Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  2. US-Katholiken mehrheitlich für die Todesstrafe
  3. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  4. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  5. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  6. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  7. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  8. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  9. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  10. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  11. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  12. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  13. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  14. Papst Leo wird die Gründonnerstags-Fußwaschung wieder im Lateran vollziehen
  15. Iran: Mindestens 12.000 Tote bei Protesten gegen das Regime

‚Die Geister unterscheiden, um nicht dem Zeitgeist zu verfallen’

18. September 2011 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Ludwig Schick ruft dazu auf, sich nicht von Schlagworten leiten zu lassen


Bamberg (kath.net/bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat davor gewarnt, dem „Geist der Zeit“ zu folgen. „Wer sich mit dem Zeitgeist verheiratet, wird schnell zum Witwer.“

Es sei wichtig, Gegenwart und Zukunft zu gestalten, doch dazu sei die „Unterscheidung der Geister“ notwendig, sagte der Bamberger Oberhirte bei der Frankenwallfahrt auf dem Habsberg bei Velburg am Samstag.

Erzbischof Schick nannte drei christliche Beurteilungskriterien für die gute Gestaltung der Zeit. Symbol der Christenheit sei das Kreuz, das auf Gott und den Menschen, auf den Himmel und die Erde hinweise.


Schick warnte vor einer Gesellschaft ohne Kirche, „die den Blick nach oben“ richtet. „Das Leben ohne Aussicht auf den Himmel, ohne Gott, ohne die Werte und Tugenden, lassen das Leben zur Hölle werden“. Dies sei in der Geschichte zum Beispiel während des Nationalsozialismus und des Kommunismus deutlich geworden.

Der Bamberger Oberhirte kritisierte die aktuelle Politik, die dem „Puls der Zeit“ hinterher läuft und deshalb unberechenbar und wenig vertrauenswürdig sei. „Politik, die heute so redet und morgen so, heute so handelt und morgen so“, verunsichere und mache politikverdrossen.

Politik müsse vor allem Recht und Gesetz wahren; das gelte auch international. Sie müsse auch eine gerechte Welt und einen globalen Frieden anstreben.

Das zweite Kriterium sei die „Goldene Regel“, die Jesus in der Bergpredigt so zitiert habe: „Das, was du willst, das man dir tut, das tue zuerst den anderen.“ Das Wohl der Nächsten und das Gemeinwohl müsse wieder Vorrang vor Individualismus und Egoismus bekommen.

Daran erinnere als drittes Kriterium das Hauptgebot der Nächstenliebe. „Bei allem, was wir tun und erleben, müssen wir immer wieder danach fragen, dient es dem Nächsten, entspricht es seiner Würde und seinen Rechten?“

Letzter Maßstab sei für den Christen und eine christlich geprägte Gesellschaft „Christus, der uns Weg und Wahrheit ist“. Er ist es, der helfe, „die Geister der Zeit zu unterscheiden und zum Wohl aller beizutragen.“

Erzbischof Schick rief deshalb dazu auf, sich vom Geist Jesu und nicht von „Biertischparolen und ebenso wenig von noch so wohlklingenden Schlagworten leiten zu lassen. Die Unterscheidung der Geister sei heute notwendiger denn je“.

Foto: (c) Erzbistum Bamberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Bamberg

  1. Bamberger Erzbischof Schick warnt vor „Liturgie light“
  2. Erzbischof Schick: 'Augen auf, Ohren auf und Mund auf'
  3. Die Kirche bietet die Schätze des Himmels
  4. Den Glauben behält man nur, wenn man ihn weiter gibt
  5. Erzbistum Bamberg verurteilt Hexenwahn gestern und heute
  6. ‚Der christliche Glaube macht lebenstauglich und einsatzpflichtig‘
  7. Missbrauch: Kirchengericht verurteilt früheren Personalchef
  8. Erzbischof Schick: 'Das Wahre, Gute und Schöne muss Normalität sein'
  9. Missionarisch Kirche sein für den Dienst am Menschen
  10. ‚Zu Benedikt kommen sie, um ihn zu hören’






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  6. Vertrauliche Vorlagen des vatikanischen Konsistoriums sind aufgetaucht
  7. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  8. Santo subito? - Vatikan untersucht mögliches Wunder durch Benedikt XVI.!
  9. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  10. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  11. 'Exportweltmeister in Moral, ansonsten Beobachter an der Seitenlinie. Beschämend'
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  14. Brigitte Bardot bedauerte den Verlust des Geheimnisvollen in der Neuen Messe
  15. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz