Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Massiver Anstieg der Kirchenaustritte in Deutschland - Bätzing ist (wieder einmal) 'erschüttert'
  2. Papst Franziskus: „Deshalb habe ich Traditionis Custodes geschrieben, damit…“
  3. Irres deutsches Regierungsvorhaben: Jeder ab 14 darf 1 x im Jahr sein Geschlecht 'wechseln'
  4. Vatikan stellt Logo des Heiligen Jahres 2025 vor
  5. Erzbischof von Toulouse verbietet Soutane für Seminaristen und Diakone
  6. Der Erzbischof von Berlin ist rücktrittsreif!
  7. Ein Kirchenaustrittsgrund für 30 %: Kirche biedert sich zu sehr dem Zeitgeist an
  8. "Machtbegrenzung" in der Kirche
  9. „Das Begründungsmärchen des Synodalen Wegs“
  10. Papst zieht positive Zwischenbilanz seiner Reformen
  11. Einfallstore für Dämonen, vollkommene Besessenheit und die Macht Gottes
  12. Immer weniger junge Leute beim "Deutschen Katholikentag"
  13. Ein 'völlig verunglückter Antrag' beim Synodalen Weg
  14. Abscheuliche Tat von einem "noch nie da gewesenen Ausmaß" durch Russland!
  15. Warum Oliver Marquart Exodus 20,13 lesen sollte - 'Du sollst nicht morden'

Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten. Für die Zeit der Apostasie

18. März 2022 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Benedikt XVI. – Licht des Glaubens: und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt: Was wird er mit jenen Winzern tun? Wenn man beschließt, dass Gott ‚tot’ ist. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Freitag der zweiten Woche der Fastenzeit: das Gleichnis von den bösen Winzern – eine ergreifende Drohrede Christi, die vor allem in dieser Zeit der (synodalen) Wirrnis, Häresie Apostasie und des Krieges besonderes Gehör finden sollte: „und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt: Was wird er mit jenen Winzern tun?“.

„ Nationen, die einst reich an Glauben und Berufungen waren, verlieren mittlerweile unter dem Einfluss einer verderblichen und zerstörerischen modernen Kultur zunehmend ihre Identität. Es gibt Menschen, die beschlossen haben, daß »Gott tot ist«, und sich selbst zu »Gott« erklären und glauben, die einzigen Schöpfer ihres Schicksals und die Herren der Welt zu sein“.

Evangelium vom Freitag der zweiten Woche der Fastenzeit (Mt 21, 33-43.45-46):

Das Gleichnis von den Winzern

Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land. Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seine Früchte holen zu lassen. Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie um, wieder einen anderen steinigten sie. Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal; mit ihnen machten sie es genauso. Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.

Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn umbringen, damit wir sein Erbe in Besitz nehmen. Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt: Was wird er mit jenen Winzern tun? Sie sagten zu ihm: Er wird diese bösen Menschen vernichten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist. Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, / er ist zum Eckstein geworden; / vom Herrn ist das geschehen / und es ist wunderbar in unseren Augen? Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die Früchte des Reiches Gottes bringt. [...]

Als die Hohepriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, dass er von ihnen sprach. Sie suchten ihn zu ergreifen; aber sie fürchteten die Menge, weil sie ihn für einen Propheten hielt.

Benedikt XVI., 5. Oktober 2008: aus der Predigt zur heiligen Messe anlässlich der Eröffnung der XII. Ordentlichen Vollversammlung der Weltbischofssynode unter de Thema »Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche«:

Was in diesem Abschnitt aus dem Evangelium beklagt wird, stellt unsere Art zu denken und zu handeln in Frage; es stellt vor allem eine Anfrage dar an die Völker, denen das Evangelium verkündet worden ist. Wenn wir die Geschichte betrachten, so werden wir nicht selten die Kälte und den Widerstand inkonsequenter Christen feststellen müssen. Infolgedessen mußte Gott, ohne jemals sein Heilsversprechen zurückzunehmen, oft auf Züchtigungen zurückgreifen. Unwillkürlich denkt man in diesem Zusammenhang an die erste Verkündigung des Evangeliums, aus der anfänglich blühende christliche Gemeinden hervorgingen, die dann verschwanden und heute nur in den Geschichtsbüchern Erwähnung finden. Könnte das nicht auch in unserem Zeitalter geschehen? Nationen, die einst reich an Glauben und Berufungen waren, verlieren mittlerweile unter dem Einfluß einer verderblichen und zerstörerischen modernen Kultur zunehmend ihre Identität. Es gibt Menschen, die beschlossen haben, daß »Gott tot ist«, und sich selbst zu »Gott« erklären und glauben, die einzigen Schöpfer ihres Schicksals und die Herren der Welt zu sein. Wenn der Mensch sich Gottes zu entledigen versucht und sich nicht mehr von ihm das Heil erwartet, dann glaubt er, das tun zu können, was ihm gefällt. Er wird sich zum alleinigen Maß seiner selbst und seines Handelns machen. Aber wird der Mensch dann wirklich glücklich, wenn er Gott aus seinem Horizont fernhält, Gott für »tot« erklärt? Wird er dadurch wirklich freier? Wenn die Menschen um jeden Preis ihr eigener Herr sein wollen und sich zu den einzigen Herren über die Schöpfung erheben, können sie dann wirkliche eine Gesellschaft aufbauen, in der Freiheit, Gerechtigkeit und Friede herrschen? Ist es dann nicht eher so – wie es ja die täglichen Nachrichten immer wieder zeigen –, daß sich die Willkür der Macht, egoistische Interessen, Unrecht, Ausbeutung und Gewalt in all ihren Ausdrucksformen ausbreiten? All das wird dann letztlich dazu führen, daß sich der Mensch noch einsamer fühlt und die Gesellschaft immer gespaltener und orientierungsloser wird.

Die Worte Jesu bergen eine Verheißung in sich: Der Weinberg wird nicht zerstört werden. Während er die untreuen Winzer ihrem Schicksal überläßt, wendet sich der Gutsbesitzer nicht von seinem Weinberg ab, und er vertraut ihn seinen anderen treuen Knechten an. Dies zeigt uns: Wenn der Glaube in einigen Gegenden schwächer wird und unterzugehen scheint, dann wird es immer andere Völker geben, die bereit sind, ihn anzunehmen. Eben deswegen sichert uns Jesus mit den Worten von Psalm 118 zu, daß sein Tod nicht die Niederlage Gottes bedeutet: »Der Stein, den die Bauleute verwarfen, er ist zum Eckstein geworden« (V. 22). Nach seinem Tod wird er nicht im Grab bleiben. Ganz im Gegenteil: Das, was eine völlige Niederlage zu sein schien, bezeichnet den Anfang eines endgültigen Sieges. Auf sein schmerzvolles Leiden und seinen Tod am Kreuz folgt die Herrlichkeit der Auferstehung: Der Weinberg wird auch weiterhin Wein hervorbringen, und der Gutsherr wird ihn »an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte zur rechten Zeit abliefern« (Mt 21,41).

Das Bild vom Weinberg mit all seinen moralischen, lehrmäßigen und spirituellen Auswirkungen kehrt im Bericht vom Letzten Abendmahl wieder, als der Herr bei seinem Abschied von den Aposteln sagt: »Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt« (Joh 15,1–2). Ausgehend vom Osterereignis wird die Heilsgeschichte also eine entscheidende Wende erfahren, deren Protagonisten jene »anderen Winzer« sein werden, die »wie auserlesene Triebe in Jesus eingepflanzt sind, als wahre Reben, die reiche Früchte ewigen Lebens bringen« (Tagesgebet). Unter diesen »Winzern« sind auch wir, eingepflanzt in Christus, der selbst zum »wahren Weinstock« werden wollte. Beten wir, daß der Herr, der uns in der Eucharistie sein Blut und sich selbst schenkt, uns helfen möge, »Frucht zu bringen« für das ewige Leben und für unsere heutige Zeit.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio 18. März 2022 
 

Enterbung

@Marcoman: Über dieses Thema können viele Menschen Klagelieder singen: oft zu Recht - manchmal auch zu Unrecht. - Selig, wer es schafft, den eigenen Vater deshalb nicht zu verachten! Das Leben geschenkt bekommen zu haben, ist mehr wert als jedes Erbe (was man natürlich immer gut gebrauchen könnte). Und wer auf Gott baut und ihn um das ewige Leben bittet, ist jetzt schon reicher als alle, die im Geld schwimmen, für die Zukunft aber nichts Anderes erwarten als das kühle Grab.


1
 
 Marcoman 18. März 2022 

Der Stein des Anstoßes

Das kenne ich. Auch ich bin von meinem wohlhabenden Vater enterbt worden. Hoffentlich war das ein Zeichen einer richtigen Orientierung.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Benedikt XVI. - Licht des Glaubens

  1. Cyrill von Alexandrien –‚Siegel der Väter’, Hüter des wahren Glaubens
  2. Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken in der Vergebung der Sünden
  3. Maria Advocata Nostra - ora pro nobis!
  4. Antonius von Padua - Doctor evangelicus
  5. Die Einheit der Kirche – im Fortbestand der Liebe Jesu in unserer Liebe
  6. Der Höhepunkt der eucharistischen Rede Jesu
  7. Die höchste Wissenschaft: Jesus Christus und seine Kirche kennen und lieben
  8. Ins hohe Meer der Geschichte hinausfahren und die Netze auswerfen
  9. Anselm von Canterbury: Doctor Magnificus – Deus est id quo maior cogitari nequit
  10. Und viele kamen dort zum Glauben an ihn







Top-15

meist-gelesen

  1. JETZT ANMELDEN! kath.net-Leserreise nach Fatima und auf die Azoren - Oktober 22
  2. Massiver Anstieg der Kirchenaustritte in Deutschland - Bätzing ist (wieder einmal) 'erschüttert'
  3. Papst Franziskus: „Deshalb habe ich Traditionis Custodes geschrieben, damit…“
  4. Der Erzbischof von Berlin ist rücktrittsreif!
  5. Ein Kirchenaustrittsgrund für 30 %: Kirche biedert sich zu sehr dem Zeitgeist an
  6. Irres deutsches Regierungsvorhaben: Jeder ab 14 darf 1 x im Jahr sein Geschlecht 'wechseln'
  7. Ein Zeichen Gottes? - 'Kriegs-Patriarch' Kirill auf Weihwasser ausgerutscht
  8. Erzbischof von Toulouse verbietet Soutane für Seminaristen und Diakone
  9. Ein 'völlig verunglückter Antrag' beim Synodalen Weg
  10. „Das Begründungsmärchen des Synodalen Wegs“
  11. 'Schande' und 'Skandal'
  12. Einfallstore für Dämonen, vollkommene Besessenheit und die Macht Gottes
  13. "Machtbegrenzung" in der Kirche
  14. Abscheuliche Tat von einem "noch nie da gewesenen Ausmaß" durch Russland!
  15. Müller: „Wir sind keineswegs Opfer der westlichen Propaganda, die über den ‚bösen Putin‘ herzieht“

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz