Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  3. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  4. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  5. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  8. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  9. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  10. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  11. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  12. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  13. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  14. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  15. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“

Homosexualität: Gott-gewollt oder Darwinischer Irrtum?

21. November 2022 in Kommentar, 46 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Aachener Bischof vertritt in einem Interview die These, die gleichgeschlechtliche Veranlagung bei manchen Menschen sei keine Verirrung sondern "Gott-Gewollt". Evolutionsbiologische Fakten werden ignoriert - Gastkommentar v. Prof. Ulrich Kutschera


Linz (kath.net)

Am 13. November 2022 publizierte die "Deutsche Welle" (DW) ein ausführliches Gespräch mit dem prominenten Katholiken Helmut Dieser, wobei das Reformprojekt "Synodaler Weg" im Mittelpunkt der Diskussion stand.

 Unter der Schlagzeile "Kirche und Sex: Ein Bischof will Reformen" wurde in diesem Kontext das verhaltensbiologische Phänomen "Homosexualität"  vertiefend angesprochen. Nach dem Hinweis, dass "Der Synodale Weg...eine Folge der Aufdeckung der Missbrauchsskandale" (in der katholischen Kirche) seien, erläuterte Bischof Dieser seine These, gleichgeschlechtliche erotische Neigungen und Handlungen, populär als "Homosexualität" bezeichnet, seine "Gott-gewollt".

Unter Verweis auf  "die Wissenschaft" behauptet der Aachener  Bischof, "Homosexualität.. sei.. keine Panne, keine Krankheit, kein Ausdruck eines Defizits ... keine Verirrung", sondern "eine Variante der menschlichen Sexualität". Er würde auch ohne Probleme ein Kind zweier lesbischer Frauen taufen, sagte der weltoffene Katholik der "Deutschen Welle". Was lehrt demgegenüber die moderne Evolutions- und Entwicklungsbiologie zum 2 %-Phänomen der menschlichen  "Homosexualität"?

Wie ich in der 2. Auflage des Buchs "Strafsache Sexualbiologie. Darwinische Wahrheiten zu Ehe und Kindeswohl vor Gericht, Hamburg 2022" (www.evolutionsbiologen.de) dargelegt und in einem Kath.net-Interview zur Bedeutung der Familie für die Gesellschaft erörtert habe (www.kath.net/news/78758), ist die Aussage "Homosexuelle sind krank" ,unzutreffend und diffamierend. Wir müssen alle rechtschaffenen Menschen so akzeptieren, wie sie sind. Lesbische Frauen bzw. schwule Männer haben sich ihre gleichgeschlechtliche Veranlagung nicht ausgesucht. In den meisten Fällen liegt eine von der Norm abweichende entwicklungsphysiologische "Besonderheit" vor, die man wertfrei als vorgeburtliche "Immunisierungs- bzw. Testosteronlevel-Abweichung"  beschreibt. Die Frage, ob in manchen Fällen eine nachgeburtliche  "Fehlprägung"  ursächlich zur gleichgeschlechtlichen Neigung beiträgt, ist noch immer Gegenstand humanbiologischer Diskussionen.


Der politisch korrekte, aber sachlich falsche These, Homosexualität sei  "eine Variante der menschlichen Sexualität" muss ich unter Verweis auf Charles Darwin (1809--1882) heftig widersprechen. Vor 150 Jahren veröffentlichte der britische Universal-Biologe die 6. und verbindliche Auflage seines Buchs zum "Ursprung der Arten (The Origin of Species,1872)". Auf dem Wissensstand der damaligen Zeit beschrieb er sachlich korrekt, dass Lebewesen die angeborene Tendenz mitbringen, mehr Nachkommen zu hinterlassen, als  die Umwelt tragen kann. Bei begrenzten Ressourcen (Nahrung, Brutplätze usw.) kommt es dann logischerweise zu einem "Daseins-Wettbewerb" , sodass die besser angepassten Varianten innerhalb der Population in ihren Kindern überleben werden, während die weniger gut adaptierten, mangels Nachwuchs, aussterben.

 Da alle bisher untersuchten  Tier- und Pflanzenarten (inkl. Mensch) zweigeschlechtlich organisiert, d.h. in "Frauen und Männer" mit Eizell- bzw. Spermien-Produktionsvermögen, untergliedert  sind, ist die sexuelle Reproduktion der "Motor" der Evolution: Sex, d.h. Befruchtung via Mann-Frau-Kopulation, erzeugt variable Nachkommen, das ist ein Naturgesetz!

Ohne irgendeinem "homosexuellen" Mann bzw. einer lesbischen Frau etwas Nachteiliges "anhängen" zu wollen, sprechen Biologen seit Jahrzehnten bzgl. der "Homoerotischen Veranlagung" beim Menschen von einem "Darwinischen Paradoxon"; manchmal liest man auch das Wortpaar "Darwinischer Irrtum".  Warum dieses harsche Urteil? Wie Darwin und viele andere Biologen seit langem  aufgedeckt haben, ist die Sexuelle Fortpflanzung ein energieaufwändiges Business, mit dem Ziel, das Erbgut der Eltern in die nächste Generation zu bringen. Homoerotische Handlungen, bei welchen, natürlicherweise, ein Sexualvorgang ausgeschlossen ist  (keine Befruchtung, d.h. Spermium-Eizell-Kopulation) , sind daher im evolutionsbiologischen Sinne als "Paradoxon", ja auch als "Irrtum" zu klassifizieren.

Das Grundproblem hierbei ist, dass Gender-Ideologen, die hinter der "Homosex ist auch Sex"-These stehen, die Begriffe "Sexualität" (Ziel: Nachkommen-Erzeugung) und "Erotik" (liebevolle zwischenmenschliche Verhaltensweisen) verwechseln bzw. gleichsetzten. Damit bin ich wieder beim Aachender Bischof Helmut Dieser. Dieser sachkundig argumentierende Katholik hat leider seine "DW-Thesen" ausgesprochen, ohne den liebevollen 10-Kinder-Familienvater Charles Darwin zu berücksichtigen. Um es kurz zu sagen: Eine Population, die zu 100% aus Homoerotikern besteht, wird in einer Generation ausgestorben sein, und ein Kind stammt immer von Mutter plus Vater ab (Sex: Eizell plus Spermium-Zygote-Baby-Kind). Bei einem lesbischen Paar fehlt der Vater als natürlicher Gegenpart zur Mutter, die dann durch eine fremde Frau (lesbische Partnerin, d.h. Stiefmutter) ersetzt wird. Kindeswohl? Fehlanzeige!  Es sei nebenbei auf die Tatsache verwiesen, dass die große Mehrzahl der "Kirchen-Missbrauchsfälle" von männlichen Homoerotikern verübt wurden, die auch als " Knabenliebhaber" -- international "Boylover"-- bekannt sind.

 Die Frage, ob der christliche Schöpfergott  die "Erschaffung homoerotisch veranlagter Menschen" gewollt hat, kann ich als Atheist nicht beantworten. Im Rahmen der mir grundgesetzlich zustehenden Meinungsfreiheit vertrete ich die evolutionsbiologische Sicht, dass  Homosexualität ein "Darwinisches Paradoxon"  darstellt; ob man von einem "Irrtum der Natur" sprechen sollte, möge der Leser für sich selbst entscheiden.

 

Prof. Dr. Ulrich Kutschera ist ein in Deutschland und den USA tätiger Evolutionsbiologe und Physiologe, s. www.evolutionsbiologen.de.  In einem  Video von Imad Karim wird seine Vita sowie sein aktuelles Buch "Der Corona-Wahn. Schluss mit Virus-Angst, Ekel-Masken und Impf-Manie" vorgestellt, s.

 

 

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Homosexualität

  1. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  2. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  3. Erzdiözese Salzburg: Weiterbildungsveranstaltung mit Homosexuellen-Initiative
  4. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  5. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  6. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  7. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘
  8. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  9. Erzdiözese Salzburg veranstaltet Fortbildungsveranstaltung mit Homo-Aktivisten
  10. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  9. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  10. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  11. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  14. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  15. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz