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Münchner Gutachen - Überwiegend männliche (!) Kinder und Jugendliche im Zeitraum 1945 bis 2019

20. Jänner 2022 in Aktuelles, 80 Lesermeinungen
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Münchner Gutachten belastet Benedikt XVI und Kardinäle Marx und Wetter


München (kath.net)

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. wird in einem heute veröffentlichten Missbrauchsgutachten des Erzbistums München und Freising belastet . Als Erzbischof soll er in vier Fällen nichts gegen des Missbrauchs beschuldigte Kleriker unternommen, behaupten die Gutachter. Das Gutachten belastet auch die Kardinale Wetter und Marx und einige Priester und Diakonen. Im Kern geht es darum, dass behauptet wird, dass einige Priester und Diakone auch nach Bekanntwerden von Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs weiter eingesetzt worden seien. Erzbischof Gänswein hat schon vor einigen Tagen die Vorwürfe zurückgewiesen. Bei der Opferzahl geht es um 497 Opfer, überwiegend männliche (!) Kinder und Jugendliche im Zeitraum zwischen 1945 und 2019.

 

 


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Lesermeinungen

 modernchrist 29. Jänner 2022 
 

modernchrist

Wer einem emeritierten Papst eine Lüge unterstellt, der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank! Seinen Verstand hat der Hass aufgefressen, der nicht nur die Seele, sondern das klare Denken auffrisst!
Gottlob haben sich engagierte Protestanten und auch Prof. Kutschera,ein nichtgläubiger international anerkannter Biologe, und treue Katholikenzur Verteidigung des Ansehens von Benedikt gemeldet! Die vielfach wiederholte Unterstellung einer Lüge ist eine schwere Sünde gegen einen hochbetagten, heiligmäßigen Mann! Jetzt hat sich ja manches geklärt, wie es zu diesem Irrtum kam.


0
 
 Stephaninus 22. Jänner 2022 
 

Warum werden eigentlich keine anderen Personen

die im Protokoll genannt sind befragt, ob der Kardinal dabei war oder nicht? Solche Personen müsste es doch (noch) geben. Ausserdem ist eine weitere Möglichkeit gegeben: Der Erzbischof war zwar dabei, aber nur bei einem Teil der Sitzung. Ich finde, die Frage der Anwesenheit muss geklärt werden....


2
 
 ottokar 21. Jänner 2022 
 

Wer war im Raum?

Es wird darürber diskutiert, ob Kardinal Ratzinger bei dem viel diskutierten Treffen im Raume anwesend war, weil dort über einen Bericht des Kardinals gesprochen wurde.Sowohl das Fehlen seines Namens auf der Abwesenheitsliste als auch die besprochenen Informationen aus diesem Bericht erlauben es m.E.nicht von "grosser Wahrscheinlichkeit" zu sprechen, dass Ratzinger bei dem Treffen anwesend war.Wer war eigentlich noch bei diesem Treffen dabei und wurde somit nicht in der Abwesenheitsliste aufgeführt? Das liesse sich doch sicher klären. Und damit wäre doch die Frage lösbar, ob der Kardinal dabei war. Alles andere ist so lange Unterstellung, bis das Gegenteil bewiesen ist. Deshalb empfinde ich es als Ungeheuerlichkeit , wenn der fanatisc Gegner Ratzinger und Mitstreiter beim synodalen Weg, der Theologe und Kirchenrechtler Thomas Schüller aus Münster im Deutschen Fernsehen Papst em.Benedikt XVI als Lügner darstellte, weil dieser sagte, er sei bei dieser Besprechung garnicht dabei gewesen.


4
 
 stephanus2 21. Jänner 2022 
 

Da hier gerade Lob verteilt wird..

@Claudia Schwarz, ich habe mich über Ihre Beiträge gefreut, fand sie klar und sachlich, strukturiert und erhellend, auch wenn Ihnen eine Einzelheit entgangen sein mag.Ich dachte: da hat jemand richtig Ahnung !, ganz im Gegensatz zur Wahrnehmung von beispielsweise @SalvatoreMio.


1
 
 Claudia Schwarz 21. Jänner 2022 
 

@ Ulrich Motte Widerruf

Leider gibt es wohl keine Möglichkeit, Beiträge zu bearbeiten. Ich muß hiermit gestehen, daß ich, nachdem ich zwei Zitate aus dem Protokoll gelesen hatte, zunächst nicht weiterlas, weil ich, da Ulrich Motte nur von zwei Punkten schrieb, keine weiteren Zitate mehr erwartete. Tatsächlich erwähnt das Gutachten jedoch auf Seiten 178f noch zwei weitere Einträge, die in der Tat nach Wortmeldungen des Kardinals klingen.


2
 
 Claudia Schwarz 21. Jänner 2022 
 

@Ulrich Motte

Das Protokoll vermeldet, soweit es dem Gutachten, dort Seiten 177f des Anlagenbands, zu entnehmen ist, gerade keine Äußerungen des Kardinalerzbischofs, sondern daß, ausdrücklich "in einem anderen Zusammenhang" die Anküdnigung zu finden sei, daß der Kardinal ein Gespräch mit einer ungenannten Person führen werde und daß er betreffend einen anderen Priester mit einem Bischof gesprochen habe. Daß diese Äußerungen vom Kardinal selbst kamen, wird dort gerade nicht behauptet. Es kann somit ein Bericht einer anderen Person gewesen sein, die geplante bzw. erfolgte Gespräche des Kardinals erwähnte, was die Gutachter auch selbst eingestehen. Es bleibt somit dabei, daß das Protokoll keine Wortmeldung des Kardinals in der Sitzung berichtet.


3
 
 Bernarda 21. Jänner 2022 
 

@Claudia Schwarz
Es kommt halt immer drauf an, wie man das betreibt. Die Ablehnung B XVIs, im Vorhinein eine Stellungnahme abzugeben, hätte natürlich auch von Medienarbeit begleitet werden müssen - im Tenor "Ich wurde aufgefordert, etwas zu sagen, das habe ich aber abgelehnt, weil ich das Gutachten erst in seiner Gänze würdigen wollte "etc. - das ist nun wirklich Public Relations für Anfänger. Ich glaube, der ehem. Papst ist in dieser Hinsicht personell unzureichend umgeben. Da gehört ein Profi hin. Nicht, daß das jetzt noch etwas nützen würde. Das Kind ist im Brunnen.


1
 
 nomine 21. Jänner 2022 
 

Unterscheidung

Werte/r @Herbstlicht, ja, auch nach m. M. geht es um die gute Unterscheidung. Da sie eine Gabe des Heiligen Geistes ist, dürfen oder sollen wir darum beten. Ich freue mich über Ihren ausgewogenen Beitrag.


1
 
 Hadrianus Antonius 21. Jänner 2022 
 

Summa summarum

Alle im Klerus und in der Hierarchie haben es gewußt.
Und fast alle haben sie geschwiegen und weggeguckt.
Und die Opfer haben es größtenteils auch verschwiegen, sich geschämt.
Und der Staat (gerade die "christlich-demokratische" Parteien und Regierungen) haben da sehr gut mitgemacht.
Die wenige tapfere Widerstandskämpfer wurden ausgegrenzt, lächerlich gemacht, angezweifelt, mit allen Mitteln bekämpft.
Mit "Traditionis custodes" wurde wenistens (sei es zynisch) peronistisch der Schlußstrich gezogen.
Mene tekel u'pharsin
In Te speravi- non confundar in aeternum


2
 
 nomine 21. Jänner 2022 
 

@Claudia Schwarz

Man sollte (darf) auch einem Unschuldigen nicht durch Halbwahrheiten oder Unwahrheit zur Rechtfertigung verhelfen.
Deshalb schließe ich mich den Kommentaren von @Terrenum, @Ulrich Motte und @SalvatoreMio voll an.


1
 
 Hadrianus Antonius 21. Jänner 2022 
 

Damalige Pontifikate P6 und JP2

Und jetzt etwas Unangenehmes auf diesem Forum: die Meiste der in dieser Zeit entstandenen/bekanntgewordenen Mißetaten wurden in den Pontifkaten Paul6 und JP2 gepflegt.
Während und nach dem 2VK war die Verwirrung allgegenwärtig, war man nur auf liturgische Revolution und Bekämpfung aller Andersdenkenden fixiert und nach Humanae Vitae schwieg P.Paul 6 vollends. Keine Führung mehr. Unter P. JP2 wurde versucht zu retten was noch ging--ecclesia Dei kam erst 1985.
Der gewaltige Unsinn und verbrecherei der 70er Jahren wurde erst ab P.Benedikt XVI aufgearbeitet.
Daß 2 der 3 vorhergehenden Pontikaten da gewaltigste Defizite hatten (JP1 war äusserst kurz) ist klar und deutlich. Das "Santo subito" ist da dementsprechend sehr kritisch zu sehen.
Die staatliche Behörden mischten da tolerierend und kriminell-großzügig auch mit.
Und der Jesuitenorde natürlich auch...
P.Zoller SJ wird da sehr scheinheilig :-(


1
 
 SalvatoreMio 21. Jänner 2022 
 

Kleinigkeiten, die Schlimmes auslösen können!

@Claudia Schwarz: Sie ergehen sich ausführlich zu Dingen, die niemand genau feststellen kann und doch so bedeutsam sind. Wie schnell kann man gebranntmarkt werden! Das erlebte ich gestern bei der Rezeption im Seniorenheim: eibe Angestellte: "Sie wissen doch, dass Sie bur als Geimpfte eintreten dürfen!" Ich: "Nein!" Sie: "Ich habe selbst gehört, wie der Chef Ihnen das sagte!" Er hatte gesagt, ich dürfe nicht eintreten. Der Begriff Impfen fiel gar nicht, und weil ich nur halbe Vorinformationen hatte, verstand ich srinen freundlichen Vorwurf anders, wurde aber von der Angestellten als Lügnerin betrachtet.


4
 
 Ulrich Motte 21. Jänner 2022 
 

Claudia Schwarz: Abwesenheit/Anwesenheit

Die anwaltlichen Gutachter sagten, es sei protokollarische Praxis gewesen, nur Abwesende der Bistumsleitung zu nenen, und das sei bzgl. Herrn Kardinalerzbischof Ratzinger nicht geschehen, und das Protokoll vermelde Äußerungen des Herrn Kardinalerzbischofs zu 2 Punkten.


1
 
 Terrenum 21. Jänner 2022 
 

@Claudia Schwarz

Da muss ich Ihnen wieder sprechen.
In dem Protokoll der Sitzung wird ausdrücklich über zwei Berichte von Kardinal Ratzinger berichtet. Z.B.über ein Gespräch mit dem Papst.


1
 
 Claudia Schwarz 21. Jänner 2022 
 

@Bernarda und @Stephaninus

Das sehe ich nicht so. Papst Benedikt XVI. wurde, soweit ich das verstanden habe, im Rahmen der Gutachtenerstellung explizit zu einer Stellungnahme aufgefordert. Hätte er nicht reagiert, so wäre das mit dem selben vorwurfsvollen Unterton, den wir aus den Medien kennen ("XY war nicht zu einer Stellungnahme bereit/lehnte eine Stellungnahme trotz Anfrage ab"), zu seinen Lasten gewertet worden. Es heißt in solchen Fällen dann: "Wenn er unschuldig wäre, dann könnte er das doch sagen, folglich muß er schuldig sein." Es sollte inzwischen klar geworden sein, daß hier gerade nicht nach dem Grundsatz, wonach derjenige, der eine Behauptung aufstellt, sie auch beweisen muß, vorgegangen wird, sondern daß auch ohne Beweise Beschuldigungen erhoben werden, deren Entkräftigung dann dem solchermaßen Angeschuldigten überlassen wird. Nicht umsonst wird man in Köln zu dem Ergebnis gekommen sein, eine Veröffentlichung eines Gutachtens derselben Kanzlei wegen dessen Mängeln nicht verantworten zu können.


7
 
 Francis 5 21. Jänner 2022 
 

Ich freue mich über die Vielzahl der Teilnehmer.

Es ist schön zu sehen wie viele Menschen dieses Thema berührt und dass wir eine große Gemeinschaft in Christus sind.
Unserer Hauptmaß für eine moralische Verantwortung ist und bleibt jedoch die Heilige Schrift, und nicht psychologische Vorschläge und Gesetze der 80er. Die Aussage der Schrift hat sich nicht geändert.

Denn die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben. Sie soll uns unterweisen; sie hilft uns, unsere Schuld einzusehen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen und so zu leben, wie es Gott gefällt.
2. Timotheus 3:16

Auch heute hat die Kirche ihre moralische Verantwortung wahrzunehmen und sich nicht zu verstecken. Auch wenn wir den politischen Kampf gegen die Abtreibung scheinbar verloren haben. Keiner weiß wie die moralische Werte in 50 oder 100 Jahren aussehen. Lasst uns auf der richtigen Seite weiter stehen.


5
 
 Claudia Schwarz 21. Jänner 2022 
 

Anwesenheit/Abwesenheit

Wenn Kardinal Ratzinger bei der Sitzung tatsächlich anwesend gewesen sein sollte, so müßte das Protokoll darüber doch mehr enthalten als nur ein Schweigen zu seiner Abwesenheit. Ich kann mir beim besten Willen kein Protokoll etwa einer Pfarrgemeinderatssitzung, an der der Pfarrer teilgenommen hat, vorstellen, das nicht eine einzige Wortmeldung des Pfarrers enthält. Was hätte er auf dieser Sitzung denn getan, wenn er nicht ein einziges Mal während der Sitzung in Erscheinung trat? Zu Dr. Pusch, von derm das Gutachten offenbar stammt, kann ich nur sagen, daß meine eigene Erfahrung mit ihm im Rahmen der Rechtsstreitigkeiten um Kloster Altomünster ihn mir als fachlich ziemlich inkompetent gezeigt hat.


6
 
 Claudia Schwarz 21. Jänner 2022 
 

@KatzeLisa Anwesenheits-/Abwesenheitsliste

Danke für diesen Hinweis! Das macht natürlich schon einen bedeutenden Unterschied und erscheint mir aus meinen Erfahrungen im Pfarrgemeinderat sehr pausibel. Dort wurde, wenn es sich nicht um Gäste, etwa aus der Kirchenverwaltung handelte, auch nicht verzeichnet, wer anwesend war, sondern wer von den Mitegliedern des Pfarrgemeinderats entschuldigt war. War jemand bei Beginn der Sitzung nicht anwesend, hatte aber der Pfarrer oder der Pfarrgemeinderatssprecher keine Nachricht der betreffenden Person erhalten, mit der diese ihre Verhinderung mitgeteilt hatte, so wurde derjenige auch nicht sofort als abwesend vermerkt, sondern es wurde gewartet, ob er sich vielleicht nur verspätet hatte. Gerade in so einer Situation kann es natürlich auch einmal vorkommen daß jemand auch während des Verlaufs der Sitzung nicht erscheint, aber übersehen wird, ihn nachträglich als abwesend zu vermerken.


5
 
 Herbstlicht 21. Jänner 2022 
 

Ich denke, man muss unterscheiden zwischen dem evtl. konkreten Nichthandeln -da wo es nötig gewesen wäre- des damaligen Erzbischofs Joseph Ratzinger und den Absichten heutiger Kreise, das Ansehen des emer. Papstes Benedikt bewusst zu schädigen.

Hat er nicht umfassend genug reagiert und somit Schuld auf sich geladen, so fände ich es gut, er würde heute dafür die Verantwortung übernehmen und sich entschuldigen.

Aber die Ankläger von heute sollten sich im stillen Kämmerlein einmal fragen, ob es ihnen nur um die nötige Aufarbeitung geht oder doch mehr dahinter steckt: Die Vernichtung des Ansehens eines früheren Papstes, der nicht so ganz dem Zeitgeist entsprach.

Auch Ankläger sind nicht gefeit vor Sünde, vor unlauteren Motiven, die in ihrem Inneren verborgen sind.
Wir alle sind Sünder, niemand weiß das besser als Gott.


8
 
 OStR Ing.-Wiss. Peter Roesch 21. Jänner 2022 
 

@cooperatorveritatis vor 11 Stunden

Wie Sie ehrlicherweise schon selbst einschränken: "m.M.n.". Das ist aber keine Definition, sondern das Gegenteil davon.


0
 
 bibelfreund 21. Jänner 2022 
 

Limburg läßt grüßen

@thomasR bringt es auf den Punkt….. man rufe sich BITTE das Theater um den Linburger Tebarz in Erinnerung. Da wurde jemand wegen Peanuts, Peanuts, Peanuts hingerichtet. Gnadenlos hingerichtet. Kath-net- Autor Peter Hahne war es, der sich damals als einzig einflußreicher deutscher Journalist in einem großen Kommentar im Boulevardblatt(!) Bild am Sonntag hinter ihn stellte und den Vergleich zu Marxens Luxus-Palais zog. Niemand hörte, alle feuerten bis zum Blattschuß auf den Limburger….. Was jetzt geschieht, ist nur die „ausgleichende“ Gerechtigkeit: ein Marx gehört aus dem Amt gejagt, dieser Heuchler und Pharisäer.


4
 
 Chris2 21. Jänner 2022 
 

@Ulrich Motte

Leider kann ich Ihnen heute nicht widersprechen, denn verlassene und verhöhnte Partner und Kinder haben es sehr schwer. Und glauben Sie mir, ich kann diese Leiden ein wenig nachvollziehen, weil ich mich selbst vor Jahrzehnten (und nur wegen eines Missverständnsisses!) unter buchstäblich existentiellem Leid von einer Frau losgerissen habe. Doch das hat nichts an meinen Überzeugungen zur Ehe oder zum Beichtgeheimnis geändert, obwohl letzteres damals möglicherweise eine rechtzeitige Klärung verhindert hat.
Zwei Gedanken:
Früher gab es in Staat und Kirche Verfahren, die (Haupt-) Schuld an einer Trennung festzustellen. Das gibt es jetzt (nur beim Staat?) nicht mehr. Täter und Opfer sind gleich. Ein Freifahrtschein für alle "aktiven Ehebrecher"
Jesus hat etliche Male die Unauflöslichkeit der Ehe betont (wie die Stelle mit "außer bei Unzucht" zu deuten ist, ist mir nicht ganz klar. Sie kann auch nur ein Recht zur Dorthinjagungwoderpfefferwächst bedeuten - ohne neue Eheschließung)


0
 
 Fink 21. Jänner 2022 
 

Die Persönlichkeitsstruktur des Missbrauchtäters und Priesters Peter H.

"Er war charmant und hatte Charisma. Seine Gottesdienste waren ein Ereignis, die Kirche war voll. Und mit seiner gewinnenden Art sammelte der katholische Priester Peter H. stets viele Ministranten um sich..." -so lese ich es heute in der Zeitung. So ähnliche Typen waren doch auch ein Pater Maciel/ Mexiko und der Ex-Kardinal Theodore McCarrick/ USA. Es sind oft Charismatiker, Blender, narzistisch Gestörte, von denen Gefahr ausgeht.
Hier wie auch sonst im Leben- Menschenkenntnis ist gefragt !


7
 
 Stephaninus 21. Jänner 2022 
 

@Bernarda

Sie bringen es auf den Punkt. Die voreilige Aktion von Benedikt XVI war sehr unklug. Anders kann man es nicht sagen. Leider steht sie in einer Tradition medial äusserst unprofessionellen Verhaltens der kirchlichen Hierarchie. Nun steht Benedikt XVI., weil die Akten anderes belegen als seine Aussagen, als jemand da, der die Unwahrheit sagt, um ein verlogenes System zu schützen. Und dass Menschen, die der Kirche nicht nahe stehen, zu diesem Schluss kommen, kann ihnen nicht einmal mehr ganz verübelt werden.


3
 
 Chris2 21. Jänner 2022 
 

Wiedergutmachung

@cooperatorveritatis Natürlich ist die bestmöglichste Wiedergutmachung des Schadens Pflicht, ganz unabhängig von der Beichte: Wer jemanden in einer gravierenden Sache falsch beschuldigt hat, hat das öffentlich klarzustellen, um dessen Eh(r)e zu retten. Wer jemanden beraubt oder bestohlen hat, hat das auszugleichen (auch anonym). Bei Missbrauch ist eine direkte Wiedergutmachung natürlich meist nur durch Geldzahlungen oder finanzielle Hilfen für Therapien möglich. Wenn das Opfer kein Geld vom Täter annehmen will oder bereits verstorben ist, gibt es genügend andere Möglichkeiten (an Hinterbliebene oder an therapeutische und caritative Einrichtungen etc.)


5
 
 Ulrich Motte 21. Jänner 2022 
 

1980 galt

Eine Frau und Mutter wird von ihrem Mann verlassen. Trotz Bitten kommt er nicht zurück. Sie wird gegen ihren Willen geschieden. Ihr Mann heiratet seinen Trennungsgrund. Sie heiratet einen Witwer und Vater, bleibt ihm treue Frau, allen Kindern treue Mutter, und treue Katholikin. Auch nach Jahrzehnten darf sie nicht zur Kommunion, was in der Gemeinde bekannt werden kann. Der Priester, der ihr das verweigern soll, wird als strafrechtlich verurteilter Kinderschänder und Zölibatsverletzer stillschweigend und nur mit Therapieanordnung nur versetzt. Jenseits aller dogmatischen bzw. kirchenrechtlichen Einzelheiten und möglichen Erkenntnisproblemen bei der Pädophilie 1980 will ich nicht ausschließen, daß diese Regelung von 1980 manchen Kirchenverständnisprobleme bereitet. Grüne Kinderschänderfreundliche waren ja 1980 nicht (verbindlicher) kirchlicher Maßstab.


1
 
 SalvatoreMio 21. Jänner 2022 
 

Zwischen unserem Heute und der Epoche von Gestern liegen Welten!

Um der Wahrheit willen muss man Zeitgeschichte im Blick haben! Jede Epoche hat starke und schwache Seiten. Wer z. B. erst ab den 60er-Jahren aufgewachsen ist, hat nicht durcherlebt, wie das Alltagsleben zuvor aussah. (Zwischen Lesen und Erleben liegen Welten!) Vor der sogenannten „Sexuellen Revolution“ (mit vielen schlimmen Folgen) wurden normalerweise Dinge, die mit sexuellen Handlungen zu tun haben, totgeschwiegen. Viele wussten mit 16/17 Jahren nicht, (in kath. oder evang. Familien gleichermaßen) wie ein Mensch entsteht. Selbst notwendigste Aufklärung gab es weitgehend nicht. Man lernte nur: „Geh nicht mit einem fremden Onkel mit, der Dir Bonbons verspricht“). Auch als Großstädter wusste man nicht, was ein Bordell ist oder was Homosexualität bedeutet. Wenn etwas erzählt wurde, dann hinter vorgehaltener Hand. Die Kenntnisse von heute 6Jährigen, hatten damals viele junge Erwachsene nicht, auch nicht durch Schulunterricht.


7
 
 Bernarda 21. Jänner 2022 
 

vermeidbarer Super GAU

Warum, um alles in der Welt, hat man seitens B XVI nicht abgewartet, bis das Gutachten in der Welt und präsentiert war, um dann in Ruhe die Vorwürfe zu prüfen und darauf zu antworten? Mit der verfrühten Stellungnahme hat man sich jeder Möglichkeit, auch für die Öffentlichkeit wirksam zu reagieren, begeben - die Stellungnahme wurde von den Anklägern erwähnt und gleich verurteilt. Das kann man medial nicht mehr berichtigen. Und eine geifernde Journaille stürzt sich natürlich genau darauf.


6
 
 Stefan Fleischer 21. Jänner 2022 

Ich wünschte mir,

dass das Problem auch einmal ganz generell und grundsätzlich durch die Brille von damals betrachtet würde. Vor gut 60 Jahren war ich Zögling in einem katholischen Internat. Das Problem existierte schon damals. (Ich bin oft versucht auch beim sexuellen Missbrauch von einer Pandemie zu sprechen.) Und man wusste - um einen Vergleich zu verwenden – irgendwie so wenig über die ganzen Zusammenhänge und die tatsächlichen und möglichen Ursachen und Folgen wie heute bei Corona. Es gab auch damals schon einen Streit der Experte, wie es angegangen werden könnte. Und die «Suche nach den Schuldigen» war schon damals einer der hoffnungslosen Lösungsversuche. Und heute, wo jeder riskiert als «Gigatraditionalist» verschrien zu werden, wenn er auf die Forderung nach Umkehr zu Gott (vgl. 2.Kor 5,20 ) die Unabdingbarkeit der Erlösung durch das Kreuz Christi etc. pocht, ist keine Besserung in Sicht.


7
 
 cooperatorveritatis 21. Jänner 2022 
 

@felis.catus 2/2

...ist das Verhältnis des Missbrauchers zu Gott wieder im Lot. Inzwischen weiß man aber, dass das nicht genügt und dass den Betroffenen natürlich Satisfaktion verschafft werden muss.

In diesem Punkt bin ich durchaus geneigt den Betroffenenverbänden im Prinzip recht zu geben, die die Kirche hier kritisieren und die auch Wiedergutmachung fordern.

Was mich aber extrem abstösst an vielen Wortmeldungen (auch von Medienvertretern, Gutachtern, Politikern, Kirchenfunktionären) ist dieser bald nicht mehr zu überbietende Furor der Feindseligkeit, der Diffamierung, des Kind-mit-dem-Bade-Ausschüttens, der offensichtlichen Absicht die Kirche in Gänze zu zerstören oder sie nach den eigenen verweltlichten Interessen bis zur Unkenntlichkeit zu verbiegen. Dieser Furor schadet in meinen Augen vielen berechtigten Anliegen der Betroffenen und ist auch in der Lage deren eigene Glaubwürdigkeit zu zerstören.


7
 
 cooperatorveritatis 21. Jänner 2022 
 

@felis.catus 1/2

@antony hat schon Recht. Zur damaligen Zeit (Beginn der 1980er Jahre) war gesamtgesellschaftlich und auch in der Kirche das Bewusstsein noch nicht da, dass sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen (1)eine Straftat darstellt, (2) dass die oft homosexuell geprägte Orientierung der Pädophiliie täterseits dahintersteckt und (3) dass diese oft sehr hartnäckig in der affektiven Psyche der Täter verankert ist, oft so fest, dass auch langwährige Therapien das Verhalten nicht ändern können. Selbst mancher psychiartrischer Gutachter hat auf diesem Feld kläglich versagt. Und das muss man bei der Aufarbeitung und Beurteilung heute selbstverständlich berücksichtigen.

Dass die kirchliche Sexualmoral (zumindest lt. Katechismus) damals und schon viele hundert Jahre zuvor dieselbe war wie heute, ist sicher richtig. Aber vor diesem Hintergrund ist der sexuelle Missbrauch „nur“ eine Sünde gegen das 5. und 6. Gebot, die mit Reue und Buße gebeichtet werden kann und damit ...


6
 
 ThomasR 20. Jänner 2022 
 

Ablenkung von der wahren Problemen des EB München?

die von EB München beauftragte(und vermutlich gut bezahlte-die gute Kanzleien gehören auch zu den teuersten Kanzleien-ich hoffe die unabhängige Medien stellen die Frage über die Kosten des Berichts bei der bereits angesagten Pressekonferenz am 27.01.22in München-es sind schließlich Kirchensteuergelder oder auch die Vermögenseinnahmen der ganzen Münchner Kirche und nicht der Amtskirche)
erstellte vorwiegend aufgrund der zur Verfügung durch EB gestellten Dokumenten-die normaleweise als vertraulich gelten-jedem normalen Kirchensteuerzahler wird Zugang zu vergleichbaren Dokumenten eher nicht gewährleistet

EB München ist in den letzten Jahren vermutlich in die größte Krise seit dem 3.Reich geraten.Nach dem teuersten Ordinariatsgebäude der Welt für rund 140 Mio EUR inkl Sanierun, vermutl die teuerste Bausanierung der Nachkriegsjahren von einem Bauensemble in Kirchenhand läuft momentan in Freising,dem folgen Tausende Kirchenaustritte -ein halbleeres Priesterseminar,verwüstete Frauenklöster..

www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/domberg-freising/baustelle


5
 
 Hadrianus Antonius 20. Jänner 2022 
 

Heute...

DEr Chef von "domus Santa Marta" ist bis über die Ohren in dem Fall Julio Cesar Grassi verwickelt ("Estudios..."), wobei dieser Sumpf gegen alle Peronistische Neigungen dann doch trockegelegt wurde.
Danneels stand 2013 au der Loggia.
DeKesel probierte 2014 noch eine rezidivierenden Pädophilen in die Seelsorge einzuschleuse (noch wohl mit Jugendlichenkontakt), log erbärmlich und wurde dann in der "Allerheiligenoffensive" (3 Tage) komplett torpediert. Trotzdem/gerade deshalb von PF als Kardinal von Brüssel eingesetzt :-(
Der Chef FC und Supervertuscher von Pädophilie René Stockman (Fall "Anneke" /Br. "P****" Emiel Ceustermans ) befindet sich ganz hoch im Vatikan bei PF
Achtung: wir sind in 2022, nicht in 1980!
Erzbischof Léonard versuchte den Augiasstall auszumisten und wurde mit sofort 75 Jahren von PF in die Alpen verbannt.
Sine ira et studio: Es waren wirre Zeiten und es wurden viele Fehler gemacht.
Umso leuchtender der Erzbischof von Dakar+


8
 
 cooperatorveritatis 20. Jänner 2022 
 

@OStR Roesch

Unter Missbrauch im Kontext der Kölner und Münchner Juristengutachten vesteht man m.M.n. den ausschließlichen sexuellen Missbrauch, welchen man exakter lieber als "sexuelle Gewalt" bezeichnet, weil die Verwendung des Terminus "Missbrauch" (von Schutzbefohlenen)in-sinuiert, dass es auch einen "Gebrauch" von Schutzbefohlenen gäbe, was natürlich nicht der Fall ist.


0
 
 Hadrianus Antonius 20. Jänner 2022 
 

"Wir sind alle Sünder - aber zu Besserung berufen"

J.Ratzinger kam als Theologieprofessor in die modernistische Diözese München ohne größere Erfahrung in der Leitung eines Bistums.
1978 schon als Präfekt der Glaubenskongregation angefragt, wollte er die Diözese knapp 1,5 Jahren nach seinen Amtsantritt nicht so schnell führungslos zurücklassen.
Wenn Kard. Ratzinger da Fehler gemacht hat: er hat daraus gelernt.
Aus eigenem Erleben: 15 Jahre später bei der Affäre "Roeach", bei dem Homoklub-spätberufenenseminar CPRL in Antwerpen, bei den Danneelsclubs und bis zu VanGheluwe, beim Fall "Anneke" der "Brüder von Liebe"(FC) wird es sich stets mit voller Kraft einsetzen.
Für seinen Charakter und Art zeigte er da wirklich gewaltigen Mut.
Ich bin "von der Konkurrenz" aber Ehre, wem Ehre gebührt.


7
 
 Hadrianus Antonius 20. Jänner 2022 
 

Ephebophilie und Homophilie

In der übergroßen Mehrzahl der Fälle werden Buben belästigt, und wohl prä- und peripubertär, bis etwa 18 Jahren.
Die homosexuelle Estbattementen in den Seminaren wurden bis vor 2 Jahren noch entschuldigt "daß es hier keine Minderjährigen betraf und keine Päsophilie vorlag" (sic)
In der Renaissance landete man bei pädo/ephebophilie ohne ansicht der Person auf die Galeeren, in der Aufklärung und bei den Revolutionen ausßerhaölb der Kirche, und in der 1. Hälfte des 20 Jhdt ins KZ oder wurde ärztlich kastriert.
In der 2. Hälfte des 20. Jhdt versuchte man zu "therapieren" mit Psychologie, die "Kranke" zu helfen/zu schonen, man versetzte ...
Und was man bis jetzt nicht sagen will (gerade bei Modernisten/"Liberalen" und in der Gruppe "domus Santa Marta" nicht gerne gehört): es handelt sich fast immer um Mißbrauch durch Homosexuelle und Bisexuelle.
Die schon bei den alten Griechen und bei den Platonikern hochstilisierte "Knabenliebe".


7
 
 Hadrianus Antonius 20. Jänner 2022 
 

Hengsbach und Essen

Der pädophile Priester stammte aus dem Bistum Essen- damals regiert vom "Ruhrbischof" Hengsbach (1910-1991).
Hengsbach war damals 70 Jahren, sehr beschlagen und hat mit 100 %iger Sicherheit gewußt wie man bis 1945 mit pädophilen Priestertätern umging: sie wurden bei Rezidivierung in die Niederlande geschickt und dort in dr Nervenkrankenanstalt Heiloo kastriert.
In den 60er Jahren allgemeine Liberalisierung mit viel Interesse für Homosexualität, auch im Klerus.
Hengdbach, Generalsekretär des "Zentralkomitees deutsch. Katholiken", bei Progressiven sehr beliebt, hat da "typisch-modern" reagiert und den Täter wegparachutiert "zur Therapie"...
Nach dem gewaltigen Exodus von ehelustigen Priestern 1965 ff. wurde der Klerus immer homosexualisierter und war dann wohl mehr "Toleranz" angebracht.
Merkwürdig: der Name Hengsbach fällt jetzt nie...


6
 
 Hadrianus Antonius 20. Jänner 2022 
 

Geschichtlicher Kontext und Terroir (1)

Hoophilie war bis 1969 in Deutschland strafbar,danach ab 23 Jahren einvernehmlich straffrei, erst in 1973 ab 18 Jahren straffrei.
Gerade im 3. Dreich wurden die Homosexuellen verfolgt und jeder kannte die drakonische Strafen (Causa Fritsch 1938). Kontnuierlich weitergeführt nach dem 2.WK.
Hochhalten der Sittlichkeit in der Gesellschaft, Loyalität zu der Institution, Mitleid mit den Sündern, Verwirrung durch die Liberalisierungen in den 60er Jahren, Ängste bei Rebellionen, Abkehr von den frühreren Therapien : ein äusserst schwieriges Umfeld für einen Hirten, der ein ganzes Bistum mit divergierenden Tendenzen hüten soll.


4
 
 KatzeLisa 20. Jänner 2022 
 

@antony

Danke für den Hinweis auf das Zeitgeschehen.
Heutzutage ist es üblich, unser vorgeblich moralischeres Verhalten zum Anlass zu nehmen, alles was in der Vergangenheit geschehen ist, nach heutigen Kriterien zu beurteilen. Da kann man Vieles an den Pranger stellen: Kolonialismus, Rassismus, Diskriminierung von Minderheiten usw. Das geht so weit, daß Straßen und Plätze umbenannt, Standbilder entfernt und Kinderlieder entsorgt werden müssen.
Was sind wir doch für gute Menschen! 1980 sollte die Pädophilie entkriminalisiert werden (der Schmutzfink Cohn-Bendit wurde vor einiger Zeit sogar mit einem Preis geehrt) und die Grünen werden demnächst zusammen mit FDP und Sozis das Werbe verbot für Abtreibungen kippen. Damit werden sie sich nicht zufrieden geben. Es soll ein Menschenrecht werden, ohne jede Einschränkung die Leibesfrucht zu vernichten!
Hat sich schon mal jemand gefragt, wie die Sexuelle Vielfalt mit all ihren Spielarten und der überwiegende Mißbrauch von Jungen zusammen passen?


9
 
 antony 20. Jänner 2022 

@ felis.catus: Sie haben mich gründlich missverstanden, scheint mir.

Die kirchliche Brille von 1980 war nicht, dass Sexualkontakte zwischen Erwachsenen und Kindern in Ordnung wären. Für die Kirche haben sexuelle Beziehungen ausschließlich in der Ehe ihren Platz, das war schon immer so, wenn es auch nicht immer so klar kommuniziert wird.
Die kirchliche Brille von 1980 war: "Priester XYZ hat sich an Kindern vergangen. Jetzt versetzen wir ihn in die ED München-Freising, das wird ihm eine Lehre sein. Dann schicken wir ihn noch in Therapie, dann wird das schon wieder."
So dachten damals alle. Mit missbrauchenden Lehrern in Schulen wurde genauso verfahren.
Dass man damit der Zahl der Opfer weitere hinzufügt, wussten die Verantwortlichen damals nicht. Weder in der Kirche noch in den Schulämtern. Selbst Psychotherapeuten hatten damals das Thema Missbrauch kaum auf dem Schirm.

Weil wir das heute wissen, wäre das gleiche Verhalten heute ein Verbrechen, weil man wissentlich Kinder dem Missbrauch ausliefert.


12
 
 OStR Ing.-Wiss. Peter Roesch 20. Jänner 2022 
 

Definition klipp und klar, bitte!

Ich möchte vor jeder Diskussion eine Definition dessen, was "Mißbrauch" sein soll, oder was darunter verstanden wird. Bei Bischof Mixa handelte es sich um eine ausgeteilte Ohrfeige.


10
 
 KatzeLisa 20. Jänner 2022 
 

@chriseeb 74

Laut Vatican News sollen im Anwesenheitsverzeichnis von Sitzungen nicht die Anwesenden sondern nur die Abwesenden aufgeführt worden sein.

Kardinal Ratzinger soll für die fragliche Sitzung dementsprechend nicht als abwesend, aber auch nicht als anwesend verzeichnet worden sein.


4
 
 apostolisch 20. Jänner 2022 
 

Sprungbereit

Was viele hier - ich denke zurecht - verärgert, ist das, was Benedikt einmal die sprungbereite Feindseligkeit nannte. Dass in vielen Meldungen zuerst über Fehlleistungen von Benedikt XVI berichtet wird hat weniger mit seiner herausgehobenen Stellung zu tun (da diese ja bereits seit vielen Jahren Vergangenheit ist) sondern folgt dem Wunsch, dass jetzt mit ihm gemeinsam doch bitte auch seine Theologie entsorgt werden möge.
Was also tun? Statt eine mögliche oder sogar faktische Fehlleistung (Sünde) zu bestreiten geht es darum, weiter fest zu bleibem im - besonders auch von von Benedikt verkündeten - Glauben zu stehen! Satan klagt doch nur jene wegen ihrer Sünden an, die er bekämpfen möchte weil sie an Gott glauben und ihn bekennen!!! Gott hingegen sieht unsere Sünden an und vergibt sie uns, wenn wir darum bitten.


12
 
 Ludovica 20. Jänner 2022 
 

Ich spüre in dem ganze.


0
 
 Smaragdos 20. Jänner 2022 
 

Wird es auch zu Lebzeiten von PF ein Missbrauchsgutachten der Erzdiözese Buenos Aires geben?


9
 
 stephanus2 20. Jänner 2022 
 

felis.catus,betula u.A.

Ihre Kommentare rauben mir - nicht zum ersten Mal- den letzten Nerv. Man merkt förmlich, aus welcher Ecke Sie schreiben und argumentieren.DavidH. dasselbe, hier einigen "Nibelungentreue" zu unterstellen, d a s ist unredlich. Erfassen Sie gar nicht, was hier in den Posts an Qualität geäußert und geliefert wird,wie fundiert und abwägend argumentiert wird ?- Mein Senf dazu: das Böse, das wirklich Böse, versucht mit allen Mitteln sich durchzusetzen und Wahres und Gutes zu zerstören. Und S i e erkennen es nicht.


11
 
 DavidH 20. Jänner 2022 
 

@ottokar / Allgemeines

Sie stellen in den Raum, Papst Benedikt könne sich aufgrund seines Alters möglicherweise an Vorgänge von vor 40 Jahren nicht mehr erinnern. Damit widersprechen Sie ... dem Papst selbst. Denn auf S. 684 des Gutachtens ist zu lesen, der Papst betone "dass seine Erinnerung an Jahrzehnte zurückliegende Sachverhalte auch heute noch sehr gut sei."

Generell ist das Gutachten öffentlich einsehbar; man kann es also, wenn man sich Mühe machen möchte, akribisch durchgehen und nach handwerklichen Fehlern suchen, um Papst Benedikt zu verteidigen. Das wäre nicht nur sachlich, sondern auch menschlich ein nachvollziehbares Vorgehen.
Aber den Gutachtern irgendwelche unlauteren Absichten zu unterstellen oder in Nibelungentreue zum "geliebten Papst Benedikt" zu stehen, erachte ich in der gegenwärtigen Situation für unredlich.


11
 
 Hope F. 20. Jänner 2022 
 

Woelki und Benedikt unter Beschuß

Da lobe ich mir doch Kardinal Woelki, der ein zweites objektives Gutachten in Auftrag gegeben hat und dafür angegriffen wurde. Daß man jetzt auch noch den hoch betagten Papst em. Benedikt XVI. schwer belastet ist verwerflich. Ob das Gutachten objektiv ist, wird sich noch zeigen. Jeder Vorgesetzte trägt die Verantwortung für das, was seine Untergebenen machen aber das bedeutet nicht, daß er auch von allem Kenntnis hat. Die Tatsache, daß der em. Papst u. a. unter den Mißbrauchsfällen in der kath. Kirche sehr gelitten hat, war ein Grund weshalb er zurückgetreten ist. Zudem verbringt er sehr viel Zeit im Gebet. Gott allein weiß um die Sünden und Verdienste eines jeden von uns und Gott schenkt auch Erbarmen.


11
 
 Holunder 20. Jänner 2022 
 

Vor Gott sind alle Menschen gleich

Ich muss leider sagen, dass es mir wirklich nicht gefällt, wie manche hier ihren "geliebten Papst Benedikt" in Schutz nehmen und dafür sogar Missbrauchstaten verharmlosen. Wenn Papst em. Benedikt sich etwas zu schulden kommen lassen hat, dann muss er auch dafür gerade stehen. Wenn nicht, dann nicht. Ich bin mir sicher, dass er das genauso sieht. Sexueller Missbrauch an Kindern ist so etwas Abscheuliches, und dann auch noch von Priestern und Diakonen, man kann es gar nicht glauben. Ich kann nicht verstehen, wie man so etwas verharmlosen kann.


10
 
 Zyane 20. Jänner 2022 
 

Nein, das kann nicht sein!

Die Kirche kann sich weder heute noch früher auf irgendwelche kruden Ansichten von Pädophilen berufen, sie hat immer(!) etwas anderes gelehrt.


7
 
 Christa.marga 20. Jänner 2022 
 

@antony und @thomasR

Ich schließe mich ihren Beurteilungen an. "Was war 1980?"
"Es ist eine Attacke auf Josef Ratzinger"

Es ist jetzt ein Leichtes, unseren lieben Papst emeritus Benedikt XVI. durch den Schmutz zu ziehen. Wenn dieser sagt, er war bei besagter Sitzung nicht dabei, dann glaube ich ihm das. Oder es wurde in besagter Sitzung nicht darüber gesprochen. Papst emeritus Benedikt XVI. ist ein alter Mann - ein grundanständiger Mann!

Es muss doch ein Leichtes sein, das Sitzungsprotokoll zu überprüfen, ob er teilgenommen hat, oder ob das Sitzungsprotokoll nachträglich abgeändert wurde und ob bei der Sitzung überhaupt über diesen Fall gesprochen wurde.

Mich widert die ganze Berichterstattung an.


11
 
 physicus 20. Jänner 2022 
 

Kein seriöses "Gutachten"

Nach Lektüre der "Konfrontationen" der WSW-"Gutachter" an dem em. Papst, dessen Antworten sowie der WSW-"Bewertung" scheint es mir, dass dem em. Papst nichts Konkretes vorzuwerfen ist. Leider scheinen die "Gutachter" aber nach der Devise vorzugehen:
1. Es gilt die Schuldvermutung
2. Der Konfrontierte muss seine Unschuld beweisen
3. In dubio contra reo

Die Konfrontationsfragen sind gespickt mit Unterstellungen und teils Absurditäten (ob er da nicht viele Jahre Urlaub gemacht und daher Kenntnis gehabt haben müsse; dummerweise hat er da aber keinen Urlaub gemacht).

Seriös ist so ein "Gutachtervorgehen" nicht. Schade.


12
 
 Sputnik 20. Jänner 2022 
 

Abwarten

Zu diesem Gutachten möchte ich gern:
Erstens eine exakte Kenntnis, was genau dem em. Papst Benedikt XVI. angelastet wird. Vor allem geht es doch darum, was in der damaligen Besprechung konkret in seinem Beisein behandelt bzw. beschlossen wurde.
Zweitens, falls der Umgang mit dem beschuldigten Priester dabei ein Thema war, ist die Frage zu klären, welche künftige Tätigkeit dieses Priesters zur Debatte stand. Wieder zur Seelsorge, oder zu einem anderen Einsatz?
Ein berechtigter Vorwurf wäre nur gegeben, wenn man diesen Priester bei voller Kenntnis seiner Verfehlungen erneut in der Seelsorge eingestzt hätte.


7
 
 ottokar 20. Jänner 2022 
 

antony hat den Nagel auf den Kopf getroffen!

Wir urteilen heute, 2022, mit anderen gesellschaftlichen Moralvorstellungen als vor 1980.Und das von antony genannte Beispiel, dass nämlich die Grünen (Beck) 1980 einen Gesetzentwurf einbrachten mit dem Ziel Pädophilie im gegenseitigen Einverständnis straffrei zu bewerten, das zeigt den politischen Wandel von Moralvorstellungen. Die gesellschaftliche Bewertung sexueller Verfehlungen von Priestern und Kirchenleuten hat sich in den letzten 30 Jahren entscheidend geändert und ist von den meisten ohnehin kirchenfeindlichen Presseorganen lustvoll aufgenommen worden ,um vorallem der katholischen Kirche Schaden zuzufügen.Gleiche Ereignisse finden sich bei den Protestanten, und viel häufiger in unseren Familien.Aber jetzt unseren geliebten Papst Benedikt in den Schmutz zu ziehen, weil er tatsächlich nichts von den Vorgängen wusste oder sich aus Altersgründen nicht mehr an Diskussionen vor 40 Jahren erinnern kann, das ist schändlich.Und dafür, lieber betula , muss man sich nicht entschuldigen!


16
 
 felis.catus 20. Jänner 2022 
 

@antony

"Die Probleme benennen, aber bei der Beurteilung der Menschen den damaligen Wissensstand berücksichtigen."
Was soll das? Ich bin sprachlos!
Die Kirche hatte damals schon die selbe Sexualmoral wie heute. Sie hat damals wie heute gelehrt, dass Sexualität nur innerhalb der Ehe gut ist.


7
 
 Stefan Fleischer 20. Jänner 2022 

Dazu ein Aphorismus aus meiner Sammlung:

Die Brille von heute genügt nicht,
um die Fehler von gestern zu beurteilen.


7
 
 ThomasR 20. Jänner 2022 
 

Es ist eine Attacke auf Joseph Ratzinger

die vom Inneren der Kirche kommt (die Kosten des Gutachtens werden von EB München getragen-Entscheidung über die Erstellung des Gutachtens kommt vom EB München- eine Bereinigung ist nicht eingetreten ) Zeitpunkt der Attacke ist auch nicht zufällig- erst kam die Attacke auf die alte Messe, jetzt wird Ratzinger direkt attackiert- um zu zeigen welche Kräfte in die Kirche eingedrungen sind und die Machthaber in der Kirche sind?
Zum heutigen Zeitpunkt um die Aufmerksamkeit der Medien auf die Kosten von Ratzinger, von der gescheiterten Synode und geforderten neuen Ordnung abzulenken? Um von den Früchten des Pontifikates von seinem Nachfolger abzulenken?- unter dem POntifikat von Papst Franziskus ist die Anzahl der Seminaristen in Italien um bis zu 28% gesunken.
Selbst wenn Joseph Ratzinger iregndeine Fehler begangen hat, niemand darf ihn dafür isnbesondere heute steinigen. Die Zeiten sind anders, die Kenntnisse über menschliche Sexualität&Psyche sind auch anders


14
 
 betula 20. Jänner 2022 
 

Kardinal Marx hat um Verzeihung für seine Fehler gebeten. Ob man ihm das abnimmt, das mus jeder selbst entscheiden. Es wird aber Zeit für Kardinal Ratzinger das auch zu tun, ohne jedes wenn und aber.


7
 
 antony 20. Jänner 2022 

Fazit zu "Was war 1980?"

Die Probleme benennen, aber bei der Beurteilung der Menschen den damaligen Wissensstand berücksichtigen.

Wir verurteilen auch heute keine Ärzte des 17. Jahrhunderts, weil sie mit Quecksilber behandelten.


17
 
 antony 20. Jänner 2022 

Der zentrale Fall geschah 1980. Was war 1980?

Vorab: Mit dem heutigen Wissen wäre das damalige Vorgehen, einen einschlägig aufgefallenen Priester mit Jugendlichen arbeiten zu lassen, fahrlässig.

Aber schauen wir doch mal, was 1980 war.
1980 diskutierte z. B. der Deutsche Bundestag über die Abschaffung des §176 StGB, also darüber, ob "gewaltloser" Sexualkontakt mit Kindern straffrei sein soll. Ganz vorne dabei übrigens die Humanistische Union.

Über die diesbezüglichen Auslassungen von Daniel Cohn-Bendit, ehem. MdE der Grünen und bis heute gefragter Redner, kann man sich im Internet informieren. Er schwärmte im franz. TV von der besonderen Erfahrung des Sexualkontakts mit Kindern.

Auch in der Psychotherapie wurde erst im Laufe der 1980er Jahre das Thema Missbrauch zunehmend ernst genommen. Traumtherapieangebote in Deutschland entstanden erst in den 1990er Jahren.

Dass Missbrauchstäter ein hohes Rückfallrisiko haben, wusste man damals nicht. Es gab keine brauchbare wissenschaftliche Datenbasis dazu.


21
 
 nomine 20. Jänner 2022 
 

@Antlitz Christi

Ihre unglaubliche Frage, welchen Sinn das Ganze habe, lässt vermuten, dass Sie nicht wirklich wissen, um was es hier geht.
Dass es die Betroffenen tiefer zu Gott führen wolle, ist ein im besten Sinne frommer Wunsch. Dafür zu beten – ja das ist gut. Denn meist hat Missbrauch leider - aber verständlicherweise - das Gegenteil zur Folge.


1
 
 einsucher 20. Jänner 2022 
 

Mich schmerzt es sehr, das heute ein neuer Tiefpunkt in der Kirchengeschichte Deutschlands durch ein weiteres schreckliche Gutachten erreicht wurde.
Ich hoffe sehr, das die im Gutachten genannten Täter und/oder Vertuscher, so sie noch im geistlichen Amt sind, entfernt werden, ohne auf Rang und Amt der betreffenden Rücksicht zu nehmen.
Nur das konsequente Handeln ist die einzige Chance noch irgendetwas an Glaubwürdigkeit zurückzubekommen!


5
 
 Antlitz Christi 20. Jänner 2022 
 

Wie die Maulwürfe

in der Erde wühlen, so wühlen einige Leute, die nichts anderes zu tun haben, als die Kirche zu attackieren, in der Vergangenheit herum ... Was hat das Ganze für einen Sinn? Der Böse sucht doch immer Schleichwege und Mittel, um die Kirche öffentlich zu diffamieren. Lasst uns beten, dass es jeden Betroffenen tiefer zu Gott führt - dies wäre dann eine gute Frucht.


10
 
 physicus 20. Jänner 2022 
 

Jetzt verstehe ich, warum Köln das WSW-Gutachten nicht wollte

Die Kanzlei WSW präsentiert sich m.E.leider als Kombination aus kriminalistischer Ermittlungsarbeit, Staatsanwaltschaft und Richter, teilweise noch als Moralapostel. Das wirbelt zwar Staub auf, kann aber nicht gutgehen und wirkt, anders als beim Kölner Gercke-Gutachten, zumindest teils sehr unprofessionell.

Der dramatische Fokus auf einen Fall und auf Papst em. Benedikt lässt tief blicken. Man verrent sich in Nebenkriegsschauplätzen: Unabhängig von einer Sitzungsteilnahme ist nicht klar, ob auf jener Sitzung über die Vorgeschichte gesprochen wurde.

Ein sachlicheres Gutachten ohne "die Gutachter meinen / schätzen ein / gehen davon aus" wäre einer nötigen Missbrauchaufarbeitung deutlich angemessener.


15
 
 elmar69 20. Jänner 2022 
 

@cooperatorveritatis

Darüber wird leider wenig berichtet. Ich habe einen Artikel in Erinnerung, in dem eine Bewährungsstrafe erwähnt wurde.

Die Verurteilung ist damit zwar als Sexualstraftäter "einschlägig", aber das Gericht hielt die Taten aber für nicht ganz so schlimm.

Der Täter hat sicherlich seine Schuld bereut und klar und deutlich versprochen, sowas nicht mehr zu machen.

Die Vergehen wurden damals vermutlich noch nicht als krankhaft angesehen, deshalb hat man den Beteuerungen geglaubt.

Man darf sowas nicht mit den Erkenntnissen von heute beurteilen


8
 
 Stephaninus 20. Jänner 2022 
 

Anwesenheit von Erzbischof Ratzinger an Sitzung wird zur Schlüsselstelle

Benedikt XVI sagt, er war an besagter Sitzung nicht anwesend. Das Protokoll sagt das Gegenteil. In solchen Fällen kommt Akten idR grössere Glaubwürdigkeit zu als dem Erinnerungsvermögen eines 90jährigen Mannes hinsichtlich von Ereignissen von vor über 40 Jahren. Eine Fälschung des Protokolls kann wohl ausgeschlossen werden. Eine Fehlangabe im Protokoll (Erzbischof real nicht anwesend aber fälschlicherweise als anwesend aufgeführt, ist möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich). Meines Erachtens hätte der papa emeritus besser anders argumentiert, z.B.: Möglicherweise ist auch mir ein Entscheidungsfehler unterlaufen, der nach heutigen Stand der Dinge dem Erzbischof v. München nicht hätte passieren sollen.

Nun ist der Schaden immens! Papst Benedikt steht als potentieller Lügner da. Alle, die die Kirche hassen oder auch nur umbauen wollen, haben eine Steilvorlage erhalten....


7
 
 nomine 20. Jänner 2022 
 

@ottokar

Danke, Ihr Beitrag ist sehr wohltuend.
Ein grüner 'Däumling' auch an @winthir


4
 
 nomine 20. Jänner 2022 
 

Achtung

@edesse provoziert. Das zeigt sich bereits im allerersten Beitrag. Man muss ihn richtig lesen.
Das ist ebenso abzulehnen wie ein Negieren von Tatsachen. Wobei die Tatsachen hier kaum jemand kennen dürfte, außer die Betroffenen selbst.
Von der rechtlichen Aufarbeitung sollte man allerdings eine seriöse Vorgehensweise erwarten dürfen. Ansonsten - wem könnte man noch vertrauen?
Rein persönliche (Vor-)Urteile - so oder so - werden der komplexen Sache kaum gerecht.
Es ist alles schlimm genug.


5
 
 ottokar 20. Jänner 2022 
 

Ja und?

Ein verantwortungsbewusster Kardinal einer sehr grossen Diazöse hat viele Aufgaben und Termine zu bewältigen.Bei Papst Benedikt waren es Termine mit Inhalten ,die heute 42 Jahre zurück liegen.Dass er sich ehrlichen Herzens an einzelne Gespräche nach so vielen Jahren nicht mehr erinnern kann, ist selbstverständlich und darf nicht dazu benützt werden ihm Unwahrheit zu unterstellen.Im Übrigen handelt es sich um 4 Missbrauchsfälle, von denen ihm unterstellt wird , davon Kenntnis gehabt zu haben ohne zu reagieren.Ist das eine Sünde, eine Untat eines Kardinals oder eines späteren Papstes? Ich sage nein, es ist höchstens ein unbewusstes Versäumnis, bei dem sicher Mitarbeiter mitgemischt haben.Die heutige Vorstellung des Gutachtens im bayerischen Fernsehen mit den betonten Anschuldigungen gegen Papst Benetikt haben Zeitungen und Nachrichten zu sofortigen reisserischen Äusserungen veranlasst. Beten wir für unseren Papst Benedikt, dass er diese Folter übersteht.


19
 
 winthir 20. Jänner 2022 

hallo, bibelfreund.

ich zitiere wörtlich:

"dieser unsägliche Marx"

eine Frage, in diesem Zusammenhang (auch an Dich, Bibelfreund)

meintest Du vielleicht S. Em. Reinhard Card. Marx,
welcher derzeit "mein" Bischof ist?

ob ich ihn mag - oder auch nicht, spielt für mich in diesem Zusammenhang keine Rolle.


3
 
 edessa 20. Jänner 2022 
 

@Rasputin

Wollen Sie kirchlichen Stellen unterstellen, dass sie unlauter arbeiten? Pfui!


1
 
 cooperatorveritatis 20. Jänner 2022 
 

Keine gerechte Aufarbeitung 2/2

...Aufarbeitung!


7
 
 cooperatorveritatis 20. Jänner 2022 
 

Keine gerechte Aufarbeitung 1/2

Was ich nach wie vor nicht kapiere (z.B. bei dem Fall des Essener Priesters, der zu Kardinal Ratzingers Amtszeit ins EB München und Freising versetzt wurde): die Fälle waren doch bekannt, also müssen doch die Betroffenen bzw. ihre Eltern Anzeige erstattet haben bei den zuständigen staatlichen Behörden und das muss doch auch zu StGB-Strafen für die überführten Priester geführt haben. Wie konnte es denn dann noch zu Weiterbeschäftigungen dieser Priester kommen?

Jedenfalls ist die Berichterstattung (z.B. im DLF)wieder extrem tendenziös. Die katholische (!) Kirchenhasserin Christiane Florin schlägt besonders auf Benedikt XVI. ein, versucht ihn moralisch tief in den Dreck zu ziehen (nach dem Motto: und so einer hat den Bischofsleitspruch Mitarbeiter der Wahrheit). Auch wird überhaupt nicht berücksichtigt, dass man vor 40 Jahren noch nicht viel Er-fahrung im Umgang mit Missbrauchsfällen hatte. Mit dem Wissen von heute werden Jahrzehnte alte Fälle beurteilt. Das ist doch keine gerechte ...


15
 
 bibelfreund 20. Jänner 2022 
 

Wenn nur endlich….

…. dieser unsägliche Marx bei Wasser u Brot in die Produktion verbannt wird. Wo bleibt der Aufstand, wo der Anstand, wo die Gerichte ??!!


2
 
 chriseeb74 20. Jänner 2022 
 

Zentraler Punkt bezgl. B XVI.

scheint eine Ordinariatssitzung v. 15.01.1980 zu sein, in der es u.a. auch um den pädophilen Priester ging, der aus der Diözese Essen nach München/Freising versetzt werden sollte.
Benedikt bestreitet, dass er an dieser Sitzung teilgenommen hat. Das Protokoll dieser Sitzung, welches bei der Vorstellung des Gutachtens heute zitiert wurde, zeigt aber, dass B XVI. anwesend war. Somit gibt es nur 2 Möglichkeiten: Es handelt sich um ein gefälschtes/anderes Protokoll aus den Akten der Erzdiözese oder B XVI. war anwesend und hat somit auch von der Versetzung des Priesters Kenntnis erhalten.
Dies halte ich aber noch gar nicht für so problematisch. Eher die Tatsache, dass dieser Priester auch dort wieder rückfällig wurde und niemand seitens des Generalvikariats ein Auge darauf hatte.


3
 
 G.J.Rasputin 20. Jänner 2022 
 

Das hat man davon, wenn man säkulare Organisationen mit der Erstellung so eines Gutachtens betraut. Ganz abgesehen, dass man dann solchen Organisationen noch Geld in den Rachen wirft. Man hätte diese Gutachten innerkirchlich erstellen lassen sollen, dann wäre Papst Benedikt nicht mit Schmutz beworfen worden.


7
 
 Chris2 20. Jänner 2022 
 

Wie immer vor allem Buben.

Wer den Missbrauchsskandal immer noch zum Anlass nimmt, noch mehr Homosexualität in der Kirche zu fordern, der belügt entweder sich selbst oder andere. Und er versündigt sich sowohl an den bisherigen wie auch den allen künftigen Opfern, die man mit einem harten Durchgreifen noch vor diesem Unheil bewahren könnte.
Bemerkenswert ist, dass offenbar auch das zweite Gutachten Marx belastet (das erste hatte er ja jahrelang unter Verschluss gehalten). Allerdings muss man jetzt die Detailanalyse abwarten, wem ein wie gravierendes Fehlverhalten anzulasten ist. Zu Kardinal Wetter, den ich als Mensch sehr schätzte, erinnere ich mich an den Werbestand von "Homosexuelle und Kirche", der bei der diözesanen Jugendwallfahrt (!) auf dem Freisinger Domberg jahrelang (!) vertreten war. Gleichzeitig wurden an einem anderen Stand Broschüren verteilt, in denen im Namen eines (damals immerhin bereits angesetzten) Jugendpfarrers gegen die braven Pfadfinder der KPE gehetzt wurde. Ich war fassungslos...


7
 
 ThomasR 20. Jänner 2022 
 

Mein persönlicher Dank geht an Kard Marx

für die Auflösung von Pastorosa, vgl Pastorosa und München über google (leider ohne ofiziellen Verbotes im Amtsblatt der Erzdiözese) und Entsendenung von HW.Mitbegründer von Pastorosa- unter fragwürdigen Umständen übernommen in die Diözese von einer der Nachbardiözesen- und seinem mächtigen HW. Hintermann außerhalb von München

Rosateppich gehört nicht nur in München gründlich auszuklopfen


1
 
 felis.catus 20. Jänner 2022 
 

@edessa

Kardinal Josepf Ratzinger ist auch nur ein Mensch und Menschen machen Fehler. Auf diese Fehler muss ein Gutachten hinweisen.


7
 
 edessa 20. Jänner 2022 
 

Ich halte das Gutachten für unglaubwürdig, denn wie kann man Papst em. Benedikt XVI beschuldigen? Das geht doch nie und nimmer!


7
 

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