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Brief an alle Katholiken der Erzdiözese: US-Erzbischof warnt vor Pro-Abtreibungs-Initiative

6. November 2022 in Prolife, 2 Lesermeinungen
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Der Antrag für einen Verfassungszusatz sei bewusst vage formuliert und könnte eine extrem freizügige Abtreibungsregelung in der Verfassung verankern, warnt Erzbischof Vigneron.


Detroit (kath.net/CNA/jg)

In einem Brief an alle registrierten Katholiken der Erzdiözese Detroit hat Allen Vigneron, der Erzbischof von Detroit, die Gläubigen aufgefordert, gegen einen Zusatz zur Verfassung von Michigan zu stimmen, der eine sehr freizügige Abtreibungsregelung festschreiben soll. Die Abstimmung über den Verfassungszusatz findet am 8. November statt.

Der Erzbischof befürchtet, dass der Verfassungszusatz „extreme Auswirkungen“ auf den Bundesstaat Michigan haben wird, sollte er in Kraft treten.

Umfragen deuten auf eine knappe Entscheidung hin. Dem Verfassungszusatz werden fast 50 Prozent Zustimmung prognostiziert.


Der Antrag sei deshalb so gefährlich, weil er absichtlich vage formuliert sei und praktisch alle anderen Gesetze, welche die Abtreibung in Michigan regeln, außer Kraft setzen würde. Abtreibung würde zu einer Art „Superrecht“ erklärt und in der Verfassung verankert, warnt Erzbischof Vigneron. Sie werde zu einem „individuellen Recht“ erklärt, das für alle Personen in Michigan gelten würde. Das würde auch Kinder einschließen und hätte zur Folge, dass Eltern von Minderjährigen nicht einmal informiert werden müssten und keine Mitsprache hätten, wenn das Kind eine Abtreibung durchführen lassen will.

Dank der mehrdeutigen Formulierung wäre es unter dem Verfassungszusatz auch möglich, Abtreibungen aus Steuermitteln zu finanzieren, was derzeit nicht erlaubt ist. Abtreibungen könnten auch aufgrund des Geschlechts durchgeführt werden, Teilgeburtsabtreibungen könnten zulässig werden, Abtreibungen könnten auch von Personen vorgenommen werden, die keine Ärzte sind.

Es sei daher das Gebot der Stunde, dass „Katholiken und alle Menschen guten Willens“ alles tun, um den Antrag anzulehnen, so lange dies möglich ist. Jeder Mensch habe von der Empfängnis an bis zum natürlichen Tod eine von Gott gegebene Würde. „Abtreibung ist ein schwerer Angriff auf die Würde der verletzlichsten Person, des ungeborenen Kindes“, schreibt Erzbischof Vigneron wörtlich.

Ein Nein zum Verfassungszusatz wäre eine Grundlage für eine Kultur, in welcher das Leben jedes Menschen geachtet und geschätzt würde und Frauen und Familien die Unterstützung erhalten, die sie brauchen, schreibt Erzbischof Vigneron.

 


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Lesermeinungen

 TimÉtienne 6. November 2022 
 

@mariat

Das ist einfach nur fürchterlich, mir fehlen die Worte.


1
 
 Mariat 6. November 2022 

Danke an Erzbischof Vigneron

dieser Aufruf - sollte an alle Menschen gehen, nicht nur an Katholiken.
Das Wort "Teilgeburtsabtreibung" machte mich stutzig. Das was dabei geschieht ist wirklich vorsätzlicher Mord.
"Teilgeburtsabtreibung (D&X, vor allem in den USA)

Bei der sogenannten Teilgeburtsabtreibung handelt es sich um eine amerikanische Sonderform von Spätabtreibung, die bis zur tatsächlichen Geburt angewandt wird: Das Kind wird zunächst im Mutterleib gedreht, sodass es mit den Füßen voran mit einer Zange aus dem geweiteten Gebärmutterhalskanal gezogen werden kann bis der Nacken sichtbar wird. Bevor jedoch mit dem Austreten des Kopfes die Geburt juristisch vollendet ist, wird mit einem chirurgischen Instrument ein Loch in den Hinterkopf des Kindes gestoßen, um durch einen Katheder das Hirn absaugen zu können. Das Kind wird somit während des Geburtsvorgangs gezielt umgebracht."

www.bewegungfuerdasleben.com/abtreibungsmethoden/


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