Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  3. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  10. Wir machen da was mit Medien
  11. „Wir werden erwartet“
  12. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  13. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  14. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  15. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein

‚Das ist wahrheitswidrig’

24. Februar 2010 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Martin Lohmann, Sprecher des Arbeitskreises Engagierter Katholiken in der CDU, zu den Vorwürfen Leutheusser-Schnarrenbergers gegen die Kirche: "Offenbar war hier ein persönlicher antikatholischer Affekt die Triebfeder einer Meinungsäußerung."


Bonn (kath.net) Martin Lohmann (CDU), Sprecher des Arbeitskreises Engagierter Katholiken (AEK), hat zu den Vorwürfen der Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) gegen die katholische Kirche Stellung genommen: "Die Belehrung der Kirche durch die Bundesjustizministerin ist eine schlichte Amtsanmaßung und Kompetenzüberschreitung. Es geht um Straftaten und nicht um die Frage, welcher Religion mutmaßliche Täter angehören. Es ist nicht nur unverantwortlich, sondern geradezu perfide, wenn die Bundesjustizministerin aktiv den Eindruck zulässt, als wolle die Kirche in den Missbrauchsfällen nicht mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten. Das ist
wahrheitswidrig.“

Leutheusser-Schnarrenberger hatte in einem ARD-Interview erklärt, die Verantwortlichen müssten «endlich konstruktiv mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, Hinweise geben, mit aufklären.» Die Kirchenvertreter hätten bislang nicht den Eindruck erweckt, dass sie auch nur bei Verdachtsfällen mit den Strafverfolgungsbehörden konstruktiv zusammenarbeiten wollten. «Es ist leider bisher nicht ersichtlich, dass sie ein aktives Interesse an wirklich rückhaltloser und lückenloser Aufklärung gezeigt haben, und deshalb muss natürlich überall da, wo nicht verjährt ist, das ganz klar erfolgen», sagte die Ministerin.


Dazu Lohmann weiter: „Der von einem Mitglied der Bundesregierung erhobene Vorwurf gegen die katholische Kirche ist eine unzulässige Einmischung. Es geht um einzelne Straftaten, die – ob innerhalb oder außerhalb der Kirche begangen - strengstens verfolgt werden müssen. Hier geht nicht um die Kirche als solche, sondern um Straftaten einzelner, die zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Der Justizministerin steht es nicht zu, die Kirche als ganze anzuklagen und mit einem Generalverdacht zu überziehen.“

„Ausgerechnet eine Justizministerin“ scheine geneigt zu sein, eine „schwierige Situation der Kirche populistisch auszunutzen. Von der Bundesjustizministerin solle man Kompetenz und Respekt vor der Justiz erwarten dürfen. Doch in diesem Falle entsteht der Eindruck, dass Sachgerechtigkeit und Sachkompetenz auf der Strecke blieben. Offenbar war hier ein persönlicher antikatholischer Affekt die Triebfeder einer Meinungsäußerung. Wer jetzt die unbestrittene notwendige Aufklärung aus anderen Interessen instrumentalisieren will, schadet der juristischen Kultur unseres Landes. Es ist zu begrüßen, dass der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz die ungeheuerlichen Vorwürfe der Ministerin zurückweist und eine Entschuldigung verlangt."

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, forderte am Dienstag in Freiburg die Ministerin auf, ihre Behauptungen zurückzunehmen. Dafür stellte er der Justizministerin öffentlich ein Ultimatum von 24 Stunden. Aus Kreisen der in Freiburg tagenden Vollversammlung der katholischen Bischöfe hieß es dazu, die Fristsetzung sei ein notwendiger Schritt, um eventuell mit einer Unterlassungsklage dafür zu sorgen, dass die Ministerin ihre Behauptungen aus dem Tagesthemen-Interview vom Montagabend nicht mehr wiederhole.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Aufreger

  1. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  2. Vatikan bekräftigt zum Ramadan Gemeinsamkeiten mit Muslimen
  3. ‚Vater, Sohn, Heiliger Geist’: Model löst mit Bikinifoto heftige Gegenreaktion aus
  4. Jane Fonda: Covid-19 ist ‚Gottes Geschenk für die Linken’
  5. USA: Katholiken demonstrieren gegen öffentliche ‚Schwarze Messe’
  6. Fürstin Gloria zieht Unterschrift von Protestschreiben zurück!
  7. #Splashamama -" Warum ich diese Figuren in den Tiber werfen musste!"
  8. Satanist bot angeblich konsekrierte Hostien über Internet an
  9. Vatikanberater Rosica gibt Plagiate zu
  10. Kanadischer Medienpriester wirft Viganó ‚Lügen’ vor







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan-Außenminister: Papstreise nach USA 2027?
  3. “As a bishop, my duty is to proclaim the faith of the Church”
  4. Erzbischof Marini über Johannes Paul II.: Er war für mich ein zweiter Vater
  5. ‚Ghost Soldier‘ – Action-Film mit Jim Caviezel in der Hauptrolle und Gebet zum Erzengel Michael
  6. ‚Big Bang Theory‘-Produzent warnt: Gesellschaften ohne Gott fallen in Tyrannei
  7. "Österreich-Feier" im Stephansdom mit Lichterprozession und Pummerin
  8. Pakistan: Gericht prüft erneut Fall von entführter Christin
  9. Vatikan bestätigt Papstreise nach Südamerika im vollen Umfang
  10. Wir machen da was mit Medien
  11. „Habe Entwicklung zur Ausblendung wichtiger Themen und der Tabuisierung von Kritik selbst erlebt“
  12. Glaubensweitergabe im Wandel der Zeit
  13. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  14. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  15. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz