Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  2. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  5. Kirche im Verfall
  6. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  7. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  8. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  9. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  10. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  11. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  15. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“

'Die juristische Auseinandersetzung hätte ich gerne vermieden'

12. Mai 2016 in Deutschland, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Martin Lohmann, der ehemalige Chefredakteur von K-TV, hat diese Woche eine persönliche Erklärung zur gerichtlichen Auseinandersetzung um seine Kündigung veröffentlicht.


Bonn (kath.net) „Die juristische Auseinandersetzung hätte ich gerne vermieden.“ Dies erläuterte Martin Lohmann (Foto) in einer Stellungnahme gegenüber kath.net. Lohmann hatte nach seiner Kündigung als Chefredakteur gegen den privaten Sender K-TV geklagt. In erster Instanz hatte das Arbeitsgericht Köln die beiden Klagen des Bonner Publizisten Martin Lohmann gegen den Sender K-TV wegen unrechtmäßiger Kündigungen und Diskriminierung abgewiesen, kath.net hat berichtet. Lohmanns Anwalt Prof. Klaus Michael Alenfelder hat inzwischen Berufung angekündigt.

kath.net dokumentiert die persönliche Erklärung von Martin Lohmann in voller Länge:

Im Blick auf das Verhältnis zu K-TV sind nach einer KNA-Meldung vor einer Woche Fragen und Missverständnisse entstanden. Daher ist mir folgende Feststellung wichtig:

1. Die juristische Auseinandersetzung hätte ich gerne vermieden, sie wurde aber trotz meiner mehrfach gezeigten und immer wieder ausgeschlagenen Versöhnungsbereitschaft leider notwendig. Dieser Streit wurde nicht von mir, sondern von K-TV in die Öffentlichkeit getragen. Ich hätte darauf gerne verzichtet.


Schriftlich und mündlich hat mich der Geistliche Leiter von K-TV, Pfarrer Buschor, als nicht katholisch genug bezeichnet und mir Freimaurerei unterstellt. Deswegen untersagte er mir, Beiträge zu Glauben und Kirche zu konzipieren und umzusetzen. Ein klärendes Gespräch mit dem Pfarrer wurde mir verweigert. Er war für mich seit Jahren weder telefonisch noch persönlich zu erreichen.

Die Unterstellungen gegen mich sind unwahr und rufschädigend. Wir sind der Wahrheit verpflichtet, daher darf und muß jeder – auch ich – der Lüge entgegentreten. Gegebenenfalls auch mit juristischen Mitteln.

Grundsätzlich gilt: Eine gerichtliche Lösungsfindung ist legitim und sollte nicht anderweitig wie etwa (pseudo)moralisch instrumentalisiert werden. Die Abweisung meiner Rechte in erster Instanz durch das Arbeitsgericht ist unverständlich und aus juristischer Sicht nicht nachvollziehbar. Rufschädigung und Diskriminierung sind leider nachweisbar. Ich überlasse es den Juristen, das Juristische zu klären.

2. Was die moralische Seite anbelangt, sage ich in aller gebotenen Deutlichkeit: Ich hege weder Hass noch Groll gegenüber einzelnen Personen bei K-TV. Ich kann nicht sagen, ob und wie der Pfarrer hier von wem warum auch immer falsch informiert wurde. Persönlich habe ich dem Pfarrer längst vergeben und reiche ihm auch künftig die Hand.

Ich habe selbstverständlich großen Respekt vor der außergewöhnlichen Lebensleistung des Pfarrers hinsichtlich des Aufbaus eines katholischen Fernsehsenders und weiß dieses Werk, an dem ich eine Zeit lang aus ehrlichen Absichten und mit katholischem Geist engagiert und unter Einbringung vieler beruflicher Erfahrungen mitwirken konnte, zu würdigen. Jedenfalls bete ich weiterhin für den Pfarrer und andere bei K-TV.

3. Mir wurde bei K-TV – ohne vorheriges Gespräch oder Ankündigung – gekündigt, nachdem meine Arbeit bereits seit geraumer Zeit verhindert worden war. Angeblich benötigt K-TV weder eine Redaktion noch einen Chefredakteur. Dies verwundert bei einem Sender, der ein Vollprogramm ausstrahlt. Weiter behauptet K-TV, die mangelnden Einnahmen hätten die Kündigung meiner Person und zuvor aller anderen Redakteure zwingend notwendig gemacht.

Ich bedauere die Entwicklung sehr. Dennoch gilt für mich:
Dem Pfarrer, K-TV und allen, die dem Sender Vertrauen schenken, wünsche ich Gottes reichen Segen.
Veritas Liberabit Vos – Die Wahrheit wird (euch) frei machen (Jo 8,32).
Sie möge der Maßstab sein.

Bonn, am 12. Mai 2016
Martin Lohmann

Foto (c) Martin Lohmann


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  2. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  3. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“
  4. Kardinal Müller: „Von Anfang an ist Radio Maryja zu einer Stimme in dieser modernen Wüste geworden“
  5. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  6. "Hassprediger und Hofnarr"
  7. Die BBC hatte eine Trump-Rede gezielt frisiert, so dass sie zum angeblichen Gewaltaufruf wurde
  8. Skandal: ZDF bestätigt, dass langjähriger palästinischer Mitarbeiter der Hamas angehörte
  9. WELT-Reporter Bojanowski: Die Welt ist viel besser, als behauptet wird
  10. Aktuelle Daten zeigen: Keine Übersterblichkeit in Europa während der Hitzewelle







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  4. Der Tod der Theologie in Deutschland
  5. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  8. Kirche im Verfall
  9. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  10. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  11. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz