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| ![]() Herz-Jesu gehört zur Identität Tirols2. Juni 2008 in Österreich, keine Lesermeinung Tiroler Bischof Manfred Scheuer ruft angesichts gesellschaftlicher Kälte auf, "Feuer der Liebe" zu entfachen Innsbruck (kath.net/pdi/fs) Jedes Jahr gedenkt Tirol am Herz-Jesu-Sonntag bei festlichen Messfeiern und Prozessionen im ganzen Land des Gelöbnisses, mit dem die Tiroler Landstände 1796 in Kriegsgefahr Tirol dem Herzen Jesu anvertrauten. Beim Landesgelöbnisgottesdienst in der Innsbrucker Jesuitenkirche, den traditionsgemäß zahlreiche Repräsentanten des Landes Tirol und der Stadt Innsbruck mitfeiern, trug der Präsident des Tiroler Landtages, Helmut Mader, wieder das Gelöbnisgebet vor. Laut Bischof Scheuer ist das Herz Jesu einerseits Ruhestatt in der ungeheueren Beschleunigung der Zeit. Es eröffne Schonräume für Menschen, die nicht mehr ein noch aus wissen, und erschließe Freiräume, wo vielfältige Zwänge belasten. Es sei ein Zufluchtsort, wenn unheimlicher Druck und Stress in die Enge treiben und zum ,burnt out führen. Andererseits stelle das Herz Jesu den Menschen das Feuer der göttlichen Liebe vor Augen: Gott befreit die Menschen vom egozentrischen Blick auf sich und von der Angst, sich ständig selbst behaupten zu müssen. Und es lenke den Blick auf die Mitmenschen: Jesu Sehen führt in menschliche Nähe, in die Solidarität, in das Teilen der Zeit, das Teilen der Begabungen und auch der materiellen Güter. Gesellschaft der Zuschauer und Passanten Feuer der Liebe sei angesichts aktueller gesellschaftlicher Kälte erforderlich. Scheuer: Es entwickelt sich eine Gesellschaft der Zuschauer, die sich aus der Distanz am Elend anderer begeilen, eine Gesellschaft der Passanten, die sich nicht zuständig fühlen. Konkret kommt laut Scheuer die erforderliche Hinwendung zum Mitmenschen in den sieben Werken der Barmherzigkeit gut zum Ausdruck, die der Erfurter Bischof Joachim Wanke so in die Gegenwart übersetzt habe: Einem Menschen sagen, du gehörst zu mir. Ich höre dir zu. Ich rede gut über dich. Ich gehe ein Stück mit dir. Ich teile mit dir. Ich besuche dich. Ich bete für dich. Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() LesermeinungenUm selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zuJesus Christus
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