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| ![]() Kanada hat fast 100.000 Euthanasiefälle seit der Legalisierung 2016vor 10 Stunden in Prolife, keine Lesermeinung Was als streng regulierte Ausnahme für schwerkranke Menschen begann, hat sich innerhalb von weniger als zehn Jahren zu einem der bedeutendsten Todesursachenfaktoren in Kanada entwickelt. Ottawa (kath.net/LifeNews/jg) Der sechste jährliche Bericht von Health Canada, veröffentlicht am 28. November 2025, meldet für das Jahr 2024 genau 16.499 Fälle von MAiD. Das entspricht einem Anstieg von 6,9 Prozent gegenüber 2023, als es 15.427 Fälle gab. Das bedeutet, dass etwa 5,1 Prozent aller Todesfälle in Kanada im Jahr 2024 durch ärztliche Sterbehilfe erfolgten – also etwa jeder 20. Tod. Bis Ende 2024 summierten sich die offiziell gemeldeten MAiD-Todesfälle seit Einführung des Gesetzes auf 76.475. Besonders aufschlussreich sind die aktuellen Zahlen aus Ontario, der bevölkerungsreichsten Provinz, in der ungefähr 39 Prozent der kanadischen Bevölkerung leben. Der Bericht des Chief Coroner of Ontario für das vierte Quartal 2025 weist für das gesamte Jahr 2025 5.303 Euthanasiefälle aus. Das ist eine Zunahme von 7,2 Prozent gegenüber 2024. Damals gab es 4.944 Fälle. Unter der konservativen Annahme eines ähnlichen landesweiten Wachstums von etwa 7 Prozent ergibt sich für ganz Kanada für das Jahr 2025 eine Schätzung von rund 17.650 MAiD-Todesfällen. Addiert man diese Zahl zu den bisherigen 76.475 Fällen, kommt man Ende 2025 auf etwa 94.125 dokumentierte Euthanasiefälle. Bei einer durchschnittlichen Rate von etwa 45–48 MAiD-Todesfällen pro Tag (basierend auf den jüngsten Trends) dürfte die Schwelle von 100.000 kumulativen Todesfällen bereits Mitte bis Ende April 2026 überschritten werden. Ursprünglich wurde MAiD 2016 als eng begrenzte Ausnahme für unheilbar kranke Menschen mit absehbar bevorstehendem Tod eingeführt. Durch eine Gesetzesänderung im März 2021 entfiel jedoch die Bedingung der „absehbar bevorstehenden natürlichen Todesursache“. Seitdem ist die Zahl der Fälle kontinuierlich gestiegen – und das nicht nur bei unheilbar Kranken. Kritiker weisen darauf hin, dass MAiD inzwischen in vielen Fällen zur erwarteten oder sogar „normalen“ Todesart geworden ist. Es gibt dokumentierte Berichte über Fälle, in denen Menschen aufgrund von Armut, Obdachlosigkeit, Einsamkeit, Krankenhausüberbelegung oder mangelnder sozialer Unterstützung die Sterbehilfe wählten. In Ontario allein wurden mindestens 428 Fälle als nicht konform mit den gesetzlichen Vorgaben eingestuft. Besonders umstritten ist die Regelung, dass bei vorheriger Einwilligung auf die finale Zustimmung im Moment der Durchführung verzichtet werden kann (sogenannte „Waiver of Final Consent“). Allein in Ontario gab es 2025 250 solcher Fälle – das entspricht etwa einem von 21 MAiD-Todesfällen in der Provinz. Weitere auffällige Entwicklungen Was als streng regulierte Ausnahme für schwerkranke Menschen begann, hat sich innerhalb von weniger als zehn Jahren zu einem der bedeutendsten Todesursachenfaktoren in Kanada entwickelt. Die Prognose, dass bereits im Frühjahr 2026 die 100.000-Marke erreicht wird, wirft grundlegende ethische, gesellschaftliche und rechtliche Fragen auf – insbesondere zum Schutz vulnerabler Gruppen wie Armen, Behinderten und psychisch Belasteten.
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