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USA: Katholiken im Widerstand gegen satanistisches Denkmal

28. Juli 2017 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Im Gedenkpark für Veteranen der Streitkräfte soll eine satanistische Skulptur aufgestellt werden. Für Katholiken ist das anstößig und beleidigend, sagte der katholische Pfarrer.


Belle Plaine (kath.net/CNS/jg)
Im Gedenkpark für Veteranen der Kleinstadt Belle Plaine (US-Bundesstaat Minnesota) soll ein satanistisches Denkmal aufgestellt werden. Katholiken des Ortes und des Erzbistums St. Paul und Minneapolis haben ihren Widerstand angekündigt.

Die Kontroverse begann im August 2016, als Joseph Gregory, ein damals 87-jähriger ehemaliger Angehöriger der US-Armee, ein Denkmal für den Veteranenpark anfertigte, das die Silhouette eines Soldaten darstellt, der vor einem kreuzförmigen Grabstein kniet. Grogory starb im Oktober desselben Jahres.


Ein Mitglied der „Freedom From Religion Foundation“ war der Ansicht, das Mahnmal sei für eine öffentliche Anlage zu religiös. Die Organisation konnte die Stadtverwaltung schließlich davon überzeugen, das Kreuz zu entfernen.

Ehemalige Angehörige der Streitkräfte und Bürger von Belle Plaine wollten sich damit nicht abfinden. Schließlich bestimmte die Stadtverwaltung einen kleinen Bereich des Parks für religiöse Objekte. Dieser ist für alle Religionen offen. Dort wurde Gregorys Denkmal wieder aufgestellt.

Die Organisation „Satanic Temple“ erfuhr über die „Freedom From Religion Foundation“ von der Möglichkeit, in dem Gedenkpark Objekte mit religiöser Bedeutung aufstellen zu dürfen. Trotz der Bezeichnung sind die Angehörigen des „Satanic Temple“ Atheisten und glauben nicht an die Existenz übernatürlicher Wesen, sei es Gott oder Satan. Satan ist für sie ein „metaporisches Konstrukt“, das für die Rebellion gegen die Tyrannei steht, nicht ein Symbol für das Böse.

Brian Lynch, der katholische Priester von Belle Plaine, weist darauf hin, dass „Satanic Temple“ dieselben Symbole verwendet wie satanistische Gruppen, die an die reale Existenz des Teufels glauben. Auf der Skulptur die „Satanic Temple“ im Gedenkpark in Belle Plaine aufstellen will, sollen umgekehrte Pentagramme zu sehen sein.

Die Symbole seien für Katholiken anstößig und beleidigend, egal wer dahinter stünde, sagt Lynch. „Satanic Temple“ würde mit seinem Vorhaben die Grenzen der Religions- und Redefreiheit überschreiten, sagt er. Lynch hat die Argumente gegen die Skulptur bei der Stadtverwaltung deponiert. Im Juni gab es eine Gebetswache im Gedenkpark.



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