Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  7. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  12. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

Mormonen: Kirchengründer hatte bis zu 40 Frauen

12. November 2014 in Chronik, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Für Smiths erste und eigentliche Gattin Emma hätten die zahlreichen Ehen ihres Mannes eine «entsetzliche Qual» bedeutet, räumt die Religionsgemeinschaft ein - Wegen ihrer Sonderüberlieferungen gelten Mormonen nicht als ökumenefähig


New York (kath.net/KNA/pl) Der Gründer der Mormonen, Joseph Smith Jr. (1805-1844), hatte bis zu 40 Ehefrauen (Foto: Smith inmitten seiner Frauen und Kinder). Wie die Zeitung «New York Times» (Dienstag) berichtet, legte die «Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage», wie die Mormonen offiziell heißen, historische Einsichten in das Privatleben ihres Propheten in einem umfassenden wissenschaftlichen Aufsatz dar.

Demnach ehelichte Smith neben seiner eigentlichen Gattin Emma, die er mit 21 Jahren heiratete, noch «zwischen 30 und 40» weitere Frauen, die teils ihrerseits schon einen Mann hatten. Die älteste, Fanny Young, war 56 Jahre alt, die jüngste, Vilate Murray Kimball, noch keine 15. Für Emma hätten die zahlreichen Ehen ihres Mannes eine «entsetzliche Qual» bedeutet, räumt die Religionsgemeinschaft ein.


Die Mormonen verweisen darauf, dass im 19. Jahrhundert sei eine Verheiratung von Mädchen im Teenager-Alter nicht unüblich gewesen sei. Zudem habe es sich in manchen Fällen bei Smith um eine «Siegelung» der Beziehung mit Blick auf die kommende Welt gehandelt. Die Ehen schlossen demnach nicht unbedingt eine sexuelle Beziehung ein.

Dem Beitrag zufolge war Smith spätestens 1843 zu der Überzeugung gelangt, dass die Vielehe dem Willen Gottes entspreche. Leitend dabei war die Vorstellung, dass in den «letzten Tagen» der Menschheit bestimmte Prinzipien der religiösen Ordnung wiederhergestellt werden müssten; dazu gehörte nach Smiths Auffassung auch die Praxis großer alttestamentlicher Gestalten wie Abraham, Isaak, Jakob und David, mehrere Frauen zu haben.

Die Mormonen publizierten in den vergangenen Monaten mehrere umfangreiche Essays, in denen sie umstrittene historische Punkte ihrer kirchlichen Lehre und Praxis kritisch darlegen. Dazu gehörte etwa der Ausschluss von Schwarzen vom Priesteramt, der 1978 aufgehoben wurde, sowie Einzelheiten zur Übersetzung des Buchs Mormon durch Smith.

Die Glaubensgemeinschaft der Mormonen beruft sich außer auf die Bibel auch noch auf das Buch Mormon, welches Smith 1827 angeblich gefunden haben soll. Wegen ihrer Sonderüberlieferungen und anderer Merkmale (beispielsweise erkennen sie das Nicänische Glaubensbekenntnis nicht an) gelten sie nicht als Christen im eigentlichen Sinn. Von den christlichen Kirchen und Gemeinschaften werden sie nicht als ökumenefähig anerkannt. Weder in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) noch im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) sind sie Mitglied.

Für das Material der KNA: (C) 2014 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto von Smith inmitten seiner Frauen und Kinder © Wikipedia/Gemeinfrei


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  12. November 2014 
 

Dreifaltigkeit

Besonders wichtig ist, zu wissen, dass die Mormonen die Dreifaltigkeit Gottes ablehnen. Das macht sie besonders unfähig zur Ökumene. Denn während wir durchaus theologische Differenzen zur evangelischen Kirche haben, haben wir doch ein und dasselbe Gottesbild, nämlich einen Gott in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Dies wird von den Mormonen wie von den Zeugen Jehovas abgelehnt.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sekte

  1. Weltuntergangsstimmung bei der „Letzten Generation“
  2. Ex-Mitarbeiterin: Scientology hat mich zur Abtreibung gezwungen
  3. Bremen: Zeugen Jehovas können Religionsunterricht geben
  4. Bei den Zeugen Jehovas wird das Geld knapp
  5. Das Ende der 'Maria Divine Mercy'
  6. Das Ende der 'Maria Divine Mercy' Mit wüsten Beschimpfungen
  7. Gericht verurteilt Mitglieder der 'Zwölf Stämme'
  8. Verfassungsschutz: Scientology will Wirtschaft unterwandern
  9. Mormonen bauen Tempel - ohne Kaffee und Flüche
  10. Die Hintergründe der 'Warnung'







Top-15

meist-gelesen

  1. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  2. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  3. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  4. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  5. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  8. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  9. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  10. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  11. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  12. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  13. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  14. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  15. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz