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"Das große Geschenk des Barmherzigkeitssonntages"

8. April 2018 in Deutschland, 16 Lesermeinungen
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Paderborner Priesterkreis freut sich in tiefer Dankbarkeit über das große Geschenk des Barmherzigkeitssonntages, welches der heilige Papst Johannes Paul II. im Jubiläumsjahr 2000 der Weltkirche anvertraut hat.


Paderborn/Brilon (kath.net/Priesterkreis Communio veritatis) Der Priesterkreis Communio veritatis freut sich in tiefer Dankbarkeit über das große Geschenk des Barmherzigkeitssonntages, welches der heilige Papst Johannes Paul II. im Jubiläumsjahr 2000 der Weltkirche anvertraut hat. Die Bedeutung dieser Gabe hat der Herr selbst eindrucksvoll gezeigt, als er seinen treuen Diener fünf Jahre später genau zu diesem Gnadentag heimgerufen hat. Vor diesem Hintergrund erscheint der heilige Papst Johannes Paul II. als der wahre Prophet der Göttlichen Barmherzigkeit für unsere Zeit. Die Worte, die er noch für das Regina caeli dieses Festes im Jahr 2005 vorbereitet hatte, bekommen durch die genannten Umstände ein umso größeres Gewicht: „Wie sehr hat es unsere Welt doch nötig, die Göttliche Barmherzigkeit zu verstehen und anzunehmen!“

Hier schließt sich gleichsam der Kreis seines Pontifikates, hatte er doch schon zu Beginn in seiner Enzyklika Dives in misericordia in Christus die Inkarnation des Göttlichen Erbarmens gesehen: „Er spricht nicht nur vom Erbarmen und erklärt es mit Hilfe von Gleichnissen und Parabeln, er ist vor allem selbst eine Verkörperung des Erbarmens, stellt es in seiner Person dar. Er selbst ist in gewissem Sinne das Erbarmen“ (Nr. 2). Diese Aussage greift einen zentralen Gedanken der Antrittsenzyklika Redemptor hominis auf, wo der heilige Papst Johannes Paul II. Christus als den wahren Erlöser des Menschen und einzigen Retter der Welt herausstellt: „Diese Offenbarung der Liebe und der Barmherzigkeit hat in der Geschichte nur eine Form und einen Namen: sie heißt Jesus Christus“ (Nr. 9).


Dieser Blick wird dem suchenden Menschen ja in besonderer Weise im Tagebuch der heiligen Schwester Faustyna geschenkt, wo der Herr den Reichtum des Festes der Göttlichen Barmherzigkeit beleuchtet: „An diesem Tag ist das Innere meiner Barmherzigkeit geöffnet; Ich ergieße ein ganzes Meer von Gnaden über jene Seelen, die sich der Quelle meiner Barmherzigkeit nähern. Jene Seele, die beichtet und die heilige Kommunion empfängt, erhält vollkommenen Nachlass der Schuld und der Strafen; an diesem Tag stehen alle Schleusen Gottes offen, durch die Gnaden fließen“ (TB 699).

Das Evangelium des Barmherzigkeitssonntages berichtet von der Einsetzung des Bußsakramentes und zeigt damit, dass die wahre Barmherzigkeit des Herrn niemals im Gegensatz zu seiner Gerechtigkeit steht. Gerade weil Christus den Menschen liebt, will er ihn aus dem Elend und dem Verderben der Sünde befreien und durch Reue und Vergebung vom Tod zum Leben führen. Im Tagebuch der heiligen Schwester Faustyna lesen wir bezüglich des Bußsakramentes: „Sage den Seelen, wo sie Trost suchen sollen – im Tribunal der Barmherzigkeit, dort gibt es die größten Wunder, die sich ununterbrochen wiederholen. Um dieses Wunder zu erreichen, […] genügt es, zu Füßen Meines Stellvertreters gläubig hinzutreten und vor ihm sein Elend auszusprechen. Dann zeigt sich das Wunder der Barmherzigkeit in seiner ganzen Fülle. Auch wenn die Seele wie eine verwesende Leiche wäre und eine Belebung, menschlich gesehen, ausgeschlossen und alles schon verloren – so ist es anders bei Gott. Das Wunder der Barmherzigkeit Gottes belebt die Seele vollends“ (TB 1448). Es ist eine wahre Freude, dass dieser große Festtag am Sonntag nach Ostern neben dem Bild des Barmherzigen Jesus und dem Barmherzigkeitsrosenkranz bereits vielen Menschen große Gnaden gebracht hat und somit zur herausragenden Quelle der Neuevangelisierung geworden ist.

Mit dem Fingerzeig des Herrn durch ein Datum haben wir oben begonnen, mit einem solchen wollen wir auch schließen. Die auserwählte Dienerin des Göttlichen Erbarmens, die heilige Schwester Faustyna, hat an einem Tag unsagbar und außerordentlich gelitten (TB 823). Dieser steht offenbar mit dem Angriff auf die Kirche des Herrn in Zusammenhang, dessen Barmherzigkeit untrennbar verbunden ist mit der Wahrheit.

So machen wir uns die Worte des heiligen Papstes Johannes Paul II. bei der Weltweihe an das Unbefleckte Herz der Gottesmutter Maria, der Jungfrau von Fatima, vom 25. März 1984 zu eigen: „Noch einmal zeige sich in der Geschichte der Welt die unendliche Heilskraft der Erlösung: die Macht der erbarmenden Liebe! Dass sie dem Bösen Einhalt gebiete! Dass sie die Gewissen wandle! In Deinem Unbefleckten Herzen offenbare sich allen das Licht der Hoffnung!“


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