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US-Präsident: Papst ist ein 'Held unserer Zeit'

4. Juni 2004 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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George W. Bush überrreichte Papst Johannes Paul II. die Freiheitsmedaille der USA - Papst bedankte sich bei Bush für seine Verteidigung der moralischen Werte.


Rom (www.kath.net / VIS)
Papst Johannes Paul II. hat heute Mittag US-Präsident George W. Bush in einer Privataudienz empfangen und bei dieser Gelegenheit die Freiheitsmedaille der USA überreicht bekommen. Der US-Präsident bezeichnete den Papst in diesem Zusammenhang als "Held unserer Zeit". Johannes Paul II. sagte nach der Überreichung der Medaille: "God bless America" ("Gott segne Amerika").

In seiner Ansprache ging Johannes Paul II. auf die aktuelle Krisensituation im Nahen Osten ein. Der Papst betonte, dass es der Wunsch eines jeden sei, dass sich die Situation im Irak so schnell wie möglich mit Hilfe der Internationalen Gemeinschaft normalisiere. Besonders den Vereinten Nationen komme eine wichtige Rolle bei der raschen Erlangung der Souveränität des irakischen Volkes zu.

Er bezeichnete die Ernennung eines irakischen Staatsoberhauptes und die Bildung einer Übergangsregierung als "ermutigende Schritte", damit diese Ziele erreicht werden können und hofft, dass es eine "ähnliche Hoffnung" auchfür das Heilige Land geben möge.

Angesichts des internationalen Terrors meinte Johannes Paul II.: "Die Bedrohung des internationalen Terrorismus bleibt eine Quelle der beständigen Sorge." Der Papst verwies dabei erneut auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 und bezeichnete diese als "schwarzen Tag in der Geschichte der Menschheit".

In den letzten Wochen seien andere "beklagenswerte Ereignisse" ans Licht gekommen, welche "das zivile und religiöse Gewissen aller erschüttert" hätten und eine entschiedene Verpflichtung auf gemeinsame menschliche Werte erschwerten, sagte der Papst in indirekter Anspielung auf die Folterskandale im Irak. "Wenn eine solche Verpflichtung fehlt können weder Krieg noch Terrorismus besiegt werden."

Johannes Paul II. bedankte sich bei dem Treffen für den Einsatz des US-Präsidenten in der Unterstützung der moralischen Werte in den USA. Wörtlich sagte er: "Ich verfolge mit großer Anerkennung Ihren Einsatz für die Förderung von moralischen Werten in der US-Gesellschaft, vor allem im Hinblick auf die Würde des menschlichen Lebens und der Familie."

Schließlich endete der Papst mit dem Wunsch, dass Gott der ganzen Menschheit Frieden und Freiheit schenken möge.

Bei der Überreichung der Freiheitsmedaille würdigte George W. Bush den Einsatz des Papstes. Er habe sich für die "Sache der Armen, Schwachen, Hungernden und Ausgeschlossenen" eingesetzt und "die einzigartige Würde jedes Menschenlebens" verteidigt. "Durch seinen Glauben und seine moralische Überzeugung hat er anderen Mut gemacht, 'keine Furcht zu haben', Ungerechtigkeit und Unterdrückung zu besiegen." Sein Einstehen für Frieden und Freiheit habe "Millionen inspiriert und zum Fall von Kommunismus und Tyrannei verholfen. Die Vereinigten Staaten ehren diesen Sohn Polens, der Bischof von Rom wurde und ein Held unserer Zeit."

George W. Bush wurde zum dritten Mal vom Papst empfangen. Das erste Treffen fand am 23. Juli 2001 nach dem G8-Gipfel in Genua statt, das folgende am 28. Mai 2002 in Rom.



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