Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  9. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  10. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  11. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  12. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  15. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten

Zisterzienser-Hochschule Heiligenkreuz warnt vor dem deutschen "Synodalen Weg"

12. April 2022 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es komme zur "Erosion und Dekonstruktion" traditioneller katholischer Glaubensinhalte im Glaubensbewusstsein nicht weniger katholischer Christen: "Das religiöse Wissen ist auf einen Tiefpunkt gefallen."


Wien (kath.net/KAP) Die "Philosophisch-Theologische Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz" hat in ihrer Stellungnahme zur Synodalität als Beitrag für die Bischofssynode 2023 in Rom mehrere "Problemfelder" für ein kirchliches "Miteinander-auf-dem-Weg-Sein" benannt. Mehrfach warnte die Zisterzienser-Hochschule in ihrem der Nachrichtenagentur Kathpress vorliegenden Text etwa vor dem von der katholischen Kirche in Deutschland eingeschlagenen "Synodalen Weg", aber auch vor einer Verflachung des christlichen Glaubens im Zuge von auch in der Kirche selbst feststellbaren Säkularisierungsphänomenen.

Speziell im deutschsprachigen Raum nehme ein religiös indifferenter Säkularismus zu, "vereinzelt sekundiert von einem 'neuen', fast pathologischen Atheismus (Richard Dawkins u.a.), der manche sozialen Medien dominiert", beklagte die Hochschule. Feststellbar sei auch das Anwachsen einer Sprachunfähigkeit bzw. Sprachlosigkeit zwischen unterschiedlich denkenden Gruppen auch in der Kirche. "Blasenbildung" und "Abschottung gegen andere Positionen" gebe es auch in der Theologie.

Es komme zur "Erosion und Dekonstruktion" traditioneller katholischer Glaubensinhalte im Glaubensbewusstsein nicht weniger katholischer Christen: "Das religiöse Wissen ist auf einen Tiefpunkt gefallen." Auch der fast flächendeckende Ausfall der Katechese in Pfarren bzw. Diözesen lasse die Frage nach der Sicherung katholischer Lehrinhalte immer dringlicher werden, der sich laut der Hochschule gerade auch theologische Fakultäten stellen müssten. "Den Studierenden steht das Recht zu, den katholischen Glauben in der wissenschaftlichen Theologie unverfälscht und unverkürzt zu hören", halten die Verfasser der Stellungnahme fest. Sorge mache das "beängstigende Auseinanderdriften von Lehramt, Theologie und Spiritualität im deutschen Sprachraum".


"Synodaler Weg" als unkatholischer Irrweg

In Deutschland sei mit dem "Synodalen Weg" eine radikale Infragestellung des sakramentalen Verständnisses des Priesters deutlich zu erkennen, "die das Wesen des Ordo (kirchliches Amt, Anm.) selbst bedroht". In der Frage des Mit- und Zueinanders von Priestern und Laien zeigten sich "fast ideologisch zu nennende Entwicklungen" und eine Verkürzung auf eine bloß strukturorientierte "Machtfrage".

Die Hochschule Heiligenkreuz bat deshalb die Römische Synode in ihrer Stellungnahme, "das Zueinander von Amt, Einheitsdienst und Sakramentalität zu verteidigen und tiefer darzustellen". Die gerade vom Zweiten Vaticanum festgehaltene Verbindung von Weihe und Leitung dürfe nicht aufgelöst oder als "Klerikalismus" diffamiert werden. Eine "Reform", wie sie der "Synodale Weg" offensichtlich anstrebe, bedeutet laut der Hochschule Heiligenkreuz "nicht nur einen Angriff auf das Priestertum, sondern stellt die hierarchische Verfasstheit der Kirche, die ihre Wurzeln im Offenbarungsgeschehen hat, in Frage".

Synode ist kein "Parlament"

Die Römische Synode solle sich daher deutlich sowohl gegen alle "Protestantisierungsversuche" des kirchlichen Leitungsamtes wehren als auch gegen die Versuche, politisch-funktionale Strukturen auf die Kirche zu übertragen, hieß es. Die Leitungsgewalt gehöre wesensmäßig zum Bischofsamt. Die Hochschule begrüßte ausdrücklich, dass es sich bei der kommenden Synode in Rom um eine Bischofssynode handelt, die so der hierarchischen Verfasstheit der katholischen Kirche entspricht. Zu warnen sei davor, "Forderungen stattzugeben, die die Verfasstheit des 'Synodalen Weges' in Deutschland in die Römische Synode einführen wollen". Diese sollte kein "Parlament" sein, in dem - wie in Deutschland - Laien und Bischöfe gleichberechtigt über Fragen des Glaubensgutes abstimmen. "Dies käme einer Zerstörung des sakramentalen Bischofsamtes und des Lehramtes unserer Kirche gleich", gab die Philosophisch-Theologische Hochschule zu bedenken.

Vor der Heiligenkreuzer Hochschule hatten sich auch die Katholisch-Theologischen Fakultäten Österreichs mit einer öffentlichen Stellungnahme in den weltkirchlichen Synodalen Prozess eingebracht. "Lasst die Bischöfe nicht allein!", hieß es in dem Aufruf darin, gemeinsam für eine missionarische Kirche einzustehen. "Es geht letzten Endes in der Kirche nicht darum, wer entscheidet, sondern es geht um die Missio Dei, um den Plan Gottes für die Welt und für die Menschheit", so die Fakultäten in Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck. Dies bedeute auch, dass kirchliche Strukturen insgesamt stets auf diesen Auftrag hin "geprüft und weiterentwickelt" werden müssen.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten

Foto (c) Stift Heiligenkreuz


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Synodaler Weg

  1. „Synoden sind gute, nützliche Instrumente zur Entwicklung praktischer pastoraler Strategien, aber…“
  2. Kard. Müller: „Deutsche Diözesen sind Teil der Weltkirche und nur insofern katholisch, als sie…“
  3. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  4. Kein Platz für Missbrauchsbetroffene beim Synodalen Ausschuss?
  5. Arbeitspapier für katholische Weltsynode kommt Ende Mai
  6. Deutsche Elite-Veranstaltung "Synodaler Weg" beschließt Homo-Segnungen und driftet ins Schisma
  7. Die Spaltung ist längst in Gang
  8. „Wacht auf ihr Schläfer!“
  9. Knalleffekt am Aschermittwoch: Vier Synodale verlassen den "Deutsch-Synodalen Irrweg"
  10. Papst übt schwere Kritik am deutsch-synodalen Weg und spricht von 'schädlicher Ideologie!






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  11. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  12. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  13. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  14. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  15. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz