Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  4. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  5. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  6. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  7. Kirche im Verfall
  8. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  9. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  10. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  11. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  12. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  13. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  14. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  15. THESE: Warum die UNO weg muss!

Kardinal kritisiert Gesetz zu Suizidbeihilfe in der Toskana

16. Februar 2025 in Chronik, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Vorsitzender der Bischöfe der Region, Erzbischof Lojudice: "Niederlage für alle" und drohende unumkehrbare Entwicklung auch in anderen Teilen Italiens.


Rom (kath.net/ KAP)
Scharfe Kritik an dem erstmals in einer italienischen Region verabschiedeten Gesetz zum assistierten Suizid in der Toskana hat der Vorsitzende der toskanischen Bischofskonferenz, Kardinal Augusto Paolo Lojudice, geäußert. Die Neuregelung sei "wirklich eine Niederlage für alle", erklärte er laut einem Bericht von Vatican News (Donnerstag) und warnte vor einer nicht mehr umkehrbaren Entwicklung in ganz Italien. "Jetzt werden sich auch andere Regionen fragen, ob sie denselben Weg einschlagen sollen. Und letztlich wird sich auch das Parlament dieser Frage stellen müssen", so der Erzbischof von Siena-Colle di Val d'Elsa-Montalcino.
Laut dem vom Regionalrat der Toskana beschlossenen Gesetz, das auf eine von der Luca-Coscioni-Stiftung eingebrachten Bürgerinitiative zurückgeht, können schwerkranke Menschen bei ihrer örtlichen Gesundheitsbehörde eine Genehmigung zu assistiertem Suizid beantragen. Eine Ethik- und Medizin-Kommission hat dann 20 Tage Zeit, um die Anfrage zu prüfen. Wird sie genehmigt, muss innerhalb von zehn Tagen festgelegt werden, welches Medikament verwendet wird und welcher Arzt die Verabreichung übernimmt. Die Kosten trägt die öffentliche Hand - für die ersten drei Jahre wurden dafür 30.000 Euro bereitgestellt.


Auch wenn das Gesetz darauf abziele, Suizide nicht in einem rechtlichen Graubereich stattfinden zu lassen, betonte Kardinal Lojudice, dass hier keine Lösung geschaffen worden sei. "Es ist wie mit der Debatte um illegale Abtreibungen: Natürlich erscheint es sinnvoll, einen rechtsfreien Raum zu vermeiden. Doch wir dürfen nicht legalisieren, was objektiv nicht richtig ist", betonte der Erzbischof. Die moralischen und ethischen Konsequenzen dieser Entscheidung seien schwerwiegend.
Trotz der klaren Ablehnung des Gesetzes erklärte Lojudice, dass die Kirche keinen "Krieg" gegen dieses Gesetz führen wolle. "Kriege machen alle zu Verlierern. Unsere Aufgabe ist es, den Menschen - insbesondere den jungen Generationen - eine christliche Perspektive auf das Leben zu vermitteln, die von hohen ethischen Werten geprägt ist." An Krankenhausseelsorger, Ordensleute, Ehrenamtliche in Hospizen und alle, die täglich mit Krankheit, Schmerz und Tod konfrontiert sind, appellierte der Kardinal, "nicht aufzugeben" und weiter "Träger von Hoffnung und Leben" zu sein.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Euthanasie

  1. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  2. Menschenrecht auf Abtreibung?
  3. Euthanasie in Kanada: Menschen mit Behinderung haben mittlerweile Angst vor dem Gesundheitssystem
  4. Trauriger Rekord: Fast 10.000 Euthanasietote in den Niederlanden im Jahr 2024
  5. Kanadische Ärzte wollen Organe von Euthanasiepatienten gewinnen
  6. Bischof Egan: ‚Großbritannien ist kein christliches Land mehr.‘
  7. Vier ehemalige Premierminister gegen das geplante Euthanasiegesetz in Großbritannien
  8. Niederlande: Euthanasie für 17-Jährige mit Depressionen und Angststörungen
  9. Britischer Priester und Arzt warnt vor Öffnung der Kirche für Euthanasie
  10. Assistierter Selbstmord ist in Kanada mittlerweile Routine







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  3. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  5. Bischof Heiner Wilmer ist neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
  6. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  7. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  8. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  9. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  10. Kirche im Verfall
  11. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  14. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  15. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz