Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  4. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  8. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  9. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  10. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  11. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  12. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  13. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  14. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel
  15. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt

DBK-Gender-Flyer: Scharfe Kritik jetzt auch von Bischof Algermissen

3. November 2015 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bischof von Fulda: „Ich bin in keinem Fall nach meinem placet gefragt worden. Und das gilt für die Bischöfe ebenso, mit denen ich in den vergangenen Tagen Kontakt aufgenommen habe. Wer also spricht da für die Bischofskonferenz?“


Bonn (kath.net) Mit scharfer Kritik distanzierte sich der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen vom Flyer „Geschlechtersensibel: Gender katholisch gelesen“, der das Logo der Deutschen Bischofskonferenz trägt. Er sei verärgert, dass behauptet werde, der Gender-Flyer sei „im Namen der Deutschen Bischofskonferenz herausgegeben“ worden, berichtete die „Tagespost“. Algermissen erläuterte der Zeitung wörtlich: „Ich bin in keinem Fall nach meinem placet gefragt worden. Und das gilt für die Bischöfe ebenso, mit denen ich in den vergangenen Tagen Kontakt aufgenommen habe. Wer also spricht da für die Bischofskonferenz?“ Der Fuldaer Bischof erinnerte daran, dass die Bischofskonferenz die Communio der deutschen Bischöfe sei, „vor allem der Diözesanbischöfe“. Dass der Flyer das DBK-Logo zeige, bezeichnete Algermissen als einen „Akt der Anmaßung“. „Niemals hätte ich meine Zustimmung zu dem naiven Versuch gegeben, ,Gender katholisch zu lesen‘“.

Der Bischof von Fulda erinnerte eigens, dass im Abschlussbericht der Bischofssynode (Oktober 2015) unmissverständlich vor den Gefahren der Gender-Ideologie gewarnt wurde. Diese Ideologie höhle die „die anthropologische Basis der Familie“ aus, zitierte er direkt aus dem Abschlussbericht. Die Gender-Ideologie führe erzieherische Projekte und rechtliche Leitlinien ein, „die eine persönliche Identität und affektive Intimität befördern, die sich radikal von der biologischen Diversität zwischen Mann und Frau lossagt“.


Angesicht solcher Gefahren könne man nur warnen vor einem naiven Umgang mit der Gender-Ideologie. „Was ist von katholischen Verbänden und Einrichtungen zu halten, die nicht mehr fähig sind, die Differenz zwischen der grundsätzlich geschenkten gleichen Würde von Mann und Frau einerseits und der geplanten Gesellschaft ohne Geschlechterunterschiede andererseits zu akzeptieren?“, kritisierte Algermissen.

Der mit DBK-Logo erscheinenden Flyer hatte zu erheblicher Kritik geführt. Bereits am Tag nach seiner Veröffentlichung kam vom Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer öffentliche Grundsatzkritik am Flyer, kath.net hat berichtet. Bischof Voderholzer empfahl dann „als Alternative zu diesem Flyer“ ausdrücklich den „Glaubens-Kompass“ von Kirche in Not: „Gender-Ideologie. Ein Leitfaden“ .

Kardinal Paul Josef Cordes hatte gegenüber kath.net gefragt: „Was treibt Redaktoren und Verbreiter dieses oberflächlichen Flugblatts? Einfältige Naivität – politischer Opportunismus – unverantwortliche Verdummung oder einfach antirömische Überheblichkeit?“. Der deutsche Kardinal stellte fest: „Mir bleibt es nur zu protestieren!“.

In einem kath.net-Kommentar hatte der katholische Journalist Peter Winnemöller den Flyer obendrein als „Gender für Amateure“ bezeichnet.

Auch der österreichische Professor für Moraltheologie Josef Spindelböck hatte gegenüber kath.net erklärt, dass eine „Abkopplung des sozialen vom biologischen Geschlecht“ „Konsequenzen für Menschenbild und Deutung der geschlechtlichen Prägung als Frau und Mann“ hat, die „nicht mit der christlichen Sichtweise vereinbar sind“.

Zur Dokumentation: Der Gender-Flyer der Deutschen Bischofskonferenz


Foto Bischof Algermissen (c) Bistum Fulda


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Deutsche Bischofskon

  1. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  2. Auch Bischof em. Hanke/Eichstätt erhebt Einwände gegen DBK-Papier zur sexuellen Vielfalt
  3. „Die Kirche in Deutschland hat abgehängt“
  4. Bischof Voderholzer schließt sich Bischof Oster bei Ablehnung des DBK-Papiers an!
  5. "Der Dialog war erneut von einer ehrlichen, offenen und konstruktiven Atmosphäre geprägt"
  6. Bätzing spaltet politisch! Ein absoluter Tiefpunkt in der deutschen Kirchengeschichte!
  7. Bischof Oster: Das DBK-Papier zur sexuellen Vielfalt „spricht nicht in meinem Namen“
  8. Die katholische Kirche in Deutschland und die Weltkirche
  9. Keine Zustimmung aus Rom zur Handreichung der Deutschen Bischofskonferenz!
  10. Bischof Bätzing "vom Teufel geschickt"?






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  4. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  9. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  10. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  11. Ein Frühstück für den Verleugner
  12. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  13. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  14. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  15. Warum zwei Kardinäle aus Afrika erst jetzt 80 Jahre alt werden

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz