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Vatikan schafft Struktur für übergetretene US-Anglikaner

1. Jänner 2012 in Aktuelles, 23 Lesermeinungen
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Ein Personalordinariat für übergetretene Anglikaner in Amerika wurde eingerichtet.


Vatikanstadt (www.kath.net/ KNA)
Der Vatikan hat in den USA eine eigene Kirchenstruktur für zum Katholizismus übergetretene Anglikaner geschaffen. Wie der Vatikan am Sonntag mitteilte, errichtete die Glaubenskongregation für das Gebiet der US-amerikanischen Bischofskonferenz ein sogenanntes Personalordinariat für Anglikaner. Es ist das zweite Mal, dass der Vatikan eine solche Möglichkeit schafft. Als erste derartige Einrichtung hatte er am 15. Januar das Personalordinariat „Our Lady of Walsingham“ in der katholischen Kirche von England und Wales gegründet.


Zum Leiter des US-amerikanischen „Bistums“ für Anglikaner berief Papst Benedikt XVI. Jeffrey Neil Steenson (59), bislang Professor für Alte Kirchengeschichte in Houston. Steenson trat 2007 von der anglikanischen zur katholischen Kirche über. Das Personalordinariat trägt den Namen „The Chair of Saint Peter“.

Papst Benedikt XVI. hatte im November 2009 die Möglichkeit kollektiver Übertritte für Anglikaner geschaffen, die zur katholischen Kirche gehören, aber ihre Tradition weitgehend beibehalten wollen.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche mediale Nutzung und Weiterleitung nur im Rahmen schriftlicher Vereinbarungen mit KNA erlaubt.


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Lesermeinungen

 Calimero 3. Jänner 2012 
 

@Ekklesiastes

\"Ich weiß nicht, ob ich hier der Einzige bin, der ... einen Widerspruch zum Zölibat sieht\"

Nein, Sie sind nicht der einzige. Der Widerspruch ist ganz offensichtlich. Mit der \"Anglikanerregelung\" wird die Zölibatpflicht für einen Teil der katholischen Priester (nämlich den ehemals anglikanischen) augehoben.


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 Rolando 3. Jänner 2012 
 

Ekklesiastes

Der kath.Priester handelt in persona Christi,d.h.Jesus gibt ihm seine Identität (notwendig im Spenden der Sakramente bes. Beichte u.Hl.Eucharistie). Jesus war unverheiratet. Man stelle sich einen P.Pio oder den Pfr.v.Ars vor die ihr Zuhause im Beichtstuhl hatten. Auch in Verfolgungszeiten ist der Zölibat sinnvoll. Die verh. Konvertitenpriester sind Ausnahmen. Es dürfen bei der roten Ampel nur bestimmte Fzg. fahren, wenn alle fahren ist dir ganze Sinn der guten Regelung dahin. Jesus sagt manche sind zur Ehe unfähig, manche verzichten um des Himmelsreichs Willen , wer es erfassen kann erfasse es. Das zeigt das es kein einfaches Thema ist und es nicht alle erfassen können. Ich hoffe Sie verstehen es.


1
 
  3. Jänner 2012 
 

Widerspruch

Ich weiß nicht, ob ich hier der Einzige bin, der in der Weihe verheirateter Männer, die vormals Priester/Bischof in der anglikanischen Kirche waren, einen Widerspruch zum Zölibat sieht. Für einen verheirateten, katholischen Mann ist es nicht möglich, Pfarrer zu werden. Für einen ehemaligen anglikanischen, verheirateten Mann aber ist es möglich. Als Resultat haben wir zwei katholische Priester, einer verheiratet, der andere nicht. Will dieser unverheiratete Priester heiraten, so ist das nicht möglich, es sei denn, er verzichtet auf sein Priesteramt. Tut mir leid, aber hier wird der Pflichtzölibat für Priester ad absurdum geführt. Also, entweder man schafft den Zölibat ab oder man laisiert die verheirateten Priester-Konvertiten aus der anglik. Kirche.


1
 
  3. Jänner 2012 
 

Prof. Schieser, danke für ihren Kommentar.

