Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  3. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  6. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  7. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  8. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  9. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. Tantum ergo Sacramentum
  12. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Spanischer Bischof: ‚Es sollte jetzt keine Laieninquisition entstehen’

21. Februar 2014 in Weltkirche, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof Gil Tamayo: Die Kirche werde sich weiterhin kritisch zu Abtreibung und Homosexualität äußern, dabei aber respektvoll gegenüber anderen Meinungen sein. Sie erwarte den Respekt und den Schutz der Religionsfreiheit von Bürgern und Behörden.


Madrid (kath.net/LSN/jg)
„Es sollte jetzt keine Laieninquisition entstehen, die unter der Schutzherrschaft der Vereinten Nationen Dogmen aufstellt, die für alle universal gültig sein sollen“, sagte Bischof José Maria Gil Tamayo, der Sprecher der spanischen Bischofskonferenz, im Interview mit dem spanischen Nachrichtendienst EFE. Die Reporter hatten gefragt, ob er die Religions- und Redefreiheit für jene bedroht sehe, die Abtreibung und Homosexualität ablehnten.

Das Interview fand wenige Tage nach der Veröffentlichung des Berichts des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes, der das Vorgehen des Heiligen Stuhls im Umgang mit Missbrauchsfällen kritisiert hatte. Der Bericht verlangte außerdem eine Änderung der kirchlichen Lehre und des Kirchenrechtes im Sinne einer positiven Würdigung der Homosexualität, der Verhütung und – unter bestimmten Umständen – der Abtreibung.


Diese Themen seien „nicht verhandelbar“, sagte Bischof Gil Tamayo zu den Forderungen des Ausschusses. Die UNO könne nicht die katholische Religion nach ihren Vorstellungen weiter entwickeln, fügte er hinzu.

Gegen den designierten Kardinal Fernando Sebastian Aguilar laufen derzeit gerichtliche Voruntersuchungen. Aguilar hatte Homosexualität als „Defekt“ bezeichnet, der in vielen Fällen heilbar sei. Wären diese Aussagen ein Verbrechen, würde damit die Redefreiheit zerstört, sagte Bischof Gil Tamayo. Die Kirche bitte die Bürger, die Religionsfreiheit zu respektieren und die Behörden diese zu beschützen und zu bewachen, wie es in einer Demokratie üblich sei, ergänzte er.

Gil Tamayo nahm auch zum neuen Abtreibungsgesetz Stellung, welches derzeit im spanischen Parlament diskutiert wird. Abtreibung sei ein „Drama“, in dem die Frau auch ein Opfer sei. „Sie ist kein Recht, keine soziale Errungenschaft. Sie ist eine Unmenschlichkeit“, sagte er wörtlich.

Die Christen müssten die Schweigespirale durchbrechen, sagte er abschließend. Die Kirche werde jedenfalls ihre Stimme weiterhin erheben, sich gleichzeitig aber respektvoll gegenüber anderen Stimmen verhalten, sagte Gil Tamayo.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Spanien

  1. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  2. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  3. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
  4. Junge Spanier entdecken ihre katholische Identität neu
  5. Die offizielle Hymne für den Papstbesuch in Spanien Anfang Juni wurde vorgestellt
  6. Motto und Logo der Papstreise nach Spanien stehen fest
  7. Spanien am moralischen Abgrund
  8. Spanisches Königspaar bei Papst Leo XIV.
  9. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“
  10. Spanische Bischofskonferenz beleuchtet Verhältnis von Verstand und Emotion im persönlichen Glauben







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. Eine Million Menschen zu Papstbesuch in Frankreich erwartet
  4. „Maria ist eine historische Gestalt, eine für Gott unendlich offene Person, eine Tochter Israels“
  5. Wollte gestohlenes Bild von Jesus zurückholen: Lebensschützer bei Marsch für das Leben verhaftet
  6. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  7. Buenos Aires macht Papstbesuch zum Feiertag
  8. Vatikan prüft Seligsprechungsprozess für spanisches Ehepaar
  9. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  10. Britisches Parlament stoppt Gesetz zur assistierten Sterbehilfe
  11. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  12. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  13. Kardinal Aveline: Motto von Leos Frankreichreise hat auch mit dem Lebensschutz zu tun
  14. Tantum ergo Sacramentum
  15. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz