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Nur die wenigsten Flüchtlinge werden in Afghanistan verfolgt

4. Jänner 2018 in Deutschland, 7 Lesermeinungen
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Reinhard Erös, Gründer der Organisation Kinderhilfe Afghanistan, kritisiert Umgang der Deutschen mit kriminellen Flüchtlingen: Da bringe ein verhätschelter, junger Afghane ein Mädchen um und werde jetzt auf mögliche „psychische Störungen“ untersucht


Berlin (kath.net)
„Was glauben Sie, wie man sich in Afghanistan wundert über den Umgang der Deutschen mit kriminellen Flüchtlingen: Da vergewaltigt ein verhätschelter, junger Afghane ein Mädchen, bringt es auf brutale Weise um und wird jetzt auf mögliche „psychische Störungen“ untersucht, um dann vielleicht in einem deutschen „Kuschelknast“ zu landen.“ Mit klaren Worten hat sich zu Neujahr Reinhard Erös, Gründer der Organisation Kinderhilfe Afghanistan, und einer der profundesten Kenner des Landes, in einem Interview in der „Welt“ zu Wort gemeldet.

Erös erinnert daran, dass nur die wenigsten der mehr als 250.000 Flüchtlinge aus Afghanistan, die nach Deutschland gekommen sind, dort verfolgt wurden. „Die meisten fliehen, weil sie aus ihrer Sicht und der ihrer Familie keine soziale Zukunftsperspektive haben: keinen Arbeitsplatz, ergo kein Geld, ergo keine Chance, eine Familie zu gründen, das Lebensziel eines jeden Afghanen.“

Die Flüchtlinge aus Afghanistan seien zu 90 Prozent junge Männer. Diese gelten laut Erös in Afghanistan als „privilegierte Feiglinge“. „Viele sagen mir auch, dass es sich häufig um Kriminelle handelt, die entweder vor dem Staat oder der drohenden Rache innerhalb des Dorfes fliehen müssen. Die Vorstellung, dass zu uns vorwiegend „arme Hascherl“ kommen, die in ihrem Land völlig unschuldig verfolgt werden, wird in Afghanistan von vielen nicht geteilt.“

Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 lakota 8. Jänner 2018 
 

@Henry_Cavendish

Sorry, aber irgendwie passt Ihre Antwort gar nicht zu meiner Frage.


1
 
 Henry_Cavendish 8. Jänner 2018 
 

@lakota: Das erkläre ich gerne #1/2

Es hat etwas damit zu tun, dass der kleine aber feine Unterschied eben doch bis hinein in den säkularen Staat wirkt, was gegen meinen Gerechtigkeitssinn verstößt. Und es hat mich tatsächlich vorletztes Jahr persönlich betroffen:
Ich habe mehrere Jahre in einer nominell "katholischen" Einrichtung ehrenamtlich Nachhilfe für Schüler erteilt. Die waren darüber auch immer ganz froh; nicht zuletzt, weil ich Mathematik studiert habe. Und es war immer klar, dass ich Agnostiker bin und das war auch nie ein Problem. Ich hätte dort auch niemandem vors Bein getreten und im Rahmen der Nachhilfe Kinder (übrigens aller möglichen Glaubensrichtungen) beeinflusst oder irgendwelche atheistischen Symbole getragen.
Es ist auch nicht so, dass dies eine wirklich kirchliche Einrichtung ist. Die RKK steuert nur einen Bruchteil (< 10%) der Finanzen bei. Aber schon dafür beansprucht die RKK Sonderrechte (-> ungewählter "geistlicher Beirat" im Vorstand mit Veto-Recht gem. Satzung).


0
 
 Adamo 7. Jänner 2018 
 

@R.Erös, Sie beeindrucken mich sehr.

Was Sie als Praktiker schildern, das glaube ich sofort. Aber so etwas will einfach nicht in die irrsinnig verblendeten GRÜNEN-, SPD- und FDP-Politikerköpfe hinein, die sture Frau Merkel inbegriffen.
Dass diese mit ihrer Forderung nach Familiennachzug abgelehnter sog.Flüchtlinge unsere schwer erarbeitetn Steuergelder sinnlos verbraten, das begreifen sie bis heute noch nicht. Sie bekommen ja selbst nicht einmal eine gescheite Regierung in ihrer Totalveblendung zustande, was ihre erste Pflicht uns Wählern gegenüber ist.


3
 
 Henry_Cavendish 4. Jänner 2018 
 

Verzeihung, aber soll das unser Maßstab sein

Ich habe sicher nicht soviel Erfahrung in AfG wie Oberst d.R. Erös. Aber "oder der drohenden Rache innerhalb des Dorfes fliehen müssen" ... soll denn jetzt der Pashtunwali bei uns gelten?

Ich erinnere mich noch recht lebhaft daran, dass wir vor 6,7 Jahren eine zaghafte Debatte darüber hatten, was eigentlich aus den Afghanen wird (nach der Truppenreduzierung) die jahrelang Dolmetscher o.ä. waren.


Und auch die Aussage über "Kuschelknast". Gegenfrage: Sollen wir nun Haftbedingungen einführen, die so primitiv sind wie dort?

Nach afghanischem Recht, egal ob Staat oder Dorf, wird auch niemand wegen seiner Religion verfolgt. Nur der Wechsel ist problematisch. Das müssten Katholiken aber anerkennen. Soweit mir bekannt, anerkennt die RKK bis heute nicht meinen Wechsel zum Agnostizismus. Weil ich nun mal getauft und gefirmt wurde bin ich nun "abtrünnig". Nur haben Christen schlicht nicht mehr die Macht, mich zu töten. Das hätten sie aber lange Zeit getan.


0
 
 Devi 4. Jänner 2018 
 

Dr.R.Erös.Kantianerin

Es würde einigen Jugendlichen aus dieser Mittelschicht aus Afghanistan gut tun sich für ihr Land einzusetzen und den Armen in ihrem Land beizustehen.Siehe, mal einige Monate eine soziale Zeit in dem Kinderhilfsprojekt verbringen.Auch in unseren Kinderdorfprojekten ist dafür Platz. Nach Deutschland kommen und einen Mord zu begehen an einem jungen Mädchen verletzt uns alle. Danke, für die Aussage von Dr.R.Erös .Devi


9
 
 Herr Lehmann 4. Jänner 2018 

Herr...

...lass Hirn vom Himmel regnen. Ich fürchte jedoch, dass nur ein Austausch der Führungsebene zu einer Verbesserung der Flüchtlingspolitik führen wird. Frau Merkel, treten Sie zurück!


11
 
 Kantianerin 4. Jänner 2018 
 

Multiplikator gesucht

R.Erös ist mir aus Studententagen als unheimlich engagierter und hilfsbereiter angehender Arzt in bester Erinnerung. Dabei war und ist er ganz offensichtlich immer noch sehr geerdet und hat das Kind stets beim Namen genannt, wie auch jetzt wieder. Da er von Zeit zu Zeit in Talkrunden oder auch Einzelinterviews gern als Experte befragt wurde, wenn er in Deutschland weilte, kann man nur hoffen, dass er diese seine Beobachtungen baldmöglichst wieder dort kundtut. Leider ist davon auszugehen, dass sie der allgemein geforderten political correctness nicht entsprechen und man ihn daher gar nicht erst einlädt. Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf. Wir brauchen solche Menschen, die bei allem Einsatz für andere Grenzen benennen und der Wahrheit verhaftet sind.


19
 

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