Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ZDF hasst Katholiken
  2. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  3. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  4. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  5. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  8. Es gibt keine zweite Chance mehr
  9. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  10. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  11. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  12. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  13. Technisch brillant, geistig obdachlos
  14. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  15. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“

‚Das Christentum ohne die Kirche versandet’

23. Dezember 2008 in Schweiz, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Es kommt nichts Besseres", warnt Abt Marian Eleganti vom Schweizer Kloster St. Otmarsberg vor der inneren Aushöhlung der christlichen Kultur.


Zürich (kath.net) „Ich sehe in der Abkehr von der Kirche einen grossen Schaden für unsere Gesellschaft. Warum? Weil das Christentum ohne die Kirche versandet. Wir verlieren also das Fundament, auf dem wir stehen. Das zeichnet sich bereits ab.“ Das sagte Abt Marian Eleganti vom Kloster St. Otmarsberg in der Schweiz in der Zeitung Obersee Nachrichten.

Dass laut Umfrage nur 14 Prozent der Schweizer ihre „Spiritualität“ mit der Kirche verbinden, sei eine „Täuschung“, die zur „Enttäuschung“ führe. Zwar wirke Gott in jedem Leben, doch identifiziert er sich mit der Kirche und teilt sich gerade durch sie mit.

„Spirituell sein heisst für mich, durch alle alltäglichen und vordergründigen Dinge hindurch sehen, durchbrechen und darin Gott erwählen. Wir sollten nicht wie Flaschengeister in der Flasche in der puren Diesseitigkeit eingeschlossen sein,“ sagte der Abt.


In Bezug auf den Bau von Moscheen empfiehlt er religiösen Minderheiten, „bescheiden aufzutreten“. Die Moschee in Köln müsse nicht grösser und höher sein als das christliche Wahrzeichen der Stadt, erklärte Eleganti gegenüber kath.net. Christen wiederum sollten sich auf ihre Taufe besinnen. „Wenn die vom Christentum geschaffene Kultur wie ein von Termiten ausgehöhltes Haus schliesslich einstürzt, wird das Erwachen böse sein. Ich für meinen Teil bin überzeugt: Es kommt nichts Besseres.“

Dass die Kirche an ihrem Reichtum, etwa Kathedralen, festhalte, anstatt dieses Geld den Armen zu geben, sei ein „falscher Zusammenhang“: „Die Armen wären ohne sakrale Räume noch ärmer, denn sie entsprechen dem Bedürfnis jeder menschlichen Seele. Die Kirchen und ihre sakrale Kunst gehören allen, ob arm oder reich.“ Gerade die Kirche helfe Bedürftigen weltweit sehr aktiv.

Das Recht auf Vergebung hat auch der größte Verbrecher, doch sollte auch ehrliche Reue im Spiel sein. „Schwamm drüber“ wäre ein „Unrecht gegenüber den Opfern“. Doch Gottes Barmherzigkeit gilt bis zur letzten Minute.

Weihnachten werde er mit Liturgie und den Gebeten, in der „friedlichen Atmosphäre der Gemeinschaft“ feiern. „Ich wünsche allen, dass sie Christus erkennen, der Gott ist und für uns Mensch wurde. Wer daran zweifelt, kann immer noch beten: Wenn Du es bist, lieber Gott, erleuchte mich!“

Das Interview im Wortlaut

Foto: © www.abtei-uznach.ch


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christentum

  1. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  2. Christliche Literatur als Schlüssel zu einer verborgenen Welt
  3. Burkina Faso: Christen und Muslime stehen nach Massaker zusammen
  4. Pakistan: Imam ergreift Partei für Christen unter Blasphemie-Verdacht
  5. Viel Schatten und einige Lichtblicke: „Kirche in Not“ Bilanz für 2020
  6. „Geburt des Sohnes Gottes begründet Einzigartigkeit des Christentums“
  7. „Die Christen im Libanon sollen auf die Hilfe von ,Kirche in Not’ zählen können“
  8. Libanon: Junge Christen leisten Nothilfe für Überlebende der Explosion von Beirut
  9. „Wurzeln und Identität der Christen werden verwischt“
  10. Marokko: Christen müssen ihren Glauben oft heimlich leben






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  6. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  9. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  10. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  11. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  12. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  13. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  14. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  15. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz