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Kardinal Collins: Synode kann Unauflöslichkeit der Ehe nicht aufheben

3. Juli 2014 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Die Kirche könne die Lehre über die Unauflöslichkeit der Ehe nicht ändern, weil diese von Jesus offenbart worden ist. Das sagt Kardinal Thomas Collins, der Erzbischof von Toronto.


Toronto (kath.net/jg)
„Das Gebot Jesu, dass die Ehe nicht aufgelöst werden kann, ist für die christliche Auffassung der Ehe zentral und kann von der Kirche nicht geändert werden“, sagt Kardinal Thomas Collins, der Erzbischof von Toronto, in einem Interview mit dem katholischen Blog Word on Fire. Die im Oktober stattfindende Synode zur Familie könne daher die Unauflöslichkeit der Ehe nicht aufheben. Sie könne das Verständnis der christlichen Ehe vertiefen und dabei „auf dem Schatz der Lehre in Schrift und Tradition aufbauen“, fügt Collins hinzu und nennt als Beispiel das Apostolische Schreiben „Familiaris Consortio“ von Johannes Paul II.

Verbesserungsmöglichkeiten sieht der Kardinal vor allem im pastoralen Bereich. Bei der Ehevorbereitung, der Begleitung von Ehepaaren und bei der Pastoral von Eheleuten, deren Zusammenleben in einer Krise ist, seien neue Wege möglich, sagt der Kardinal.

Erwartungen, die Kirche werde ihre Lehre über die Ehe grundlegend ändern, sind nach Ansicht des Erzbischofs von Toronto unbegründet. Sie resultierten aus einer falschen Auffassung von der kirchlichen Lehre. „Diese Spekulationen folgen aus der Idee, die kirchliche Lehre sei wie die Regierungspolitik: Wenn sich die Umstände ändern oder eine Mehrheit diese Alternative der anderen vorziehen, dann ändert sich die Politik“, sagt er. In Wahrheit habe sie ihre Grundlage im Naturrecht, das Gott in unsere Natur eingeschrieben habe. Kardinal Collins wörtlich: „Wir formen nicht Gottes Willen nach dem, was uns gerade am Besten erscheint“

In der Frage des Kommunionempfanges von zivilrechtlich geschiedenen und wieder verheirateten Personen sei die Lage analog. Die Kirche könne auch diese Lehre nicht ändern. Das Thema könne entschärft werden, wenn wir uns bewusst machen würden, dass niemand verpflichtet sei, die Kommunion zu empfangen, sagt Kardinal Collins. Wenn es in der Gemeinde weniger Druck gebe, dass alle die Kommunion empfangen müssten, wäre das eine Hilfe für diejenigen, denen es nicht erlaubt sei.


Link zum Interview mit Kardinal Thomas Collins (englisch):
www.wordonfire.org/WoF-Blog/WoF-Blog/June-2014/Marriage,-Divorce,-and-Communion--An-Interview-wit.aspx


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Lesermeinungen

 vk 6. Juli 2014 

Mt. 16,23

Die Verantwortlichen können sich wahrscheinlich an die Worte Christi erinnern "Weg mit Dir ,..., denn Du willst nicht was Gott will sondern was die Menschen wollen" und werden die gute alte Lehre der Kirche stehen lassen wie sie ist, um den Menschen, die sie suchen einen Orientierung zu geben.


1
 
 Der Nürnberger 6. Juli 2014 

Was soll denn auch kommen?

Von der Bischofssynode? Glaubt irgendjemand ernsthaft und vernünftig daran, daß die Lehre verändert wird? Sie soll auch unverändert bleiben. Mehr als eine erneute Handreichung ist meiner Meinung nach nicht drin. Die bräuchte es aber auch nicht, wenn wir den Menschen, die geschieden und wiederverheiratet sind, nicht nur den erhobenen Zeigefinger zeigen, sondern ihnen zeigen, daß wir sie trotzdem als Menschen schätzen und Ihnen beistehen.


0
 
 Chris2 3. Juli 2014 
 

Vortrefflich analysiert

Ohne eine individuelle Klärung der Schuldfrage ist ohnehin kein Weiterkommen möglich, da sonst neue Ungerechtigkeiten geschaffen würden und zusätzliche Scheidungswaisen darunter leiden mußten. Im Übrigen gilt für den unwürdigen Kommunionempfang 1 Kor 11, 27ff...


13
 

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