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Deutschland: Kopten gedachten der Toten von Alexandria

8. Jänner 2011 in Deutschland, 1 Lesermeinung
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Zum ökumenischen Gebet in Frankfurt kamen hochrangige Vertreter aus Religion und Politik; für die deutsche Bischofskonferenz kam der Limburger Bischof Tebartz-van Elst.


Frankfurt (kath.net/KAP/Bistum Limburg) Mit einer zentralen Feierstunde in Frankfurt haben die koptischen Christen in Deutschland am Samstag der 23 Todesopfer des Terroranschlags von Alexandria gedacht. Zu dem ökumenischen Gebet in der Frankfurter St. Markus-Kirche kamen zahlreiche hochrangige Vertreter aus Politik sowie von Religionsgemeinschaften. Der Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, leitete den "Ritus für die Entschlafenen".

Für die Deutsche Bischofskonferenz kam der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Bei der Trauerfeier sagte er, der Angriff auf ein Gotteshaus, aus der viele Menschen strömten, sei zugleich ein Angriff auf den Glauben, den sie in der Liturgie gefeiert und in ihrem Leben bezeugt hätten. Er bekundete seine "tief empfundene Anteilnahme an dem schweren Schicksalsschlag".

„Dankbar dürfen wir in diesen Tagen feststellen, dass die Empörung und der Abscheu von allen Religionen und gesellschaftlichen Gruppen gleichermaßen öffentlich geäußert werden“, sagte der Bischof.


Die Christen seien im „gemeinsamen Zeugnis“ verbunden. „Voller Anerkennung“ stünden die katholischen Christen „vor der altehrwürdigen Tradition der Kirche Ägyptens und in besonderer Weise des ehrwürdigen Patriarchats von Alexandrien“.

Im Christus-Zeugnis weiß sich die Katholische Kirche in Deutschland mit der Koptisch-Orthodoxen Kirche in gleicher Weise verbunden wie mit den christlichen Konfessionen, „mit denen wir in unserem Land seit Jahrhunderten zusammenleben“.

Gerade nach den jahrhundertelangen kriegerischen Auseinandersetzungen auf dem europäischen Kontinent und in unserem Land stünden „wir heute unverrückbar und ohne Einschränkung für gegenseitige Achtung und Respekt“, sagte der Bischof.

Zugleich mahnte Tebartz-van Elst, dass Gewissensfreiheit und Religionsfreiheit durch nichts in Frage gestellt werden dürften. Dies gelte für die Ausübung der einen Religion ebenso wie „für den Fall, dass jemand in eine andere Religionsgemeinschaft wechseln will, so schmerzlich dies für die Glaubensbrüder- und schwestern auch immer ist“. Menschen, Gemeinden und Kirchen verdienten den Schutz durch die Gesellschaft, so der Limburger Bischof.

Auch die frühere Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), die menschenrechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Erika Steinbach (CDU), sowie Vertreter der Muslime in Deutschland nahmen an dem ökumenischen Gedenkgottesdienst teil.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hatte vor der Trauerfeier bekundet, er wolle mit Bischof Damian zu einem Gespräch zusammenkommen.

Die koptische Gemeinde in Frankfurt zählt mit rund 1.000 Mitgliedern zu den größten in Deutschland. Insgesamt leben in Deutschland mehr als 6.000 koptisch-orthodoxe Christen.

Am Sonntag wollen zusätzlich die koptischen Gemeinden in ganz Europa der Opfer des Attentats auf die koptische Kirche in Alexandria gedenken. Geplant sind Gottesdienste und Kundgebungen in den jeweiligen Gemeinden ab 13 Uhr, auch in Wien.

Bereits bei vielen der koptisch-orthodoxen Weihnachtsgottesdienste in Deutschland am Donnerstagabend wurde eine Botschaft des koptischen Papstes Schenuda III. verlesen, in der er sich zu dem Anschlag und Drohungen gegen die Gemeinden in Deutschland äußerte.

Copyright 2011 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) www.kopten.de



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Lesermeinungen

 matthieu 8. Jänner 2011 
 

Teilnahme der Muslime

Das finde ich ein sehr schönes Zeichen, dass Vertreter der Muslime anwesend waren. Auch wenn es da keinen gibt, der für alle stehen kann, auch keinen der den anderen Anweisungen geben darf/kann, so ist es aber doch ein gutes Signal von prominenter Seite. Auch im Islam sollte man sagen und zeigen dürfen, dass Glaubensbrüder oder -schwestern falsch handeln. Nur so kann Vertrauen in die friedliche Mehrheit wachsen


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