Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Tantum ergo Sacramentum
  3. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  13. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  14. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

Sierra Leone: „Die Armen werden an Covid-19 sterben“

5. Oktober 2021 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Priester beklagt ungleiche Impfstoffverteilung und zieht Parallelen zur Ebola-Epidemie


München-Wien (kath.net/KIN)

„Wir brauchen eine globale Lösung für die Corona-Krise. Die Impfstoffe gelangen zu reichen Ländern und reichen Menschen. Die letztendliche Botschaft lautet, dass die armen Menschen sterben werden.“ Das beklagte Peter Konteh, Caritas-Direktor aus Freetown in Sierra Leone im Gespräch mit dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN). Der Priester, ein langjähriger Projektpartner des Hilfswerks, kritisierte, dass in dem westafrikanischen Land die wenigen ankommenden Impfstoffe „nach Alter, aber auch nach sozialer Schicht“ verabreicht würden.

Ebola hat das Land traumatisiert

In der aktuellen Corona-Krise sieht Konteh viele Parallelen zur Ebola-Epidemie, die in Sierra Leone von 2014 bis 2016 wütete und rund 4000 Menschen das Leben kostete. Die Bevölkerung sei noch immer traumatisiert. Deshalb habe die Bevölkerung sehr diszipliniert auf die Schutzmaßnahmen reagiert. „Man sagt den Menschen, dass sie eine Maske tragen müssen, und sie hören darauf, weil sie die Konsequenzen kennen. Bei Ebola war es schwieriger, die Bevölkerung zu sensibilisieren. Viele haben das Virus nicht ernst genommen und sind gestorben“, führte der Priester aus.


Sierra Leone sei eines der ersten Länder gewesen, das nach Ausbruch von Covid-19 den Flugverkehr kontrolliert und Reisende unter Quarantäne gestellt habe. Während der Kirchen-Schließungen hätten die Priester die Menschen zu Hause besucht und ihnen die Kommunion gebracht. Das habe auch positive Effekte gehabt, meint Konteh: „Wir sind dadurch in engen Kontakt mit den Menschen gekommen. Wir trafen ihre Familien und waren in ihren Häusern. Das bringt uns einander näher.“

„Wir haben erlebt, wir ganze Familien gestorben sind“

Der Priester berichtete auch von seinem Einsatz während der Ebola-Pandemie: „Wir haben erlebt, wie ganze Familien gestorben sind. Einmal waren es 27 Familienmitglieder auf einmal.“ Einer der schwersten Augenblicke während der Ebola-Epidemie für ihn sei gewesen, als er zusammen mit einem anderen Priester einen erkrankten Katecheten besuchen wollte, erzählte Konteh. Als sie ankamen, sei ihnen die Tochter des Katecheten entgegengelaufen. Ihre Eltern würden schlafen, habe sie erklärt. „Wir riefen den Krankenwagen, aber sie waren bereits tot. Ich habe später deswegen Albträume gehabt. Wir haben dem Mädchen so gut geholfen, wie wir konnten. Aber es war nicht in der Lage, die Situation zu begreifen.“ Bis heute gehört die Sorge für Hinterbliebene der Ebola-Epidemie zu den zentralen Aufgaben der Kirche in Sierra Leone.

Auch in der aktuellen Corona-Krise sollten alle Menschen Zugang zu den verfügbaren Hilfen bekommen, forderte der Priester: „Menschliches Leben ist einzigartig – unabhängig von Alter, Geld oder Hautfarbe. Die wissenschaftliche Forschung, die für Covid-19 durchgeführt wurde, gab es für Ebola nicht. Impfstoffe wurden entwickelt, weil Wissenschaftler unermüdlich daran gearbeitet haben.“

Konteh schloss mit einem Dank an die erfahrene Solidarität durch die Wohltäter von „Kirche in Not“: „Wir wissen, dass in allen unseren Schwierigkeiten Menschen für uns beten und Sierra Leone helfen.“

Foto: Verteilung von Hilfsgütern während der Ebola-Pandemie. © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu

Coronavirus

  1. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  2. Britische Gesundheitsbehörde gibt Zahlen zu Covid-Impfung und Übersterblichkeit nicht bekannt
  3. Großbritanniens bekanntester Moderator bittet Tennisstar Novak Djokovic um Entschuldigung
  4. Spanisches Verfassungsgericht erklärt einige Corona-Maßnahmen für verfassungswidrig
  5. ARD zeigt Kabarettistin mit schweren Impfschäden nach Corona-Impfung
  6. Covid-Impfung verweigert – Katholikin erhält 12,7 Millionen Dollar nach ungerechtfertigter Kündigung
  7. Virologe Streeck vergleicht Corona-Ungeimpfte mit Juden während der Pest
  8. Evangelischer Bischof bittet um Entschuldigung für Ausgrenzung während Covid-Pandemie
  9. Krach in der Ampel-Regierung: Kubicki fordert Lauterbach zum Rücktritt auf
  10. Covid-19-Pandemie: Ehemalige Proberichterin wegen Rechtsbeugung verurteilt







Top-15

meist-gelesen

  1. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  2. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  3. Fünf Jahre seit der Seligsprechung von Kardinal Wyszyński: „Wer hasst, hat schon verloren“
  4. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  5. Papst feiert Namenstag: Feiertag im Vatikan
  6. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf
  7. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?
  8. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  9. US-Bischof Burbidge: „Die Kirche verkündet mutig ihr ‚Ja!‘ zum Schutz der Ungeborenen“
  10. Der Mensch vor dem Algorithmus - Die Würde vor dem System
  11. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  12. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  13. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  14. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  15. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz