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Moskauer Oberrabbiner aus Russland geflohen

8. Juni 2022 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
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Pinchas Goldschmidt sei von den russischen Behörden unter Druck gesetzt worden, bestätigt seine Tochter auf Twitter


Washington (kath.net/KAP) Der Moskauer Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt hat Russland infolge seiner Weigerung, den Krieg gegen die Ukraine zu unterstützen, verlassen. Goldschmidt sei von den russischen Behörden unter Druck gesetzt worden, sich öffentlich für die "Spezialoperation" in der Ukraine auszusprechen, erklärte laut der jüdischen Nachrichtenagentur JNS News Service (Mittwoch) seine Schwiegertochter, die in den USA tätige Journalistin Avital Chizhik-Goldschmidt, auf Twitter.

Nun lebe er im Exil. Goldschmidt war in den letzten 33 Jahren als Rabbiner in Moskau tätig und ist aktuell auch Präsident der Konferenz Europäischer Rabbiner. Bereits im März, zwei Wochen nach Beginn der russischen Invasion, seien er und seine Frau, Rebbetzin Dara Goldschmidt, nach Ungarn geflogen, um in Osteuropa Spenden für Flüchtlinge zu sammeln. Anschließend habe er sich nach Jerusalem begeben, wo sein Vater im Krankenhaus lag. Wiederholt hat der Moskauer Oberrabbiner in den vergangenen Wochen den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine scharf kritisiert und als "Katastrophe" bezeichnet.

Ende Mai berichtete er in einem Interview mit der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur KNA von einer "bedrückenden Stimmung" in den russischen jüdischen Gemeinden. Viele Juden seien bereits ausgewandert, etliche säßen "auf gepackten Koffern". Damals äußerte sich Goldschmidt in München beim Treffen der von ihm geleiteten Konferenz Europäischer Rabbiner. (

 

Foto: (c) Wikipedia, CC BY-SA 2.0, Pinchas Goldschmidt World Economic Forum 2013 (2).jpg

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 braydon 9. Juni 2022 
 

@Paddel

CDU, SPD und auch Grüne haben Putin hofiert, richtig. Aber das waren opportunistische Gründe (Nordtream 2 ...). Bei der AfD war es vor allem die Antisemiten in deren Reihen.


3
 
 k.steiner 9. Juni 2022 
 

Leider ist Antisemitismus weit verbreitet. In Israel hat man dagegen das Problem der ständigen Konflikte mit Palestinensern. Ein weitaus sicheres Land für Juden sind m.E. die Vereinigten Staaten von Amerika, dorthin würde ich wenn ich Jude wäre am ehesten emigieren.


4
 
 Paddel 8. Juni 2022 

@braydon Aufpaßen!

Geht es Ihnen jetzt um den Inhalt der obigen Meldung, oder nutzen Sie diesen als Trittbrett um gegen die AfD zu polemisieren?
Sowohl die SPD, als auch die CDU haben Putin hoffiert und Donald Trump zur Schnecke gemacht, weil dieser rechtzeitig vor Putin gewarnt hat. Das wollte weder CDU noch die SPD hören. Trump war ihr Spaßverderber...


2
 
 braydon 8. Juni 2022 
 

Der Antisemitismus in Russland ist unter Putin leider gewachsen. Ich denke, das ist auch ein Grund, dass Putin von der AfD lange hofiert wurde.


3
 
 SalvatoreMio 8. Juni 2022 
 

Auch das noch!

Wie sich die Zeiten doch wiederholen. Man mag es nicht glauben!


3
 

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