Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  3. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  8. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  9. So fühlt sich Nachhausekommen an
  10. Menschenrecht auf Abtreibung?
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  15. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne

Bischof Paprocki: Liturgische Einheit bedeutet nicht Uniformität

11. August 2021 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‚Traditionis custodes’ enthalte sowohl Empfehlungen als auch Anordnungen. Man muss das Dokument genau lesen, empfiehlt der Bischof von Springfield.


Springfield (kath.net/jg)

Mit dem Motu proprio „Traditionis cust0des“ wolle Papst Franziskus die Alte Messe nicht unterdrücken, sondern stärker der Aufsicht der Ortsbischöfe unterstellen. Diese Ansicht vertritt Thomas Paprocki, der Bischof von Springfield (US-Bundesstaat Illinois) in einem Interview mit dem National Catholic Register. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Man müsse das Dokument genau lesen, betont er. Das Dokument enthalte sowohl Empfehlungen als auch Anordnungen. Er achte stets darauf, ob bei einer Bestimmung „muss“ oder „soll“ steht, sagt Paprocki, der ausgebildeter Kirchenrechtler ist.

Nach der Veröffentlichung von „Traditionis custodes“ hat Bischof Paprocki zwei Pfarrkirchen in seiner Diözese die Erlaubnis erteilt, die Messe weiterhin in der außerordentlichen Form zu feiern. Er ist der Ansicht, dass das Dokument in dieser Hinsicht nicht eindeutig sei. In einem Absatz sei die Feier der Messe nach dem Missale von 1962 in Pfarrkirchen untersagt, in einem anderen Absatz werde festgelegt, dass der Bischof die Situation in diesen Pfarren zu überprüfen habe und dann entscheide, ob sie beibehalten würden oder nicht. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Papst verlange, die Feier der Messe in einen Turnsaal zu verlegen, oder vom Bischof erwarte, einer Kirche deshalb den kanonischen Status als Pfarrkirche zu entziehen.


Er könne aus seiner Erfahrung keinen Zusammenhang zwischen der Feier der Messe in der außerordentlichen Form und einer Ablehnung des Zweiten Vatikanischen Konzils feststellen, sagte Paprocki. Er wolle aber auch klarstellen, dass man den Erfolg des Konzils in Frage stellen könne, ohne dessen Gültigkeit zu leugnen. Angesichts sinkender Teilnehmerzahlen bei Messen und weniger Priester- und Ordensberufungen in vielen Ländern könne man kaum sagen, das Ziel einer intensiveren Partizipation am religiösen, priesterlichen und sakramentalen Leben der Kirche sei erreicht worden.

Papst Franziskus wolle mit „Traditionis custodes“ die Einheit in der Kirche stärken. Die Einheit der Christen sei ein Wunsch, der auf Jesus zurückgehe. Seit 2.000 Jahren bemühten sich die Christen, diesem Wunsch zu entsprechen, sagt der Bischof. Einheit bedeute aber nicht Uniformität. Man müsse nicht alles auf die gleiche Weise tun. Die Herausforderung besteht nach seiner Ansicht darin, eine gewisse Vielfalt in den Gottesdiensten zu ermöglichen, die keine Spaltung im Glauben und in der Liebe zu Gott und zu den Nächsten zur Folge habe.

 

Link zum Interview mit Bischof Thomas Paprocki (englisch):

Bishop Paprocki Discusses ‘Traditionis Custodes’: Liturgical Unity Doesn’t Mean Liturgical Uniformity

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Liturgie

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  3. „O Sapientia“ – O Weisheit
  4. „O Emmanuel“ – Gott mit uns, Gott für uns, Gott in uns
  5. „O Rex Gentium“ – König der Völker, König des Staubs
  6. „O Oriens“ – Licht, das in die tiefste Nacht fällt
  7. „O Clavis David“ – Der Schlüssel zur Freiheit
  8. „O Radix Jesse“ – Hoffnung aus dem Stumpf
  9. „O Adonai“ – Der Gott im Feuer und der ausgestreckte Arm
  10. Die adventlichen O-Antiphonen






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  3. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  6. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  7. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  8. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  9. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  10. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  11. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  12. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  13. Menschenrecht auf Abtreibung?
  14. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  15. Gott schütze Venezuela!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz