Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  10. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Wir können NICHT schweigen!
  13. EILT! - Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

St. Pöltner Altbischof Kurt Krenn verstorben

25. Jänner 2014 in Österreich, 22 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Altbischof Kurt Krenn heute um 20.17 Uhr im 78. Lebensjahr verstorben!


St. Pölten (kath.net/dsp) Altbischof Kurt Krenn ist nach langer, schwerer Krankheit am Samstag, den 25. Jänner 2014, um 20.17 Uhr im 78. Lebensjahr verstorben. Kurt Krenn entschlief friedlich im Kreis seiner Familie im Kloster der Dienerinnen der Immaculata in Gerersdorf bei St. Pölten, wo er in den letzten Jahren gepflegt wurde. Kurt Krenn war von 1987 bis 1991 Weihbischof der Erzdiözese Wien und 1991 bis 2004 Diözesanbischof von St. Pölten.

Ein besonderes Anliegen waren für Bischof Krenn der Nachwuchs und die Ausbildung der Priester. Deshalb galt sein Augenmerk ganz besonders der Theologischen Hochschule und dem Priesterseminar. „Es ist tragisch, dass gerade letzteres zum großen Streitfall wurde und schließlich als gescheitert angesehen werden musste“, sagt Bischof Klaus Küng in einer Stellungnahme zum Tod seines Vorgängers. „Das war sicher die schlimmste Enttäuschung von Bischof Krenn.“

Küng: „Sorge um die Kirche hat sein Leben bestimmt“

„Im Rückblick auf jedes Leben gibt es Licht und Schatten“, so Bischof Küng, „und manchmal kommt es bei einem umstrittenen Menschen auf den eigenen Standpunkt an zu entscheiden, wo das Licht endet und der Schatten beginnt. Bischof Kurt mag Schwächen gehabt haben; seine Auftritte und Äußerungen haben sicher manche Menschen gereizt, ja geärgert und gekränkt. Vergessen wir dabei aber auch nicht, dass die Sorge um die Kirche und ihre Sendung sein Leben bestimmt haben. In dieser Hinsicht kann er für jeden und jede von uns ein Vorbild sein.“


Kurt Krenn wurde am 28. Juni 1936 in Rannariedl (Oberösterreich) geboren, als zweites von sechs Kindern der Familie des Lehrers Karl Krenn, der im Krieg gefallen ist. Die Volksschule hat er in Oberkappel und das Gymnasium in Schlierbach absolviert. 1954 trat er in das Priesterseminar Linz ein und studierte Theologie zunächst an der Philosophisch-Theologischen Lehranstalt Linz, danach Philosophie und Theologie an der Gregoriana und Kirchenrecht an der Lateran-Universität in Rom.

Am 7. Oktober 1962 wurde er in der Kirche Sant’Ignazio in Rom zum Priester geweiht. Es folgten Studien in Tübingen und München wo er von 1966 – 1970 als Assistent an der theologischen Fakultät wirkte. 1970 – 1975 war er Professor der Philosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Linz und 3 Semester Lehrbeauftragter an der Theologischen Hochschule St. Pölten, 1975 wurde er als ordentlicher Professor auf den Lehrstuhl für "Systematische Theologie" an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Regensburg berufen.

„Als Professor wurde er von nicht wenigen sehr verehrt“, erinnert Bischof Küng. „Seine Vortragsweise war ausgezeichnet durch Klarheit und Tiefe mit der besonderen Fähigkeit, die großen Zusammenhänge sowie die Bezüge zu den aktuellen Problemstellungen aufzuzeigen. Er hatte ein außerordentlich gutes Gedächtnis und eine glänzende Formulierungsgabe, war sehr kontaktfähig, auch mit einfachen Leuten im Gespräch. Immer hat ihn eine große Diskutierfreudigkeit ausgezeichnet.“

Krenn hat in seiner Regensburger Zeit gerne seelsorgliche Aushilfen in seiner Heimatgemeinde geleistet, war auch zur Feier von Gottesdiensten für besondere Anliegen wie z. B. Lebensschutz bereit.

Als Kurt Krenn am 3. März 1987 zum Weihbischof von Wien ernannt wurde, erfuhr er von Anfang an starken Widerstand, wobei er die Auseinandersetzung nicht scheute. Betraut mit den Bereichen Kunst, Kultur und Wissenschaft konnte er seine Anliegen in Vorträgen, Predigten und Interviews gut zur Sprache bringen. „Ihm ging es vor allem um die Aufgabe der Kirche als Verkünderin der Wahrheit für die Menschen aller Zeiten, auch unserer Zeit“, betont Bischof Küng. „Besonders engagiert verteidigte er das Recht auf Lebensschutz jedes Menschen ab dem Augenblick der Empfängnis zum natürlichen Tod und versuchte, jede Gelegenheit zu nützen, um die Rolle der Familie für die Entwicklung der Gesellschaft und die im Wesen des Menschen selbst verwurzelte und begründete Bedeutung der menschlichen Sexualität darzulegen sowie das rechte Verständnis des Gewissens, insbesondere auch in seinem Bezug zu den Geboten Gottes, aufzuzeigen. Die Diskussionen, die er auslöste, waren allerdings oft heftig.“

Bischof Krenns Wirken als Diözesanbischof von St. Pölten wurde dann – wohl auch gerade wegen der vorangegangenen Diskussionen – „sehr schwierig“, so Küng. „Es gelang Bischof Krenn nicht, die entstandenen Polarisierungen mit der Zeit abzubauen. Diese haben sich im Verlaufe der Jahre sogar leider verstärkt, wobei eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle spielte. Gerade deshalb ist es auch heute noch nicht leicht, seiner Person, seinem Einsatz und seinen Bemühungen gerecht zu werden. Wer ihn näher gekannt hat, weiß, dass er unter der Situation nicht wenig gelitten hat; man darf aber auch nicht übersehen, dass unter den aufgetretenen Spannungen viele andere litten.“




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Krenn

  1. Christianus – 50 Zeilen mit Gott
  2. St. Pöltner Altbischof Kurt Krenn beigesetzt
  3. Lackner würdigt bleibende Verdienste Krenns um Sport und Kirche
  4. Worte auf dem Weg. Gedanken eines Hirten der Kirche
  5. 'Der Wahrheit verpflichtet. In Memoriam Kurt Krenn'
  6. Zum Ableben von Kurt Krenn: Capax Dei
  7. Capax Dei
  8. Bischof Krenn nicht Ehrenherausgeber des '13.'
  9. Kurt Krenn, ein 'miles Christi'
  10. 'Wie ich höre, leidest Du an Leib und Seele'







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  4. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  5. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  6. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  7. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  8. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  11. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  12. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  13. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  14. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  15. EILT! - Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz