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"Jugend für das Leben" stellt klar: Es gab keinerlei Belästigung vor Abtreibungsklinken

5. November 2025 in Prolife, 1 Lesermeinung
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Lebensschutzgruppe äußerst sich kritisch auch gegenüber den Medien, die die Darstellung der Gegner dieser ProLife-Aktionen ungeprüft übernähmen, während es gleichzeitig bei "Jugend für das Leben" keine Presseanfrage dazu gegeben habe.


Wien (kath.net/KAP) Die in den vergangenen Tagen erneut erhobene politische Forderung nach "Schutzzonen" vor Abtreibungskliniken beruht nach der Darstellung von "Jugend für das Leben" auf Falschaussagen: Dass es bei Lebensschutz-Aktionen wie etwa einer jüngst durchgeführten Gebetskampagne "Theaterblut, Belästigungen oder Beleidigungen" gebe, wie Grünen-Frauensprecherin Meri Disoski behauptet habe, entspreche keineswegs den Tatsachen, so der Verein in einer Aussendung vom Montag. Disokis Vorstoß war zuvor im Nationalrat bereits abgelehnt worden.

Bei der internationalen Kampagne "40 Tage für das Leben" war am Mariahilfer Gürtel in Wien durchgehend gebetet worden - in Sichtweite des Eingangs zu einer Abtreibungsstätte, jedoch am Grünstreifen des Gürtels auf der gegenüberliegenden Seite der mehrspurigen Fahrbahn. Die Aktion wird schon seit Jahren im Herbst durchgeführt, mit klaren Regeln: "Es wird gebetet. Personal und Frauen werden nicht angesprochen, es wird nichts verteilt", betonte Leopold Stolberg, Vorsitzender des für die Durchführung zuständigen Vereins "Jugend für das Leben", der von der Österreichischen Bischofskonferenz anerkannt ist.


Die Vorbehalte gegen diese Gebetsaktionen und andere angemeldeten Versammlungen des Lebensschutzes bezeichnete Stolberg als "dreist" und als "erdichtete Märchen", zumal sie nicht zuträfen: Noch nie sei es dabei zu einem Vorfall bzw. sonstigen strafbaren Handlungen seitens der Lebensschützer gekommen, hätten die Landespolizeidirektionen in Wien und anderer Bundesländer auf Anfrage bestätigt. Stolberg weiter: "Nötigung, Belästigung oder Beleidigung sind in Österreich zum Glück längst strafbar."

Kritisch äußerte sich Stolberg auch gegenüber den Medien, die die Darstellung der Gegner dieser Aktionen ungeprüft übernähmen, habe es doch bei "Jugend für das Leben" keine Presseanfrage dazu gegeben. "Erstaunlich" sei weiters, dass konservative Parteien bisher kaum reagiert hätten angesichts dessen, dass hier die "Religions-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit unter Beschuss" stehe.

An der grundsätzlichen Ausrichtung hält "Jugend für das Leben" fest: "Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit, Abtreibung macht Frauen nicht gesünder, sondern zur Mutter eines toten Kindes", hieß es in der Aussendung. Gesundheitseinrichtungen sollten wieder "Schutzzonen für Ungeborene werden", so Stolberg, der eine Debatte über die "realen Bedürfnisse von Schwangeren in Not" einforderte: Einer IMAS-Umfrage zufolge würden die meisten Frauen, die eine Abtreibung vornehmen, dazu gedrängt und hätten zuwenig Hilfe aus dem Umfeld.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto (c) Jugend für das Leben


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