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Melinda Gates: Priester bestätigte, ich kann als Katholikin mit Verhütungsmitteln einverstanden sein

6. Mai 2025 in Familie, 5 Lesermeinungen
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Sie glaube an die Würde des Lebens, wolle sich aber öffentlich für Verhütungsmittel einsetzen. Diese seien ein ‚Werkzeug für Frauen‘, sagte die Ex-Frau von Microsoft-Gründer Bill Gates in einem Interview.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)
Melinda French Gates, geschiedene Frau von Microsoft-Gründer Bill Gates, hat in einem Interview bekannt, dass sie „beinahe eine Glaubenskrise“ hatte, bevor ein Priester ihr bestätigt habe, dass sie als Katholikin mit der Verwendung von Verhütungsmitteln einverstanden sein könne.

Am 17. April gab Gates der „Jamie Kern Lima Show“ ein Interview, in welchem sie von ihren Reisen in unterversorgte Gebiete berichtete. Dort habe sie Familien gesehen, die ohne Verhütungsmittel leben. Sie habe dort von Frauen gehört, die durch rasch aufeinander folgende Schwangerschaften belastet seien. Manche Schwangerschaften endeten in einer Fehlgeburt, in anderen Fällen starb sogar die Mutter.


Sowohl den Männern als auch den Frauen sei bewusst, dass es ihnen besser gehen würde, wenn die Abstände zwischen den Geburten größer seien. Dies habe sie in einen persönlichen Konflikt gebracht, sagte Gates. „Mir wurde bewusst, dass ich an das Leben glaube. Ich glaube an das Leben dieser Kinder“, fuhr sie wörtlich fort. Aufgrund einer „von Menschen gemachten Regel in der Kirche in der ich bin - der katholischen Kirche – erlauben wir den Frauen nicht, Zugang zu Verhütungsmitteln zu haben.“

Sie beschrieb ihren inneren Konflikt als „beinahe eine Glaubenskrise“ und wandte sich schließlich an die Gelehrten der katholischen Universität Notre Dame, um die Lehre der Kirche besser zu verstehen. Ihre Perspektive habe sich verändert, als sie die Schriften von Richard Rohr – den sie fälschlich als Jesuitenpater bezeichnete – gelesen hatte. Richard Rohr ist ein Franziskanerpater, der eine progressive Theologie und Spiritualität vertritt, die in etlichen Bereichen von der kirchlichen Lehre abweicht. (Siehe Link)

„Ich muss einige dieser Dinge wieder verlernen“, sagte Gates. Sie glaube an die Würde des Lebens, wolle sich aber öffentlich für die Verwendung von Verhütungsmitteln einsetzen. Sie sehe sich in der Verpflichtung, ihre Position dazu zu nützen, etwas zu unterstützen, das sie als „Werkzeug für Frauen“ bezeichnete.

Melinda French Gates ist mit 7. Juni 2024 aus der „Bill & Melinda Gates Stiftung“ ausgeschieden, die sie gemeinsam mit ihrem Ex-Ehemann gegründet und geleitet hatte. Mit ihrem Ausscheiden erhielt sie 12,5 Milliarden US-Dollar, die sie für „wohltätige Zwecke“ einsetzen will.

 


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