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Die AfD springt nun aber dem „blutigsten Islamisten-Regime der Welt“ zur Seite!

3. März 2026 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Ehemaliger AfD-Pressesprecher Collin McMahon wirft der eigenen Partei in der "Jungen Freiheit" "Historisches Versagen" in der Iran-Politik vor


Berlin-Teheran (kath.net) In einem Gastbeitrag für die Junge Freiheit übt der Journalist und ehemalige AfD-Pressesprecher Collin McMahon scharfe Kritik an der Parteispitze von Weidel und Chrupalla. Der Vorwurf: Die AfD agiere angesichts des drohenden Sturzes des islamistischen Regimes im Iran völlig an der Stimmung vorbei und verspiele damit eine historische Chance auf neue Verbündete.

McMahon, der seit 2018 Kontakte zur iranischen Opposition pflegt, beschreibt in seinem Artikel den weiten Weg, den Teile der Partei einst zurückgelegt hatten, um als Unterstützer der Freiheitsbewegung im Iran wahrgenommen zu werden. Damals sei es gelungen, das Interesse von US-Diplomaten wie Richard Grenell zu wecken und eine Brücke zur Trump-Administration zu bauen. Die iranische Diaspora in Deutschland – rund 320.000 Menschen, viele davon konservativ und wahlberechtigt – habe die AfD zeitweise als einzige Kraft wahrgenommen, die das Leid unter den Mullahs thematisierte.


Der „Enthauptungsschlag“ und die Reaktion der AfD

Auslöser der aktuellen Kritik ist ein massiver militärischer Schlag (laut Bericht am 28. Februar 2026) gegen die Führung des Mullah-Regimes und die Villa des Obersten Führers Ali Chamenei. Während iranische Patrioten weltweit das Ende der Diktatur feierten, reagierte die AfD-Führung mit einer offiziellen Erklärung, die „große Sorge“ über die Angriffe Israels und der USA ausdrückte und zur „unbedingten Zurückhaltung“ aufrief.
Widerspruch zum eigenen Profil?

McMahon wirft der Parteiführung vor, ihre eigenen Prinzipien zu verraten:

Islamismus-Kritik: Die AfD präsentiere sich als Bollwerk gegen den Islamismus, springe nun aber dem „blutigsten Islamisten-Regime der Welt“ zur Seite.

Verhältnis zu den USA: Während Außenpolitiker wie Markus Frohnmaier versuchen, Kontakte nach Washington zu knüpfen, signalisiere die Parteispitze durch ihre Kritik an den US-Maßnahmen, kein verlässlicher Partner für die Republikaner unter Donald Trump zu sein.

Vorwurf der „Putin-Hörigkeit“

Der Autor findet deutliche Worte für das Agieren von Weidel und Chrupalla. Nach außen wirke die Partei zunehmend wie eine „Außenstelle Wladimir Putins“. Ein anderes Motiv, dem Mullah-Regime beizustehen und Trump sowie Netanjahu in den Arm zu fallen, könne er nicht erkennen.

Damit, so McMahon, überlasse man das Feld kampflos der CDU unter Bundeskanzler Friedrich Merz und verliere die Glaubwürdigkeit bei jenen Menschen, die im Iran für Freiheit kämpfen. Die AfD drohe so, eine „historische Stunde“ und das Potenzial der iranischen Gemeinschaft als wertvolle Verbündete endgültig zu verspielen.


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