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Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.

18. April 2026 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Kurienkardinal: Leo XIV., „ist absolut überzeugt, dass es notwendig ist, Christus ins Zentrum der Kirche zu stellen“, nicht als spirituelle Parole, sondern als Voraussetzung für alles andere.


Vatikan (kath.net/pl) Leo XIV. sei „absolut überzeugt, dass es notwendig ist, Christus ins Zentrum der Kirche zu stellen“, nicht als spirituelle Parole, sondern als Voraussetzung für alles andere. Das erläutert Kardinal Kurt Koch, Präfekt des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen in einem Interview mit „France Catholique“ anlässlich des bevorstehenden ersten Jahrestages der Papstwahl.

Daraus folge die kirchliche Einheit. Der Kardinal räumt ein, dass es innerhalb der Kirche „viele Tendenzen“ und auch „Spannungen“ gebe und fragt: „Wenn die Kirche eine gespaltene Gemeinschaft ist, wie kann sie dann zur Einheit der Christen beitragen? Wie kann sie zum Frieden in der Welt beitragen?“ Genau in diese Situation hinein betone der Papst, dass die Gemeinschaft nicht auf menschlichen Machtverhältnissen, sondern auf Christus als dem gemeinsamen Bezugspunkt beruhe. Das Vorbild, das den Papst dabei inspiriere, sei aber nicht eine Uniformität, sondern eine Einheit in Vielfalt. Koch verweist dazu auf das Bild der Dreifaltigkeit. Auch Leos Wahlspruch, „In illo uno unum“ [„In dem, der eins ist, sind wir ein], das seine Vision zusammenfasst, folgt ebenfalls diesem Gedankengang: eine vielfältige Kirche, aber vereint in Christus.


Charakteristisch für Papst Leo sei außerdem der Einfluss des heiligen Augustinus. Dieser Ordensgründer sei in den Reden und Predigten Leos XIV. stets präsent. 

Auch Europa sei ein spezielles Anliegen Leos, erläutert Koch. Leo XIV. verfolge die spirituelle Lage des Kontinents mit Sorge verfolgt, wo der Glaube keine zentrale Rolle mehr einnimmt. Denn der Glaube in Europa, stellt Koch fest, „läuft Gefahr, in Vergessenheit zu geraten“. Dies betreffe aber auch die Identität des Kontinents selbst, die – so warnt er – Gefahr läuft, ihrer Bedeutung zu entleeren, wenn sie sich auf gemeinsame materielle Interessen ohne ein gemeinsames spirituelles Fundament beschränkt. Koch betont explizit: „Früher war das Recht auf Leben die Grundlage der Menschenrechte. Heute heißt es, es sei das Recht, den Tod zu geben. Das ist genau das Gegenteil.“ Der Kurienkardinal greift damit die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um das sogenannte „Menschenrecht auf Abtreibung“ sowie um die Versuche, die Sterbehilfe immer mehr zu legalisieren, auf.

Archivfoto Kardinal Koch (c) LohmannMedia


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Lesermeinungen

 Wirt1929 19. April 2026 
 

@Ottaviani90

Sollte Ihr Dissens zwischen Christologie und jurisdiktioneller Amtsausübung auf Ad hoc Entscheidungen basieren, bleibt zu bedenken, das der Papst die gesamte katholische Welt mit ihren durchaus stark unterschiedlichen Strömungen im Blick haben muss. Wir erleben es bei der gegenwärtigen Afrika-Reise des heiligen Vaters, wie vorsichtig nuanciert er vorträgt und uns, wie von Kardinal Koch richtig beschrieben, christozentrisch auf diesem Weg führt. Des weiteren möchte ich anmerken, das sich bei uns nicht alles um den Papst dreht, sondern ausschließlich um Jesus Christus.


1
 
 gebsy 18. April 2026 

Neue Schöpfung

Die Erlösung durch Jesu Tod und Auferstehung eröffnet dem Menschen die Möglichkeit, mit Gottes Hilfe Mensch zu werden und liebend zu antworten.
Die Neue Schöpfung ist im Idividuum begründet.


0
 
 Ottaviani90 18. April 2026 
 

Leos Pontifikat

Leitungsverantwortung!
Nachdem sich bei Euch fast alles ausschließlich um den Papst dreht, würde ich meinen, dass er sich vom Vorgeherpontifikat emanzipieren und echte Leitungsverantwortung beweisen sollte. Zwischen schönen Worten zur Christologie und jurisdiktioneller Amtsausübung nehme ich einen Dissens wahr.


0
 
 Ottaviani90 18. April 2026 
 

Leitungsverantwortung!
Nachdem sich bei Euch fast alles ausschließlich um den Papst dreht, würde ich meinen, dass er sich vom Vorgeherpontifikat emanzipieren und echte Leitungsverantwortung beweisen sollte. Zwischen schönen Worten zur Christologie und jurisdiktioneller Amtsausübung nehme ich einen Dissens wahr.


0
 
 Stefan Fleischer 18. April 2026 

Wichtig in diesem Zusammenhang

scheint mir – wie Kardinal Koch es ebenfalls angesprochen hat – dass wir dabei die Dreifaltigkeit nie aus den Augen verlieren. Wir leben in einer Zeit, in welcher nur allzu gerne einzelne Aspekte in den Vordergrund gerückt, sodass die Gesamtsicht unseres Glaubens vernachlässigt wird. Doch nur der ganze Gott ist der wahre Gott, nur der ganze Glaube ist der wahre Glaube. Ein Auswahlglaube fördert nur die Spaltungen innerhalb der Kirche und fördert so die Unglaubwürdigkeit unserer Verkündigung.


2
 

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