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„Nacktselfie“-Bischof Zanchetta möchte Haft wegen Gesundheitsproblem in Frauenkloster fortsetzen

9. Juni 2022 in Weltkirche, 27 Lesermeinungen
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Argentinien: Bischof em. Zanchetta war wegen sexuellen Missbrauchs von zwei Seminaristen zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden – Papst Franziskus hatte seinen Vertrauten 2017 in den Vatikan geholt, als er als Ortsbischof untragbar geworden war


Bueonis Aires-Vatikan (kath.net) Bischof Gustavo Zanchetta, der im März wegen sexuellen Missbrauchs von zwei Seminaristen in Argentinien zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden war, hat über seinen Anwalt beantragt, dass die Strafe wegen der gesundheitlichen Probleme des Bischofs unter Hausarrest in einem örtlichen Kloster verbüßt wird. Das berichtete „National Catholic Register“. Zanchettas Anwalt erläuterte gegenüber der Presse, dass der Bischof wegen Bluthochdrucksymptomen zwischenzeitlich im Krankenhaus gewesen war, die diesem Problem zugrundeliegende schwere Nierenerkrankung sei bereits in Rom diagnostiziert worden. Nun hat der Anwalt beantragt, dass der Bischof in einem franziskanischen Frauenkloster unter Hausarrest seine Haftstrafe fortführen könne

Zanchettas Liste an Skandalen in den vergangenen Jahren ist durchaus sehenswert. Vorwürfe wegen sexuellen Fehlverhaltens wurden erstmals 2015 gegen Bischof Zanchetta erhoben. Laut der argentinischen Zeitung El Tribuno entdeckte einer der Sekretäre von Bischof Zanchetta 2015 versehentlich sexuell eindeutige Bilder, die von seinem Mobiltelefon gesendet und empfangen wurden. Der Sekretär alarmierte die Behörden und erklärte, dass die Bilder sexuell aktive „junge Menschen“ zeigten sowie anzügliche Bilder des Bischofs. Im Oktober 2015 berief Papst Franziskus den Bischof von Oran/Argentinien für fünf Tage nach Rom. Damals teilte Bischof Zanchetta Papst Franziskus mit, dass sein Telefon gehackt worden sei und dass die Vorwürfe gegen ihn von einer Anti-Papst-Stimmung motiviert seien. Berichten zufolge akzeptierte der Papst die Erklärung des Bischofs, dass sein Handy gehackt worden sei, und ergriff keine weiteren Maßnahmen.

Von 2013 bis 2017 leitete er die Diözese Orán im Norden Argentiniens. Seine Ernennung zum Bischof war eine der ersten, die Papst Franziskus in seiner Heimat Argentinien vollzog. Zanchetta gilt als Beichtkind des damaligen Erzbischofs von Buenos Aires, Jorge Bergoglio. Papst Franziskus war es auch, der Zanchetta nach dessen Rücktritt „aus gesundheitlichen Gründen“ eine Stelle in der vatikanischen Vermögensverwaltung schuf, die Zanchetta erst 2021 wieder verlor. Zwischenzeitlich durfte Zanchetta unter demselben Dach wie der Papst wohnen: im vatikanischen Gästehaus Santa Marta.

kath.net hatte über die Vorgänge um Zanchetta mehrfach berichtet, siehe Link „Zanchetta“.
 

 


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Lesermeinungen

 Tante Ottilie 10. Juni 2022 
 

HIER, bei dieser Causa Zanchetta,

könnte mal der Papst, die Kurie und überhaupt die klerikale Amtskirche zeigen, dass sie echten Respekt vor Frauen, in diesem Fall EINFACHEN und nicht hochgestellten KLOSTERFRAUEN, haben und sie davor verschonen mit diesem Menschen Zanchetta unter einem Dach leben zu müssen und ihn etwa gar auch noch bedienen und versorgen zu lassen!


5
 
 Tante Ottilie 10. Juni 2022 
 

Nein, J.Rückert, Ihre Ironie ist hier fehl am Platze

Ich schrieb von der uns gut bekannten Klosterfrau, die lesbische Belästigungen und Nachstellungen seitens einer Mitschwester erlebte und sich dagegen zu wehren suchte.

Sie wurde seitens der Vorgesetzten nicht ernst genommen und im Stich gelassen und auch vom Vorgänger des besagten Hausgeistlichen erfuhr sie keine Unterstützung.

Zum Schluss stellte man sie gar noch als Querulantin hin und mobbte sie - da verließ sie den Orden. Nach über 25 Jahren Zugehörigkeit und lebte fortan lieber treukatholisch allein mit wenig Einkommen aber in relativer Ruhe bis zu Ihrem Tode.

Man hat sie um Lebensglück betrogen.

Das ist alles überhaupt nicht witzig und für Ironie taugt sowas oder auch Zanchettas Ansinnen gar nicht.

Wer sagt Ihnen übrigens, dass Z. nicht homophil sondern vielleicht bisexuell veranlagt ist?


5
 
 Zeitzeuge 10. Juni 2022 
 

Danke, werter borromeo, für Ihre Antwort;

ich habe auch nichts anderes erwartet.

Wäre es nicht leicht, aufgrund der Prozessakten

der weltlichen Justiz, sich ein Urteil zu bilden?

Aber............... !


0
 
 J. Rückert 10. Juni 2022 
 

Ach Tante Ottilie,

Ironie ist hier besser als "todernst".


0
 
 borromeo 10. Juni 2022 

@Zeitzeuge: Kanonisches Verfahren gegen Zanchetta

Das kirchenrechtliche Verfahren gegen Bischof Zanchetta ist offensichtlich noch anhängig. Die letzte mir bekannte Verlautbarung ist von März dieses Jahres.

Über kanonische Verfahren und Prozesse, die sich in der Schwebe befinden, wird in der Regel, wenn überhaupt, nur sehr spärlich berichtet. Außerdem mahlt das Kirchenrecht oft noch langsamer als das weltliche Recht. Ich gehe davon aus, das sich das noch eine ganze Weile hinziehen kann.

Eine bessere Antwort auf Ihre Frage habe ich nicht parat.


0
 
 Zeitzeuge 10. Juni 2022 
 

Lieber hape,

danke für Ihren Beitrag.

Im Link ein schockierender Artikel von

Msgr. Gomulka über die keineswegs bereinigte

Missbrauchs-Situation in den USA!

Manchmal frage ich mich, ob hier nicht auch

gezielt hs. Männer in die Seminare eingeschleust

wurden, wie ja die bekehrte Kommunistin Bella Dodd

berichtet hat bzgl. der Einschleusung von

1.100 Kommunisten in die US-Priesterseminare

in den 30er Jahren........ .

Allein den Betern kann es noch gelingen!

www.churchmilitant.com/news/article/no-mr-donohue-the-abuse-crisis-is-not-over


1
 
 hape 10. Juni 2022 

Eb. Viganó wurde nie widerlegt.

McCarrick wurde laisiert, um einem Gerichtsprozess zuvorzukommen. Nur eine juristische Aufarbeitung hätte Gelegenheit geboten, vor der Weltöffentlichkeit das Homonetzwerk von McCarrick offenzulegen und die Vorwürfe von Eb. Viganó zu widerlegen.

Was bleibt sind Indizien. So hat sich die McCarrick-Boy-Group unter Franziskus etabliert. Cupich, Wuerl, Tobin in den USA. Franziskus hat darüberhinaus auffällig viele LGBTQ-freundliche Bischöfe inkardiniert. Darunter Gregory in den USA. Zuletzt den Italiener Zuppi, der als papabile gilt. Mit dem Iren Farrell gewährt Franziskus einem Mann entscheidenden Zugriff auf die vatik. Finanzen, der jahrelang mit McCarrick eng zusammenlebte.

Das persönliche Schicksal von Zanchetta sollte man auch in diesem Kontext sehen. Die Vorwürfe von Eb. Viganò stehen immer noch im Raum. Doch es fehlt der Wille zur Aufklärung. Für diesen Schwebezustand ist Franziskus verantwortlich.


6
 
 mimamo 10. Juni 2022 
 

siehe zB Priesterpaten-

schaft von missio Österreich.

Und eines Tages werden all diese Priester zurück in dieses arrogante überhebliche verseuchte und dekadente Europa kommen und hier evangelisieren.

Ich habe, obwohl ich nicht viel verdiene, mich zu einer solchen Patenschaft entschieden und es ist das sinnvollste an Spende, zu der ich mich je entschlossen habe.

Hier mag ich nichts mehr geben. Kirchensteuer ist genug.

Und ich bin es leid, mich hindurchzupfriemeln, wie was und warum Papst Franziskus tut sagt usw .. wie er was meint usw ..

Unser Heiland sagt: euer Ja sei ein Ja und euer Nein sei ein Nein.

Und mehr Frauen in Führungspositionen sind auch keine echte Lösung. Für mich ein durchsichtiges Manöver.


2
 
 mimamo 10. Juni 2022 
 

In früherer Zeit

hätte dieser Bischof wohl kein Bischof mehr sein dürfen, sondern buchstäblich in Sack und Asche gehen müssen, und anderen dienen.
Ich denke, dass Papst Franziskus hier es "übetreibt" mit dem: den Sünder lieben und die Sünde hassen. neben der Abtreibung wurde der schlimmste Frevel begangen, den ein Mensch je tun kann.
Gott wird ihn in der Ewigkeit zur Rechenschaft ziehen und den Papst auch.
Mich wundert bei solchem Vorgehen nicht, dass die KK immer mehr in Verruf gerät und keinesfalls ein Licht des Glaubens darstellt.
Was soll die Menschen noch daran interessieren, wenn in dieser "Firma" dieselbe Korruption und Lüge herrscht, wie überall?
Wie soll man unter diesen Umständen den rechten Glauben vermitteln?
Schade, dass Brüdergemeinden keine Eucharistie kennen und keine Beichte. Und: Gott wird diese Kirche und Deutschlan nicht komplett verarmen lassen und ich weiss jetzt auch warum: das Geld wird andernorts gebraucht, um anständige echte Priestern bei der Ausbildung helfen.


3
 
 Zeitzeuge 10. Juni 2022 
 

Das Thema ist doch eigentlich Bischof Zanchetta, vgl. Link,

das kanonische Verfahren der Glaubenskongregation

wurde 2019 eröffnet, ich konnte nicht feststellen,

ob dieses Verfahren beendet ist und wie es ggfls.

ausgegangen ist........!

Dazu hätte ich gerne Informationen, wenn möglich.

www.katholisch.de/artikel/23657-bericht-internationaler-haftbefehl-gegen-bischof-zanchetta


1
 
 chorbisch 9. Juni 2022 
 

@ Katze Lisa, sputnik, Tante Ottilie

Ja, McCarrick hatte eine Anweisung von Papst Benedikt erhalten, nicht mehr öffentlich aufzutreten. Meines Wissens hat er das ignoriert und es passierte nichts. Ich erinnere mich an einen Artikel zu McCarrick hier auf kath.net, in dem dieses Vorgehen mit "man hat gebeten, wo klare Befehle nötig gewesen wären", kommentiert hat.

Das die "Reaktivierung" durch Franziskus falsch war, ist klar. Das ist auch zu kritisieren. Aber Eb. Vigano hat diese Vorgeschichte weggelassen und es so dargestellt, als sei erst unter Franziskus bekannt geworden, wer McCarrick war.
DAS kritisiere ich.
Ich ignoriere Papst' Benedikts Bemühungen nicht, aber hier war er wohl nicht streng genug.


0
 
 Tante Ottilie 9. Juni 2022 
 

@J.Rückert

Es geht nicht darum, dass der offensichtlich schwul veranlagte Zanchetta wohl nicht Nonnen sexuell nachstellen würde - das wäre ja noch perfide, als es bereits jetzt ist.

Es wäre aber eine Zumutung für fromme Ordensschwestern, mit solch einem Menschen, der seinem Auftrag als Priester und Bischof schädlich verraten hat, unter einem Dach zusammenleben zu müssen und ihn gar noch bedienen zu müssen.

Ganz unmöglich wäre es zudem, wenn Bf Zanchetta gar noch irgendwelche geistlichen Aufgaben in dem Kloster übertragen würden.

Wozu der Mann offensichtlich außer seinen sexuellen Verfehlungen noch fähig gewesen ist, können Sie auf Wikipedia unter Gustavo Zanchetta nachlesen.


5
 
 J. Rückert 9. Juni 2022 
 

Tante Ottilie,

Aufgrund seiner Veranlagung erscheint mir der Bischof keine Gefahr für die Nonnen darzustellen.


0
 
 KatzeLisa 9. Juni 2022 
 

@chorbisch

Ihre Frage zum Fehlverhalten von Papst Franziskus im Fall McCarrick hat Sputnik bereits beantwortet.

Es ist schade, daß die Öffentlichkeit die Bemühungen von em.Papst Benedikt im Mißbrauchsskandal der kath. Kirche gerne ignoriert, während die Fehler von Papst Franziskus gerne übersehen werden.


3
 
 Tante Ottilie 9. Juni 2022 
 

@chorbisch

Sputnik hat recht:
Mc Carrick stand Anfang 2013 auf der "Abschussliste".
Durch mehr als eigenwillige Entscheidungen des neugewählten Franziskus I. Kam er überraschend wieder zu Ehren und Reputation und wurde unseliger vatikanischer Unterhändler mit der kommunistischen VR China.

Erst als im Zuge des immer größeren Bekanntwerdens der sex. Missbrauchsskandale nicht zuletzt durch Erzbischof Vigano gerade auch er wieder in den Fokus der Öffentlichkeit rückte, wurde er nach langem Zögern schließlich doch suspendiert und laisiert.

Fürwahr kein Ruhmesblatt für den amtierenden Papst, der diesen Menschen noch jahrelang gewähren ließ.


7
 
 Sputnik 9. Juni 2022 
 

@chorbisch

Sie fragen, was Papst Franziskus bei Kardinal MacCarrik denn falsch gmacht habe? Nun, er hat diesen Kardinal, den Papst Benedikt XI. bereits wegen seiner Übertritte deaktiviert hatte, nach seiner Papstwahl wieder aktiviert und erst nach massiver Kritik u.a. von Erzbischof Vigano aus dem Verkehr gezogen.


11
 
 ThomasR 9. Juni 2022 
 

hat Bischof Zanchetta Gesundheitsprobleme

dann wünsche ich Ihm auf ejden Fall Heilung und eine Gute Besserung damit er einen guten Arzt findet

Wegen einem Gesundheistproblem begibt man sich jedoch eher in ein Krankenhaus /in eine Klinik als in ein Frauenkloster

Vielleicht Rogate (LGBT) Kloster in Berlin wäre eine sinnsolle Alternative??


1
 
 chorbisch 9. Juni 2022 
 

@ KatzeLisa

Was genau hat Papst Franziskus bei McCarrick falsch gemacht? Immerhin war er es, der diesen Wüstling endlich aus dem Verkehr gezogen, den Kardinalshut entzogen und ihn zwangslaisiert hat.

Alles Dinge, die schon länger überfällig waren, wozu sich aber keiner seiner Vorgänger aufraffen konnte.

Das ist das Abscheuliche an EB Vigano, daß er immer den Eindruck zu erwecken versucht hat, als sei die Causa McCarrick auschließlich eine Causa Franziskus. Da darf er sich dann nicht wundern, daß manche vermuteten, sein Motiv sei Rache dafür, daß Franziskus seine Karriere beendet hat.

Was Bischof Zanchetta angeht, stimme ich @Tante Ottilie zu. Wenn "Hausarrest", dann in einem abgelegenen Kloster, wo er durch Arbeit zu seinem Unterhalt beiträgt.

"Buße mit Vollpension und Bedienung" wäre die ganz falsche "Lösung"


1
 
 Hilfsbuchhalter 9. Juni 2022 

Da er selbst mit seiner Buße überfordert zu sein scheint, sollen nun die armen Schwestern für ihn büßen; nicht nur für vier Jahre, sondern wohl eher bis an sein Lebensende.


7
 
 KatzeLisa 9. Juni 2022 
 

eine Unverschämtheit

Für mich ist das Ansinnen von Zanchetta eine Unverschämtheit. Sein Wunsch zeigt, daß er ein selbstsüchtiger, egoistischer Mensch ohne jede Scham ist.

Leider hat sich Papst Franziskus in seinem Fall ähnlich falsch verhalten wie bei McCarrick. Man kann über die Personalpolitik des Papstes manchmal nur den Kopf schütteln.


11
 
 Tante Ottilie 9. Juni 2022 
 

Recht aufschlussreich sind die auf Wikipedia vermarkten Angaben

Über diesen Skandalbischof (s. Link), der übrigens erst 58 Jahre alt ist und nun auf krank macht, um der gerechten Strafe im Gefängnis zu entgehen.

de.m.wikipedia.org/wiki/Gustavo_%C3%93scar_Zanchetta


4
 
 Tante Ottilie 9. Juni 2022 
 

@elmar69

Ich denke, es ist ein himmelweiter Unterschied, ob der verurteilte Bischof seine Strafe als Haft im Gefängnis verbringt oder als Hausarrest in einem Nonnenkloster.

Wie u.U. moralischer und finanzieller Druck auf die Entscheidung des betr. Konvents ausgeübt werden kann, kennt und weiß man ja aus der Vergangenheit zur Genüge:

Da wird mit finanziellen Entlastungen oder Vergünstigungen gewunken und insbesondere auf die einfachen Schwestern wird psychisch-moralisch dann Druck ausgeübt hinsichtlich Vergebungs- und Versöhnungsbereitschaft, praktizierter christlicher Nächstenliebe und Barmherzigkeit dem "armen" Kleriker gegenüber u.s.w. ...

Dass er gar die Stelle eines Hausgeistlichen dort im Kloster annehmen sollte, habe ich übrigens NICHT geschrieben.

Ich hab "nur" von einem mir bekannten Fall von Ende der 1980er bzw. Anfang der 1990er Jahre berichtet, wo ein rechtskräftig wg. sex. Missbrauchs verurteilter Kleriker nach Verbüßung der Strafe Hausgeistlicher in einem Frauenkloster wurde.


5
 
 Zeitzeuge 9. Juni 2022 
 

Bei dem sehr hohen Protektor von Bischof Zanchetta würde ich

mich in seiner Causa über nichts wundern...... .

Wie ist eigentlich das kanonische Verfahren
gegen diesen Bischof ausgegangen.....?


5
 
 elmar69 9. Juni 2022 
 

@Tante Ottilie

"Unterschlupf und Kost, Logis und Versorgung" hat der ja jetzt schon, soll halt an einen anderen Ort wechseln.

Ob eine Umwandlung der Haft in Hausarrest erfolgt, sollen die örtlichen Gerichte entscheiden.

Selbstverständlich sollte der aufnehmende Konvent darüber entscheiden, ob der Mensch dort untergebracht werden kann und ob ggf. ein anderer Priester Hausgeistlicher werden/bleiben soll.


3
 
 Tante Ottilie 9. Juni 2022 
 

M.E. wäre das eine glatte Respektlosigkeit und Unverschämtheit

den Schwestern gegenüber, wenn dieser Mann in einem Frauenkloster Unterschlupf und Kost, Logis und Versorgung bekäme.


10
 
 Tante Ottilie 9. Juni 2022 
 

Was mutet man den Schwestern da zu?

Solch ein Skandalbischof soll also in einem Frauenkloster wohnen und wohl auch versorgt werden?

Habe es vor über 30 Jahren, Ende der 1980er Jahre, erlebt, dass ein wg. sex. Missbrauchs von Messdienern verurteilter Priester nach Verbüßung seiner Haftstrafe einem kath. Schwesternkonvent im Hochsauerlandkreis als Hausgeistlicher! zugewiesen wurde.

Ein großes Ärgernis und erhebliche Zumutung für die Schwestern, da der betr. Priester ja dort auch u.a. Beichte hören sollte.

Zumal es in dem Konvent auch bereits damals Probleme mit einzelnen lesbischen Übergriffen/Belästigungen gab.

Ich weiß das alles von einer befreundeten Schwester, die u.a. wg dieser Missstände den Orden nach 25 Jahren verließ.


10
 
 girsberg74 9. Juni 2022 
 

Hm.

Welche Erkenntnisse können wir daraus gewinnen?


2
 

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