Aber in der derzeitigen Krise in der die Kirche des deutschsprachigen Raumes steckt, in der diese von innen heraus unterhöllt wird. Damit sie sich der Welt verkauft, kann diese keine wahren kathoischen Priester gebrauchen, denn diese würden den Bestrebungen entgegenstehen, aus dieser eine Staatskirche losgelöst von Rom zu machen. Kritik ist in dieser sehr wohl erlaubt, aber bitte nur eine solche, die gegen Gott dem Herrn, seinen Heiligen Willen, der Glaubenslehre seiner einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche und deren Heilige Tradition gerichtet ist. Jede Heilende Kritik wird aber mit Vehemenz verworfen, würde ja auch dem \"DIALÜG\" und der Protestantisierung der katholischen Kirche im Wege stehen.

Gott zum Gruße


1
 
  2. Jänner 2012 
 

Ekklesiatis: Kein Mann wird dazu gezwungen Priester zu werden.

Und kein Priester hat je unter Zwang sein Versprechen zum Zölibat ablegen müßen. Ja sie haben Recht das Priester nach dieser freiwilligen Zölibatsverpflichtung, doch später eine Frau finden. Aber hier beginnt das Dilemma und der Ungehorsam, denn noch nie hat die Kirche einen Priester der anschliesend das Heilige Sakrament der Ehe vorenthalten. Ja sie werden laiisiert, aber wie dringend brauchten wir auch diese Priester in der Seelsorge, als Religionslehrer usw. aber nein teilweise führen sich diese wie störische Kleinkinder auf, so nach dem Motto. \"Gott unser Herr und du Mutter Kirche du hast es mir nicht erlaubt, das ich beides haben kann, daher hasse ich dich nun und werde dich bekämpfen\" .

Gott zum Gruße


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 Bodmann 2. Jänner 2012 
 

Bedenklich ist doch ,daß hier die authentische Verkündigung der christlichen Botschaft allein an Strukturfragen wie dem Zölibat, und mit Abschwächung an der apostolischen Sukzession , aufgehängt wird.Wobei die apostolische Sukzession der gewichtigere Faktor sein dürfte.Nach dieser Definition kann es eigentlich gar keine Probleme mit den Piusbrüdern geben.Und wenn die Piusbrüder \"berechtigterweise\" Kritik am Papst üben dürfen, ja warum nicht dann auch andere Gruppierungen in der Kirche ?.Einen gravierenden Unterschied zwischen Anglikanern und Piusbrüdern gibt es schon.Erstere stellen keine Bedingungen !!


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 prof.schieser 2. Jänner 2012 

Anglikaner und Piusbrüder

Schön, dass die Anglikaner \"heimkommen\" dürfen -- trotz mancher Hindernisse, wie Weihegültigkeit, Zölibat usw.
Warum geht das denn nicht mit den Pius-Brüdern? Da bestehen diese \"Hindernisse\" doch gar nicht! Sie sind gültig geweihte Priester, sind dem Papst, den sie zwar (berechtigerweise!) kritisieren, aber mehr gehorsam sind, als unsere deutschen und österreichischen Bischöfe!
Die Anglikaner wurden nie gefragt, ob sie das \"Konmzil\" vorbehaltlos anerkennen. Das tun sie nämlich nicht!
Irgendwie kommt einem die ganze Geschichte mit der Nicht-Anerkennung der Pius-Leute und dem Entgegenkommen für die Anglikaner doch \"komisch\" vor!


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 landpfarrer 2. Jänner 2012 
 

@Marcus, der mit em C

Selbst wenn mittlerweile ein Ritus verwendet würde, der niccht mehr defizitär ist, so stellt sich ja noch die Frage der Sukzession. Wenn sie einmal abgebrochen ist (was sie durch den defizitären Ritus ja zweifelsfrei war) , kann sie auch nicht durch einen gültifgen Ritus wiederhergestellt werden. Dies kann nur erreicht werden, indem bei den Bischofsweihen Weihespender mit zweifelsfrei gültiger Sukzession zugezoigen werden. Dies haben aber die Anglikaner m.W. wenigstens teilweise getan.


1
 
 Marcus, der mit dem C 2. Jänner 2012 
 

@Friedemann Bach

Soweit mir bekannt, werden die Weihen sub conditione gespendet, da zwar gemäß Apostolicae Curae der Anglikanische Ritus generell defizient ist, aber es kann nicht generell ausgeschlossen werden, daß zB durch Übertritte zu den Anglikanern noch Sukzessionslinien vorhanden sind, die nicht mit absoluter Sicherheit korrumpiert sind. In der Anglikanischen Kirche gibt es ja auch Wildwuchs, was die verwendeten Riten bei der Sakramentenspendung angeht, da kann es durchaus auch sein, daß bei der einen oder anderen Gelegenheit anglokatholiken eine gültige katholische Formel verwendet haben. Solange irgendeine Chance besteht, daß eine Weihe gültig gewesen sein könnte, muß die Weihe sub conditione erfolgen. Daher sind die Weihen bei der Errichtung der Personalordinariate afaik sub conditione gespendet worden, was auch den generell privaten Charakter der Weihen erklärt.


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 landpfarrer 2. Jänner 2012 
 

@Friedemann Bach

Die Bulle \"Apostolicae Curae\" argumentiert, dass die Weihe wegen fehlerhafter Weiheworte und infolgedessen auch Abreissen der Sukzession ungültig sei. Falls die Anglikaner später die Weiheformeln geändert haben und für eine andere Sukzession (durch Beizug zweifelsohne geweihter Bischöfe) gesorgt haben, könnten die Weihen/einzelne weihen gültig sein. Dass die Anglikaner sich durch die Einführung der Frauenordination (teilweise ausserhalkb Englands auch für Bischöfe) wieder weiter entfernt haben, ist natürlich wahr. Auch in dden 90er Jahren gab es ja schon eine Übertrittswelle zur katholischen Kirche.


4
 
  2. Jänner 2012 
 

Ja, und...

@Landpfarrer, Marcus: Ja, und..., sind die übergetretenen Bischöfe nun verheiratete katholische Priester oder nicht? @a.t.m.: Wenn die Kirche doch diese Liebe und Barmherzigkeit auch gegenüber katholischen Priestern zeigen würde, die am Zölibat zerbrechen oder bereits zerbrochen sind, in (geheim gehaltenen) Beziehungen leben und Kinder gezeugt haben. Mich persönlich freut es sehr, dass Anglikaner den Weg in die katholische Kirche finden. Aber das, was von Ihnen als Liebe und Barmherzigkeit bezeichnet wird, vermag ich einem Nicht-Katholiken nicht zu erklären. Und, ich muss zugeben: Ich versteh\'s auch nicht.


2
 
  2. Jänner 2012 
 

Wer mehr wissen will, hier der

http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/apost_constitutions/documents/hf_ben-xvi_apc_20091104_anglicanorum-coetibus_ge.html und in diesen wird klargestellt wie und wann diese gemäß Nr. 42 der Enzyklika Sacerdotalis coelibatus von Papst Paul VI. zur Priesterausbildung zugelassen werden können.

Gottes und Mariens Segen auf ellen Wegen.


2
 
 Friedemann Bach 2. Jänner 2012 
 

ein paar Worte zur Klarstellung:
@Marcus: Die Weihe der Anglikaner findet nicht \"sub conditione\" statt. Die Möglichkeit der Gültigkeit der Weihen wird kirchenamtlich (noch) nicht angenommen.
@landpfarrer: Die Bulle \"Apostolicae Curae\", wo die anglikanischen Weihen von Leo XIII. als \"Null und Nichtig\" bezeichnet werden, hat trotzdem heute so nicht mehr Bestand. Der nach dem VII einsetzende Dialog (sog. ARCIC) stellte fest, dass zwischen Anglikaner und Katholiken im Blick auf Eucharistie und Amt weitgehende Klärung stattgefunden hat. Dass hat Kardinal Cassidy am 11.3.1994 in einem Brief bestätigt. Zu Konsequenzen führte dies allerdings nicht, da die Anglikaner inzwischen die Frauenordination eingeführt hatten. Ergo: Anglikaner und Katholiken sind sich heute viel näher als Apostolicae Curae anzeigt, doch die Frauenordination macht eine Anerkennung (noch?) unmöglich.


1
 
 Dottrina 1. Jänner 2012 
 

Danke unserem Heiligen Vater!

Danke, daß er diese Möglichkeit geschaffen hat! Und mögen alle es ihm mit Liebe und Treue vergelten. Allen amerikanischen Anglikanern: Welcome home!


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 chorbisch 1. Jänner 2012 
 

@ Ludovica

Aber stellen Sie sich vor, Rom hätte von den konvertierten Priestern verlangt, als Vorbedingung der Priesterweihe ihre Ehe zu annullieren, oder das Führen einer \"Josefsehe\" offiziell vorgeschrieben.

DAS hätte ein Geschrei gegeben.

Gegen den Zölibat wird es immer Kritik geben, da machen die paar Ex-Angklikaner keinen großen Unterschied.

