Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  2. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  3. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  4. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  7. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  8. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  9. Der Tod der Theologie in Deutschland
  10. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  11. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  12. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  13. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  14. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?
  15. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!

'Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien.' (Joh 8,32)

1. März 2022 in Jugend, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Zimmermann


Salzburg (kath.net)

Ich habe heute eine Einladung bekommen. Meine erste Reaktion war: „Nein, da gehe ich sicher nicht hin.“ Und das wiederum hat mir gezeigt, wie oft ich mir selbst etwas vormache.

Meine Begründung wäre im ersten Moment nämlich schlichtes Desinteresse gewesen, aber wenn ich tiefer gehe und ehrlich zu mir bin, dann lautet der wahre Grund: Ich habe ihnen immer noch nicht vergeben.

Angeregt von einem Buch, habe ich Gott ein paar Tage vorher die Frage gestellt: „Was hindert dich, mir näher zu kommen?“ Dieser Frage liegt die Überzeugung zugrunde, dass die Gegenwart Gottes immer präsent ist; das Gott ganz eins mit uns sein will und wir es sind, die diese Nähe aus verschiedensten Gründen nicht immer zulassen können. Martin Schleske schreibt in seinem Buch, er hätte für sich einen neuen Grundbegriff des Glaubens gefunden, nämlich: „Glauben heißt erlauben.“ Ich höre Wahrheit in diesen Worten und deshalb frage ich mich: „Wo sträubt sich etwas in mir? Wo erlaube ich nicht, dass Gott mir näher kommt und näher nachfragt? Wo will ich ihn gar nicht hören? Wo will ich gar nichts von ihm wissen, weil ich sonst handeln, etwas verändern oder umkehren müsste?


Gott spricht und antwortet auf vielfältige Weise und selten nur über eine Quelle. Meistens kommt die gleiche Botschaft von mehreren, voneinander völlig unabhängigen Seiten zu mir. Für mich immer auch ein Zeichen dafür, dass es der Heilige Geist ist, der spricht - der Geist der Einheit. So war es auch dieses Mal. Erst lese ich davon, wie Bitterkeit die Augen meines Herzens trübt und meine Beziehung zu Gott, zu mir selbst und zu den Menschen vergiftet. Dann höre ich eine Predigt über Feindesliebe und dass wir oft lange für die beten müssen, die uns verletzt haben, bevor wir ihnen vergeben können bzw. auch für uns selbst. Und schließlich sprechen auch die Erlebnisse des Alltags klar in mein Herz. Dabei hätte ich vor kurzem noch gesagt, dass mir gar niemand einfällt, mit dem ich nicht im Reinen bin. Ich habe keine „Feinde“. Ich habe manche Menschen lieber als andere, aber unversöhnt? Nein, so schlimm ist es nicht.

Jetzt weiß ich, doch genau so „schlimm“ ist es. Werden gewisse Namen erwähnt, folgt unweigerlich ein kleiner, aber tiefer Stich ins Herz. Ich gehe in Verteidigungsmodus oder bewerte und suche Fehler. Ich distanziere mich innerlich und werde sachlich und kühl. Gleichzeitig merke ich auch eine gewisse Feindschaft mit mir selbst. Ich werte mich ab, wenn ich von bestimmten Erlebnissen von früher erzähle, Wellen der Scham rollen über mich hinweg und ich verurteile mich.

Dieses Eingeständnis, dass nicht alles gut ist, obwohl ich das jedem sage und am öftesten mir selbst, ist höchst unangenehm. Es fällt mir richtig schwer, anzuerkennen, wie sehr ich Vergebung und Heilung in meinem Leben brauche. Aber ich will nicht mehr wegschauen. Ich erlaube Gott mein Herz zu reinigen. Er erlaube Gott, mir die Wahrheit zu zeigen. Ich erlaube Gott, mir nah zu sein.

„Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien..“ (Joh 8,32)


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Brennt dein Herz noch für Gott?
  2. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  3. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  4. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  5. Gnade in jedem Augenblick
  6. Die Sehnsucht Christi nach dir
  7. Gerufen, das Blut Christi zu lieben
  8. Große Veränderung beginnt von kleinen Fortschritten
  9. Berufen zur Blume im Garten Gottes
  10. Er macht seine Pläne mit deiner Verwundbarkeit







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Leere Hörsäle: Dramatischer Einbruch bei katholischen Theologie-Studenten
  6. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  7. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  8. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  9. THESE: Korrekturen vom 2. Vatikanum sind unerlässlich
  10. 'Selig sind, die Schwangerschaften beenden' - US-Pastorin sorgt für Eklat
  11. Der Tod der Theologie in Deutschland
  12. Traditionsbruch: New Yorks Bürgermeister Mamdani nicht bei Installation von Erzbischof Hicks
  13. 'Ich bin der Liebe Gottes würdig, einfach weil ich existiere.'
  14. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  15. 10 Jahre Haft für eine biologische Wahrheit in Brasilien!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz