Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  4. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  5. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  6. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  7. So fühlt sich Nachhausekommen an
  8. Wann enden die perspektivlosen Strukturdebatten?
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  11. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  12. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  13. Papst Leo XIV. bestärkt Bischof Voderholzer auf dem Weg der Neuevangelisierung
  14. Griechisch-orthodoxe Bischöfe üben scharfe Kritik an EU-Plänen zu Abtreibungsfonds
  15. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne

BILD: ‚Die Islamisten werden immer mehr – und die Regierung tut NICHTS dagegen’

3. Mai 2024 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Islamismus sei keine Randerscheinung unter den in Deutschland lebenden Muslimen, sagt die Islamwissenschaftlerin Susanne Schröter. Umfragen würden zeigen, dass bis zu 50 Prozent der Moslems einem islamistischen Fundamentalismus anhängen würden.


Berlin (kath.net/jg)
„Die Islamisten werden immer mehr – und die Regierung tut NICHTS dagegen.“ Zu diesem Fazit kommt Filipp Piatov nach Rücksprache mit Experten aus Politikwissenschaft, Verfassungsrecht und Islamwissenschaft in einem Artikel der Zeitung BILD.

Seitens der Politik werde nach islamistischen Aufmärschen stets verkündet, dass radikale Muslime in Deutschland keine Zukunft hätten. „Wer ein Kalifat will, ist in Deutschland an der falschen Adresse“. Er habe „kein Zuhause und keine Zukunft“, sagte Bundes-Innenministerin Nancy Faeser (53) von der SPD nach der Kundgebung in Hamburg, bei welcher Islamisten die Einführung des Kalifats in Deutschland verlangten. (Siehe Link)

Das Justizministerium lies verlauten: „Wer hier das Kalifat ausrufen will, gehört nicht zu unserem Land.“

Laut den von BILD interviewten Experten würden die Ankündigungen von Abschiebungen nicht in die Tat umgesetzt. Außerdem sei das Potenzial des Islamismus in Deutschland viel größer als von den Politikern zugegeben.


Andreas Rödder (51), Professor für Neueste Geschichte an der Universität Mainz, hält die Diskussion um solche Abschiebungen für „eine Ersatzhandlung, mit der man auf eine vermeintlich einfache Lösung verweist.“

2023 wurden nur 16.430 Ausländer abgeschoben, gleichzeitig kamen mehr als 300.000 Menschen als Migranten nach Deutschland. Die meisten Abschiebungen gingen nach Georgien, in die Türkei, nach Albanien, Moldau und Nordmazedonien. Diese Länder sind nicht als Hochburgen des Islamismus bekannt.

Viele Islamisten können gar nicht abgeschoben werden, weil sie deutsche Staatsbürger sind. Wie viele das sind, weiß das Innenministerium aber nicht. 2022 schätzte der Verfassungsschutz das „islamistische Personenpotential“ auf 27.480. Auf Anfrage von BILD gab das Innenministerium bekannt, dass die Staatsangehörigkeit dabei nicht erfasst wurde.

Volker Boehme-Neßler (61), Professor für Öffentliches Recht und Medien- und Telekommunikationsrecht an der Universität Oldenburg, stellt gegenüber BILD fest, dass „nur ein geringer Bruchteil der Ausländer abgeschoben“ wird, „die ausreisepflichtig sind“. Zwei Gruppen von Islamisten könnten nicht ausgewiesen werden. Das sind neben den deutschen Staatsbürgern die Asylwerber mit laufendem Verfahren. Die Politik der deutschen Regierungsparteien fördere diese Entwicklung. Wörtlich sagt Boehme-Neßler: „Wer also politisch Einbürgerungen forciert und Flüchtlinge unkontrolliert ins Land lässt, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich Islamisten in unserem Land befinden, die sich nicht ausweisen und abschieben lassen.“

Susanne Schröter (66), Ethnologin und Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI) an der Universität Frankfurt, schätzt die Situation gegenüber BILD so ein: „Die islamistischen Verfassungsfeinde, die wir in Hamburg gesehen haben, werden in Deutschland bleiben.“

Dafür sei auch die Migrationspolitik der deutschen Regierung verantwortlich. Sie führe dazu, „dass wir es in steigendem Umfang mit Islamisten zu tun haben werden.“

Sie hält den Islamismus nicht für eine Randerscheinung unter den Muslimen, die sich in Deutschland aufhalten. „Was wir auf den Straßen Hamburgs gehört haben, steht nicht für eine kleine, radikale Minderheit der muslimischen Community in Deutschland. Wir sehen in sämtlichen Umfragen, dass der islamistische Fundamentalismus sehr weit verbreitet ist. Wir sprechen von Prozentzahlen von teils 50 Prozent der in Deutschland lebenden Muslime“, warnt Schröter.

Von den Ankündigungen der Politiker Islamisten abzuschieben hält sie wenig. Das sei populistische Augenauswischerei, sagt sie.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islamismus

  1. Vereinigte Arabische Emirate schränken staatliche Förderung für Studieren in Großbritannien ein
  2. Mansour: Terrorschlag in Australien ist „logische Konsequenz einer global entfesselten Hassdynamik“
  3. Manuel Ostermann, Vize-Vorsitzender der Polizeigewerkschaft: „Die Kriminalität explodiert“
  4. Integrationsbeauftragte warnt: Politik, Verwaltung in Neukölln teilweise von Islamisten unterwandert
  5. Skandal: ZDF bestätigt, dass langjähriger palästinischer Mitarbeiter der Hamas angehörte
  6. Ahmad Mansour: ‚Islamismus ist eine ernstzunehmende Bedrohung, die Menschenleben kostet‘
  7. Nach Verherrlichung der Hamas: Italien schiebt Imam ab
  8. Die Ampel kehrt das Problem des Islamismus beharrlich unter den Teppich
  9. Karl-Peter Schwarz: "Werden die Islamisten ihren Krieg gegen Europa gewinnen?"
  10. Chefredakteur-Digital der WELT: ‚Hören wir auf, uns etwas vorzumachen!’






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
  3. Australischer Forscher Andrew Lowenthal analysiert Zensur in Deutschland
  4. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  5. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  6. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  7. Viel Bla-Bla zum Neuen Jahr!
  8. „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
  9. Regensburger Bischof Voderholzer beim Papst
  10. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  11. Papst Leo XIV: Meinungsfreiheit auch im Westen beschränkt
  12. Gott schütze Venezuela!
  13. BILD-Chefin Marion Horn fordert jetzt: Daniel Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten
  14. So fühlt sich Nachhausekommen an
  15. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz