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6. Jänner 2018 in Spirituelles, 26 Lesermeinungen
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Johannes Hartl im Vortrag bei der #MEHR2018 über „Gehüllt in Roben“: „Es gibt Leute, die so fromm und so gut sind und so heilig sind. Aber in deren Gegenwart hält es niemand aus“. kath.net-Bericht von Roland Noé


Augsburg (kath.net/rn)
Nach der fulminanten Verkündigung des „Mission Manifest“ am Freitagabend wurde am Samstag die MEHR-Konferenz in Augsburg fortgesetzt. Am Morgen bildeten sich vor den Veranstaltungsorten lange Schlagen, bei der MEHR dürfte es heute ein neuen Besucherrekord geben. Die Veranstaltung begann mit morgendlichem Lobpreis, dann folgte ein weiterer Vortrag von Johannes Hartl. Der Augsburger Theologe sprach über das Thema „Gehüllt in Roben“.

Hartl thematisierte am Beginn die Begriffe „Wertschätzung“ und „Freiheit“ und betonte, dass es nicht darum gehe, dem anderen etwas draufzudrücken. „Wie fühlst Du Dich in der Gegenwart von Jemand, der Dir Wertschätzung bringt und Dir gleichzeitig Freiheit lässt? So fühlt sich Liebe an. Es gibt Niemanden, der diesen Schlüssel und diese beiden Werte so vollkommen gelebt hat wie Jesus.“

Der Leiter des Augsburger Gebetshaus erinnerte daran, wie Jesus mit Menschen umgeht. Am Beispiel von Nathanael („Hier kommt ein echter Israelit, eine Mann ohne Falschheit“) sehe man dies sehr gut. „Wie anders gehen wir oft mit Menschen um. Bei Jesus ist zuerst einmal Annahme und Wertschätzung und dann eine Freiheit. Dadurch geht das Herz auf. So sieht christliche Kultur aus.“ Gott hätte sich auch Sklaven erschaffen können, die ihn lobhudeln. „Aber er erschafft Adam und Eva als Krone der Schöpfung. Sie sind nackt, sie sind frei. Wenn es den Baum nicht gegeben hätte, hätte es auch keine Freiheit gegeben. Freiheit heißt: Ich gehe das Risiko ein, dass Du Dich anders entscheidest. Gott erschafft einen Raum von Freiheit, wo Adam und Eva mit ihrer Verantwortung gut umgehen soll. Das ist Wertschätzung und Freiheit.“

Hartl wies aber auf die Schriftgelehrten und Pharisäer hin. Jesu Umgang mit den Menschen habe diese total aufgeregt. Sie seien empört gewesen. „ In Jesus war etwas, was Sündern das Gefühl gegeben hat: Da bin ich sicher. Es war etwas in Jesus. Zu dem können wir hinkommen. Die Kinder und die Schwachen haben sich sicher gefühlt. Die Pharisäer wollten Sünder und Kinder wegsperren. Die Pharisäer: Als sie das hörten, dass er am Sabbat geheilt hat, wurden sie von sinnloser Wut erfüllt.“

Laut Hartl wollten die Schriftgelehrten den Menschen schwere Lasten auftragen und beschämen und kontrollieren. „Wenn Beschämung und Kontrolle regiert, geht ein Herz nicht auf, sondern bleibt ein Herz zu. Diese Sache ist durch den Garten Eden und Sündenfall zu uns gekommen. Jesus hat nie jemanden beschämt. Er hat nie einen Schwachen zur ‚Sau‘ gemacht. Ich misstraue jeder Kultur, die mit Kontrolle und Beschämung agiert. Leider geschieht das nicht selten im Namen Gottes. Das hat einen Geschmack, der nicht gut ist, sondern der stinkt.“


Der Augsburger Theologe kritisierte verschiedene "Fromme". „Es gibt Leute, die so fromm und so gut sind und so heilig sind. Aber in deren Gegenwart hält es niemand aus. Die glauben sogar, dass dies Verfolgung sei. Es gibt so viele ‚Heilige‘, um die herum kein Netz von gesunden Beziehungen und Freundschaften besteht.“ Im Gegensatz dazu habe Jesus in die zwölf Apostel investiert und sogar gewusst, dass einer ein Verräter war. „Er hat sogar Judas noch die Füße gewaschen. Es gab bei ihm einen Raum von Freiheit. Wir wollen alles kontrollieren. Nicht dass am Schluss ein Judas rauskommt. Nur die ganz guten Gewächse dürfen gedeihen. Bei uns kommt kein Judas raus, aber auch keine elf Evangelisten, die die Welt verändern.“

Hartl erinnerte an die Früchte des Heiligen Geistes. Viele Christen sprechen in dem Zusammenhang von Entscheidungen. „Es geht oft um Entscheidungen. Ich entscheide mich, treu zu sein. Ich entscheide mich, die Wahrheit zu sagen. Das ist wichtig, aber das ist nicht alles.“ Aber es gäbe auch Gefühle bei den Früchten wie bei Langmut und Sanftmut. „Weißt Du, wer einen immer durchschaut? Die Kinder. Die merken dies. Kinder sind gnadenlos.“ Paulus spreche in dem Zusammenhang laut Hartl von „ungeheuchelter Liebe“. Das trügerische Herz des Menschen sei „das große Problem der Frommen.“.

Doch wie sieht für Hartl ein Weg zurück aus? „Ein erster wichtiger Schritt ist, dass wir vor den Herrn kommen. Ich betrauere, dass ich diese Wertschätzung noch nicht so empfinde. Mit welchem Blick sieht Jesus Menschen an und mit welchem Blick haben andere Menschen angesehen?“ Hartl erinnerte hier an eine weitere Begegnung zwischen Jesus und einer Prostituierten, die in der Heiligen Schrift berichtet wird. Jesus sprach dabei zu Simon: „Simon, siehst Du diese Frau?“ Simon sah allerdings laut Hartl nicht die Frau, sondern die „Nutte“. „So geht der Herr mit Menschen um. Wenn wir das lernen und das verstehen. Wenn wir solche Blicke auf andere Menschen werfen würden. Du musst nicht alles, was andere Menschen tun, als richtig empfinden. Was ist Dein erster Blick?“

Für Hartl geht es um zwei Möglichkeiten, um „Beschämung und Kontrolle oder um Wertschätzung und Freiheit“. Dazu erinnert der Theologe an den Garten Eden und an Adam und Eva. Dort habe Gott nach dem Sündenfall den Menschen Röcke aus Fell gemacht. Im Buch Ezechiel hat Gott eine nackte Frau, die im Dreck lag, mit einem kostbaren Mantel bedeckt. Im Neuen Testament bekommt der Verlorene Sohn das beste Gewand. „So geht Gott mit Sündern um und mit schwachen Menschen. Er bedeckt die Nacktheit und umhüllt sie mit Roben. Er sieht all das, sein Wunsch ist aber nicht, Dich zu beschämen. Er lässt Dich sein, er lässt Dich leben, so ist unser Gott und das ist seine Eigenschaft.“

Im Gegensatz zur Liebe Gottes sei die Liebe von Menschen laut Hartl oft eine „Liebe mit Widerhaken“. „In Gott gibt es ein reines und vollkommenes und herzliches und tiefgemeintes komplettes JA. Das würde es heißen, wirklich im Glauben zu wachsen.“ Gott möchte den Menschen in Roben hüllen und die Menschen in die Freiheit hinausführen. „Er will Dich nicht kleinmachen, sondern großmachen. Viele christliche Leiter erziehen Sklaven. Viele christliche Eltern erziehen gehorsame Kinder, aber nicht Kinder, die frei werden.“

Der Theologe erinnert in dem Zusammenhang an den heiligen Paulus. Dieser habe nicht immer nur gesagt, dass Du immer nett und freundlich sein müsstest. „Er sagt auch: Redet untereinander die Wahrheit. Die Wahrheit muss auch zugemutet werden. Der Herr schafft mit Grenzen Frieden. Eine Beziehung braucht eine heilige und abgesteckte Grenze. In Jesus gibt es immer die komplette Verbindung von Freiheit und Wertschätzung. Authentische Wertschätzung nimmt den anderen so voll, dass sie ihm sogar die Wahrheit zumutet. Ich hab Dich so lieb, dass ich Dir die Wahrheit nicht zumuten kann. In Jesus ist hier keine Trennung. Wenn wir so anfangen, können gewaltige Herzenstore aufgehen, ich glaub, dass Gott das vorhat.“

Hartl übte anschließend nochmals Kritik an einer gewissen "christlichen Szene", die zum „Erbrechen“ voll mit „Verachtung und Kontrolle“ sei. „Ich kann die anderen verstehen, dass die von außen keinen Bock darauf hat. Aber ohne dieses Schlüssel wird es nicht passieren. Es fängt in Deinem eigenen Herzen an. Menschen spüren das. Sie sind nicht blöd. Ich kann nicht verstehen, was Du sagst, denn das, wie Du bist, schreit mir in den Ohren.“

Im zweiten Teil des Vortrags gab Hartl einige Praxis-Tipps. Er erinnerte dabei nochmals an verschiedene Christen, die sich im Internet über alles Mögliche ereifern. Es gäbe so viele Christen, die den ganzen Tag im Internet umherirren, um zu sehen, wer was falsch macht, um dann eine richtige Bibelstelle anzubringen. In der Bibel gab es diese Menschen laut Hartl auch, „man nannte sie Pharisäer“. Besonders amüsiert zeigt sich Hartl, wie gerne sich Christen über Kleidung oder Schminken aufregen.

Er verwies in dem Zusammenhang aber auf Kolosserbrief und den dortigen „Kleidungstipps“: „Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld! Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat. Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr! Vor allem aber liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht.“ Hartl betonte, dass es für Gott große Priorität habe, wie Christen miteinander umgehen. „Wir Christen haben so unsere Lieblingssünden. Das Sexuelle ist so ein klassisches Thema. Aber Stolz ist viel gefährlicher als sexuelle Sünde. Das bewirkt, dass Du nicht mehr siehst. Wir Christen sind oft besonders blind für das, was für Jesus echt ein Thema auch ist.“

Hartl ermutigte schließlich die Teilnehmer, die anderen wertzuschätzen. Wir sollten „ehren“ und „nicht bewerten“. Auch das Gebet – ohne dass wir gleichzeitig damit kontrollieren möchten – sei wichtig. „Jesus geht zum Zöllner ins Haus, er gibt ihm nicht einmal einen Tipp.“ Auch das „ganzheitliche Zuhören“ sei wichtig. „Das Zuhören ist eine seltene Tugend. Liebe und Wertschätzung, die nur empfunden ist, aber nicht gesagt wird, kommt beim Anderen nicht an. Menschen haben unterschiedliche Liebessprachen. Du musst rausfinden, was beim Anderen ankommt. Das ist ein bisschen Arbeit. Das bezieht sich auf Deinen Partner.“

Der Theologe rief anschließend dazu auf, den Partner wirklich zu ehren. Dort könne man beginnen. „Worte der Ehre haben die Macht, in jemandem etwas hervorzurufen, was dieser noch nicht ist“. Hartl zeigte sich entsetzt, wie Christen oft über Nicht-Christen, über Politiker oder die „Bösen da draußen“ reden. Das Evangelium werde „nie zeitgemäߓ sein. „Aber diese Menschen sind nicht unsere Feinde. Diese Menschen sind unendliche geliebte Kinder Gottes. Es ist nicht an uns zu erklären, der Welt zu erklären wie schlecht zu sind. Sünder sind Sünder, lasst uns so damit umzugehen, wie Jesus mit uns umgeht.“

Wir müssen laut Hartl die Menschen aus unserer Bewertungsbox freizulasse: „Du kannst versuchen, Menschen zu dominieren oder ihr Herz zu gewinnen. Du entscheidest.“ „Bei Jesus ist die komplette Balance. Er ist das Lamm, der die Sünden der Welt hinwegnimmt. Deshalb darf er auch richten. Seine Wertschätzung für die Verlorenen ging so weit, dass er sein Leben hingab. Das ist die Kultur des Reiches Gottes.“

Am Ende teilte Hartl einen Wunsch mit: „Ich träume von einer Kirche, die dafür bekannt ist, dass sie der sicherste Ort ist für alle ist, die sich beschämt fühlen.“

Theologe Johannes Hartl während des Vortrages



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Lesermeinungen

 Rosenzweig 8. Jänner 2018 

Das ist das "Geheimnis des Erfolgs"...

DANKE - werter @Gandalf–
treffendste Zusammenfassung für das Augsbg.GEBETS-Haus und die MEHR- Konferenzen.!

Im Gebetshaus wird Tag und Nacht 365 Tage dafür gebetet!- PREISET den HERRN!

So dankbar froh verbunden...





Das ist das "Geheimnis des Erfolgs"

DANKE werter @Gandalf – treffendste Zusammenfassung –für das Gebetshaus und die MEHR- Konferenzen.!

Im Gebetshaus wird Tag und Nacht 365 Tage dafür gebetet! -
PREISET den HERRN!


5
 
 lesa 8. Jänner 2018 

Früchte des Hl. Geistes

@Hadrianus Antonius: Fides quaerens intellectum: In einer so unvernünftigen wie verkopften Zeit kann man daran nicht genug erinnern. Danke! Was die Zungenrede betrifft, scheint der Hl. Paulus die adäquatere Auskunftsperson zu sein als der Psalmist."Ich danke Gott; mehr als ihr alle rede ich in Zungen. Aber in der Gemeinde will ich [lieber] fünf Worte mit meinem Verstand reden - damit ich auch andere unterweise - als zehntausend Worte in Zungen" (aus 1 Kor 14). Es gibt "Intellektuelle", auch Theologen, die diese Gabe bekommen haben und ausüben. Allerdings kannte Paulus auch eine Vorsicht im Umgang damit. Was bleibt von "Aufbruchsbewegungen"? Es hat eine Dimension, die wir nicht messen und zählen können. Manches lebt weiter ohne Rampenlicht, dafür aber sehr wirksam. Sämannsarbeit. Nichts geht verloren, was mit Liebe und Mühe, im Gehorsam dem Wort Gottes gegenüber unternommen wird. Dies alles ist gegeben bei Dr. Hartl und auch bei @gandalf. Darum: Bewahren Sie diese frohe Zuversicht!


3
 
 Gandalf 8. Jänner 2018 

@Hadrianus Antonius

Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen, aus einem einzigen Grund. Dies hat auch Johannes Hartl gut erklärt. Ohnen dem Gebet von so vielen ein ganzes Jahr lang wäre das nicht möglich. Das Gebetshaus und die MEHR wachsen, weilimmer mehr Beter dafür beten. So einfach ist das. Im Gebetshaus wird Tag und Nacht 365 Tage dafür gebetet. Das ist das "Geheimnis des Erfolgs"


10
 
 Hadrianus Antonius 8. Jänner 2018 
 

Vorsicht

Zungenrede ist immer so eine Sache.
Der Psalmist sagt diesbezüglich, echt semitisch klug : "Herr, laß mir eine Hand vor meinen Mund halten".
Mit der Aussage von "Annahme-Wertschätzung-Freiheit und hieraus/hierbei Liebe" und dem Abwehren von "Beschämung" und "Kontrolle" habe ich etwas Bedenken:
Ein Schäfer muß den jungen Hütehund annehmen mit seinen notwendig guten und möglichst wenigen weniger guten Eigenschaften; die Wertschätzung hängt natürlich von der Leistung ab (war bei Jesus Chr. schon so- schlechte bstbäume usw.); ob das nun nun "Liebe" ist, und sicher wenn da noch "Sexualität" ins spiel gebracht wird, möchte ich da bezweifeln.
Schamgefühl ist übrigens sehr kulturell gebunden.
Der Prolog des Johannesevangeliums kann nicht übertroffen werden.


2
 
 Hadrianus Antonius 8. Jänner 2018 
 

Evaluation in 20 Jahren

Missionsveranstaltungen haben es in sich- gerade weil sie oft "fulminant" starten und große Menschenmengen auf die Beine bringen.
Das war, @Gandalf möge mir verzeihen, auch bei den Schlachten von Langemarck, Somme und Kursk-Orjol der Fall.
Man sollte niemals vergessen: das Zentrum ist Unser Herr Jesus Christus; und Seine Botschaft die Hl. Schrift.
Das können wir nicht genug lesen und meditieren.
Ansonsten sollte man mit Gamaliel (Apg 5,34-42) abwarten und in 20 Jahren reevaluieren- und es sicher nicht vergessen!
Ich erinnere mich sehr gut an die Taizébegeisterung Ende der Jahren '60, mit einem "fulminanten" Jesuitenpater ("Weide der Stilte", "Besinnungszentr. Godsheide", rumänische arme Kinder ('91 ff.)), die "Sprache der Zungen" bei M.G. im CPRL in Antwerpen und die Neuevangelisierung der Großstädten(Danneels &Schönborn; alles schon versandet und vergessen)...
Fides quaerens intellectum: sehr wahr.


2
 
 M.Schn-Fl 7. Jänner 2018 
 

Laus Deo

Charismatiker brauchen auch nicht Ihr Ding sein.
Die Hauptsache ist, dass Sie mit denen auf dem einzigen Weg bleiben, der Jesus Christus selber ist; dass Jesus in Ihrem Leben die Hauptrolle spielt und dass Sie seinem Auftrag in Liebe zu Ihm und den Menschen folgen und Seinen Auftrag an Sie und uns alle erfüllen:
"Und ihr sollt meine Zeugen sein bis an die Enden der Erde."


11
 
 M.Schn-Fl 7. Jänner 2018 
 

Wunderbar!

"Am Ende teilte Hartl einen Wunsch mit: „Ich träume von einer Kirche, die dafür bekannt ist, dass sie der sicherste Ort ist für alle ist, die sich beschämt fühlen.“
Wunderbar! Ich träume auch von einer solchen Kirche.


9
 
 Aloe 7. Jänner 2018 

@ Herbert Klupp -2-

Heute Morgen wälzte ich ähnliche Gedanken, was die „Belastbarkeit“ eines so unkonventionell (Sprache, Musik, Lautstärke) vermittelten Glaubens anbelangt. Ich dachte auch an das „Geheimnis d. Kreuzes“ als Anker unseres Glaubens.
Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass Gottes Heiliger Geist diesen Aufbruch auf guten neuen Wegen begleitet und alles lehren wird, weil auch die Zeit dafür reif zu sein scheint. Die vielen guten geistlichen Begleiter lassen meiner Meinung nach ebenfalls auf eine heilsame Evangelisierung hoffen. Es ist jetzt schon viel Gutes wahrzunehmen. Begleiten wir das Geschehen mit Freude und Gebet. Gottes Geist wirkt wie, wann und wo ER will.
Danke nochmal für Ihre immer interessanten, differenzierenden Beiträge.


7
 
 Aloe 7. Jänner 2018 

@ Herbert Klupp -1-

Danke für Ihre ausgewogenen, mir hilfreichen Beiträge. Ich teile Ihre Sicht, dass Dr. Hartl ein sehr gutes Gespür für die spezielle Situation der Jugend besitzt. Die Sprache in seiner Verkündigung ist darauf abgestimmt, doch (obwohl manchmal gewöhnungs-bedürftig) dient sie vollinhaltlich, soweit ich erkenne, der leidenschaftlichen Vermittlung der biblischen Wahrheiten an die jugendlichen Suchenden, und auch der konkreten Lebenshilfe.
Sie schreiben: “Reiferen Christen ist klar, daß diese Freiheit in eine Liebe führt, die wiederum zur Unterordnung, u. dann zur freudigen Annahme der wenigen, leichten Kirchengebote. DIE HEUTIGE JUGEND WEISS DAS ALLES NICHT.SIE BRAUCHT DEN ERSTEN SCHRITT "FREIHEIT DURCH CHRISTUS". Hoffen wir, daß sie dann aber weitergeht.“
- 2 -


5
 
 Fatima 1713 7. Jänner 2018 
 

@ lesa: Ja, genau so habe ich das gemeint

Erstens ist es an sich nicht ok zu "lästern" (und damit will ich nicht behaupten, dass ich frei bin von diesem Fehler!). Zweitens besteht die Gefahr, dass man (und da nehme ich mich auch wieder nicht aus) sofort an jemanden in der eigenen Umgebung denkt, der angeblich genau so ist (ja, stimmt, der oder die ist auch so eine) oder man hat einfach nur irgendeine diffuse Vorstellung von irgendeiner Personengruppe, von der man überhaupt niemanden kennt. Und drittens besteht ebenso die Gefahr, dass jemand oder auch viele, auf die diese Beschreibung in irgendeinem rein äußerlichen Aspekt zutreffen könnte (z. B. recherchieren und schreiben im Internet) sich angesprochen und dadurch verletzt fühlen. Hartl darf Fehler machen wie wir alle und all das Positive, das hier über ihn und das Gebetshaus gesagt wird, unterstütze ich voll und ganz. Da aber die Wertschätzung in seinem Vortrag besonders betont wurde, sind mir diese Worte aufgefallen und ich gebe zu, ich habe mich darüber geärgert.


8
 
 lesa 7. Jänner 2018 

Es geht um die Sache

@Fatima: Das weiß ich von Ihnen schon. Es geht Ihnen "um die Sache". Und Sie haben völlig recht. Man "muss" es nicht so auffassen, aber es besteht die Möglichkeit, eine jener pauschalen Abkanzelungen hineinzulesen, die die Möglichkeit geben, in die Pharisäerschublade zu stecken, wen man will. Bitte rühren Sie sich immer wieder! Wir brauchen dringend solche genaue, feinfühlige Differenzierung! @Herbstlicht: Habe genau dasselbe gedacht zu diesem Sager. Aber Johannes Hartl wird wahrscheinlich auch manchmal ungut kritisiert, und hat sich vielleicht deswegen zu solchen Äußerungen hinreißen lassen. Aber mit seinem Gebetshaus ist er gewiss "richtig unterwegs" (Siehe Herbert Klupp) Er wird sicher in Zukunft aufpassen, wie er formuliert. Das können natürlich auch kleine "Anfechtungen" gegen die gute Sache sein, wenn so etwas passiert. @stefan Fleischer: Deshalb lassen wir uns nicht drausbringen, nicht wahr? Könnte mir vorstellen, dass Johannes Hartl Ihre Texte sehr gefallen, wie uns auch!


5
 
 Stefan Fleischer 7. Jänner 2018 

@ lesa

Mit meinen fast 80 Jahren und einer entsprechenden Erziehung gehöre ich für viele Menschen zu den "Frommen". Und mit diesem "Ehrentitel" gehöre ich in verschiedenen Kreisen zu jenen, deren Gegenwart man nicht aushält. Aber ich bin leider noch lange nicht fromm genug, dass mir solches nichts mehr ausmacht. Deswegen habe ich immer noch das Bedürfnis ein wenig „geehrt und nicht bewerten“ zu werden, besonders natürlich von jenen Menschen, die ich selber sehr schätze.


11
 
 Fatima 1713 7. Jänner 2018 
 

Die nicht wertschätzenden Worte muss ich ja jetzt nicht mehr nennen

Andere haben sie offenbar auch bemerkt. Weil lesa die möglichen Adressaten erwähnt hat: Mir geht es gar nicht darum, wen Hartl gemeint hat. Ich fand es nur nicht richtig, dass er ZUM Publikum ÜBER irgendeine, letztlich diffus definierte "Szene" oder gewisse Christen, die sich angeblich so oder so (schlecht, heuchlerisch etc.) verhalten, pauschal geurteilt hat, während er im selben Vortrag von Wertschätzung spricht. Wie gesagt, ich weiß nicht, wen er gemeint hat und ich kann es auch nicht beurteilen, aber ich rege mich nicht nur dann auf, wenn man MIR auf die Füße tritt.


10
 
 Montfort 6. Jänner 2018 

Für alle "Lästerer" ein kleines "mea culpa" von Johannes Hartl ...

... aus dem Vorfeld der MEHR 2018 zum Nachschauen. Will ich mir zu Herzen nehmen. ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=WVLVxlCPyUk


5
 
 Herbert Klupp 6. Jänner 2018 
 

Übergangsstadium

Johannes Hartl repräsentiert einen Weg zur Kirche, der bisher verschüttet schien. Junge Menschen wollen FREIHEIT - und das wurde von der deutschen Kirche recht wenig thematisiert. Gemeint ist nicht die "große Toleranz", daß man alles und jedes gelten läßt, sondern die echte Freiheit. Sie kommt von Jesus. Wenn ihr meine Gebote haltet und meine Jünger seid, werdet ihr die Wahrheit erkennen und sie wird euch FREI MACHEN. Durch Christus sind wir ZUR FREIHEIT BEFREIT. Es ist eine wahrhaft große Freiheit, letztlich die Freiheit vom eigenen sündigen Selbst, die ein Mensch bekommt, der sich auf Christus einläßt. Diese so wichtige Erkenntnis verströmt der Mitbruder Hartl aus allen Poren. Reiferen Christen ist klar, daß diese Freiheit in eine Liebe führt, die wiederum zur Unterordnung, und dann zur freudigen Annahme der wenigen, leichten Kirchengebote. DIE HEUTIGE JUGEND WEISS DAS ALLES NICHT. SIE BRAUCHT DEN ERSTEN SCHRITT "FREIHEIT DURCH CHRISTUS". Hoffen wir, daß sie dann aber weitergeht.


8
 
 Antonius Bacci 6. Jänner 2018 
 

Differenzierung

Man wird sicherlich ehrlich anerkennen müssen, dass Johannes Hartl hier sehr viel auf die Beine gestellt hat. Er erreicht offenbar mühelos junge Leute - diese dürften aufgrund der popkonzertähnlichen Aufmachung das intendierte Kernpublikum sein - und vermittelt ihnen Aspekte der katholischen Glaubens- und Sittenlehre. Umgekehrt ist der Charismatismus bei weitem nicht für jeden etwas; diese sehr an amerikanische Vorbilder angelehnte Atmosphäre kann auch verschrecken und abschrecken. Gleichwohl denke ich, dass verschiedene Strömungen durchaus nebeneinander bestehen können. Und hier hat die charismatische Bewegung sicherlich ihre ganz eigene Anhängerschaft. Vielleicht ist es die Kunst, den jeweils anderen anzuerkennen, ohne dabei aber die eigene religiöse Prägung und Identität auszugeben. Dies erfordert viel Toleranz, aber in der Zukunft der Kirche wird die Parallelexistenz recht unterschiedlicher Strömungen, zu denen auch der usus extraordinarius gehört, noch stärker werden.


7
 
 lesa 6. Jänner 2018 

@gandalf: Fatima hat gleich umgesetzt, was Dr. Hartl empfohlen hat: "man muss nicht immer nett sein." Das heißt, sie hat ehrlich kurz "ein gewisses Unbehagen" artikuliert.
Das kann ich ein wenig verstehen, ebenso wie die Reaktion von Herrn Fleischer. Jene, die gegen den Strom schwimmen sind halt auch Menschen, die nicht gern "beschämt werden wollen", da sie ohnehin genug "auf den Deckel bekommen." Unter ihnen sind vielleicht welche so taktvoll wie Herr Dr. Hartl selber. @Laus Deo: Vielleicht hat Sie eine schwärmerische Form von der charismatischen Erneuerung abgeschreckt. Eigentlich ist das Leben in der Kirche ausreichend charismatisch, wenn man wirklich mit ihr lebt. Aber die charismatische Erneuerung, wo sie im Sinne der Kirche agiert, regt wunderbar dazu an, das ganze Gnadenangebot auszuschöpfen und ein ist ein wunderbares Geschenk! Vielleicht auch Sache der je eigenen Berufung, das Christsein zu leben.


5
 
 Herbstlicht 6. Jänner 2018 
 

Dr. Hartl:
„Es gibt Leute, die so fromm und so gut sind und so heilig sind. Aber in deren Gegenwart hält es niemand aus."

Gibt es diese Leute, die wirklich fromm, gut und heilig sind, wäre ich glücklich und dankbar, in ihrer Nähe sein zu dürfen und würde es deshalb gerne mit ihnen aushalten.

Tun sie aber nur so, dann sind sie ja auch nicht wirklich heilig.
Deshalb erübrigt sich eigentlich dieser Spruch.


13
 
 Gandalf 6. Jänner 2018 

@lausDeo

Merkwürdig, über Charismatik (Was ist denn das?) oder Charismatiker hat Hartl im Vortrag gar nicht gesprochen ;-)


7
 
 Gandalf 6. Jänner 2018 

@Fatima1713

Wie? hartl hat nicht einfach nur eine Wellness-predigtgehalten wie der Pfarrer am Sonntag, wo man so schön einschlafen kann und sich keiner angesprocchen fühlt. Jedere von uns hier sollte sich angesprochen fühlen und jeder Hartl-Vortrag sollte man genau meditieren, man lernt sehr viel.


12
 
 Laus Deo 6. Jänner 2018 

Charismatiker nicht mein Ding


6
 
 SCHLEGL 6. Jänner 2018 
 

@Fatima 1713

Welche zum Beispiel?


4
 
 Aloe 6. Jänner 2018 

Was für eine Vision von Dr. Hartl: „Ich träume von einer Kirche, die dafür bekannt ist, dass sie der sicherste Ort ist für alle, die sich beschämt fühlen.“ Das ist Frohe Botschaft, ist biblisch. »Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken!"(Mt9,12)
Was das Klima der Wertschätzung anbelangt, wird es - denke ich - unter den Gläubigen fortschreitend eine Wandlung zum Besseren geben, denn es ist das Kennzeichen der Christen (Joh 13,35).
Dr. Hartl spricht klare, jedoch einfühlsame Worte. Er selbst scheint sich nicht für fehlerfrei zu halten. Danke kath.net für Berichterstattung und Videos. Freude und Dank für Unterstützung v. Mission Manifest. Ich glaube, Segen wird darauf liegen.


9
 
 Fatima 1713 6. Jänner 2018 
 

@ SCHLEGL

Bitte verzeihen Sie, aber ich habe in diesem Vortrag (zumindest so wie er hier zusammengefasst wurde) durchaus auch ein paar nicht wertschätzende Worte vernommen.


13
 
 Stefan Fleischer 6. Jänner 2018 

Wir sollten „ehren“ und „nicht bewerten“.

Das gilt nur für die "Frommen" nicht! oder habe ich da etwas falsch verstanden?


8
 
 SCHLEGL 6. Jänner 2018 
 

Ein guter Artikel über einen guten Vortrag! Möge er UNS ALLEN HIER im Forum in diesem Jahr begleiten, damit es uns gelingt den anderen Wertschätzung entgegenzubringen und nicht Glaubenskontrolle.Msgr. Franz Schlegl


13
 

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