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Vinzenz von Paul und Chiara Badano: allein die absolute Liebe an sich schenkt das wahre Glück

27. September 2021 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Benedikt XVI. – Licht des Glaubens: Ciao Mama. Sei glücklich, denn ich bin es. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) 27. September: Gedenktag des heiligen Vinzenz von Paul. Der Heilige der Nächstenliebe wurde 1581 in einer bescheidenen christlichen Familie in Pony in der Gascogne geboren. Als bescheidener Hirte wurde er zunächst ein fleißiger Schüler und dann Student der Theologie in Toulouse. Im Jahr 1600 wurde er Priester und begann eine glänzende Karriere.

Im Jahr 1607 hielt er sich in Rom auf, nachdem er in diplomatischer Mission durch Avignon gereist war. Danach wurde er Hofkaplan und geistlicher Leiter von Margarete von Valois. 1613 erhielt er die Pfarrei von Clichy. Er widmete seinen seelsorgerischen Eifer den Sträflingen und entdeckte dann das schreckliche materielle und geistige Elend der Menschen, denen er seine ganze Arbeit widmete.

Am 20. August 1617 hielt er bei der ersten Versammlung der Damen der Nächstenliebe eine feurige Predigt über die Nächstenliebe: so nahm das Abenteuer der vinzentinischen Nächstenliebe einen Weg, den es nie wieder verlassen sollte. Madame De Gondi, deren Vormund er gewesen war, stellte eine beträchtliche Summe zur Verfügung, um den Armen dauerhaft zu helfen: dies war der Beginn der Gründung der Missionspriester, der Lazaristen, die das Werk des Gründers bis heute fortführen.

Zusammen mit Louise de Marillac gründete er 1633 die Töchter der Nächstenliebe, die gemeinhin als Schwestern vom Heiligen Vinzenz bezeichnet werden. Er ist 1660 zum Vater aufgefahren und wird für immer als der Heilige der Nächstenliebe in Erinnerung bleiben.

„Wir dürfen unsere Haltung gegenüber den Armen weder nach dem richten, was äußerlich an ihnen erscheint, noch nach ihren inneren Eigenschaften. Vielmehr müssen wir sie im Lichte des Glaubens betrachten. Der Gottessohn wollte arm sein und von den Armen vertreten werden. In seiner Passion hatte er kaum die Gestalt eines Menschen; er erschien den Heiden als Narr, den Juden als Stein des Anstoßes; dennoch qualifizierte er sich für die Evangelisierung der Armen: ‚Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe’ (Lk 4,18). Wir müssen uns auf diese Gefühle einlassen und tun, was Jesus getan hat: uns um die Armen kümmern, sie trösten, ihnen helfen, sie loben.“

Benedikt XVI., Angelus im Innenhof der Päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo, 26. September 2010

Im Evangelium dieses Sonntags (Lk 16,19–31) erzählt Jesus das Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus. Der erste lebt im Luxus als Egoist, und als er stirbt, kommt er in die Hölle. Der Arme dagegen, der seinen Hunger mit dem stillt, was vom Tisch des Reichen herunterfällt, wird von den Engeln in die ewige Wohnstatt Gottes und der Heiligen getragen. »Selig, ihr Armen«, hatte der Herr seinen Jüngern gesagt, »denn euch gehört das Reich Gottes« (Lk 6,20). Doch die Botschaft des Gleichnisses geht darüber hinaus: Sie ruft uns in Erinnerung, daß wir, während wir auf dieser Welt leben, auf den Herrn, der durch die Heilige Schrift zu uns spricht, hören und nach seinem Willen leben sollen; andernfalls wird es nach dem Tod zu spät sein, sich eines Besseren zu besinnen. Dieses Gleichnis sagt uns also zweierlei: erstens, daß Gott die Armen liebt und sie aus ihrer Not befreit; zweitens besagt es, daß unsere ewige Bestimmung durch unser Verhalten bedingt wird, daß es an uns liegt, dem Weg zu folgen, den Gott uns gezeigt hat, um zum Leben zu gelangen, und dieser Weg ist die Liebe, nicht verstanden als Gefühl, sondern als Dienst an den anderen, in der Liebe Christi.

Durch ein glückliches Zusammentreffen werden wir morgen den liturgischen Gedenktag des hl. Vinzenz von Paul feiern, des Schutzpatrons der katholischen karitativen Organisationen, der vor genau 350 Jahren gestorben ist. Im Frankreich des 17. Jahrhunderts berührte er mit eigenen Händen den starken Gegensatz zwischen den Reichsten und den Ärmsten. Als Priester nämlich hatte er die Gelegenheit, sowohl das aristokratische Umfeld als auch die Landbevölkerung sowie die Pariser Elendsviertel zu besuchen. Gedrängt von der Liebe Christi verstand es Vinzenz von Paul, feste Formen des Dienstes an den ausgegrenzten Menschen zu organisieren und dazu die sogenannten »Charitées« ins Leben zu rufen, das heißt Gruppen von Frauen, die ihre Zeit und ihre Güter den Ausgegrenzten zur Verfügung stellten. Unter diesen ehrenamtlichen Helferinnen entschieden sich einige dafür, sich ganz Gott und den Armen zu weihen, und so gründete der hl. Vinzenz von Paul gemeinsam mit der hl. Luise von Marillac die »Töchter der christlichen Liebe«, die erste Frauenkongregation, die ihre Weihe »in der Welt« lebte, mitten unter den Menschen, zusammen mit den Kranken und Bedürftigen.

Liebe Freunde, allein die absolute Liebe an sich schenkt das wahre Glück! Dies offenbart auch eine weitere Zeugin, eine junge Frau, die gestern hier in Rom seliggesprochen worden ist. Ich spreche von Chiara Badano, einem 1971 geborenen italienischen Mädchen, das im Alter von etwas weniger als 19 Jahren an einer schweren Krankheit verstorben ist, das jedoch für alle ein Lichtstrahl gewesen ist, wie ihr Beiname besagt: Chiara »Luce« (Chiara »Licht«). Ihre Pfarrei, die Diözese Acqui Terme und die Fokolar-Bewegung, zu der sie gehörte, feiern heute ein Fest – und es ist ein Fest für alle jungen Menschen, die in ihr ein Beispiel konsequenten christlichen Lebens finden können.

Ihre letzten Worte, in denen ihre volle Fügsamkeit gegenüber dem Willen Gottes zum Ausdruck kam, lauteten: »Ciao Mama. Sei glücklich, denn ich bin es.« Preisen wir Gott, da seine Liebe stärker ist als das Böse und der Tod; und danken wir der Jungfrau Maria, die alle jungen Menschen auch durch Schwierigkeiten und Leiden dazu führt, sich in Jesus zu verlieben und die Schönheit des Lebens zu entdecken.

 


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