonin, warum nicht gleich das volle Programm?


Die Forderung nach – oder hier die formulierte Hoffnung auf – weibliche Diakone ist erkennbar rein politisch-populistischer Natur und erfolgt in dem Wissen der Unmöglichkeit, verbunden mit der Annahme, die letzten fünf Jahre als Bischof noch mit dem Wecken unerfüllbarer Hoffnungen verbringen zu können. Am Ende der Dienstzeit wird Rom Schuld daran haben, dass es nicht gibt, was man doch so gerne „gemacht“ hätte. Man wird den Bischof enttäuschen müssen. Die bischöflichen Protagonisten des synodalen Weges werden irgendwann liefern müssen.

Es kann nicht auf alle Zeit bei vagen Ankündigungen und verschwurbelten Postulaten bleiben. Die Reformagenda der Laienfunktionäre ist lang und knackig. Die wollen in absehbarer Zeit was sehen. Der Diakonat der Frau ist eine Sache. Die Dekonstruktion der Ehe eine weitere, die Abschaffung der Moral und die Dekonstruktion des sakramentalen Amtes gehören auch auf die Agenda. Es gilt nicht nur für den Bischof von Osnabrück, es gilt für jeden Bischof, der in dem riskanten System des synodalen Weges mitwirkt: Am Ende wird abgerechnet und dann muss von dem was vollmundig angekündigt wird auch etwas kommen.

Der Druck der Forderungen wird bis dahin so angewachsen sein, dass nicht davon auszugehen ist, dass man als deutscher Bischof Rom überhaupt noch in die Haftung wird nehmen können. Den reformwilligen Funktionären ist die Einheit am Ende einerlei. Denen geht es um Ergebnisse. Darum wäre jeder Bischof gut beraten, von Anfang an sehr klar und deutlich zu formulieren, welche Bereiche kirchlichen Lebens einfach unverhandelbar sind. Die sakramentale Struktur kirchlichen Lebens steht nicht zur Disposition. Das betrifft die Ehe ebenso wie das Amt. Es ist bedauerlich, mit ansehen zu müssen, wie auf dem Wege solcher Ankündigungen irreale Hoffnungen geweckt und erwartbar zerstört werden.

Zugleich werden Energien verschwendet, die dringend für die Mission benötigt würden. Wenn ein Bischof im selben Interview, in dem er sich weibliche Diakone erhofft, davon spricht, dass die durch den Liturgielockdown aus der Kirche vertriebenen nicht zurückkommen werden, dann scheint ein dramatischer Fatalismus durch, der ganz sicher nicht katholisch ist. Steckte man das Geld und die Zeit, die für den ärgerlichen und fruchtlosen synodalen Weg draufgehen, in Gebets- und Missionsprojekte für unser Land, dann wäre weitaus mehr gewonnen. Dann nämlich könnte im Land der Glaube, die Hoffnung und am Ende sogar eine echte Reform innerhalb der Kirche wachsen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  2. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  3. Die Krise des Bischofsamtes
  4. Der Bischof und der Denunziant
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  7. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  8. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  9. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  10. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum







Top-15

meist-gelesen

  1. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  2. 'Ich habe mich geirrt'
  3. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  4. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  5. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  6. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  7. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  8. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
  9. Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
  10. Tantum ergo Sacramentum
  11. Stift Heiligenkreuz unter neuer Leitung
  12. '40 Tage für das Leben' in Wien
  13. Akademie Johannes Paul II. begrüßt Ablehnung des britischen Euthanasiegesetzes
  14. Fünf Jahre seit der Seligsprechung von Kardinal Wyszyński: „Wer hasst, hat schon verloren“
  15. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz