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Rod Dreher: Abtreibung für Elite der USA ein ‚heiliger Ritus’

1. Juli 2022 in Prolife, 5 Lesermeinungen
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Abtreibung gehört zur sexuellen Revolution. Nur so seien die ‚hysterischen Ausraster’ vieler Befürworter legaler Abtreibungen zu erklären, schreibt der Autor der ‚Benedikt-Option’.


Washington D.C. (kath.net/jg)

Vor fünfzig Jahren, als in vielen Ländern der Welt die Abtreibung legalisiert wurde, wäre eine Diskussion, wie wir sie jetzt zu diesem Thema führen, undenkbar gewesen, schreibt Rod Dreher („Die Benedikt-Option“) in einem Kommentar für The American Conservative. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Selbst von den Befürwortern der Legalisierung von Abtreibungen seien diese als notwendiges Übel betrachtet worden. Sie sollten „sicher, legal und selten“ sein, lautete die Botschaft damals. Heute werde die Abtreibung von der Führungselite, die in den meisten Bereichen in den USA das Sagen hat, als „heiliger Ritus“ betrachtet. Nur so seien die „hysterischen Ausraster“ vieler Befürworter legaler Abtreibungen über ein Urteil des Obersten Gerichtshofes nachvollziehbar, welches eine schlecht begründete Entscheidung („Roe v. Wade“) aufhebt und die Abtreibung wieder dem demokratischen Prozess überantwortet.


Es gebe eine „luziferische Verbindung“ zwischen den beiden „heiligen Riten“ der Abtreibung der „Geschlechtsumwandlung“, fährt Dreher fort. Beide setzen den menschlichen Willen über das Leben und die generative Ordnung. Beide lehnen die Gegebenheit der Schöpfung ab. Beide betonen, dass das autonom entscheidende Individuum die höchste Macht über Leben und Tod, männlich und weiblich ist. Beide Riten seien notwendig, um die sexuelle Revolution zu verteidigen, die das Ereignis sei, welches der herrschenden Klasse der USA Sinn gebe.

Dreher erwartet trotzdem keine massive Gewaltwelle wie nach dem Tod von George Floyd. Die Bevölkerungsgruppe, die am stärksten von der Aufhebung von „Roe v. Wade“ betroffen sei, seien gebildete Frauen der Mittelschicht. Diese würden ihre berufliche Position nicht riskieren um Gewaltakte zu verüben. Er erwartet, dass sozialer Druck auf Unternehmen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aufgebaut werden wird, ähnlich wie es bei der LGBT-Bewegung und der „Black Lives Matter“-Bewegung bereits geschieht. Unternehmen werden daran gemessen werden, ob sie ihren Mitarbeiterinnen Reisekosten zu einer Abtreibungsklinik zahlen. Unternehmen wie Disney, einst ein Pfeiler der Familienfreundlichkeit, oder Facebook würden das bereits tun. Jeder, der in der Öffentlichkeit steht, wird auf der „richtigen“ Seite stehen müssen oder öffentlich geächtet werden, wie es bei anderen Themen jetzt schon geschieht.

 

Link zum Artikel von Rod Dreher (englisch): Roe-pocalypse Now

 


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Lesermeinungen

 Gotteskind76 2. Juli 2022 
 

Die Wahrheit wir offenbar

"Die Bevölkerungsgruppe, die am stärksten von der Aufhebung von „Roe v. Wade“ betroffen sei, seien gebildete Frauen der Mittelschicht."
Bisher sagten Abtreibungsbefürworter immer, dass es hauptsächlich Arme, die sich kein Kind leisten können betreffen.
Leider wird der Egoismus immer größer und die Menschen wollen sich einfach nichts mehr vorschreiben lassen und leben wie sie wollen. Dass es Konsequenzen gibt will man nicht mehr sehen.
Beten wir im Blut Jesu Monat Juli die Litanei zum kostbaren Blut Jesu zur Bekehrung der Menschen.

www.kathpedia.com/index.php?title=Litanei_vom_kostbarsten_Blut_unseres_Herrn_Jesus_Christus#Deutscher_Text


0
 
 Stephaninus 2. Juli 2022 
 

Pyrrhus-Sieg

Könnte es sein, dass sich am Ende der Entscheid des Supreme Court gar als Pyrrhus-Sieg für das Lebensrecht ungeborener Kinder erweist. Ich halte es nicht für unmöglich. Gerade die Argumentation am Ende des Artikels (Firmenverhalten) lässt auf diese Möglichkeit schliessen.


0
 
 Chris2 1. Juli 2022 
 

Für wen Kindstötung ein "Heiliger Gral" ist,

der dürfte in wessen Klauen gefangen sein?


0
 
 girsberg74 1. Juli 2022 
 

Die Augen öffnend:

„Es gebe eine 'luziferische Verbindung' zwischen den beiden ‚heiligen Riten‘ der Abtreibung der ‚Geschlechtsumwandlung‘, ...“

Das ist geradezu die Wiedergabe der Politik der Ampelkoalition in Deutschland.
Ich wundere mich nicht mehr, dass/wie nach der weiteren Erleichterung von Abtreibung von der Politik die schnelle gesetzliche Fassung von Geschlechtsumwandlung betrieben wird.

Beides mit „Hurra“! - Passt zueinander!


1
 
 si enim fallor, sum 1. Juli 2022 
 

Wie in den alten dämonischen Religionen sind die Dämonen mit Blut zu besänftigen

Die Abtreibungsindustrie ist also ein atavistischer Ritus zur Befriedigung des dunklen (bösen) Teils des Menschen.

Dazu wäre hinzuzufügen, dass wie der heilige Augustinus sagte, der böse Wille hat keine "wirksame", sondern nur eine "mangelhafte" Ursache, die nichts anderes ist als die spontane Abkehr des Willens von Gott.


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