Ich glaube auch nicht, daß jemand den von Ihnen beschriebenen Weg wählt, um gleichzeitig (katholischer) Priester und verheiratet zu sein. Wer die Konfessionen wechselt, wie Kleidungsstücke, ist wohl kaum zum Priesteramt fähig, geschweige denn dazu berufen.


3
 
  1. Jänner 2012 
 

Also ich bin ehrlich erschüttert wie von ekklesiastes

Dieses Großartige päpstliche Geschenk an die Anglikaner die wieder in die Eine, Heilige, Katholische und Apostolische Kirche heimkehren wollen, dazu benützt wird um gegen die Glaubenslehre und Gesetze der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche zu kämpfen und um eine fasst 1700 Jahre alte Heiige Tradition der Kirche Gottes unseres Herrn ins schiefe Licht zu rücken. Echt traurig, das aus so einen Akt der Liebe und Barmherzigkeit, sofort etwas konstruiert wird, wird um den Heiligen Vater für eigene Ziele zu missbrauchen. Nennt man das nun Konzilsdenken oder nur \"DIALOG\"?

Danke besonders die Ehrenwerten Landpfarrer und Mrcus der mit den C, für eure Richtigstellungen.


3
 
 Sławomir 1. Jänner 2012 

Der Zölibat..

...ist Geschenk und kein Dogma. Ich bin sehr glücklich über die Großzugzügigkeit des Papstes, hoffe aber, dass unsere anglikanischen Brüder dieses Geschenk in der nächsten Priestergeneration genauso schätzen lernen, wie die lateinische Kirche.


4
 
 Marcus, der mit dem C 1. Jänner 2012 
 

@Ekklesiastes

Sie bleiben NICHT Priester, sondern werden Priester in der Weihe sub conditione. Jeder aus der anglikanischen Kirche übertretende Diakon/Priester/Bischof muß die Weihen neu empfangen und kann nicht mit Verweis auf die anglikanischen Weihen Ämter übernehmen.


2
 
 Ulrich Motte 1. Jänner 2012 
 

Anglikaner

Aus Protest gegen unbiblische Tendenzen in ihrer bisherigen anglikanischen Us-Kirche sind mindestens 100000 Menschen zur neuen konservativeren Nordamerikanischen Anglikanischen Kirche übergetreten. Konservativ ist auch die deutsche (anglikanische) Reformierte Episcopalkirche.


1
 
 landpfarrer 1. Jänner 2012 
 

@Eklesiastes

Sie schreiben:
\"Sie bleiben Priester und verheiratet\" Das stimmt so nicht: Es treten keine Bischöfe und/oder Priester über.
Sie bleiben nicht Priester, weil die Weihen der Anglikaner als ungültig zu betrachten sind. (Bulle \"Apostilicae Curae\" von Papst Leo XIII. hat dies festgestellt). Anglikanische Geistliche, die übertreten zur Katholischen Kirche können jedoch den Wunsch äussern, die priesterweihe zu erhalten, ihnen wird dann zuerst die Diakonen-, kurz danach die Priesterweihe erteilt und mit Erlaubnis Roms dürfen sie ihre bisherige Ehe weiterführen.


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 Ludovica 1. Jänner 2012 
 

Begeistert kann ich davon nicht sein

Das liefert wieder nur Munition für die Zölibatskritiker - sind doch die meisten der anglikanischen Geistlichen verheiratet. Vor allem weird man aufpassen müssen, dass das nicht manche ausnützen - also zuerst zur anglikanischen Kirche konvertieren, dann heiraten, Priester werden und schließlich auf einmal wieder in die katholische Kirche zurück wollen.


3
 
  1. Jänner 2012 
 

find ich toll...

...dann bekommt die katholische Kirche wieder einige verheiratete Priester mehr...Anfang Januar 2011 wurden drei verheiratete anglikanische Bischöfe aus Großbritannien in die katholische Kirche aufgenommen. Sie bleiben Priester... und verheiratet.


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  1. Jänner 2012 
 

Danke das Gott der Herr diese Seelen wieder erfolgreich in ,

die Eine, Heilige, Katholische und Apostolische Kirche zurückruft. Das ist Ökumene sprich Missionierung wie sie Gott dem Herrn gefällt. Nicht dieser \"DIALÜG\" der im deutschsprachigen Raum vor sich geht.

Wünsche daher allen heimgekommen verlorenen Söhnen und Töchtern, Gottes und Mariens Segen auf allen Wegen


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