Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ZDF hasst Katholiken
  2. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  3. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  6. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  7. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  8. Es gibt keine zweite Chance mehr
  9. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  10. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  11. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  12. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  13. Technisch brillant, geistig obdachlos
  14. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  15. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“

Mixa: 'Das Kreuz ist ein Zeichen der Menschlichkeit'

31. Dezember 2009 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Augsburger Bischof sprach im "Welt"-Interview über Islam, Kruzifix-Debatte und Pius-Bruderschaft.


Augsburg (www.kath.net) Der Augsburger Bischof Walter Mixa hat das Kreuz als Zeichen der Menschlichkeit in einer multikulturellen Gesellschaft verteidigt. „Das Kreuz enthält keine Drohbotschaft, sondern ist ein Zeichen der Liebe und des Friedens, wichtig für eine positive Lebensgestaltung“, sagte der Bischof im Interview mit der „Welt“.

„Das dürfen wir uns nicht nehmen lassen! Denken wir auch daran: Fünf der sieben Richter, die dieses Skandalurteil (Straßburger Anti-Kruzifix-Urteil, Anm. d. Red.) gefällt haben, haben einen kommunistischen Hintergrund!“ Das Straßburer Urteil müsse überprüft werden, betonte Mixa. Die Kirche müsse dagegen initiativ werden.

Wichtig sei, „eine Diskussion zu initiieren und mit aller Deutlichkeit auszusprechen, dass das Kreuz ein Zeichen der Menschlichkeit ist. Eine solche Klärung herbeizuführen gehört zum Mut der Christen, wie ich ihn fordere - gerade im Hinblick auf eine multikultureller werdende Gesellschaft.“ Die Kirche müsse „ihr Menschenbild und ihre Soziallehre als Alternativprogramm in die Gesellschaft einbringen“.


Kein Problem mit Minaretten, aber...

Für den Augsburger Bischof ist es „kein Problem, wenn eine Moschee mit Minaretten gebaut wird“. Jedoch: „Ich erhebe gleichzeitig aber im multireligiösen Gespräch den Anspruch, dass in mehrheitlich muslimischen Ländern den Christen die Möglichkeit eröffnet wird, dort zumindest ein Gebetshaus zu bauen. Christen müssen die gleichen Freiheiten genießen wie bei uns die Muslime. Aus diesem Grund würde ich niemals einen Kampf gegen Minarette führen. Er wäre nicht zielführend, und würde nur Verhärtungen bewirken, innerhalb der Fronten.“

Auf die Frage, ob der Islam Religion oder Ideologie sei, sagte Mixa: „Die Trennung zwischen Religion, Ideologie und Staat muss im Islam neu bedacht werden. Hierzu gibt es gute Ansätze. Ich erinnere an die Begegnung von Papst Johannes Paul II. mit der obersten Autorität der Universität von Kairo und an den Besuch von Benedikt XVI. in Jordanien. Christen und Muslime müssen gemeinsam deutlich machen, dass nie und nimmer ein Krieg im Namen Gottes geführt werden kann, egal welche Vorstellung von Gott einer Religion innewohnt.“

Ja zu priesterlicher Kleidung

Auf die Frage zum oft negativen Image des Priesters heute meinte Mixa: „Ich war überrascht, als mir ein Industrieller gesagt hat, er bedauere es, dass Priester oft nicht mehr an ihrer Kleidung zu erkennen sind. Er hat recht. Hier geht es nicht um eine Marotte von anno dazumal. Ich bin überzeugt, dass gerade in einer multikulturellen Umwelt das kleine Zeichen der priesterlichen Kleidung ausdrückt: Wir sind für euch da!“

„Traditionalisten müssen Farbe bekennen“

Zum Thema „Pius-Brüder“ erklärte er: „Papst Benedikt XVI. nimmt Verbindung auf mit den Orthodoxen, mit den Altorientalen, mit den Anglikanern, er hat gute Gesprächsbeziehungen mit dem Islam und dem Judentum. Der Papst wollte auch den Traditionalisten sagen: Ihr sollt nicht außerhalb der Kirche bleiben, sondern euch besinnen, ob es nicht zu einer größeren Einheit kommt. Die Traditionalisten müssen jetzt Farbe bekennen!“

Eine „entscheidende Frage“ an die Traditionalisten sei jene der Religionsfreiheit. „Christen dürfen die Religionsfreiheit nicht in Frage stellen, sie sind von Anfang an auf sie angewiesen. Selbst nichtkirchliche Beobachter geben zu, dass wir es heute global mit der größten Christenverfolgung zu tun haben. Weil Religionsfreiheit als Grundrecht in vielen Ländern nicht anerkannt wird.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Mixa

  1. 'Kirche beginnt nicht mit jeder Bischofsweihe und jedem Bischof neu'
  2. Emeritierter Augsburger Bischof Mixa wird 75 Jahre alt
  3. Mixa: Es tut noch immer sehr weh, was man mit mir gemacht hat
  4. Dieb in Villa des emeritierten Bischofs Mixa
  5. Bischof Mixa bietet via Internet Seelsorge an
  6. 'Jesus ist Arzt, Freund und Retter der Menschen'
  7. Mixa sagt in Betrugsprozess aus
  8. Altbischof Mixa wird als Zeuge in Betrugsprozess aussagen
  9. Gott begegnen - Reise durch das Kirchenjahr
  10. Entspricht der Tätigkeit eines Ruhestandsgeistlichen






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  6. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  7. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  8. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  9. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  10. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  11. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  12. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  13. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  14. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  15. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz