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Texas: Kirchenschütze war offenbar Atheist

7. November 2017 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Eine Facebookseite von Atheisten, die vom Tatverdächtigen geliked gewesen war, distanzierte sich nach Angaben der britischen Tageszeitung „Independent“ davon, in Facebook-Bemerkungen Mitverantwortung unterstellt zu bekommen.


Sutherland Springs (kath.net) Der 26-jährige mutmaßliche Kirchenschütze war offenbar Atheist. Devin K. erschoss vor und in der kleinen Baptistenkirche von Sutherland Springs 26 Menschen und verletzte weitere, davon kämpfen einige noch um ihr Leben. Eine Facebookseite von Atheisten, die vom Tatverdächtigen geliked gewesen war, distanzierte sich nach Angaben der britischen Tageszeitung „Independent“ davon, in Facebook-Bemerkungen Mitverantwortung unterstellt zu bekommen. „Diese Vorgänge widersprechen allem, wofür ich stehe“, erläuterte der Verantwortliche der Seite „Friendly Atheists“, und mit Devin K. habe er nie direkten Kontakt gehabt. Früher habe er gemäß einem Online-Profil offenbar auch Bibel-Unterricht gegeben, doch sei er dann wohl plötzlich Atheist geworden, so sagten inzwischen frühere Schulkameraden.


Freeman Martin, Pressesprecher des Amtes für öffentliche Sicherheit/Texas, äußerte in einer Pressekonferenz, dass die Tat „nicht rassistisch bedingt war, es ging nicht um religiöse Vorstellungen, sondern es ging um einen häuslichen Konflikt“. Als Tatmotiv wird derzeit vermutet, dass Devin K. möglicherweise seine Schwiegermutter erschießen wollte, die häufig Kirchgängerin in dieser Gemeinde war, zum Tatzeitpunkt war sie aber nicht im Gottesdienst. Nach Angaben von Freeman Martin liegen Textnachrichten des Tatverdächtigen an seine Schwiegermutter vor, die Drohungen beinhalten. Inzwischen ist bekannt geworden, dass der Tatverdächtige, während ihn die Polizei mit dem Auto verfolgte, seinen Vater angerufen hatte. Näheres dazu ist nicht bekannt.

Devin K. war 2012 wegen Angriffen auf seine Frau und auf das gemeinsame Kind von einem Militärgericht verurteilt worden, zwei Jahre später war er unehrenhaft aus dem Militär entlassen worden. Offenbar war er wegen des Urteils eigentlich nicht berechtigt gewesen, Schusswaffen zu besitzen.

Vgl. dazu auch: Texas: Blutbad im Sonntagsgottesdienst – 26 Tote - UPDATES


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