Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  5. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  6. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  9. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  10. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  11. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  12. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  13. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  14. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  15. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“

Schönborn zum Guadalupe-Tag: Maria ist in allen Kulturen zuhause

12. Dezember 2025 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal erinnert an Marienerscheinungen von Mexiko des Jahres 1531: Bild mit "berührender Geschichte und Wirkung" sowie Hinweis auf nahendes Weihnachtsfest


Wien (kath.net/KAP) Auf die Marienerscheinungen von Mexiko des Jahres 1531 und deren universelle Botschaft hat Kardinal Christoph Schönborn am Gedenktag der Jungfrau von Guadalupe (12. Dezember) erinnert. "Maria ist für alle Menschen wie eine Mutter. Sie spricht in allen Sprachen. Sie spricht allen zu Herzen. Sie ist in allen Kulturen zu Hause, weil sie alle Menschen im Herzen trägt", so der emeritierte Wiener Erzbischof in seiner wöchentlichen Kolumne der Tageszeitung "Heute" (Freitag). Das Guadalupe-Bild der schwangeren Jungfrau Maria verweise auch auf das nahende Fest der Geburt Christi zu Weihnachten.

Der 12. Dezember ist in Mexiko und ganz Lateinamerika ein großer Festtag, unterstrich der Kardinal. Die in einem Außenbezirk von Mexiko-Stadt gelegene Guadalupe-Basilika sei der größte Marienwallfahrtsort der Welt und werde von 20 Millionen Menschen jährlich aufgesucht. Im Zentrum stehe ein "einzigartiges Marienbild", dessen Entstehung bis heute wissenschaftlich nicht erklärbar sei. Von seiner großen Anziehungskraft habe es auch nach fast 500 Jahren nichts verloren, "seine Geschichte ist so berührend wie seine Wirkung", so Schönborn.


Verehrung seit Erscheinung 1531

Hintergrund sind die Ereignisse vom 9. bis 12. Dezember 1531, als laut den in Indigenen-Sprache verfassten Chronik der "Nican Mopohua" die Jungfrau Maria am Ort der heutigen Basilika einem einfachen mexikanischen Ureinwohner, Juan Diego, viermal erschien. "Er sah Maria als Frau aus seinem Volk. Sie sprach liebevoll zu ihm in seiner Sprache", unterstrich Schönborn. Als Juan Diego dem Bischof von der Erscheinung berichtete, habe sich auf seinem Poncho ihr genaues Bild gezeigt, das bis heute verehrt werde. Kopien davon finde man heute weltweit, wobei eine der ersten in Europa in der Wiener Votivkirche auf einem Seitenaltar zu sehen ist, bemerkte der Kardinal.

Die Mariendarstellung auf dem Umhang des Juan Diego gilt als komplexer Bildcode, der zentrale Elemente indigener und christlicher Symbolik vereint. Das Bild transportierte im 16. Jahrhundert für ein weitgehend schriftloses Volk unmittelbar verständliche Botschaften von göttlicher Barmherzigkeit und stellt zugleich eine Brücke zwischen zwei Kulturen - Spanier und indigene Kulturen Mexikos - dar, die sich bis dahin feindlich gegenüberstanden. Die Deutungen verweisen auch auf eine Verbindung zwischen Himmel und Erde, göttlicher Mutterschaft sowie kultureller Versöhnung.

Obwohl man bei dem Bild aufgrund des einfachen Stoffes aus Agaven-Faser eine übliche Lebensdauer von wenigen Jahrzehnten annehmen könnte, hat es die Jahrhunderte und auch mehrere Beschädigungen - darunter Säureeinwirkung und eine Bombenexplosion - nahezu unversehrt überstanden.

In mexikanischen Medien ist von einem erneuten "Tsunami an Pilgern" die Rede, die derzeit zum Festtag die Guadalupe-Basilika fluten: Die Stadtverwaltung rechne heuer mit 13 Millionen Besuchern allein in dieser Woche, berichtete das Portal "El Milenio" am Donnerstag. Die Feierlichkeiten begannen am Freitag zu Mitternacht (Ortszeit) mit dem von den TV-Stationen übertragenen Singen des Glückwunschliedes "Mañanitas". 

Auch in Österreich wird der Freitag mit einem großen Festgottesdienst in spanischer Sprache im Wiener Stephansdom um 18 Uhr gefeiert. Die Messgesänge im Mariachi-Stil werden dargeboten von Musikern des tr-illa Orchesters Wien und der Ensembles mehrerer spanischsprachigen katholischen Gemeinden der Bundeshauptstadt. Im Zentrum der von der Österreichisch-Mexikanischen Gesellschaft organisierten Feier, zu der viele der in Wien und Umgebung lebenden Lateinamerikaner erwartet werden, steht eine Darstellung des Gnadenbildes von Guadalupe in Originalgröße.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Guadalupe

  1. Guadalupe-Fest vereint Lateinamerikaner erstmals im Stephansdom
  2. Die erste Guadalupe-Predigt von Papst Leo ermöglicht einen Blick in sein Herz
  3. "Unsere Liebe Frau von Guadalupe" ist "Mutter und Stern der Evangelisierung in Amerika"
  4. Es werden wieder um die 13 Millionen Guadalupe-Pilger in Mexiko-Stadt erwartet
  5. Kardinal Burke ruft zu neunmonatiger Novene zu Maria von Guadalupe auf
  6. 'In Medjugorje erscheine ich, aber in Guadalupe wohne ich'
  7. Mexiko-Stadt: Elf Millionen Pilger kamen zum Guadalupe-Fest
  8. Mexiko: 10 Millionen Pilger zum Guadalupe-Fest erwartet
  9. Wegen Coronavirus: Lateinamerika der Madonna von Guadalupe geweiht
  10. Vom March for Life bis zur schwangeren Gottesmutter von Guadalup






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  3. YouTube-Philosoph Joe Schmid: „Ich spüre eine Art magnetische Anziehungskraft des Katholizismus“
  4. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  5. R.I.P. Dolly Parton
  6. 'Ich möchte meinem Vater im Himmel danken'
  7. Die US-Diözese Salt-Lake-City verzeichnet jedes Jahr hunderte neue Mitglieder
  8. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  9. Kiewer Großerzbischof Schewtschuk: "Wir bitten um Solidarität"
  10. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  11. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  12. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  13. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  14. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  15. Polnische Bischofskonferenz: „Leihmutterschaft ist ein in sich falsche Handlung“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz