Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  12. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  13. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  14. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  15. Papst baut Sekretariat der weltweiten Synode um

Nicht die Zustimmung der Menschen, sondern die Zustimmung Gottes suchen!

28. Mai 2022 in Jugend, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Jesus war durchdrungen von der Wahrheit und der Liebe Gottes, so dass ihn verletzende Zusammenstöße mit Menschen und „Niederlagen“ nicht im innersten erschüttern konnten. Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Kirchgasser


Salzburg (kath.net)

Heute schreibe ich euch erfrischt und befreit nach einer guten Beichte. Es tut so gut, wieder Licht in mein Herz zu lassen und Gott um Vergebung zu bitten für das Böse, das ich entdecke, wenn ich mich ehrlich prüfe.

Am vergangenen Wochenende ist mir richtig bewusst geworden, dass meine schlimmsten Seiten vor allem dann zum Vorschein kommen, wenn ich mit Minderwertigkeitsgefühlen und einem geringen Selbstwert kämpfe. Abwertung, Neid, Stolz, Unmäßigkeit… - all das hat bei mir seine Wurzeln genau in dem. Je unsicherer ich bin, desto „blöder“ verhalte ich mich. In meinen Komplexen bin ich hellhörig für die Stimme des Widersachers, der jede Menge Zweifel und Lügen in mein Herz sät. Viel zu oft glaube ich ihm und handle dann aus meiner Emotion heraus im Widerspruch zu meinen Werten.

Jesus hatte einen gesunden Selbstwert, das unterstell ich ihm hier jetzt einfach mal so als Fakt. Man könnte jetzt schnell sagen: „Ja klar, wär ich Gott, hätte ich das auch.“ Aber er war eben auch ganz Mensch und den Sabotagen des Widersachers und seiner Mitmenschen voll ausgesetzt, so wie wir.  Wenn man bedenkt, dass ein gesundes Selbstbewusstsein gerade in der Kindheit geprägt wird, hatte er nicht in allem die besten Voraussetzungen. Also von seinen Eltern her mit Sicherheit, aber von außen - als uneheliches Kind in Armut geboren, als Flüchtling in Ägypten, als Sonderling in seiner eigenen Heimat… Von mir selbst weiß ich, dass sich durch ungute Erfahrungen als Kind sehr schnell zerstörerische Glaubenssätze wie „Ich bin nicht gut genug./Ich bin nicht gewollt./Ich bin anders, unterlegen und mangelhaft, nicht schön…“ etc. festsetzen können.


Aber Jesus hat im Unterschied zu mir in den entscheidenden Momenten wohl nicht die Lüge des Widersachers, sondern der Stimme des Vaters geglaubt. Er war durchdrungen von der Wahrheit und der Liebe Gottes, so dass ihn verletzende Zusammenstöße mit Menschen und „Niederlagen“ nicht im innersten erschüttern konnten.

Kann ich als gewöhnlicher Mensch auch so in der Liebe und Annahme Gottes ruhen? Heute denk ich mir, es braucht oft nur einen kurzen Moment, wo mir bewusst wird, was für ein destruktives Denkmuster da wieder in mir abläuft. Es braucht diesen kurzen Moment, wo ich mich aus dem Trubel des Alltags herausnehme, um in mich zu gehen und mich mit dem Heiligen Geist zu verbinden - ihm zuhören, ihm glauben. Aber gerade das fällt mir schwer. Dem Heiligen Geist glauben, was er über mich sagt. Das wirklich wie ein Kind vertrauensvoll als Wahrheit annehmen und meine falschen Glaubenssätze von ihm für immer überschreiben lassen.

Darin will ich mich jetzt üben. Nicht mehr glauben, was sich durch Verletzungen in mein Herz gegraben hat. Mich nicht ständig hinterfragen. Nicht die Zustimmung der Menschen, sondern die Zustimmung Gottes suchen, hinspüren und hinhören, was ER sagt. 

Zum Glück haben wir am vergangenen Sonntag gehört, dass Jesus uns den Heiligen Geist gesandt hat, der uns an das erinnert, was er uns lehrt. Und ihn bitte ich von ganzem Herzen, dass er mich jeden Tag neu erinnert, mich nicht zu vergleichen. Dass er mich erinnert, meinen Selbstwert nicht im Außen, sondern bei ihm in meinem Herzen zu finden. Dass er mich erinnert, wie lieb mich Gott hat und wie wertvoll ich bin - in aller Unvollkommenheit.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wovor beugst du das Knie?
  2. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  3. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  4. Brennt dein Herz noch für Gott?
  5. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  6. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  7. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  8. Gnade in jedem Augenblick
  9. Die Sehnsucht Christi nach dir
  10. Gerufen, das Blut Christi zu lieben







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  3. Neue Vatikan-Kommunikationschefin Montserrat Alvarado gibt Einblick in ihre Ideen
  4. „Alles wieder in den Urzustand versetzen“: Das Oxford Oratory wird wieder einen Hochaltar errichten
  5. Wenn das Scrollen in die Gnade eintaucht
  6. Äthiopien: Mehr als 60 Tote bei Angriffen auf Christen
  7. Venezuela: Machado kehrt zurück und besucht Marienheiligtum
  8. Waffenruhe für Oleschky: Papst-Appell für besetzte Stadt greift
  9. Vatikan-Außenminister: Papstreise nach USA 2027?
  10. “As a bishop, my duty is to proclaim the faith of the Church”
  11. Erzbischof Marini über Johannes Paul II.: Er war für mich ein zweiter Vater
  12. ‚Ghost Soldier‘ – Action-Film mit Jim Caviezel in der Hauptrolle und Gebet zum Erzengel Michael
  13. ‚Big Bang Theory‘-Produzent warnt: Gesellschaften ohne Gott fallen in Tyrannei
  14. "Österreich-Feier" im Stephansdom mit Lichterprozession und Pummerin
  15. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz