Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  9. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  10. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  11. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Fast der gleiche Glaube?

Irakischer Erzbischof: Europa blauäugig gegenüber Islam

29. Juli 2016 in Aktuelles, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Syrisch-orthodoxer Erzbischof Saliba: Leiden der Nahost-Christen auch in Europa systematisch verschwiegen - Russland und Amerika wollten Syrienkonflikt offenbar "am Kochen halten"


Wien (kath.net/KAP) "Blauäugigkeit im Umgang mit Migranten aus muslimischen Ländern" wirft der Erzbischof der syrisch-orthodoxen Kirche, Theophilus George Saliba, den europäischen Politikern vor. "Man übersieht, hoffentlich aus Unwissenheit und nicht willentlich, die sozio-religiöse Sprengkraft dieser Migrationsbewegung nach Europa. Ihr habt keine Ahnung über die Kultur und Entschlossenheit der Menschen", so der Erzbischof in einem bereits im Juni geführten Interview, das nun in mehreren österreichischen Kirchenzeitungen (aktuelle Ausgabe) veröffentlichten wurde.

Europa laufe Gefahr, "den gleichen Terror gegen Christen zu erleben wie wir im Nahen Osten", so der Kirchenmann mit Sitz im irakischen Mossul, der derzeit allerdings im Exil im libanesischen Beirut lebt und ein Mitbegründer der in Wien ansässigen Stiftung "Pro Oriente" ist. Regierungen wie etwa in Schweden sähen tatenlos zu, wie radikale Moslems Kriegsflüchtlinge sogar in europäischen Ländern bedrohten. Setzten sich derzeitige Entwicklungen fort, stehe Europa in zehn Jahren "sehr schwierige Tage" gegenüber, so Saliba.


In Syrien und im Irak finde derzeit ein "Genozid" an den Christen statt, sagte Theophilus. "Wir Christen werden unbarmherzig verfolgt. Kämpfer des radikal-islamistischen IS rauben, morden und verschleppen Christinnen und Christen. Das ist gezielt organisierter Terror." Die christlichen Gemeinden in den beiden Kriegsländern, mit zwei Millionen Mitgliedern die zweitgrößte Kirche in Nahost, stünden vor der Auslöschung; die Behörden und selbst internationale Hilfsorganisationen würden sie als "Menschen zweiter Klasse" behandeln.

Medien verschweigen Leid der Christen

Die Medien würden das Leid der Christen verschweigen, Theophilus kritisierte eine "seltsame Rangordnung der Leidberichterstattung": Es werde nur über Gräuel an Muslime oder manchmal auch an Jesiden gesprochen, "aber wenige wissen, dass uns Christen im Irak und Syrien alles geraubt wurde und vielen nur das nackte Leben geblieben ist". Die IS-Truppen hätten zunächst alle Grundstücke an sich genommen, dann Kirchen und kirchlichen Organisationen wie auch Klöster zerstört. "Wer nicht getötet wurde, musste fliehen. Frauen wurden vergewaltigt und verkauft."

Auch im Exilland Libanon sei die Situation laut dem Erzbischof sehr schwer. Zwar sei ein Christ Präsident, doch verwehre die Regierung den christlichen Flüchtlingen noch immer, wirtschaftlich Fuß zu fassen. Alle geflohenen Christen Syriens und des Iraks wollten wieder zurück in ihre Heimat, doch wisse nur Gott, wann dies möglich sei. Die Region brauche dringend Frieden, der jedoch in den Händen von Amerika und Russland liege. Saliba: "Mein Eindruck ist, man will den Konflikt am Kochen halten."

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islamismus

  1. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  2. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘
  3. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland
  4. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  5. Vereinigte Arabische Emirate schränken staatliche Förderung für Studieren in Großbritannien ein
  6. Mansour: Terrorschlag in Australien ist „logische Konsequenz einer global entfesselten Hassdynamik“
  7. Manuel Ostermann, Vize-Vorsitzender der Polizeigewerkschaft: „Die Kriminalität explodiert“
  8. Integrationsbeauftragte warnt: Politik, Verwaltung in Neukölln teilweise von Islamisten unterwandert
  9. Skandal: ZDF bestätigt, dass langjähriger palästinischer Mitarbeiter der Hamas angehörte
  10. Ahmad Mansour: ‚Islamismus ist eine ernstzunehmende Bedrohung, die Menschenleben kostet‘







Top-15

meist-gelesen

  1. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  2. Präsident Trump nominiert Tochter von Franklin Graham zur Sonderbotschafterin für Religionsfreiheit
  3. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  4. Fast der gleiche Glaube?
  5. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  6. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  7. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  8. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  9. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  10. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  11. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  12. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  13. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz