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Kirche: Nein der Slowenen zu Suizidbeihilfe klares Signal an Staat

25. November 2025 in Prolife, 2 Lesermeinungen
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Vom Parlament im Juli beschlossenes Suizidbeihilfe-Gesetz wurde bei Volksabstimmung abgelehnt - Bischofskonferenz-Vorsitzender: Jedes menschliche Leben ist kostbar, muss in allen Phasen bis zum natürlichen Tod geschützt werden


Ljubljana (kath.net/KAP) Die katholische Kirche begrüßt das Nein der Sloweninnen und Slowenen zur Legalisierung von Sterbehilfe. Jedes menschliche Leben sei kostbar und müsse in allen Phasen sowie ungeachtet der Umstände als höchster Wert bis zum natürlichen Tod geschützt werden; das Ergebnis der Volksabstimmung zeige, dass sich diese Erkenntnis durchgesetzt habe, erklärte der Bischofskonferenz-Vorsitzende Andre Saje. Der Ausgang des Referendums vom Sonntag sei "ein klares Signal an den Staat und die gesamte Gesellschaft, dass wir mehr für die Entwicklung und Zugänglichkeit einer qualitativ hochwertigen Palliativversorgung tun müssen", fügte Saje hinzu. Auch müssten das Gesundheitssystem gestärkt und medizinische Fachkräfte entlastet werden, forderte Saje bessere Bedingungen für die Sorge um Kranke und Ältere.

Bei dem Referendum votierten am Sonntag rund 53 Prozent gegen ein vom Parlament in Ljubljana im Juli beschlossenes Suizidbeihilfe-Gesetz. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 41 Prozent; damit überstiegen die Nein-Stimmen auch den für eine Ablehnung des Gesetzes notwendigen Anteil von mindestens einem Fünftel der Wahlberechtigten. Das Parlament kann nun frühestens in einem Jahr erneut über ein Gesetz zum Thema Sterbehilfe abstimmen.


Bei einer ersten Volksbefragung vor rund eineinhalb Jahren hatte sich noch eine Mehrheit von knapp 55 Prozent der Wähler im Grundsatz dafür ausgesprochen, dass eine gesetzliche Regelung zur Freigabe der Beihilfe zum Suizid im Parlament beschlossen wird. Das im Sommer 2025 von einer Gruppe Abgeordneter aus den Koalitionsparteien Freiheitsbewegung (GS), Sozialdemokraten (SD) und Linke eingebrachte und im Nationalrat verabschiedete Gesetz sah vor, dass schwerst- und unheilbar kranke Erwachsene, die "unerträglich leiden", unter gewissen Voraussetzungen künftig Beihilfe zur Selbsttötung erhalten könnten und regelte die Rolle von Ärztinnen und Ärzten bei der Assistenz.

Eine unter anderem vom katholischen Aktivisten Ales Primc angeführte zivilgesellschaftlichen Initiative sammelte nach dem Parlamentsbeschluss erfolgreich die mindestens 40.000 nötigen Unterschriften für ein Referendum über das Gesetz. Oppositionsparteien, die Kirchen und Religionsgemeinschaften in Slowenien, aber auch mehrere Verbände von Medizinern und Pflegekräften sprachen sich für eine Ablehnung des Gesetzes aus und forderten stattdessen den Ausbau von Palliativmedizin und psychosozialer Begleitung.

Primc sagte laut slowenischen Medien nach der Abstimmung am Sonntag, "Mitgefühl, Solidarität und Gerechtigkeit" hätten gesiegt. Die Slowenen hätten sich für eine "Kultur des Lebens" statt einer "Kultur des Todes" entschieden. Ministerpräsident Robert Golob, der sich für das Suizidbeihilfe-Gesetz ausgesprochen hatte, erklärte, dass zwar der aktuelle Gesetzentwurf abgelehnt worden sei, "die Herausforderung, mit der wir uns befassen, jedoch weiterhin besteht". Beim Thema assistierter Suizid handle es sich nicht um eine politische Frage, sondern "eine Frage der Würde, der Menschenrechte und der individuellen Entscheidung". Auch Aktivisten für eine Freigabe der Suizidbeihilfe betonten noch am Abend der Abstimmung, dass dies nicht das Ende der Debatte sei.

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