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'Unser Gewissen drängt uns…'

21. Juni 2017 in Weltkirche, 62 Lesermeinungen
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Die vier "Dubia"-Kardinäle Walter Brandmüller, Joachim Meisner, Carlo Caffarra und Raymond Burke haben Anfang Mai Papst Franziskus um eine Audienz ersucht, bis heute wurde das Ansuchen nicht einmal beantwortet


Rom (kath.net)
Die vier "Dubia-Kardinäle" Walter Brandmüller, Joachim Meisner, Carlo Caffarra und Raymond Burke haben Anfang Mai bei Papst Franziskus um eine Audienz angesucht. Bis jetzt wurde das Ansuchen allerdings nicht einmal beantwortet. Dies berichtet Edward Pentin im National Catholic Register. Der Brief von Kardinal Carlo Caffarra wurde am 6. Mai an Papst Franziskus persönlich übergeben. "Vor dieser schweren Situation, in der es Spaltungen in vielen christlichen Gemeinden gibt, fühlen wir das Gewicht unserer Verantwortung, und unser Gewissen drängt uns, in aller gebotenen Ehrfurcht um eine Audienz zu bitten."

kath.net dokumentiert das von Sandro Magister veröffentlichte Schreiben in deutscher Sprache:

"Unser Gewissen drängt uns…"

Heiliger Vater,

mit einem gewissen Bangen wende ich mich in diesen Tagen der Osterzeit an Eure Heiligkeit. Ich tue es im Namen der Herren Kardinäle Walter Brandmüller, Raymond L. Burke, Joachim Meisner und in meinem eigenen.

Wir möchten zu allererst unsere absolute Hingabe und unsere vorbehaltlose Liebe dem Hl. Stuhl und Ihrer Person gegenüber bekunden. In Ihnen erkennen wir den Nachfolger Petri und den Stellvertreter Christi, den "süssen Christus auf Erden", wie die hl. Katharina von Siena gerne sagte. Wir stimmen in keiner Weise mit jenen überein, die den Stuhl Petri für vakant halten, noch mit denen, die auch anderen die doch unteilbare Verantwortung des Petrusamtes zusprechen wollen. Wir sind nur durch das Wissen um unsere schwere Verantwortung als Kardinäle gedrängt, Berater des Nachfolgers Petri in seinem erhabenen Dienst zu sein. Wozu uns auch das Sakrament der Bischofsweihe, als Hirten für die Kirche Gottes sorgen lässt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat (vgl. Apg 20,28).


Am 19. September 2016 haben wir Eurer Heiligkeit und der Glaubenskongregation fünf "dubia" vorgelegt und Sie gebeten, Unsicherheiten auszuräumen und Klarheit in einigen Punkten des nachsynodalen Schreibens "Amoris Laetitia" zu schaffen.

Nachdem wir von Eurer Heiligkeit keine Antwort erhalten haben, haben wir uns entschlossen, Sie um eine Audienz zu bitten, wenn es Eurer Heiligkeit beliebt, für uns gemeinsam. Wir fügen, wie es Praxis ist, ein Foglio d’Udienza bei, in dem wir die beiden Punkte darlegen, die wir mit Ihnen erörtern möchten.

Heiliger Vater,

es ist ein Jahr seit der Veröffentlichung von "Amoris Laetitia" vergangen. In dieser Zeit sind Interpretationen einiger sachlich doppeldeutiger Abschnitte des nachsynodalen Schreibens öffentlich abgegeben worden, die vom ständigen Lehramt der Kirche nicht nur abweichen, sondern ihm widersprechen. Obwohl der Präfekt der Glaubenskongregation mehrmals erklärt hat, dass die Lehre der Kirche sich nicht geändert habe, sind zahlreiche Erklärungen von einzelnen Bischöfen, Kardinälen und sogar von Bischofskonferenzen erschienen, die das approbieren, was das Lehramt der Kirche nie approbiert hat. Es handelt sich nicht nur um den Zugang zur Hl. Eucharistie derer, die objektiv und öffentlich in einer Situation schwerer Schuld leben und in ihr bleiben wollen, sondern auch um ein Verständnis des Gewissens, das der Tradition der Kirche entgegensteht. Und so geschieht es – und wie schmerzhaft ist es, dies zu sehen –, dass das was in Polen Sünde ist, in Deutschland gut ist, dass das was in der Erzdiözese Philadelphia verboten ist, auf Malta erlaubt ist, usw. Uns kommt die bittere Feststellung B. Pascals in den Sinn Gerechtigkeit auf dieser Seite der Pyrenäen, Ungerechtigkeit auf der anderen Seite: Gerechtigkeit auf der linken Seite des Flusses, Ungerechtigkeit auf der rechten Seite.

Zahlreiche kompetente Laien, die die Kirche sehr lieben und dem Apostolischen Stuhl treu verbunden sind, haben sich an ihre Hirten gewandt und auch an Eure Heiligkeit, um in der heiligen Lehre über die drei Sakramente der Ehe, der Beichte und der Eucharistie bestärkt zu werden. Und gerade in diesen Tagen haben sechs Laien aus jedem Kontinent ein zahlreich besuchtes Seminar veranstaltet, das den bezeichnenden Titel: "Klarheit schaffen" ("Fare chiarezza") trug.

Vor dieser schweren Situation, in der es Spaltungen in vielen christlichen Gemeinden gibt, fühlen wir das Gewicht unserer Verantwortung, und unser Gewissen drängt uns, in aller gebotenen Ehrfurcht um eine Audienz zu bitten.

Wir bitten Eure Heiligkeit, unser in Ihren Gebeten zu gedenken, so wie wir Sie der unseren versichern. Und wir bitten Sie um Ihren Apostolischen Segen.

Carlo Card. Caffarra

Rom, den 25. April 2017
Fest des hl. Evangelisten Markus

http://magister.blogautore.espresso.repubblica.it/2017/06/20/unser-gewissen-drangt-uns%e2%80%a6/




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Lesermeinungen

 doda 22. Juni 2017 

Leerschreiben

"Wenn er diese Fragen zur Lehre nicht beantworten kann/will, kann er sich auch seine Leerschreiben mit x-hundert Seiten sparen"
*Leerschreiben* - @Kostadinov, you made my day :;


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 Kostadinov 22. Juni 2017 

wir machen es uns zu kompliziert...

wobei ich diesen Thread hier natürlich nicht abwürgen will. Die Kardinäle haben gefragt, gelten FamCon und VeritatisSplendor noch oder nicht. Dafür ist der Papst der richtige Adressat, weil es sich um Schreiben seines Vorvorgängers handelt. Dafür wird er bezahlt, würde man in normalen Berufen witzeln. Wenn ihm die Frage unter Niveau ist oder vielleicht nicht pastoral genug oder er keine Zeit hat, weil er irgendeinen Klimaapostel treffen muss, dann kann er das sagen und/oder die Antwort gerne delegieren, ist mir sogar egal ob an Müller oder TuchoFernandez. Aber nicht antworten ist einfach eine Bankrotterklärung und ein Eigentor. Wenn er diese Fragen zur Lehre nicht beantworten kann/will, kann er sich auch seine Leerschreiben mit x-hundert Seiten sparen


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 lesa 22. Juni 2017 

Aus pastoraler Sorge

@[email protected]: Kann mir nicht vorstellen, dass Papst Franziskus "die Lehre manipulieren WILL, oder dass er nicht antwortet, weil man ihn "unter Druck setzt" (abgesehen davon, dass, wie Bernhard Joseph schreibt, Druck von jenen ausgeübt wird, die die Lehre der Kirche, bzw. die lebendige Tradition als Grundpfeiler der Kirche übergehen und Spaltungen provozieren, was sie gewiss nicht wollen).
Das Problem ist, zu meinen, "diese Pastoral sei "pastoraler" als das Wort Gottes. "Bleib fest, Petrus. Sie werden von dir Gesetze verlangen, jeden nach seinem eigenen Gutdünken zu behandeln. Genau diese Gesetze kommen von den Menschen. … Wenn sie so sehnsüchtig nach mir verlangen, warum hören sie dann meine Stimme nicht? … weil die Apostasie dick geworden ist … (Jesus wandte sich vor einigen Jahren so an Joh. Paul II. durch eine Mystikerin)
Beten wir weiter intensiv für den Heiligen Vater um Licht und Kraft für die akut notwendige Korrektur von AL.
Es kann und muss erbetet werden.


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 Smaragdos 21. Juni 2017 
 

Ich habe eine ganz einfache Lösung für Amoris laetitia: Kapitel 8 ohne Wenn und Aber streichen! Das wäre mit Abstand die beste Antwort auf die Dubia.


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 Zeitzeuge 21. Juni 2017 
 

Die korrekte, lehrgenaue Beantwortung der fünf Dubia

ist ein dringendes Desiderat, die weltweite Verwirrung ist bereits übergroß,
dringend muss Amoris laetitia ohne Zweideutigkeit im Sinne der überlieferten kath. Moraldoktrin berichtigt werden!

Es wäre somit falsch gewesen, wenn die vier Kardinäle nicht einen erneuten Versuch gestartet hätten!

Sehr schade und traurig ist aber, daß sich nicht noch viel mehr Kardinäle den Vieren angeschlossen haben!

Aber, die Wahrheit ist eben nicht von der Zahl einer Mehrheit abhängig, dafür lieferte und liefert uns die Politik Beispiele ohne Ende!

Die genuine katholische Morallehre wird immer den "Progressiven" ein "Ärgernis" und den "Säkularen" eine "Torheit" sein.

Die Antwort steht u.a. bei Math.7,13-14!


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 kreuz 21. Juni 2017 

Lb. Ottaviani,

Ihre Vermutung (und mehr ist es ja nicht) folgt einer Entscheidungsgrundlage "aus dem Bauch heraus". das ist nachvollziehbar, aber genau das dürfen Staatenlenker -oder auch der Papst- eben NICHT machen, weil an Ihrer Entscheidung eben zuviel "dranhängt". deswg erwarten wir v. diesen Personen einen "kühlen Kopf", damit sie sicher und langfristig den guten Kurs halten.
Trump zB muß sich in diesen Tagen sicher auch v Seinen BEratern sagen lassen, eben NICHT gegen Nordkorea loszuschlagen (Bauchgefühl).
verstehen Sie was ich meine?
ich erwarte von einem Papst schon, daß er NICHT emotional (nicht-)entscheidet, sondern langfristig, demütig, vom Hl. Geist geleitet und VERSÖHNEND. das ist kein Kleinkrieg zw den 4 Kardinaälen und Ihm, in diesem Schiff fahren 1,2 Milliarden Passagiere mit, und die auf der Brücke streiten nur oder sind beleidigt?
gehts noch?


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 Bernhard Joseph 21. Juni 2017 
 

@Stephaninus

Selbstverständlich muss das "Ganze" an die Öffentlichkeit, schon weil einige Bischöfe ÖFFENTLICH aus AL Dinge ableiten, die gegen die Lehre der katholischen Kirche stehen.

Die allgemeine Wirrnis ist eben keine des stillen Kämmerleins sondern sie hat die ganze katholische Kirche ergriffen.

Außerdem ist es jedem Christen aufgetragen, öffentlich für seinen Glauben einzutreten, genau das tun die 4 Kardinäle. Die Verkündigung darf nicht unklar sein, denn dann kann sie nicht ins Heil führen sondern nur ins Verderben.


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 frajo 21. Juni 2017 

Keine Antwort ist auch eine,

so sagt man bei uns. Und so müssen wir feststellen, daß die katholische Kirche bereits jetzt keine "Katholische" mehr ist. Oder wir stellen fest, daß sich einige Teilkirchen, die deutsche, die aus Malta - und - die des jetzigen Papstes in einer wichtigen lehramtlichen Frage abgespalten hat. Hat, nicht Gefahr läuft ... Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß diese Kirche noch die Jesu Christi ist. Wie kann man sich vom Papst noch leiten lassen, wo es von ihm seit Jahren nur Unklarheit und versch. Interpretationsmöglichkeiten gibt? Nur mehr von Bischöfen kann man sich leiten lassen, auch wenn es sich vielfach nicht um die eigenen handelt. Gott sei Dank gibt es noch solche, die als Leitstern fungieren können.
Hatte nicht der Herr selber gesagt, daß das Ende verkürzt wird, damit wenigstens noch ein kleiner letzter Rest an Glauben "gefunden werden könne". Vielleicht meinte Er dabei einen kleinen Rest an Gläubigen, der die Kirche bildet, mit einem kleinen Rest im Vatikan?


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 Bernhard Joseph 21. Juni 2017 
 

@Ottaviani

Nicht die 4 Kardinäle setzen den Papst unter Druck, sondern die willkürlichen Interpretationen von AL seitens einger sich ptrogressiv dünkender Bischöfe tun das. Hier sollte der Papst endlich Klarheit schaffen.

Ein Papsz kann, ja darf nicht ruhig zusehen, wenn ein Schisma droht und wenn sich häretische Strömungen in der Kirche zu etablieren drohen.

Auch ist es nicht die Aufgabe des Papstes, die Lehre durch Schweigen zu verdunkeln. Der Gehorsam gegenüber dem Papst schließt den Gehorsam gegenüber der Kontinuität der Lehre ein nicht aus.

Gerade der Papst muss möglichen Verirrungen der "Schafe" vorbeugen.

Und ernste Fragen von 4 Kardinälen zur kirchlichen Lehre nicht zu beantworten ist ein schwerwiegender Akt.


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 Smaragdos 21. Juni 2017 
 

Non tradidi quod et recepi

Dass Papst Franziskus nicht antwortet, zeigt, dass es ihm generell nicht darum geht, die Lehre der Apostel demütig zu empfangen und weiterzugeben (cf. Paulus: Tradidi quod et recepi - ich gab weiter, was ich empfangen habe), sondern diese in seinem Sinn zu manipulieren. Hier geht es also nicht mehr um echt katholische Tradition, sondern um regelrechte Manipulation der Lehre! Von daher muss man von Papst Franziskus leider sagen: "Non tradidi quod et recepi!" Schreckliche Feststellung.


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 fenstergucker 21. Juni 2017 
 

@Ottaviani

Das ist zwar keine Antwort auf meinen Kommentar, aber auf ihren Text sage ich nur, wie lange sollen die Kardinäle dann noch auf eine Antwort warten. Er weiß doch sonst immer auf jede Sache schnell einen Kommentar abzugeben. Was ist denn das für eine Vorbild, Fragen einfach zu ignorieren. Seines Amtes auf jeden Fall nicht würdig !!


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 Ottaviani 21. Juni 2017 

@Fenstergucker

Der Papst wird die Eminenzen weder empfangen noch ihre Eingabe beantworten weil sie diese veröffentlich haben und zumindest der Eindruck ensteht der Hl. Vater soll unter Druck gesetzt werden


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 Herbstlicht 21. Juni 2017 
 

@myschkin

Selbst wenn in den Augen des Papstes die 4 Kardinäle keinen Anspruch auf ein klärendes Gespräch hätten, so gebietet es die pure Höflichkeit, zu antworten und ihnen zu erklären, warum er ein Gespräch für nicht dringlich hält.

Gesprächsverweigerung ist keine gute Lösung in einem sich immer mehr vergrößernden und allmählich verselbständigenden Konflikt.
Pontifex - ein Brückenbauer sein!
Nicht nur ein Brückenbauer zu jenen, die man mag, sondern auch zu jenen, bei denen es schwerer fällt, weil sie Fragen haben.
Frau Merkel hatte viermal die Ehre, von Papst Franziskus empfangen zu werden.

Lt. Walter Mayr von „Spiegel Online“ sagte Papst Franziskus vor Freunden:
"Nicht ausgeschlossen, dass ich als derjenige in die Geschichte eingehen werde, der die katholische Kirche gespalten hat."
Das kann er doch im Ernst nicht wirklich wollen, oder etwa doch?


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 kreuz 21. Juni 2017 

Lb. @ Bernhard Joseph

ich muß Ihren Ausführungen -leider- zustimmen.
so sehe ich es aus und so geht es mir damit.


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 waghäusler 21. Juni 2017 
 

Mir wird Papst Franziskus immer suspekter.Anstatt die Klarheit im Glauben voran zutreiben,entsteht Verwirrung.


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 Kostadinov 21. Juni 2017 

@myschkin

ich kann eine andere Meinung nicht teilen, aber "die Dubia nicht teilen" geht schon sprachlich nicht. Wie kann ich eine an mich gerichtete Frage nicht teilen? Ich kann die Antwort verweigern, weil ich die Notwendigkeit nicht einsehe, okay, aber die Fragen der Kardinäle sind brennend. Und die Sache ist ganz einfach, sagt er ja, z.B. FamCon gilt noch, dann stürzt sein soz-päd progressives Kartenhaus zusammen, sagt er nein, gilt nimmer, ist es amtlich, dass er mit 2000 Jahren Lehre gebrochen hat. Und deswegen versteh ich sogar, dass er nicht antworten will, aber in meinen Augen ist es ein Kneifen, Davonlaufen und deswegen muss er weiter "bedrängt" werden, um Ihre Formulierung aufzugreifen. Ist doch lächerlich, dass man in D zu etwas eingeladen wird, wobei man sich das Gericht isst, wenn man's in Polen macht


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 Bernhard Joseph 21. Juni 2017 
 

Ich kann es nur wiederholen,

wer sich von den üblichen Interpretationen frei macht und unbefangen auf die 4 Kardinäle schaut, muss einfach sehen, dass hier mehr im Spiel ist als nur das eigene Gewissen. Es ist der Heilige Geist, der diese mutigen Kardinäle führt um seine Kirche(!) vor dem Zugriff der Eigenwilligkeit des Menschen zu schützen. Krisen, auch schwerste, gab es in der Geschichte der Kirche schon einige, man denke z.B. an den Donatismus. Immer waren Einzelne wie z.B. Augustinus oder Athanasius berufen, den Irrungen entgegenzutreten. Dass AL Spaltungen hervorruft steht außer Diskussion, die unterschiedlichen Interpretationen belegen das. Der Papst scheint die Spaltung hinnehmen zu wollen. Ein tragischer Zustand. Auf diesem Pontifikat liegt kein Segen, das Jahr der Barmherzigkeit hat diese nirgends befördert und die Kirche in unseren Landen gleitet zunehmend in politische Agitation ab statt den Glauben unerverkürzt zu verkünden. Ich bin wirklich unendlich froh und dankbar, dass es diese 4 Kardinäle gibt.


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 Vermeer 21. Juni 2017 

@totti001

aber wer die hl. Katharina von Siena ist und für was sie steht und was sie gesagt hat, wissen Sie? Ach nein, stimmt ja, da haben Sie ja sofort als erwachsener Mensch aufgehört weiter zu lesen.


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 kleines Lichtlein 21. Juni 2017 
 

'Unser Gewissen drängt uns…'

Wieso sind es immer noch nur 4 Kardinäle von 220 ?
Was sagt denn das Gewissen der anderen 116 Kardinälen ?


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 Rosenzweig 21. Juni 2017 

Tröstlich - 4 Männer, 4 Leuchttürme ...

DANKE – werter @bernhard_k– für Ihren treffenden Vergleich.–

Und mit Ihrem + unser aller täglich TREUEM GEBET zum Hl.GEIST-
da wird auch in diesem entscheidend brennenden ANLIEGEN -
den Pforten der Unterwelt - nach Gottes Ratschluss - Einhalt geboten werden!

So vertrauend + betend verbunden..


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 myschkin 21. Juni 2017 
 

Es ist doch offensichtlich,

dass der Papst die Dubia nicht teilt. Warum also diese Bedrängung des Papstes? Er wird sich schon dazu äußern, wenn er das für geboten halten sollte. Bis dahin verweist sein Schweigen auf seine Enzyklika. Für den Papst ist offensichtlich bereits alles dazu gesagt, was die Eminenzen in Zweifel setzt. Vielleicht wird der Papst sich zu den Dubia auch überhaupt nicht äußern, weil er sie für unangebracht hält? Das Recht hat er dazu.

Zur Sache selbst maße ich mir als Laie kein Urteil an.

Es ging mir nur darum zu zeigen, dass das Schweigen des Papstes in dieser Sache bereits seine Antwort ist.


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 Hadrianus Antonius 20. Juni 2017 
 

@Stephaninus

Die Wahrheit braucht das Licht.
Das Licht muß nicht unter dem Scheffel gesteckt werden, sondern ganz hoch damit es alles erhellt.
Amoris laetitia wurde für die ganze Öffentlichkeit geschrieben; und die darin vorkommende Unklarheiten (und die total unterschiedliche Interpretationen der Bischöfen an unterschiedlichsten Stellen) sind nun einmal da.
die 5 dubia der 4 Kardinälen weisen nun direkt auf die Unklarheiten mit Nonconformität mit dem bisherigen Lehramt hin.
Wenn man einen höflichen Brief in einer wichtigen Sache von angesehenen Bekannten bekommt, ist es nur passend in angemessener Zeit zu antworten bzw. den Empfang des Briefes zu bestätigen.
Das umsomehr als in der Zwischenzeit der nordbelgischen Zeitschrift Tertio ganz schnell ein ausgiebiges Interview gewährt wurde (auch öffentlich).
Schweigen wenn der Glauben in Gefahr ist, macht mitschuldig.
Impavide progrediamur.


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 totti001 20. Juni 2017 

Das kennt man doch irgendwoher

Eigentlich müsste man spätestes beim süßen christus auf Erden aufhören zu lesen. Wenn man trotz des leichten Grusels der einen befällt, dass ein erwachsener Mann so etwas ernsthaft als Verehrungsgeste schreibt weiterliest, dann kommt einem der Rest der Geschichte doch sehr bekannt vor: Joh 8, 1 ff.


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 Vermeer 20. Juni 2017 

Die Wüste lebt

Das Verhalten des Papstes wird gedeckt von einer Vielzahl einflussreicher Geistlicher. Diese betrachtet die dubia als "Unverschämtheit". Kardinäle legen das Kreuz ab, winken Modenschauen durch in geweihten Kirchen, mißbrauchen ihre moralische Autorität, indem sie demokratische Parteien stigmatisieren, usw. Das ist das 21. Jahrhundert in seinem 17. Jahr. Und jetzt? Wir müssen die Oasen unseres noch intakten Glaubens pflegen damit die Wüsten kleiner werden.


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 agnese 20. Juni 2017 
 

Papst Franciskus bevorzugt schlechte Ratgeber, er könnte sich von Kardinal Müller beraten lassen, der für die reinhaltung der Lehre der Kirche zuständig ist,aber er ist für den Papst nicht progressiv genug, nicht änderungsfreudig genug, wie das die Kirche 2000 Jahre lang war.


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 bernhard_k 20. Juni 2017 
 

4 Männer, 4 Leuchttürme ...

Da kann uns nichts passieren. Der Hl. Geist möge sie weiterhin leiten und Papst Franziskus zur Einsicht führen.


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 huegel76 20. Juni 2017 

Das Papst Franziskus kein Theologe ist - geschenkt. Dass er kein Liturgiker ist - geschenkt. Er hat seine Qualitäten an anderer Stelle.
Aber warum hält er sich aus diesen Themen, die ihm nicht liegen, nicht einfach weitgehend heraus? Warum muss er diese Bereiche, die er nicht mag, so beschädigen, indem er zum Beispiel einen wunderbaren Präfekten der Liturgiekongregation kaltstellt?


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 Herbstlicht 20. Juni 2017 
 

Wurde vor Monaten den 4 Kardinälen nicht nur eine Antwort auf die dubia verweigert, so wird ihnen jetzt sogar eine Audienz, eine persönliche Begegnung und das notwendige Gespräch über die inzwischen sichtbar gewordenen Probleme von AL verweigert.
Dass sich Papst Franziskus derart ablehnend verhält, ist nicht nur nicht nachzuvollziehen, es ist auch eine kaum überbietbare Unhöflichkeit den Kardinälen gegenüber, die auch gleichzeitig seine Mitmenschen sind.
Er, der doch ständig die Barmherzigkeit im Munde führt.


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 Sebi1983 20. Juni 2017 
 

Danke an die vier aufrechten Kardinäle! Volle Zustimmung!!!!!!!!!!!!!!


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 Mr. Incredible 20. Juni 2017 
 

Ein Kard. Meissner heuchelt nicht.

Und die anderen auch nicht. Die Vita der Kardinäle spricht für sich.


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 lesa 20. Juni 2017 

Kairos

@Diasporakatholik: Sie haben recht: Kardinäle sollen sich mit einer gewissen Selbstverständlichkeit, wie Sie sagen "mit Selbstbewusstsein" äußern. Das schließt aber m.E. einen liebevollen Tonfall nicht aus, im Gegenteil. Dass diese Männer heucheln, kann ich mir nicht vorstellen. Sie tun alles, was in ihren Möglichkeiten steht, um den Kairos nicht zu verpassen, die Kirche vor dem Zerbröckeln zu schützen. Möge der Heilige Vater, der in Sachen Einheit (Orthodoxie) schon sehr segensreich gewirkt hat, in dieser heiklen Sache ebenfalls den rechten Zeitpunkt erkennen, ehe es zu spät ist. Der Weg aus Spaltungen heraus ist entsetzlich langwierig.


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 Chris2 20. Juni 2017 
 

Aus jeder Silbe des Schreibens

spricht tiefer Respekt vor Kirche und Papstamt, aber auch die Sorge vor (mindestens) einer "Atomisierung" der Lehre. Dass der Papst auch darauf keinerlei Antwort gibt, lässt leider nur den Schluss zu, dass er die eingetretene Entwicklung unterstützt. Immerhin nicht offen, denn selbst "ein Engel vom Himmel" kann verbindliche Lehren Christi und seiner Kirche nicht ändern. Aber er unternimmt nichts gegen das zunehmende Chaos, die Auslegung der Sittenlehre wird immer mehr abhängig von zufälligen Mehrheiten zufällig zusammengewürfelter Bischofskonferenzen...


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 Hadrianus Antonius 20. Juni 2017 
 

@Kreuz Richtig!

Früher im Heer vor sehr gefährlichem Auftrag hieß es:
"Gott befohlen!"

In memoriam H.W.+


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 Secundus 20. Juni 2017 

Besorgniserregende Zustände

offenbaren sich da im Vatikan. Der Papst gibt sich in der Öffentlichkeit gerne leutseelig, modern, locker - aber er regiert "nach alten höfischen Gebaren" (s. http://www.kath.net/news/59730 - 2 letzten Absätze). Der Umgang mit den Dubia-Kardinälen und generell mit den Kurienmitarbeitern (u. a. Weihnachtsansprachen) ist schäbig und lässt gute Führung bzw. christliche Kollegialität vermissen. Bei der letzten Generalaudienz hat er scherzend vor Verlobten die Ehe als Gefängnis bezeichnet (nachzulesen mit Video beim "kath. Konkurrenzportal" von kath.net - schade, daß ich es hier noch nicht entdeckt habe). Die Lage wir m. E. zunehmend ernster!


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 kreuz 20. Juni 2017 

wie schon in einem früheren Kommentar angedeutet:

OHNE diese 4 Kardinäle fiele es mir sehr schwer zu glauben, daß das "Schiff Kirche" gut durch die Stürme und Klippen kommt.
es gibt Momente und Situationen, in denen Schweigen das einzige Gebot ist (s. link).
in der Dubia-Geschichte aber ist Schweigen das Schlechteste was man tun kann, so meine Meinung.

www.kathtube.com/player.php?id=43284


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 Mysterium Ineffabile 20. Juni 2017 

@Ullrich

Das Papsttum ist ist weder eine lateinamerikanische Junta noch eine Diktatur. Schreiben des Lehramtes dürfen nicht diskutiert werden??? Nicht nur dürfen sie diskutiert werden, sondern aiw müssen besprochen werden. Das Christentum ist die Religion der Vernunft, was Benedikt XVI. nicht müde wurde, hervorzuheben. Der Katholik gibt sein Gehirn nicht an der Kirchentür ab, um irgendjemandem hinterherzurennen. Und: Papolatrie ist in sich unkatholisch.

Ein Kardinal, der zu allem nur schweigt: ein derartiger Kardinal wäre es, der das usque ad sanguinem verrät - und der vor allem Christus selbst verrät.


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 wedlerg 20. Juni 2017 
 

Wie sagte der Papst am 25. Mai 2013

in einer seiner ersten Predigten in Santa Marta: „Christen, die bitten,dürfen nie eine verschlossene Tür vorfinden."

Und wie sagte Kardinal Müller unlängst: absolutistisches Herrschergebaren ist in Rom wieder eingezogen.


45

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 Mr. Incredible 20. Juni 2017 
 

Das könnte eng werden ...

spannend...


4

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 Waldi 20. Juni 2017 
 

Verehrter @krak des chevaliers,

ich war vom Mittwoch 14.06. bis Montag 19.06. in Maria Vesperbild, seit 1987 regelmäßig mehrmals im Jahr für jeweils 4 bis 6 Tage. Dort werden die Heiligen Messen noch am feierlich geschmückten und strahlenden Hochaltar gelesen, die Mundkommunion am Kommunion-Gitter ausgeteilt und Prälat Dr. Wilhelm Imkamp, Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild seit 1988, predigt wortgewaltig von der Kanzel herab. Dort hat die kath. Kirche noch ihr Herz am rechten Fleck! Dort merkt man noch nichts von der Schlagseite der kath. Kirche und ihre zunehmende Manöwrierunfähigkeit wegen der "meuternden Besatzung". Es waren noch nie die mit Volksfrömmigkeit gesegneten Passagiere, die das Kirchenschiff in Seenot gebracht haben, sondern immer die Admiralitäten auf der Kommandobrücke!


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 girsberg74 20. Juni 2017 
 

@Ullrich: “Nein“

Ihre Argumentation übersieht etwas und zwar:

Jedes Treueversprechen hat für beide Parteien, für den, der ein Versprechen abgibt und für den, der ein Versprechen entgegennimmt eine gemeinsame „Geschäftsgrundlage“, der beide Teile Treue schulden.

Ein blindes Versprechen gibt es nur gegenüber Gott, weil Gott nicht „untreu“ sein kann.

@Stephaninus: „Ja aber“

Im Sinne meiner vorangehenden Argumentation (@Ullrich: “Nein“) ist Ihr Beitrag verfehlt, denn Papst Franziskus schuldet auch mir, dem einfachen Gläubigen, ebenfalls Gehorsam.


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 Kostadinov 20. Juni 2017 

@Ullrich: noch eins

Dass Schreiben des Hl. Vaters nicht kommentiert werden von der Geistlichkeit, ist mir neu, bei Humanae Vitae wurde von weiten Teilen der Geistlichkeit nicht nur kommentiert, sondern zur Nichtbeachtung aufgerufen. Die Kommentierung eines gemäss Bischof Forte absichtlich mehrdeutig gehaltenen Schreibens soll nun plötzlich verwerflich sein?


33

0
 
 Kostadinov 20. Juni 2017 

@Ullrich

Entschuldigung, dass ich so direkt bin, aber Ihre Interpretation von Treueschwur hätte ich seit 1945 doch für überholt gehalten. Wie kann man erwarten, dass alle Kardinäle schweigen, wenn die Sakramente derartig demontiert werden?


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 SpatzInDerHand 20. Juni 2017 

@Ullrich: nun hatten wir in der Geschichte ja schon allerlei Päpste,

beispielsweise arianische Päpste. Wären die Kardinäle aufgrund ihres Treueschwurs auch zur Treue gegenüber einem arianischen Papst verpflichtet gewesen? Oder wo genau ziehen Sie die Grenze, wenn Befürchtungen entstehen, dass aktuelle Lehren nicht mehr von der Lehre der Kirche abgedeckt werden?


32

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 Ehrmann 20. Juni 2017 

@ Stephaninus: Es muß an die Öffentlichkeit, weil auch die Folgen leider öffentlich sind

sind nicht das Aufflammen der Genderbewegung und lawinenartigesa Anwachsen der pssageren Lebensgemeinschafte Folge (willkürlich) losgelassener Zügel, sodaß das Pferd kaum mehr eingefangen weden kann,bevor es gestürzt ist und sich die Beine gebrochen hat?


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 Ullrich 20. Juni 2017 
 

Nein

Die vier Kardinäle wundern sich, dass sich Franziskus nicht äußert. Es sind alles hochgestandene kath. große Persönlichkeiten, die wissen müßten, dass ein Papst nicht zwingend lässt, erst recht wenn es in der Öffentlichkeit hochgespielt wird. Im Übrigen werden Schreiben des Hl. Vaters von Vertretern der Geislichkeit nicht kommentiert. Alle vier Kardinäle haben bei ihrer Kreierung dem Hl. Vater Treue bis in den Tod geschworen. Muss man diese an ihren Treueschwur erinnern?


7

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 trueman 20. Juni 2017 

Schade eigentlich...

es ist wirklich schade, dass es so weit gekommen ist. Wenn ein Kardinal einen Brief übergeben muss, damit man sicher geht, dass er auch beim Papst ankommt und dann auf solche in Ersuchen von vier Kirchenfürsten nicht einmal geantwortet wird, dann frage ich mich schon, was da in diesen "heiligen Hallen" so alles passiert. Selbst ein Papst ist nur "primus inter pares" und soweit ich mich erinnern kann, wurde AL auch nicht mit dem Anspruch der Unfehlbarkeit verkündigt. Deshalb wäre es schon eine Pflicht der Höflichkeit, dass man wenigstens antwortet - vielleicht ist das in Lateinamerika nicht so Usus, kann ja sein.


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 fenstergucker 20. Juni 2017 
 

Natürlich muss es in die Öffentlichkeit

Der HL: Vater weiß sicher nicht was in unseren Ortskirchen los ist. An Dreifaltigkeitssontag war in unserer Kirche Familiengottesdienst. An einem kirchlichen hohen Feiertag. Der Priester war nur Randfigur, nur für Gabenbereitung und Kommunion zuständig. Ansonsten wurden Wollknäuel durch die Kirche von Kirchenbesuchern zu Kirchenbesuchern geworfen. Lieder gesungen wo einmal die Männer aufstehen und ein andermal die Frauen aufstehen mussten. Fasching lässt grüßen. Weiß das unser Bischof nicht ? Was sagt der Papst zu solchen auswüchsen !!
Am nächsten Gottesdienst ist wieder keiner der Kinder da. Die treuen Kirchgänger werden verärgert und sagen, Sie gehen demnächst auch nicht mehr.


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 zweifelTom 20. Juni 2017 
 

Zerstörung der kirchlichen Lehre von oben

"Und so geschieht es – und wie schmerzhaft ist es, dies zu sehen – , dass das was in Polen Sünde ist, in Deutschland gut ist, dass das was in der Erzdiözese Philadelphia verboten ist, auf Malta erlaubt ist, usw." – damit beschreibt Kardinal Caffarra präzise einen völlig unhaltbar gewordenen Zustand in der katholischen Kirche.
Nimmt man hinzu, dass Papst Franziskus die Auslegung von AL durch die Argentinische Bischofskonferenz, in der nicht nach "more uxorio" lebende wiederverheiratete Geschiedene zur Eucharistie zugelassen werden, als "richtig" bestätigt hat, ist jeder Zweifel ausgeräumt, dass der Heilige Vater mit der Lehre seiner Vorgänger (z. B. "Consortio Familiaris Nr. 84) und der gesamten diesbezüglichen kirchlichen Tradition brechen wollte und gebrochen hat.
Wie soll die Kirche noch zu retten sein, wenn die Zerstörung der überlieferten (Ehe-)Lehre inzwischen von der Spitze ausgeht und der Papst sich weigert, ihre Einheit, Eindeutigkeit und Integrität wiederherzustellen?


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 Fides Mariae 20. Juni 2017 
 

Ein Vorgesetzter hat die Möglichkeit dazu

@gloriosa: "Wie ist das Ignorieren zu werten?" Ganz klar so, wie wir Österreicher es mit folgendem Sprichwort ausdrücken: "Net amol ignorieren." ... "Allein Euer Brief ist schon ein Fehler", heißt das, "keiner Antwort meinerseits wert". Wie schon bei den Dubia. Es ist natürlich sehr bitter, dass der Papst so reagiert. Aber in der Geschichte der Kirche und der Heiligen gab es immer wieder Vorgesetzte, die einfach mit platter Unterdrückung nicht genehmer Meinungen oder Personen reagiert haben. Als Vorgesetzter habe ich die freie Wahl, das zu tun. Richten müssen nicht wir, das tut Gott.


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  20. Juni 2017 
 

AUGUSTINUS

Am besten,wir beten zum Hl.Thomas Morus,
der im Angesicht des Todes und seines
Marthyriums vor Heinrich demVIII.seine
eigene
Treue vor Gott getragen und die Unauflöslichkeit der Ehe bezeugt hat.


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 Diasporakatholik 20. Juni 2017 
 

Schlechter Führungsstil des Papstes

Mich befremdet der unterwürfige Ton, in dem das jetzt öffentlich gemachte Schreiben von Kardinal Caffara an den Papst gehalten ist.
Sind wir denn noch in Zeiten des Feudalismus, der chinesischen Gottkaiser oder ähnlichem in der Kirche?
Für mich schwer erträglich zu lesen.
Ich finde, man darf auch als Kardinal, der den Papst zu beraten hat, durchaus gesundes Selbstbewusstsein zeigen, sonst wird man offensichtlich nicht recht ernst genommen mit seinem - meiner Meinung nach berechtigtem - Anliegen.
Was der Papst gegenüber den 4 altgedienten und hochverdienten Kardinälen sich seit Monaten erlaubt, ist einfach nur schlechter Führungsstil.
Das muss einfach mal gesagt werden dürfen.


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 gloriosa 20. Juni 2017 
 

Gelangen die Briefe nicht direkt beim Papst?

Andererseits telefoniert Papst Franziskus doch mit vielen Menschen, sogar ganz spontan. Da setzt er doch Zeichen. Wie ist solch ein Ignorieren zu werten? Ich fände es eben sehr traurig, wenn da keine Bereitschaft zum Gespräch wäre.


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  20. Juni 2017 
 

vieles liegt im Argen

Es liegt so vieles im Argen, besonders im Bereich der Eucharistie. Die ganze Art und Weise, wie häufig mit dem Altarsakrament umgegangen wird, lässt Glauben und Ehrfurcht vermissen. Es ist kein Wunder, wenn heute alles ohne Unterschied zur Kommunion läuft und sich die Kommunion in die Hand geben lässt. Ich habe schon erlebt, dass selbst Ungetaufte - Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun - sich die Kommunion geben lassen. Von regelmäßiger Beichte im engen Zusammenhang mit der Kommunion ist schon lange keine Rede mehr. Eine erhebliche Mitschuld an diesen Zuständen tragen die Bischöfe und Päpste der "Konzilszeit", die die Handkommunion forciert und die Kommunionbänke aus den Kirchen entfernt haben. Wären wir beim alten Modus der Kommunionspendung geblieben, wäre uns viel Kummer erspart geblieben.


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 kreuz 20. Juni 2017 

ich danke Kard. Caffarra

für Seine Standhaftigkeit, die mich den Glauben behalten läßt, daß auch in diesen Zeiten die [christliche] Gemeinde von den Pforten der Hölle nicht überwältigt wird! (Mt 16, 18)

www.kathtube.com/player.php?id=38265


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 Kostadinov 20. Juni 2017 

@Stephaninus

das muss sogar an die Öffentlichkeit. Es ist für mich wichtig und tröstlich zu wissen, dass es noch Kardinäle gibt, die sich mit der aktuell praktizierten Vieldeutigkeit, Situationsethik und -komik (in Polen keine Kommunion für sog. WvG, mal kurz über die Grenze und dann sind in Dtl sind alle eingeladen) nicht abfinden.


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 gebsy 20. Juni 2017 

Diese Umstände

sollen uns beflügeln, der Wahrheit treu, bzw. auf der Suche nach ihr zu bleiben.
Menschen, die der HELFENDEN LIEBE GOTTES in der Versuchung (noch) nicht begegnet sind, müssen von Natur aus nach Rechtfertigungen für ihr Fehlverhalten suchen ...
http://www.kathtube.com/player.php?id=12385


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 Kurti 20. Juni 2017 
 

Es ist nicht davon auszugehen, daß der Papst den vier

Kardinälen eine Audienz gibt, eher ruft er einen Gottesleugner an. Ob er eine Antwort gibt, wissen wir auch nicht, aber wenn er eine geben sollte, dann sicher diese, daß es keine Unklarheit geben würde. Die Richtung, die diese Papst einschlägt, ist doch längst sehr deutlich geworden. Er hat von Anfang seines Pontifikats zweideutige Aussagen gemacht und diese auch nicht korrigiert. Die Kirche muß mit diesem Papst jetzt leben. In Argentinien kennt man ihn und da hat er als Kardinal schon gemacht, was er für richtig hielt ohne Rücksicht auf andere.


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 SpatzInDerHand 20. Juni 2017 

@Stephanius: Hier bleibt wohl nichts anderes übrig

als der Gang an die Öffentlichkeit! Ich finde das absolut richtig.


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 Gandalf 20. Juni 2017 

@stephaninus

Wo ist das Problem? Vom Papst kommt ja auch fast jedes Telefonat, dass er führt, an die Öffentlichkeit. Gabs eigentlichen einen Papst, bei dem mehr an die Öffentlichkeit kam, als bei Papst Franziskus?


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 Ginsterbusch 20. Juni 2017 

Eine umgehende Korrektur der Kardinäle ist erforderlich

Und das in einem Pontifikat, in dem nicht ein mal mehr die Höflichkeitsformen gegenüber den Kardinälen eingehalten werden.
Diese Veröffentlichung wird weitere Beleidigungen der Kardinäle nach sich ziehen.
Heiliger Johannes der Täufer, du Rufer in der Wüste, DU der für die Wahrheit (besonders im Hinblick auf die Heiligkeit der Ehe) dein Leben lassen musstest: bitte für uns und schütze die mutigen katholischen Priester, jene, die der Wahrheit noch folgen.
An die Dubia Kärdinäle möchte ich von Herzen sagen: Vergelt´s Gott!!


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 Waldi 20. Juni 2017 
 

Ich glaube fest,

dass Gott all jenen verzeihen wird, die die Haltung von Papst Franziskus den vier Kardinälen gegenüber als respektlos und entwürdigend bezeichnen, ganz im Gegensatz zu seinem Aufruf nach Barmherzigkeit und Dialog. Es gibt Päpste wie Pius XII., Johannes Paul II. und Benedikt XVI., die ich als Katholik hoch verehrt habe - bei Papst Franziskus gelingt mir das, trotz aller Mühe, nicht!


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 Stephaninus 20. Juni 2017 
 

Ja, aber

Der Einsatz der Kardinäle ist lobenswert. Ich verstehe allerdings nicht, warum das Ganze (auch der Umstand, dass bisher keine Antwort erfolgt sei) an die Öffentlichkeit muss.


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