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Arbeitsgericht weist Kündigungsklagen des Publizisten Lohmann ab

4. Mai 2016 in Deutschland, 12 Lesermeinungen
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Lohmanns Rechtsanwalt Prof. Alenfelder kündigte Berufung an


Köln (kath.net/KNA/red) Das Arbeitsgericht Köln hat die beiden Klagen des Bonner Publizisten Martin Lohmann gegen den Sender K-TV wegen unrechtmäßiger Kündigungen und Diskriminierung abgewiesen. Damit folgte die Vorsitzende Richterin Nadja Abou-Lebdi bei der Verhandlung am Dienstag in Köln dem Antrag der K-TV-Anwältin Silke Willig.

Demnach sind die zu Ende 2014 beziehungsweise Ende August 2015 ausgesprochenen betriebsbedingten Kündigungen gegen den damaligen K-TV-Chefredakteur Lohmann rechtmäßig. Auch der Klage des 59-Jährigen gegen den spendenfinanzierten Sender wegen Mobbings und Diskriminierung folgte das Gericht nicht.

Lohmanns Rechtsanwalt Prof. Dr. Klaus Michael Alenfelder kündigte auf Anfrage Berufung an. Diese ist vor dem Landesarbeitsgericht Köln möglich. Die Kosten beider Rechtsstreitigkeiten trägt der Kläger. Der Streitwert beträgt nach Auskunft des Arbeitsgerichts im Kündigungsverfahren 90.000 Euro und in dem zweiten Verfahren über eine mögliche Diskriminierung 27.561 Euro. (Az. 14 Ca 2329/15 und Az. 14 Ca 8810/14)

Zu Beginn der Verhandlung hatte die Richterin für beide Verfahren einen Vergleich im Wert von acht Monatsgehältern Lohmanns als K-TV-Chefredakteur angeboten. Diesen Kompromiss lehnte Willig ab.

Der Sender mit Sitz in Opfenbach (Allgäu) und der Schweiz hatte bei der Kündigung geltend gemacht, im Zuge einer wirtschaftlich-strategischen Neuausrichtung seine Redaktion aufzulösen und sein Programm nur noch von Fremdanbietern zu kaufen. Damit falle keine redaktionelle Arbeit mehr an. Lohmann hatte dem entgegengehalten, auch Kauf und Zusammenstellung von Sendungen stellten eine redaktionelle Tätigkeit dar.

Zudem sah sich Lohmann, der zuvor unter anderem stellvertretender Chefredakteur des Rheinischen Merkur und Chefredakteur der Koblenzer «Rhein-Zeitung» war, durch den Geistlichen Leiter des Senders, Pfarrer Hans Buschor, wiederholter Diskriminierung ausgesetzt. Dieser habe seinem Mandanten unterstellt, «nicht katholisch genug» und Freimaurer zu sein, was der wichtigste Hintergrund der Kündigung und der Klagen sei, sagte Alenfelder.

Rechtsanwältin Willig räumte ein, dass Buschor zwar Einfluss genommen habe, aber kein Angestellter des Senders und somit auch offiziell nicht zuständig sei. Weiter beklagte Lohmann, der Sender habe völlig ungeeignete Räume mit einem nicht schallisolierten Studio direkt über einem metallverarbeitenden Betrieb angemietet und damit seine Arbeit unmöglich gemacht.

Alenfelder sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), das Gericht scheine wichtige Argumente und Beweise nicht berücksichtigt zu haben. Zudem sei als einziger Zeuge Hartmut Alexander Rhotert als führender K-TV-Mitarbeiter gehört worden, während alle vom Kläger benannten Zeugen «ignoriert» worden seien. Auch nannte er die Behauptung, K-TV habe sich in einer wirtschaftlich angespannten Situation befunden, nicht nachvollziehbar.

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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Lesermeinungen

 Anno Rasso 6. Mai 2016 
 

Traurig und vermeidbar

@mhesemann Es ist wirklich traurig, dass ein solcher Streit entsteht. Ein katholischer Sender holt einen glaubens- und medienstarken Chefredakteur wie Herrn Lohmann. Da hatte ich auf einen professionellen Auftritt des Senders gehofft. Und dann darf der nur mit unzulänglichen Mitteln arbeiten, zB Produktion in einem völlig unbrauchbaren Studio (über einem Metallbetrieb mit Sägearbeiten - ohne Schallschutz).

Dann muß sich Herr Lohmann als Freimauer und nicht katholisch genug verleumden lassen (wer auch immer Pfarrer Buschor auf diese Idee gebracht haben mag).

Und zum Schluß eine Kündigung des Chefredakteurs. Und jeder Vergleich wird abgelehnt. Leider bleibt dann nichts übrig als eine Klage. Als Familienvater ohne Latifundien und Aktienpakete könnte ich auch nicht anders handeln.

Ich hoffe beide Seiten finden zu einer Regelung.


3
 
 Wynfried 4. Mai 2016 

@ mhesemann

Vielen Dank für Ihren Beitrag!
Sie sprechen mir aus dem Herzen!


4
 
 mhesemann 4. Mai 2016 
 

Traurig

Ein solcher Streit im katholischen Milieu ist zunächst einmal traurig, vor allem, wenn ein einst so engagierter katholischer Sender auf der einen und einer der brillantesten katholischen Publizisten auf der anderen Seite stehen. Aber hier geht es nicht um Glaubensfragen, sondern um schlichtes Arbeitsrecht. Martin Lohmann ist ein Familienvater, der auch eine Verantwortung dafür trägt, seine Familie zu ernähren. Für KTV hat er andere Angebote ausgeschlagen und sich mit Herz und Seele und bekannter Professionalität dafür eingesetzt, dem manchmal doch etwas betulich erscheinenden Sender ein modernes, dezidiert katholisches Image zu verpassen, gerade durch qualitativ hochwertige Eigenproduktionen. Dass Lohmann ein begnadeter Moderator ist, prädestinierte ihn besonders für diese Aufgabe. Jetzt hat er zumindest ein Recht darauf, für seinen Einsatz entsprechend honoriert zu werden, zumal man durch gezieltes Mobbing (wie der Lüge ML sei Freimaurer) auch noch Rufschädigung versuchte.


18
 
 Weinberg 4. Mai 2016 
 

Ein totes Pferd soll man nicht weiter reiten

lautet eine alte Indianer-Weisheit. Das Verhältnis zwischen den Kontrahenten scheint heillos zerrüttet zu sein. Aber es geht halt um Geld.


6
 
 Veuve Clicquot 4. Mai 2016 

Die Frage stellt sich wirklich,

wo die 1,5 Millionen Spendengelder hingehen.
Und wenn 3 Mio da sind, und 1,5 nicht verwendet werden, warum dann mit den anderen 1,5 Mios ein so schlechtes Programm?


6
 
 Marcus, der mit dem C 4. Mai 2016 
 

Frage

Inwiefern ist denn die KNA-meldung korrigiert worden?


5
 
 Stefan Fleischer 4. Mai 2016 

@ doda

Zum Streiten braucht es immer zwei. Den konkreten Fall kann ich beurteilen. Aber den Schaden für die Kirche sehe ich.


5
 
 Baselbieter 4. Mai 2016 
 

Das ist ja ungeheuerlich!

Wie kann man denn einen so friedlichen, verträglichen und milden hochwürdigen Herrn wie den sanktgaller Pfarrer Hans Buschor des Mobbing zeihen!


6
 
 Ottaviani 4. Mai 2016 

die Sache ist ja an Peinlichkeit nicht zu übieten

bestätigt aber mein bild das ich von Anfang an von der Causa hatt


2
 
 doda 4. Mai 2016 

@Stefan Fleischer

Weil wir meistens Verantwortung für eine Familie tragen.


10
 
 Stefan Fleischer 4. Mai 2016 

Ich kann nichts dafür

Aber bei solchen Streitereien kommt mir immer 1.Kor 6,5-7 in den Sinn:
"Ich sage das, damit ihr euch schämt. Gibt es denn unter euch wirklich keinen, der die Gabe hat, zwischen Brüdern zu schlichten? Stattdessen zieht ein Bruder den andern vor Gericht, und zwar vor Ungläubige. Ist es nicht überhaupt schon ein Versagen, dass ihr miteinander Prozesse führt? Warum leidet ihr nicht lieber Unrecht? Warum lasst ihr euch nicht lieber ausrauben?"


9
 
 Glocke 4. Mai 2016 
 

Schade, schade, schade,

daß man das nicht diskreter handhaben konnte, sondern einen solchen Streit in aller Öffentlichkeit austragen mußte!

Herr Pfarrer Buschor und der von ihm gegründete Sender K-TV sind für mich wahre Leuchttürme und Manna in der mich umgebenden Wüste (z.B. wunderbare, katholische Predigten)!

Die Publikationen von Herrn Lohmann sind ebenfalls im Glauben stärkend und sehr informativ! Und dann DAS!!

Warum können gläubige katholische Christen die Schwierigkeiten des Alltags nicht mit Nächstenliebe und Vernunft lösen - ganz im Sinne unseres Herrn?

Unfaßbar: die süffisante öffentliche Frage nach dem Verbleib von 1,5 Mio. Spendengeldern! Einfach nur zum Weinen!


11
 

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