Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  5. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  6. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  7. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  8. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  12. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  13. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  14. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“
  15. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!

Es ist da eine Krankheit in der Kirche: Spaltung säen

4. September 2015 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus in Santa Marta: Säe ich Frieden oder Zwietracht? Klatsch und Geschwätz ist Terrorismus, der tötet. Wer schwätzt und klatscht ist wie ein Terrorist, der eine Bombe wirft und dann abhaut, er zerstört. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Paulus zeigt den „Personalausweis“ Jesu: „Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung“. Der Vater hat ihn gesandt, „um die Menschheit nach der Sünde mit Gott zu versöhnen und Frieden zu stiften“. Papst Franziskus konzentrierte sich in seiner Predigt am Freitag der zweiundzwanzigsten Woche im Jahreskreis bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ auf die erste Lesung aus dem Brief an die Kolosser (Kol 1,15-20).

„Der Friede ist ein Werk Jesu“, so der Papst, das Werk „jener seiner Erniedrigung, um bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz zu gehorchen“. Und „wenn wir von Frieden und Versöhnung sprechen, kleine Frieden, kleine Versöhnungen, dann müssen wir an den großen Frieden und an die große Aussöhnung denken, die Jesus gewirkt hat“. Ohne Christus „ist der Friede unmöglich. Ohne ihn ist die Versöhnung unmöglich“. Unsere Aufgabe sei es, inmitten aller Nachrichten über Krieg und Hass – auch in den Familien – Männer und Frauen des Friedens und der Versöhnung zu sein:


„Und es wird uns gut tun, uns zu fragen: ‚Säe ich Frieden? Zum Beispiel: säe ich Frieden oder Zwietracht mit meiner Zunge?’ Wie oft haben wir von einen Menschen sagen hören: ‚Na, der hat eine Zunge wie eine Schlange!’, denn immer tut er das, was die Schlange mit Adam und Eva getan hat: sie hat den Frieden zerstört. Und das ist ein Übel. Das ist eine Krankheit in unserer Kirche: Spaltung säen, Hass säen, nicht den Frieden säen. Doch das ist eine Frage, bei der man gut daran tut, sie sich jeden Tag zu stellen: ‚Ich – habe ich heute Frieden gesät oder Zwietracht?’. ‚Na, manchmal muss man halt gewisse Sachen sagen, weil der... und weil die...’: ‚Und mit dieser Haltung – was säst du da?’“.

Die Christen seien also dazu aufgerufen, wie Jesus zu sein, der „zu uns gekommen ist, um Frieden zu bringen, um zu versöhnen“ – „Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen, um durch ihn alles zu versöhnen. Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen, der Friede gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut“ (V. 19-20):

„Wenn ein Mensch in seinem Leben nichts anderes tut als zu versöhnen und Frieden zu stiften, dann kann man ihn heiligsprechen: jener Mensch ist heilig. Doch wir müssen da hineinwachsen, wir müssen umkehren: nie soll es ein Wort geben, das spaltet, nie, nie ein Wort, das zum Krieg führt, zu kleinen Kriegen, nie Geschwätz! Ich denke mir: was ist das Geschwätz, der Klatsch? Na, nichts, ein kleines Wort gegen einen anderen sagen oder eine Geschichte erzählen: ‚Der da hat das getan...’. – Nein! Schwätzen und Klatschen ist Terrorismus, weil der, der schwätzt und klatscht, wie ein Terrorist ist, der eine Bombe wirft und dann abhaut, er zerstört: mit der Zunge zerstört er, er stiftet keinen Frieden. Doch schlau ist so einer, nicht? Er ist kein Selbstmordattentäter, nein, er passt gut auf sich auf“.

Erneut mahnte Franziskus:

„Jedes Mal, wenn du etwas auf den Lippen hast, das Zwietracht und Spaltung sät und einen anderen schlecht macht... Beiß dir auf die Zunge! Ich kann euch versichern: wenn ihr diese Übung tut, euch auf die Zunge zu beißen statt Zwietracht zu säen, dann wird bei den ersten Malen die Zunge anschwellen und verletzt werden, weil der Teufel dabei ist, weil es seine Arbeit, sein Beruf ist: spalten“.

„Herr“, so das abschließende Gebet des Papstes, „du hast dein Leben hingegeben, schenk mir die Gnade, Frieden zu stiften, auszusöhnen. Du hast dein Blut vergossen, da soll es mir nicht daran liegen, wenn meine Zunge ein wenig anschwillt, weil ich auf sie beiße, bevor ich über andere schlecht rede“.

Dem Autor auf Twitter folgen!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus in Santa Marta

  1. Der Papst und die Engel
  2. Die Gnade des Gebetes, der Nähe, der Gerechtigkeit-Barmherzigkeit
  3. Der Heilige Geist lehrt uns die Sanftmut der Kinder Gottes
  4. Der Hass des Geistes der Weltlichkeit
  5. Der Geist der rigiden Starrheit bringt immer Verstörung
  6. Interreligiöses Gebet für die Befreiung von allen Pandemien
  7. Wie gibt die Welt den Frieden und wie gibt der Herr ihn?
  8. Die Mystik des Bleibens in Jesus
  9. Der Beistand –- der Geist, der im Glauben wachsen lässt
  10. Europa wachse vereint in der Brüderlichkeit






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  10. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  11. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  12. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  13. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  14. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  15. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz